Schmölln/Thüringen: Nachbarn haben 15-jährigen Somalier zum Suizid aufgefordert

Symbolfoto: © burntimes

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Im thüringischen Schmölln hat sich am Freitag um 15 Uhr ein 15-jähriger Schutzsuchender aus Somalier aus dem Fenster gestürzt. Der junge Mann sprang aus dem fünften Stockwerk eines Hochhauses im Finkenweg. Er wurde sehr schwer verletzt und verstarb später im Krankenhaus. Anwohner des Hauses haben den Jugendlichen zuvor aufgefordert aus dem Fenster zu springen. Eine Mitarbeiterin der Flüchtlingswohngruppe teilte mit, dass Bewohner dem Jungen von unten zuriefen, dass er endlich springen soll. Auch mit Handys soll der Suizid gefilmt worden sein.

Insgesamt haben 20–30 Menschen den Vorfall beobachtet. Der 15-jährige Somalier war ein unbegleiteter Flüchtling. Er war erst vor fünf Monaten nach Schmölln gekommen. Aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten befand sich der 15-Jährige in psychiatrischer Behandlung. Zuletzt wurde er am Freitagmorgen aus einer Klinik entlassen. Die Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit bezeichnete den Vorfall als „grauenhaft“. Die Bürgermeisterin von Schmölln äußerte sich schockiert und entsetzt. Die Polizei hat Ermittlungen in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft in Gera eingeleitet.

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Neukirchen-Seigertshausen: Drei Geschwister sind im örtlichen Feuerlöschteich ertrunken

Symbolfoto: © burntimes

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Im nordhessischen 700-Einwohner-Dorf Neukirchen-Seigertshausen hat sich eine Familientragödie am Löschteich ereignet. Ein nicht eingezäunter und frei zugänglicher Teich ist den fünf, acht und neun Jahre alten Geschwistern zum Verhängnis geworden. Die Polizei in Kassel teilte mit, dass der elf Jahre alte Bruder seine Geschwister gesucht hat und dabei den Fünfjährigen leblos im Wasser treibend entdeckte. Anschließend lief der Junge zu einem Nachbarn, der sofort einen Notruf absetzte. Anwohner zogen den Jungen aus dem Wasser. Er starb trotz eingeleiteter Wiederbelebungsversuche noch an der Unglücksstelle.

Kaum waren die Rettungskräfte vor Ort, offenbarte sich eine Katastrophe, denn zwei weitere Kinder der Familie waren spurlos verschwunden. Mit einem Großaufgebot suchten Polizei und Feuerwehr in der Dämmerung am Samstagabend bis in die Nacht zu Sonntag nach den Vermissten. Taucher entdecken schließlich das achtjährige Mädchen und ihren neun Jahre alten Bruder in dem Teich, im Ortsteil Seigertshausen. Sie konnten beide nur noch tot aus dem Teich geborgen werden.

Unklar ist noch, wie genau die drei Kinder in den etwa zwei Meter tiefen Teich geraten sind. Die Ermittler sprachen von einem tragischen Unglücksfall und schlossen ein Fremdverschulden am Sonntag aus. Das Ufer des Teiches ist mit Steinen befestigt. Diese sind nach dem vielen Regen der letzten Tage teilweise sehr rutschig. Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Feuerlöschteich. Der Teich liegt rund 350 Meter vom Elternhaus der betroffenen Familie entfernt.

Die betroffene Familie war erst vor einem Jahr aus Saarbrücken nach Neukirchen-Seigertshausen in Nordhessen gezogen, teilte der Bürgermeister – sichtlich unter Schock mit. Die Familie hat einen syrisch-türkischen Hintergrund. Die Kinder sind alle in Deutschland geboren.

Das halbe Dorf beteiligte sich an der Suche nach den zwei vermissten Kindern und steht unter Schock. Die Eltern werden von Notfallseelsorgern betreut und konnten, weil sie unter Schock stehen, noch nicht befragt werden. Unklar ist auch, ob die Kinder möglicherweise nicht schwimmen konnten.

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Schwerer Verkehrsunfall auf der A6 bei Nürnberg: Vier Tote, darunter drei Kinder

Symbolfoto: © burntimes

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Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Lastwagen hat am Dienstagnachmittag um 16.45 Uhr auf der Autobahn 6 bei Nürnberg vier Todesopfer gefordert. Unter den Toten befinden sich drei Kinder. Bei den Opfern handelt es sich um Mitglieder einer fünfköpfigen Familie aus Baden-Württemberg. Auch die 26-jährige Mutter starb noch an der Unfallstelle, auf dem Beifahrersitz. Der 33-jährige Vater konnte nach einer Stunde aus dem völlig zerstörten Autowrack von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei teilte mit, dass auf der Autobahn Amberg-Nürnberg am Kreuz Nürnberg-Ost ein Lastwagen auf das Stauende auffuhr. Der LKW schob das Auto der Familie auf zwei weitere Lastwagen und zerquetschte es dabei sehr stark. Die beiden LKW-Fahrer erlitten mittelschwere Verletzungen. Beide wurden in ihren Führerhäusern eingeklemmt. Die A6 in Fahrtrichtung Heilbronn blieb nach dem schwere Unfall noch einige Stunden voll gesperrt. Kurz nach dem Unfall wurde aufgrund der Bergungsarbeiten auch die Gegenfahrbahn gesperrt. Die Feuerwehr war im Großeinsatz und es waren drei Rettungshubschrauber an der Unfallstelle gelandet.

Den Einsatzkräften bot sich vor Ort ein schreckliches Bild. „So einen Unfall habe ich noch nicht gesehen“, sagte Polizeisprecher Michael Petzold an der Unfallstelle.

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Vermisste Familie: Polizei hat neue Spur in Niedersachsen

Symbolfoto: © burntimes

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Seit drei Wochen ist die Familie Schulz aus Drage verschwunden. Der 41-jährige Vater wurde tot gefunden. Von der 43 Jahre alten Frau und ihrer zwölf Jahre alten Tochter gab es bisher noch keine Spur. Am Montag teilte die Polizei mit, dass ein See in einem Ortsteil des niedersächsischen Buchholz abgesucht werden soll und es eine neue Spur im Fall der Vermissten gibt. Am Montagabend wurde mit der Suche im See begonnen. Zuvor hatte ein Personenspürhund die Fährte der Vermissten aufgenommen. Diese führte über einen Waldweg und endete am Ufer des Sees. Nach der Ausstrahlung des Falls in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ hatte sich eine Zeugin gemeldet. Diese gab an die Familie lebend am Tag ihres Verschwindendes am See gesehen zu haben. Die Spürhunde suchten am Abend auf dem Boot weiter. Sollten sie auf dem See anschlagen, stehen Polizeitaucher bereit. Die Leiche des Familienvaters wurde am 31. Juli im schleswig-holsteinischen Lauenburg in der Elbe gefunden. Der 41-Jährige war ertrunken. Die Leiche war mit einem 25 Kilogramm schweren Betonklotz beschwert gewesen, wie es für mobile Baustellenzäune verwendet wird. Die Polizei geht von einem Familiendrama aus. Es gab keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden.

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