Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt: Polizei nimmt mutmaßlichen Kontaktmann von Amri fest

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am Mittwoch wurde in Berlin ein 40-jähriger Mann aus Tunesien verhaftet. Er steht im Verdacht Kontakt mit dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri gehabt zu haben, hieß es von der Bundesanwaltschaft am Mittwochabend. Die Telefonnummer des Tunesiers befand sich auf dem sichergestellten Mobiltelefon des Attentäters Amri. Außerdem ergaben Ermittlungen, dass der 40-Jährige in den Anschlag eingebunden sein könnte. Bis Donnerstag soll feststehen, ob gegen den mutmaßlichen Kontaktmann Haftbefehl erlassen wird.

Der 24-jährige Anis Amri hat am Montag vor Weihnachten einen polnischen Lastwagenfahrer getötet und anschließend den Lastwagen in terroristischer Absicht in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt. An der Berliner Gedächtniskirche raste er mit dem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt und legte dort 50 bis 80 Meter zurück. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt – zwölf Menschen starben. Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat die Verantwortung für die Tat übernommen.

Der Attentäter wurde in Italien von Sicherheitskräften erschossen. Die Leiche wird noch immer obduziert. Geklärt werden soll auch, ob die Waffe, die Amri bei sich führte, die gleiche Waffe ist mit der der polnische LKW-Fahrer erschossen wurde.

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Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

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Berlin: Flüchtiger Amri saß am Steuer des LKW – Behörden hätten ihn fassen können

Symbolfoto: © burntimes

Die Großfahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft. Die Bundesanwaltschaft hat mit 100.000 Euro eine der höchsten Belohnungen aller Zeiten ausgesetzt. Die Spurenauswertung der Fahrerkabine ergab, dass es sich bei dem Täter um Anis Amri handelte. Seine Fingerabdrücke wurden dort gefunden. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde am Donnerstag von der Bundesanwaltschaft erlassen. Die Ermittler haben Schwierigkeiten den Täter ausfindig zu machen und stehen vor mehreren Herausforderungen. Der erste Tatverdächtige wurde am Dienstagabend freigelassen – er war unschuldig. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri vor einer Berliner Moschee in Berlin-Moabit gefilmt.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Er entwischte den Ermittlern immer wieder. Im September wurde die 24-Stunden-Observation schließlich beendet, weil nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft „kein Anlass für eine weitere Verlängerung der Überwachung bestand“. Amri saß, bevor er 2015 illegal nach Deutschland kam, im sizilianischen Palermo schon vier Jahre im Gefängnis, weil er dort eine Schule angezündet hat. Bereits zu dem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei ihm um einen radikalisierten Islamisten handelt. In Tunesien war der Berlin-Attentäter ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sein Vater sagte, dass er während seiner Abwesenheit wegen schweres Raubes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Seine Familie forderte ihn auf sich zu stellen.

Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Nizza-Attentat: Täter hatte Helfer – fünf Festnahmen

Symbolfoto: © burntimes

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Die Todesfahrt während des Feuerwerks am Nationalfeiertag im französischen Nizza war über einen längeren Zeitraum geplant worden. Das ergaben Ermittlungen der Polizei. Der Tunesier war auch nicht allein. Er hatte Unterstützer. Gegen fünf mögliche Komplizen wurden Ermittlungen eingeleitet. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Drei Männern wird die Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Einer der drei hat mit einem Paar aus Albanien dem 31-jährigen Tunesier die Waffe besorgt, mit der der Attentäter geschossen hat. Der Tunesier raste am 14. Juli auf der Strandpromenade während des Feuerwerks zum Nationalfreitag in eine Menschenmenge und tötete dabei 84 Menschen (wir berichteten). Die Auswertungen des Handys des Täters ergaben, dass er vor dem Attentat regen Kontakt mit den fünf möglichen Komplizen hatte. Einer der möglichen Komplizen war einige Tage vor dem Attentat mit in den gemieteten Lastwagen eingestiegen. Das belegen Videoaufzeichnungen der städtischen Kameras.

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