A7 bei Werneck: Neue Autobahnbrücke eingestürzt –– mindestens ein Toter

Symbolfoto: © burntimes

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Beim Einsturz einer neuen Autobahnbrücke auf der A7 bei Wernbeck, im Landkreis Schweinfurt, ist mindestens ein Bauarbeiter getötet worden, sechs weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stürzte am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr ein Gerüst sowie Teile der Brücke ein. Dabei stürzte ein Brückensegment 20 Meter in die Tiefe. Die Brücke stürzte zwischen zwei Pfeilern auf einer Länge von 40 Metern Fahrbahn ein. Zu dem Zeitpunkt arbeiteten 20 Menschen auf der Baustelle. Einige von ihnen wurden verschüttet, nachdem die Betonmassen zusammenbrachen. Zeitweilig war von vier Toten die Rede gewesen. Die Opferzahlen wurden am Abend jedoch glücklicherweise nach unten korrigiert. Nach dem Unglück löste die Leitstelle Großalarm aus. Fünf Rettungshubschrauber und mehrere Hundestaffeln eilten zu der eingestürzten Autobahnbrücke im Kreis Schweinfurt. Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die betroffene Talbrücke Schraudenbach wird zur Zeit abgerissen und gleichzeitig neu errichtet. Der Verkehr auf der Autobahn ist von den Arbeiten nicht betroffen, da dieser noch auf der alten Brücke läuft.

Wie es zu diesem folgenschweren Unglück kommen konnte ist noch völlig unklar. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Aufgrund von Materialermüdung wird die alte Brücke derzeit abgerissen und neu errichtet. Aufgrund von Überlastung war die Brücke für den Schwerlastverkehr bereits vor Monaten gesperrt worden. Zusätzlich wurde ein Tempolimit ausgeschildert. Die Brücke befindet sich auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Strecken Europas. Geplant wurde ein sechsspuriger Ausbau der A7. Diese Autobahn 7 ist mit 962 Kilometern Länge die längste Autobahn in Deutschland.

Grafing bei Ebersberg: Blutbad am S-Bahnhof –– ein Toter

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im Bahnhof Grafing bei Ebersberg hat am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr Uhr ein 27-jähriger Deutscher einen 56-jährigen Mann erstochen und drei weitere schwer verletzt. Die Opfer sind zwischen 43 und 58 Jahre alt. Ein Opfer schwebt in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Dienstagmittag mit. Der Tatort liegt 35 Kilometer östlich von der bayerischen Landeshauptstadt München. Bei dem Attentäter handelt es sich um einen deutschen Staatsbürger aus Hessen. Das Motiv ist noch unklar. Der Täter war in psychiatrischer Behandlung und drogenabhängig. Er ist polizeilich bereits im Erscheinung getreten. Der Täter griff bereits in der S-Bahn ein Opfer mit einem Messer an. Am Bahnhof von Grafing stach er schließlich auf ein weiteres Opfer ein. Anschließend ging er noch auf zwei Radfahrer los. Bei einem der Radfahrer handelte es sich um einen Zeitungsausträger. Der Täter ließ sich von der herbeigeeilten Polizei widerstandslos festnehmen.

Dem Mann wird Mord und versuchter Mord in drei Fällen vorgeworfen. Die zuständige Anklagebehörde äußerte am Dienstag Zweifel an der Schuldfähigkeit des 27-Jährigen. Neben der Untersuchungshaft ist auch die Einweisung in eine psychiatrische Klinik im Gespräch.