Nach Messerangriff in Brüssel: Täter wurde erschossen – Terrorverdacht

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Messerangriff auf Soldaten im Zentrum der belgischen Hauptstadt Brüssel hat möglicherweise einen terroristischen Hintergrund. Am Freitagabend hatte ein 30-jähriger Mann, der mit einem Messer bewaffnet war, Soldaten angegriffen. Er wurde von den Soldaten erschossen. Ein Soldat erlitt eine Verletzung an der Hand. Der Täter stammt nach belgischen Informationen aus Somalia. Er soll während des Angriffs „Allahu Akbar“ gerufen haben. Ermittlungen wegen Terrorverdachts wurden eingeleitet.

Brüssel war am 30. März 2016 das Ziel eines Terroranschlags geworden. Damals hatten sich mehrere Selbstmordattentäter in der U-Bahn und am Flughafen in die Luft gesprengt und insgesamt 32 Menschen getötet.

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Terrorverdacht: Türkei zieht Liste deutscher Unternehmen zurück

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach Informationen von „Spiegel Online“ hat der türkische Präsident Erdogan die Liste mit 681 deutschen Unternehmen, die unter Terrrorverdacht standen, am Wochenende zurückgezogen. Auf der Liste standen Unternehmen, wie Daimler und BASF aber auch Privatpersonen. Erdogan sagte, dass es sich um ein Missverständnis handelte. Die Türkei hatte über Interpol im Mai eine Liste mit den deutschen Unternehmen nach Berlin geschickt. Der Verdacht wurde von der türkischen Regierung damit begründet, dass die Unternehmen mutmaßliche Gülen-Unterstützer in ihren Reihen haben. Die Liste wurde am Wochenende über Interpol wieder zurückgezogen.

Die Türkei stellte klar, dass in der Türkei gegen 140 Unternehmen wegen des Verdachts der Terrorismusunterstützung ermittelt wird. Die deutschen Unternehmen waren Zulieferer und standen somit nur in geschäftlichen Beziehungen zu den türkischen Unternehmen, sodass gegen sie nie ermittelt wurde und auch nicht ermittelt werden soll, teilte die türkische Regierung mit. Der türkische Innenminister Soylu sprach ebenfalls von einem Missverständnis.

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Terrorattacken in Paris und London: Polizei leitet Terrorermittlungen ein

Symbolfoto: © burntimes

In der französischen Hauptstadt Paris sind Polizisten am Montag erneut das Ziel eines Terrorangriffs geworden. Ein Mann rammte mit seinem Auto gezielt ein Einsatzfahrzeug auf dem Pariser Champs-Elysées. Der Angreifer kam ums Leben – sein Auto ging nach dem Unfall in Flammen auf. Polizisten hatten den Fahrer aus dem Auto gezogen. Rettungsversuche scheiterten jedoch. Der 31-jährige Mann kommt aus einer Pariser Vorstadt und er wurde bei den Behörden als Extremist geführt. Die Anti-Terror-Einheit hat Ermittlungen eingeleitet. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um keinen gewöhnlichen Unfall handelte. Die Polizisten im Fahrzeug blieben unverletzt. Die Polizei bestätigte, dass der Mann im Auto eine Kalaschnikow mitführte. Außerdem führte der Angreifer eine Gasflasche mit sich, die er offenbar zur Explosion bringen wollte. Dies schlug jedoch fehl. Nach dem Vorfall wurden die Menschen aufgefordert das Gebiet weiträumig zu meiden. Der Ausnahmezustand in Frankreich soll bis November verlängert werden.

In der britischen Hauptstadt London hat sich ebenfalls ein terroristischer Vorfall ereignet. In der Nacht zu Montag war nach Mitternacht ein Lieferwagen in der Nähe einer Moschee im Stadtteil Finsbury Park in eine Menschenmenge gefahren. Mindestens acht Menschen wurden verletzt. Ein Mann starb. Der 48-jährige Täter wurde von Augenzeugen festgehalten und der Polizei übergeben. Er war der Polizei bisher noch nicht bekannt. Es handelt sich um einen vierfachen Familienvater. Nach seiner Festnahme wurde er in eine Klinik eingeliefert, um seinen Geisteszustand zu prüfen.

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Anti-Terror-Einsatz in Markkleeberg: SEK verhaftet mutmaßlichen IS-Kommandeur

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im sächsischen Markkleeberg ist am Donnerstagabend ein mutmaßlicher IS-Kommandeur verhaftet worden. Der 39-jährige Syrer Ahmad A. wurde von einem Sondereinsatzkommando der Polizei vor einer Fahrschule überwältigt. Der Mann hatte sich dort zu einem Kurs angemeldet. Anschließend wurde die Wohnung des 39-Jährigen durchsucht. Der Mann war Mitglied der terroristischen Vereinigung „Al Nusra-Front“. Der Verdächtige soll 2012 im Syrien-Krieg eine führende Position gehabt haben und an der Eroberung der Stadt Tabka beteiligt gewesen sein. Im Frühjahr 2013 hat er sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeschlossen. Seit wann er sich in Deutschland aufhielt, teilten die Behörden nicht mit. Dem Festgenommenen werden keine Anschlagspläne in Deutschland vorgeworfen. Alle Taten, die ihm vorgeworfen werden, wurden in Syrien begangen. Der Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an.

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Frankreich: Polizei verhindert Terroranschlag – Festnahmen in Straßburg und Marseille

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Die Polizei hat die Anschlagspläne von mutmaßlichen radikalisierten Islamisten in Frankreich zerschlagen. Der französische Innenminister teilte mit, dass durch die Festnahmen am Montag ein Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg verhindert wurde. Sieben dringend Terrorverdächtige wurden in Straßburg und Marseille verhaftet. Die Festnahmen sind das Ergebnis monatelanger Operationen. Zwei der Festgenommenen sitzen bereits in Untersuchungshaft. Die Festnahmen erfolgten in der Nacht zu Sonntag. Die Verdächtigen sind zwischen 29 und 37 Jahren alt und stammen aus Frankreich, Marokko und Afghanistan. In Straßburg startet am kommenden Freitag der traditionelle Weihnachtsmarkt, der jährlich mindestens zwei Millionen Besucher anzieht.

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Terrorverdächtiger Al-Bakr beging Selbstmord in der JVA Leipzig: Justizminister sieht keine Hinweise auf Fremdverschulden

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Mehrere Wochen überwachten die Geheimdienste den 22-jährigen syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr. Am 7. Oktober wollte er Heißkleber kaufen. Das ist für die Ermittler ein Signal, dass er die Bombe fertigstellen will. Der Verfassungsschutz benachrichtigte daraufhin die Polizei. Am frühen Morgen des 8. Oktober wollten Spezialeinsatzkräfte Al-Bakr in der Wohnung eines Bekannten in Chemnitz verhaften, doch ihm gelang die Flucht. Der Mieter der Wohnung wird als Mittäter am Hauptbahnhof in Chemnitz verhaftet. In der Nacht zu Montag wird Al-Bakr von einem Syrer in Leipzig aufgenommen. Dieser holte Verstärkung und fesselte den Terrorverdächtigen in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Al-Bakr wurde festgenommen und machte den Syrern, die ihn auslieferten schwere Vorwürfe. Er sagte, dass sie von dem geplanten Anschlag wussten und offenbar nasse Füße bekommen hätten. Ob das der Wahrheit entspricht, muss nun geprüft werden. Am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr wurde Al-Bakr mit einem T-Shirt stranguliert in seiner Zelle, in der JVA Leipzig, aufgefunden.

Am Donnerstagvormittag bezog der Anstaltsleiter Stellung und teilte mit, dass nach Einschätzungen der JVA Leipzig keine akute Suizidgefahr bei Al-Bakr bestand. Er hatte kurz vor seinem Suizid eine Deckenlampe heruntergerissen und eine Steckdose manipuliert, als die Zelle bereits stromlos geschaltet war. Über diese Sachbeschädigungen war die JVA informiert und hatte Reparaturarbeiten durchgeführt und anschließend, wurde Al-Bakr zurück in seine Zelle geführt. Das waren offenbar erste Anzeichen für eine akute Suizidgefahr, wie der Anstaltsleiter der JVA-Leipzig auf der Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgibt. Al-Bakr wurde zunächst alle 15 Minuten kontrolliert. Am Mittwochnachmittag entschied eine Runde von führenden Angestellten und Psychologen der JVA, dass er nur noch alle 30 Minuten kontrolliert werden muss. Der Anstaltsleiter sprach außerdem von einem Kommunikationsproblem, weil kein arabischer Dolmetscher Tag und Nacht zur Verfügung stand.

Der Terrorverdächtige wurde von einer diensthabenden Auszubildenden am Donnerstagabend um 19.45 Uhr stranguliert in seiner Zelle aufgefunden. Sie löste anschließend Alarm aus. Die Reanimationsmaßnahmen wurden sofort eingeleitet, blieb jedoch erfolglos, sodass die Notärztin gegen 20.15 Uhr den Tod diagnostizierte. Der sächsische Justizminister sagte auf der Pressekonferenz: „Das hätte nicht passieren dürfen. Es ist aber leider geschehen.“ Sachsens Innenminister lehnte einen Rücktritt ab. Die Leiche von Al-Bakr wird zur Stunde obduziert.

Der Bundesinnenminister sagte, dass die Ermittlungen zu dem geplanten Anschlag auf einen Berliner Flughafen durch den Suizid von Al-Bakr erschwert werden. Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sprach von einer Tragödie.

Dschaber al-Bakr stammte aus dem Südwesten von Syrien unweit der Golanhöhen. Im Februar 2015 kam er nach Deutschland, am 19. Februar 2015 wurde er in der Erstaufnahmestelle in München registriert und wurde zur Erstaufnahme nach Chemnitz verwiesen. Er erhielt – wie bei syrischen Kriegsflüchtlingen üblich – eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltsgenehmigung und wurde dem Landkreis Nordsachsen zugewiesen, wo er in Eilenburg unterkam. Dschaber al-Bakr soll Deutschland im Frühjahr bis zum Spätsommer verlassen und sich mehrere Monate in der Türkei aufgehalten haben. Geprüft wird nach Aussagen aus Ermittlerkreisen, ob er von dort nach Syrien reiste und sich in einem Ausbildungslager islamistischer Terroristen schulen ließ. Nach Aussagen verfügte er nach der Rückkehr über auffällig hohe Bargeldbeträge in US-Dollar. Nach Hinweisen ausländischer Dienste, al-Bakr stehe mit der Terrormiliz Islamischer Staat in Verbindung, warnten der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz vor einer möglichen Gefährdung durch ihn.

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