Mögliche Übernahme: Peugeot will Opel übernehmen

Symbolfoto: © w.r.wagner | pixelio.de

Beim Automobilhersteller Opel geht das Zittern um die Arbeitsplätze weiter. Peugeot will Opel übernehmen. Der US-Konzern General Motors könnte sich vom Dauerverlustbringer Opel trennen. Opel ist seit 1929 fester Bestandteil des US-Konzerns. General Motors war 2009 selbst in finanzielle Schieflage geraten und musste von der US-Regierung mit einer Milliardenspritze gerettet werden. Zuletzt schloss der Konzern die Produktionsstandorte in Bochum und Antwerpen. Seit 1999 erreichte Opel die Gewinnzone nicht mehr. Im vergangenen Jahr 2016 verpasste Opel ebenfalls die schwarze Null. Die Mitarbeiter am Opel-Standort Rüsselsheim in Hessen haben massive Sorgen. Die Bundesregierung und das Land Hessen forderten am Dienstag eine Beschäftigungsgarantie für die 18.250 deutschen Mitarbeiter. Die Gewerkschaften wurden im Vorfeld ebenfalls nicht von der möglichen Übernahme von Opel durch Peugeot informiert.

Kaiser’s Tengelmann: Krisengipfel endet ohne ein Ergebnis

Symbolfoto: © Fionn Große  | pixelio.de

Symbolfoto: © Fionn Große | pixelio.de

Der Krisengipfel bei der deutschen Supermarktkette Kaiser’s und Tengelmann endete ohne ein Ergebnis. Der Gipfel wurde vertagt und soll fortgesetzt werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Vertretern des Rewe-Konzerns, von Edeka, Tengelmann, Markant und der Gewerkschaft verdi. Das Ziel ist es eine gemeinsame Lösung für alle Beschäftigten von Kaiser’s und Tengelmann zu erzielen. Wann und wo die Gespräche fortgesetzt werden war am Freitagvormittag unklar. Die 15.000 Angestellten des Unternehmens müssen daher weiter um ihre Arbeitsplätze zittern. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte, dass er 8.000 Arbeitsplätze in Gefahr sieht. Der Geschäftsführer des REWE-Konzerns hatte die Komplettübernahme von Kaiser’s und Tengelmann vor Gericht stoppen lassen. er warb unterdessen dafür die 400 Standorte unter den verschiedenen Wettbewerbern aufzuteilen. Es äußerten auch die Konzerne Tegut und Norma Interesse an den Filialen von Kaiser’s.

Die Zeichen stehen jedoch auf Zerschlagung. Bereits am Freitag könnte der Aufsichtsrat von Kaiser’s und Tengelmann der Zerschlagung zustimmen. Der Geschäftsführer von Kaiser’s drohte aufgrund der hohen Verluste und des gehenden Personals mit dem Aus seines Konzerns.

Telekommunikation: WhatsApp gab Telefonnummern an Facebook weiter

Symbolfoto: © Alexander Klaus  | pixelio.de

Symbolfoto: © Alexander Klaus | pixelio.de

Vor knapp zwei Jahren, im Herbst 2014, wurde WhatsApp durch Facebook für 22 Milliarden Dollar übernommen. WhatsApp verfügt zur Zeit über mehr als eine Milliarde Nutzer. Die beiden Dienste sollen nun enger miteinander verzahnt werden. In Zukunft soll beispielsweise die Telefonnummer des jeweiligen WhatsApp-Nutzers und zusätzlich Informationen, darüber wie häufig der Dienst verwendet wird, an Facebook weitergegeben werden. WhatsApp-Nutzer haben ab sofort die Möglichkeit der Verwendung ihrer Daten für die Werbungs-Personalisierung von Facebook und der Freunde-Vorschläge zu widersprechen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Bei allen WhatsApp-Nutzern wird auf jeden Fall die Telefonnummer an Facebook weitergegeben, sofern man die App weiterhin benutzt.

WhatsApp betonte in diesem Zusammenhang, dass Facebook auf keinen Fall Zugriff auf Nachrichten erhalten kann. Nach Angaben des Konzerns soll durch die Weitergabe der Telefonnummer von WhatsApp-Nutzern nur relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden.

Der Fernbus-Anbieter Postbus geht an FlixBus: Grün führt den Fernbusmarkt an

Symbolfoto: © burntimes.com

Symbolfoto: © burntimes.com

FlixBus will mit der Übernahme von Postbus seine Marktführung ausbauen und den Parallelverkehr weiter reduzieren. Es sollen Gewinne erzielt werden. Das könnte zu einem Anstieg der Fahrpreise führen. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass es zunächst zu keinen Preisanstiegen kommen wird. Der Fahrgastverband Pro Bahn teilte unterdessen mit, dass es längerfristig zu einem Anstieg der Preise kommen muss, weil sonst kein Geld verdient werden kann, sondern höchstens eine schwarze Null gehalten wird. Die Deutsche Bahn ist mit ihrem Berlin-Linien-Bus der Verlierer des Deals. Die Bahn hat dadurch lediglich noch einen Marktanteil von 14 Prozent.

Fernbus will anstelle einer Preiserhöhung auf eine höhere Anzahl an Fahrgästen setzen. Nach der Liberalisierung im Jahr 2013 stiegen zunächst zahlreiche Anbieter in das Fernbusgeschäft ein. Die meisten von denen gibt es heute nicht mehr. Sie wurden von FlixBus übernommen oder sind pleite gegangen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass auch die Deutsche Post mit ihrem Postbus aufhört und von den grünen FlixBussen übernommen wird. Damit hat die Nummer eins im Fernbusmarkt die Nummer zwei übernommen.

Das Ziel, das FlixBus durch die Übernahme verfolgt ist es, auch kleinere Städte mit 20.000 bis 30.000 Einwohnern zu bedienen. Inzwischen fahren die grünen Busse 900 Orte in 20 Ländern an. Durch die Übernahme von Postbus sind noch einmal 120 neue Ziele hinzugewonnen. FlixBus will die Streckennetze nun zusammenführen und gewinnbringend vermarkten. In Städten wie Bremerhaven ist der Fernbus der einzige Anschluss an den öffentlichen Fernverkehr.