Anti-Terror-Einsatz in Markkleeberg: SEK verhaftet mutmaßlichen IS-Kommandeur

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Im sächsischen Markkleeberg ist am Donnerstagabend ein mutmaßlicher IS-Kommandeur verhaftet worden. Der 39-jährige Syrer Ahmad A. wurde von einem Sondereinsatzkommando der Polizei vor einer Fahrschule überwältigt. Der Mann hatte sich dort zu einem Kurs angemeldet. Anschließend wurde die Wohnung des 39-Jährigen durchsucht. Der Mann war Mitglied der terroristischen Vereinigung „Al Nusra-Front“. Der Verdächtige soll 2012 im Syrien-Krieg eine führende Position gehabt haben und an der Eroberung der Stadt Tabka beteiligt gewesen sein. Im Frühjahr 2013 hat er sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeschlossen. Seit wann er sich in Deutschland aufhielt, teilten die Behörden nicht mit. Dem Festgenommenen werden keine Anschlagspläne in Deutschland vorgeworfen. Alle Taten, die ihm vorgeworfen werden, wurden in Syrien begangen. Der Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an.

Angriff in London: Sieben Festnahmen – Täter war Brite

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

Die Polizei hat in London im Verdacht mit dem Anschlag sieben Personen an sechs verschiedenen Adressen verhaftet. Es wird von einem islamistischen Hintergrund ausgegangen. Am Mittwoch, dem Jahrestag der Anschläge in Brüssel, ereignete sich in der britischen Hauptstadt London ein Terroranschlag bei dem insgesamt vier Menschen starben – darunter auch der Täter – und 40 weitere verletzt wurden – von denen 29 im Krankenhaus behandelt werden (wir berichteten). Unter den Verletzten befindet sich auch ein Deutscher, teilte die britische Premierministerin May mit. Sieben der Verletzten befinden sich in einem kritischen Zustand. Der Täter nutzte sein Auto als Waffe und raste auf der Westminister-Brücke Passanten mit seinem Geländewagen um. Anschließend griff er Polizisten mit zwei Messern an.

Die Behörden teilten am Donnerstag mit, dass es sich bei dem Täter um einen britischen Staatsbürger handelt und der britische Geheimdienst den Mann im Visier hatte. Gegen ihn wurde vor Jahren wegen terroristischer Verbindungen ermittelt.

ISIS-Anschlag in Jerusalem: Lastwagen rast in Soldaten – vier Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der israelischen Hauptstadt Jerusalem hat sich am Sonntag ein Anschlag auf Soldaten ereignet. Ein Lastwagen wurde von einem Terroristen des selbsternannten „Islamischen Staats“ (IS) in eine Gruppe Soldaten gelenkt, die gerade aus einem Bus ausge-stiegen war. Mindestens vier junge Soldaten starben, 13 weitere Soldaten wurden zum teil schwer verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um drei junge Frauen und einen jungen Mann. Der Attentäter wurde unmittelbar nach der Tat erschossen. Auf Fotos in den sozialen Medien ist der Lastwagen mit von Schüssen durchsiebter Frontscheibe zu sehen. Der Täter war ein Palästinenser, der nach der Tat mehrfach mit dem Lastwagen vor- und zurückgefahren ist, um möglichst viele Soldaten mit dem schweren Lastwagen zu erfassen. Der israelische Polizeichef teilte mit, dass der Attentäter aus dem arabischen Ostteil Jerusalems stammt. Der Anschlagsort befindet sich in dem von Israel eroberten Teil Jerusalems.

Nicht mitgeteilt wurde, ob das Tatfahrzeug dem Attentäter gehörte oder zuvor gestohlen wurde. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu sagte, dass er Parallelen zu dem LKW-Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sieht.

Anis Amri tötete kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte anschließend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Zwölf Menschen starben. Der 24-jährige Tunesier wurde wenige Tage nach dem Anschlag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen (wir berichteten).

Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

Anschlag in Berlin: Tatverdächtiger wurde freigelassen – Täter weiter auf der Flucht

Symbolfoto: © burntimes

An der Berliner Gedächtniskirche ist am Montagabend gegen 20 Uhr ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gerast und legte dort 50 bis 80 Meter zurück. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Mindestens zwölf Menschen starben. Der LKW gehört einer polnischen Spedition mit Sitz in der Nähe von Stettin. Auf dem Beifahrersitz des LKW wurde eine Leiche entdeckt. Es handelt sich dabei um den ursprünglichen Fahrer aus Polen. Er hatte schwere Stahlkonstruktionen aus Italien nach Berlin gefahren. Aufgrund einer Verzögerung hatte er den LKW in Berlin geparkt. GPS-Daten zeigten, dass der LKW ab etwa 16 Uhr mehrfach gestartet wurde. Dabei könnte es sich um Versuche des mutmaßlichen Täters gehandelt haben. Am Dienstag sollte die Spedition die Stahlkonstruktionen ausliefern. Der Geschäftsführer der Spedition identifizierte ihn auf einem Foto als seinen Cousin. Der LKW-Fahrer wurde erschossen.

Am späten Montagabend wurde ein dringend Tatverdächtiger festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen 23-jährigen Pakistaner, der am 31. Dezember 2015 über Passau nach Deutschland gelangt war. Die Ermittler haben Zweifel, dass es sich bei ihm um den richtigen Mann handelt. Er wurde am Dienstagabend bereits vorläufig wieder freigelassen. Möglicherweise ist der wahre Täter noch auf der Flucht. Dieses Szenario ist nicht auszuschließen, teilte der Generalbundesanwalt auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag mit. Es wurden DNA-Spuren genommen, die nun mit denen im LKW abgeglichen wurden und offensichtlich nicht übereinstimmten. Der Bundesanwalt bestätigte am Dienstagabend, dass kein Haftbefehl gegen den Pakistaner erlassen worden ist.

Terrorverdächtiger Salah Adeslam wurde nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde in der Nacht zu Mittwoch von Belgien nach Frankreich ausgeliefert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen 9 Uhr am Mittwochmorgen kam er in der französischen Hauptstadt Paris an. Dort soll er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Anschließend wird er in Untersuchungshaft genommen. Wir berichteten bereits Ende März darüber, dass Abdeslam nach Frankreich ausgeliefert wird. Aufgrund rechtlicher Verfahren hatte sich die Auslieferung nach Frankreich noch um ein paar Wochen verzögert. Anfangs sprach sich der Terrorist gegen eine Auslieferung nach Frankreich aus. Nach den Anschlägen in Brüssel war er nach Angaben seines Rechtsanwalts bereit nach Frankreich ausgeliefert zu werden. Abdeslam steht in direktem Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris und Brüssel. Mit der Auslieferung kamen die belgischen Behörden dem europäischen Haftbefehl nach.

Abdselam wurde am 18. März in Brüssel nach einer dramatischen Anti-Terror-Razzia im Stadtteil Molenbeek verhaftet. Während der Razzia kam es zu einer Schießerei, bei der Abdeslam eine Schusswunde am Bein erlitt. Vier Monate war er zuvor auf der Flucht vor den Behörden. Er ist der einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Paris am 13. November mit 130 Toten (wir berichteten).

Ob Adeslam der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis, einem Vorort von Paris, getötet.

Salah Abdeslam sagte einen Tag nach seiner Festnahme in Belgien aus, dass er sich am 13. November vor dem Stade de France in die Luft sprengen sollte. Der nach Frankreich ausgelieferte Salah Abdeslam hatte die Attentäter nach Paris gefahren und dafür Mietfahrzeuge und eine Unterkunft organisiert. Er hätte sich jedoch in letzter Minute anders entschieden, sagte er aus. Einer der Brüsseler Attentäter hatte eine Wohnung unter falschem Namen angemietet. In der Wohnung soll sich auch Abdeslam aufgehalten haben. Bei den Anschlägen in Brüssel starben am 22. März insgesamt 32 Menschen. Salah Abdeslam könnte auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt gewesen sein.

Belgien: Paris-Attentäter Salah Abdeslam wird nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der Paris-Attentäter Salah Abdeslam wird von Belgien nach Frankreich ausgeliefert. Er teilte mit, dass er mit den französischen Behörden kooperieren wird. Zunächst war er jedoch gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Ein Richter hat die Auslieferung am Donnerstag bestätigt und angeordnet. Frankreich hatte die Auslieferung zuvor mit einem europäischen Haftbefehl in Belgien beantragt. Ein konkretes Datum wurde noch nicht festgelegt. Der 26-Jährige wurde am 18. März in Brüssel, während einer Razzia, verhaftet. Er lebte im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Zuvor war er vier Monate lang auf der Flucht.

Abdeslam ist der einzige überlebende Attentäter von Paris. Bei den Terroranschlägen starben am 13. November insgesamt 130 Menschen (wir berichteten). Abdeslam ist einer der Hauptverdächtigen der Terroranschläge in Paris. Einen Tag nach seiner Festnahme hatte Abdeslam ausgesagt, dass er sich vor dem Stadion in Paris in die Luft sprengen wollte, er es sich aber plötzlich doch anders überlegt hatte. Seit dem Terroranschlag in Brüssel am 22. März, bei dem 32 Menschen starben, verweigert er jede Aussage. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass die Anschläge in Paris und Brüssel von der gleichen islamistischen Terrorbande begangen worden sind. Ob Salah Abdeslam auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt war ist noch unklar.

Isarael: Soldat richtete verletzten Palästinenser mit einem Kopfschuss hin

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Ein israelischer Soldat hat einen hilflos auf dem Bogen liegenden, verletzten palästinensischen Attentäter mit einem gezielten Kopfschuss hingerichtet. Das belegt eine Video der israelischen Menschenrechtsorganisation Betselem, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das israelische Militär sprach von einem schwerwiegenden Vorfall, der gegen die Grundregeln der Armee verstößt. Dem Kopfschuss ging ein Angriff vorweg. Am Donnerstagmorgen hatten zwei mit Messern bewaffnete Palästinenser in Hebron, im südlichen Westjordanland, einen Soldaten verletzt. Die Armee bestätigte wenig später, dass einer der Angreifer getötet wurde. Nachdem der verletzte israelische Soldat mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde, zieht der andere Soldat seine Waffe und schießt dem reglos am Boden liegenden Angreifer in den Kopf. Kurz darauf ist zu erkennen, wie Blut aus dem Kopf des Angreifers fließt. Der Soldat, der den Palästinenser hinrichtete wurde vom Dienst suspendiert. Zusätzlich wurde eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Terrorismus: Der verhaftete Salah Abdeslam plante Selbstmordattentat auf Länderspiel in Paris

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der 26-jährige mutmaßliche Terrorist Salah Abdeslam kooperiert nach seiner Festnahme mit den Behörden. Am Samstag sprach er offen über sein Vorhaben, sich während des Fußball-Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland, am 13. November 2015, im Stadion in die Luft zu sprengen. Drei Selbstmordattentäter sprengten sich vor dem Stadion in die Luft. Dabei kam ein Passant ums Leben. Er machte jedoch einen Rückzieher. Salah Abdeslam kündigte an, dass er sich einer Auslieferung nach Frankreich wiedersetzen will. Eine Anklage wegen der Beteiligung an terroristischen Morden wurde erhoben. Ihm wird außerdem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation zur Last gelegt.

Am Freitag waren bei dem Anti-Terror-Einsatz im Brüsseler Stadtteil Molenbeek fünf Verdächtige festgenommen worden, darunter auch der europaweit gesuchte Salah Abdeslam (wir berichteten). Aufgrund rechtlicher Verfahren könnte sich jedoch die Auslieferung nach Frankreich noch um ein paar Wochen hinziehen. Bei den Anschlägen in Paris sind am 13. November des vergangenen Jahres 130 Menschen ums Leben gekommen. Der festgenommene Salah Abdeslam hatte die Attentäter nach Paris gefahren und dafür Mietfahrzeuge und eine Unterkunft organisiert.

Brüssel: Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam wurde verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurde der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen. Salah Abdeslam ist 26 Jahre alt und Franzose. Aufgewachsen ist er in Brüssel-Molenbeek. Er war einer der mutmaßlichen Attentäter der Anschläge in Paris, bei denen am 13. November 2015 insgesamt 130 Menschen starben (wir berichteten). Salah Abdeslam wurde am Freitag nach einer Schießerei mit einer Schusswunde am Bein in eine Klinik eingeliefert. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Der Terrorist wurde als „Staatsfeind Nummer 1“ bezeichnet und europaweit gesucht. Ob er der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis getötet. Der verhaftete Salah Abdeslam hatte für die Anschläge in Paris zwei Mietwagen und die Unterkunft in der Nähe von Paris gemietet. Er selbst hatte sich durch die Unterstützung von zwei Freunden nach den Anschlägen in Brüssel abgesetzt.

Während einer Hausdurchsuchung am Dienstag im Brüsseler Stadtteil Forst wurden die Beamten plötzlich beschossen. Es fielen zahlreiche Schüsse. Ein mutmaßlicher Islamist wurde erschossen. Salah Abdeslam gelang am Dienstag über mehrere Dächer die Flucht.