Nach schwerem Unwetter: Regionalzug entgleist in Thüringen

Symbolfoto:
© Erich Westendarp | pixelio.de

Ein Regionalzug ist nach einem schweren Unwetter in der Nähe von Stadtroda in Thüringen entgleist. Der Zug prallte in eine Schlamm- und Gerölllawine, die durch das Unwetter auf die Bahngleise gerutscht war. Der Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und entgleiste. Sieben Bahnreisende wurden leicht verletzt. Der Regionalzug war von Glauchau nach Göttingen unterwegs. Der Unfall ereignete sich am Freitagabend um 19.29 Uhr. Der Verkehr auf der betroffenen Bahnstrecke ist unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr konnte zunächst aufgrund des Unwetters und unbefahrbaren Straßen nicht eingerichtet werden. Der Regionalzug soll noch am Freitag geborgen werden.

In Thüringen sorgte das Unwetter für teils chaotische Zustände. In einigen Regionen stand das Wasser einen halben Meter hoch. Unzählige Keller liefen vol. Auch die Bundesstraße 85 konnte nicht mehr befahren werden und wurde gesperrt.

Unfall auf der A71: Autofahrer wendet und nutzt als Geisterfahrer die Rettungsgasse

Symbolfoto: © burntimes

Am vergangenen Ostersonntag staute sich auf der A71 bei Ilmenau in Richtung Erfurt nach einem Unfall der Verkehr. Eine vorbildliche Rettungsgasse wurde gebildet. Allerdings wurde einem ebenfalls im Stau stehenden Autofahrer die Wartezeit offenbar zu lang. So wendete er auf der Autobahn und fuhr als Geisterfahrer entgegengesetzt 1,5 Kilometer durch die Rettungsgasse bis zur letzten Ausfahrt. Die Ausfahrt nutzte der Autofahrer ebenfalls in verkehrter Richtung. Glücklicherweise und wie durch ein Wunder passierte bei dieser fahrlässigen Aktion nichts.

Die Polizei hat Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs erstattet. Dank des Videos eines aufmerksamen Zeugen konnte das Auto zwischenzeitlich identifiziert werden. Die Polizei rief Zeugen des Vorfalls auf sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Der Fahrer stammt aus Nordbayern. Dem Autofahrer drohen 200 Euro Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.

Terrorverdacht: Razzien in fünf Bundesländern

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In fünf Bundesländern wurden am Dienstag Wohnungen durchsucht. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Anti-Terror-Einsatz handelt. Das Thüringer Landeskriminalamt teilte mit, dass zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht wurden. Der Verdacht richtet sich gegen Tschetschenen, die im Verdacht der Terrorismusfinanzierung stehen. Ein 28-jähriger Tschetschene soll demnach geplant haben sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. Bei den Anti-Terror-Einsätzen waren Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. In Suhl war neben dem Spezialeinsatzkommando auch noch zusätzlich ein Sprengstoffhund im Einsatz. Eine Person wurde in Suhl verhaftet.

Schmölln/Thüringen: Nachbarn haben 15-jährigen Somalier zum Suizid aufgefordert

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Im thüringischen Schmölln hat sich am Freitag um 15 Uhr ein 15-jähriger Schutzsuchender aus Somalier aus dem Fenster gestürzt. Der junge Mann sprang aus dem fünften Stockwerk eines Hochhauses im Finkenweg. Er wurde sehr schwer verletzt und verstarb später im Krankenhaus. Anwohner des Hauses haben den Jugendlichen zuvor aufgefordert aus dem Fenster zu springen. Eine Mitarbeiterin der Flüchtlingswohngruppe teilte mit, dass Bewohner dem Jungen von unten zuriefen, dass er endlich springen soll. Auch mit Handys soll der Suizid gefilmt worden sein.

Insgesamt haben 20–30 Menschen den Vorfall beobachtet. Der 15-jährige Somalier war ein unbegleiteter Flüchtling. Er war erst vor fünf Monaten nach Schmölln gekommen. Aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten befand sich der 15-Jährige in psychiatrischer Behandlung. Zuletzt wurde er am Freitagmorgen aus einer Klinik entlassen. Die Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit bezeichnete den Vorfall als „grauenhaft“. Die Bürgermeisterin von Schmölln äußerte sich schockiert und entsetzt. Die Polizei hat Ermittlungen in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft in Gera eingeleitet.

Nach Knochenfund in einem Wald in Thüringen: Leiche von Peggy wurde höchstwahrscheinlich gefunden

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In einem Waldstück in Thüringen wurden Skelettteile entdeckt. Die Leichenteile stammen vermutlich von der seit mehr als 15 Jahren vermissten Peggy aus Oberfranken. In dem Wald wurden außerdem Gegenstände entdeckt, die auf Peggy hindeuten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass erste rechtsmedizinische Untersuchungen und Erkenntnisse am Fundort für den Fund der Leiche von Peggy sprechen. Die Leiche war offenbar vergraben. Die Ermittlungsgruppe „Peggy“ wurde angesichts der neuen Erkenntnisse auf 30 Ermittler aufgestockt. Am 7. Mai 2001 verschwand die damals neunjährige Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg auf dem Heimweg von der Schule spurlos. Wochenlang suchten Hundertschaften nach der Neunjährigen. Auch Tornados der Bundeswehr waren im Einsatz. Im Jahr 2004 wurde Ulvi K. als Täter verurteilt. Nach der Wiederaufnahme des Falls wurde der geistig behinderte Mann freigesprochen und 2015 aus der Psychiatrie entlassen. Jetzt hat ein Pilzsammler im thüringischen Landkreis Saale-Orla-Kreis offenbar die Knochen gefunden, die von dem Mädchen stammen. Die Fundstelle liegt etwa 15 Kilometer vom Elternhaus entfernt. Ob das betroffene Waldstück, in dem die Leichenteile gefunden worden sind, mit in die Suche nach der damals Neunjährigen eingebunden wurde, wird zur Zeit ermittelt.

Gewaltverbrechen in Hinternah: Zwei Leichen im Wohnhaus gefunden

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im thüringischen Hinternah im Landkreis Hildburghausen wurden am Sonntagvormittag die Leichen eines Ehepaars gefunden. Die Polizei teilte mit, dass das Ehepaar gewaltsam zu Tode kam. Bei den Toten handelte es sich um eine 57-jährige Frau und einen 65-jährigen Mann. Ein Familienangehöriger hatte die Leichen entdeckt und einen Notruf abgesetzt. Eine herbeigeeilte Notärztin konnte nur noch den Tod des Ehepaars bescheinigen. Die Staatsanwaltschaft in Meiningen ordnete eine Obduktion der beiden Leichen für Montag an. Anschließend wird klar sein, wie die beiden Menschen ums Leben kamen. Der Tatort wurde untersucht und mögliche Beweismittel beschlagnahmt.

Die Polizei schloss auch einen erweiterten Suizid nicht aus. Die Rechtsmedizin sowie die Tatortgruppe des Landeskriminalamts in Thüringen waren am Sonntag in dem Haus im Einsatz.

Autobahn 73: Geisterfahrerin starb bei Frontalzusammenstoß

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Freitagabend gegen 18.30 Uhr hat sich am Autobahndreieck Suhl auf der A73 ein schwerer Unfall mit einer Geisterfahrerin ereignet. Eine 64-jährige Frau aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen war als Geisterfahrerin auf der A73 unterwegs. Die Polizei teilte am Samstag mit, dass die Frau eine Ausfahrt für eine Einfahrt hielt und in einer Kurve mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenstieß. Die Falschfahrerin prallte frontal in das Auto eines 33-jährigen Mannes aus dem Landkreis Hildburghausen. Der 33-Jährige versuchte noch durch eine eingeleitete Vollbremsung den Zusammenstoß zu verhindern. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus ihn Suhl eingeliefert. Die Geisterfahrerin wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr Suhl befreite sie mit schwerem Gerät aus ihrem zerstörten Auto. Sie wurde mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in eine Klinik eingeliefert. Sie erlag dort wenig später ihren schweren Verletzungen. Die Autobahn 73 blieb während den Rettungs-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis 22 Uhr voll gesperrt.

Thügida-Fackelmarsch an Hitlers Geburtstag in Jena: Mehr als 3.000 Menschen demonstrierten

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Mehr als 3.000 Menschen haben am Mittwochabend gegen einen Thügida-Fackelmarsch demonstriert. Mehrere Parteien und örtliche Verbände hatten zu zahlreichen Gegenveranstaltungen aufgerufen. Das Thügida-Bündnis wird von Rechtsextremen dominiert. Dieses Bündnis – der thüringische Ableger der Pegida-Bewegung – hatte am Mittwoch angekündigt mit angezündeten Fackeln zwischen Paradies- und Busbahnhof zu marschieren. Die Polizei teilte mit, dass zunächst lediglich 35–40 Teilnehmer am Versammlungsort eintrafen. Aufgrund eines Kabelbrandes in einem Zug saßen mehrere Teilnehmer zunächst fest, sodass sich der Beginn verzögerte. Schlussendlich sprachen die Beamten von etwa 200 Thügida-Anhängern. Die Polizei hat Hundertschaften eingesetzt, unter anderem aus Thüringen, Bayern und Brandenburg.

Der Fackelmarsch fand am Geburtstag von Adolf Hitler (20.04.1889) statt. Der Termin konnte deswegen nicht verhindert werden, teilte die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Der Anmelder des Thügida-Fackelmarsches bestand auf das Datum. Die angebotenen Ausweichtermine wurden vom Veranstalter abgelehnt und stattdessen wurde mit einer Klage gedroht. Jena war schließlich vor Gericht mit der Verschiebung gescheitert. Die Thügida-Anhänger hatten angekündigt 88 Fackeln zu entzünden. Gegner beklagten sich darüber, dass die Rechtsextremen durch solche genehmigten Veranstaltungen bestärkt werden.

Die Polizei hatte während des Fackelmarsches zu tun. Immer wieder versuchten Gegendemonstranten Absperrungen zu durchbrechen. Das Zentrum von Jena war während der Demonstrationen lahmgelegt.

Rottenburg/Ebeleben: Wieder brennt es in Flüchtlingsheimen

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Letzte Nacht hat es wieder in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland gebrannt. Bei einem Feuer in einer Asylunterkunft im baden-württembergischen Rottenburg am Montagmorgen um 2.20 Uhr wurden auch noch sechs Bewohner verletzt. Die Spurensicherung war noch bis Montagnachmittag in dem Wohncontainerdorf. Insgesamt geriet die Hälfte der 56 Container in Brand. Zwei der Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen. Zwei Frauen sprangen vor Angst aus dem zweiten Stock und trugen Frakturen an beiden Beinen davon. Das Containerdorf ist durch das Feuer unbewohnbar geworden. Die Bewohner wurden zunächst in Bussen in die Festhalle von Rottenburg gebracht. Sie sind traumatisiert und verloren zum zweiten Mal alles, was sie hatten. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Containerdorf, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Kriminalpolizei teilte mit, dass eine Ermittlungsgruppe eingerichtet worden sei. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

In der nordthüringischen Gemeinde Ebeleben brannten in der Nacht zu Montag um 3.30 Uhr drei Dachstühle von Häusern, in denen Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Die Dachstühle brannten komplett nieder. Die Ermittler gehen ebenfalls von Brandstiftung aus, da drei baulich unabhängige Dachstühle zeitgleich brannten. Ein technischer Defekt kann aus diesem Grund ausgeschlossen werden. Unklar sei noch, ob auch Brandbeschleuniger eingesetzt wurde. Die Unterkünfte sind nach dem Brand unbewohnbar geworden.

Suhl: 80 Flüchtlinge schlugen gegenseitig aufeinander ein

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei hat am Sonntag Ermittlungen nach einer Massenschlägerei in der Erstaufnahmestelle in Suhl eingeleitet. Es gibt sieben Tatverdächtige. Ihnen wird Landfriedensbruch und die Beteiligung an einer Schlägerei vorgeworfen. Acht Menschen wurden bei der Schlägerei teils erheblich verletzt. Bei zwei der Verletzten handelt es sich um Sicherheitsmitarbeiter. Am Samstagmittag waren Flüchtlinge aus Eritrea, Albanien und Somalia aneinander geraten. Der Polizeieinsatz dauerte bis in die späten Abendstunden an. 23 Bewohner wurden zur Beruhigung der Lage mit einem Bus in eine andere Unterkunft gebracht.

Die Erstaufnahmestelle in Suhl platzt zur Zeit aus allen Nähten. Aktuell sind dort 1.600 Menschen, in der mit 1.200 Plätzen als Obergrenze ausgelegten Einrichtung untergebracht. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach am Freitag von unhaltbaren Zuständen in der Unterkunft. Er erwartet vom Bund deutlich schnellere Entscheidungen zur Zukunft der einreisenden Flüchtlinge.