Afghanistan: Viele Tote nach drei Anschlägen an einem Tag

Symbolfoto: © burntimes.com

In Afghanistan haben sich am Dienstag drei Anschläge ereignet. Ein zweifacher Bombenanschlag ereignete sich am späten Dienstagnachmittag in der Hauptstadt Kabul. Zwei Selbstmordattentäter rissen vor dem Parlament mindestens 28 Menschen in den Tod. Unter den Toten befanden sich Zivilisten und Polizisten. Zu den beiden Anschlägen bekannten sich die Terroristen der radikalislamischen Taliban. Einige Stunden später kam es im Haus des Gouverneurs in der südafghanischen Provinz Kandahar zu einer Explosion. Hierbei kamen elf Menschen ums Leben und acht weitere wurden teils schwer verletzt. Unter den Verletzten befindet sich auch der Gouverneur und der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, der für ein Treffen angereist war. Die genaue Art der Explosion ist noch unklar. Möglicherweise wurden unter Sofas Sprengsätze montiert und zur Explosion gebracht. Zu der Tat im Haus des Gouverneurs bekannte sich zunächst niemand.

Neue Erkenntnisse zu den Anschlägen in Ansbach und Würzburg: Täter hatten Kontakte nach Saudi Arabien

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Die genauen Hintergründe der Anschläge in Ansbach und Würzburg sind noch unklar, dennoch gibt es neue neue Erkenntnisse. Eine Spur führt nach Saudi Arabien. Recherchen des „Spiegels“ zufolge hatten beide Attentäter Kontakt zu Mitgliedern der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), unter anderem in Saudi Arabien. Ebenfalls bekamen beide Männer bis kurz vor dem Attentat Anweisungen aus dem Nahen Osten. Ein IS-Kontaktmann schlug dem Würzburg-Atemtäter vor mit einem Auto in eine Menschenmenge zu rasen. Dieses lehnte der 17-Jährige ab, mit der Begründung noch nicht im Besitz eines Führerscheins zu sein. Der aus Afghanistan stammende Jugendliche kündigte daraufhin an, dass er in einen Zug einsteigen und die erstbesten Fahrgäste angreifen und töten wird. Mindestens 21 Menschen wurden dabei von dem 17-Jährigen mit einer Axt und einem Messer angegriffen und drei von ihnen schwer verletzt. Der Täter wurde von der Polizei erschossen.

Aus den Chatprotokollen geht auch hervor, dass der Anschlag in Ansbach, den ein 27-jährige Syrer ausführte, anders verlief als geplant. Der Syrer hat sich demnach aus Versehen in die Luft gesprengt. Ursprünglich wollte er den Sprengstoffrucksack in einer Menschenmenge auf dem Veranstaltungsgelände abstellen. Kurz vor Tat forderte der IS-Chatpartner den Syrer auf alles zu filmen. In den Chats war auch die Rede von mehreren weiteren Taten. Die Kommunikation endete erst unmittelbar vor dem Anschlag. Bei dem Bombenanschlag sind 15 Menschen zum teil schwer verletzt worden.

Terrorverdächtiger Salah Adeslam wurde nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde in der Nacht zu Mittwoch von Belgien nach Frankreich ausgeliefert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen 9 Uhr am Mittwochmorgen kam er in der französischen Hauptstadt Paris an. Dort soll er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Anschließend wird er in Untersuchungshaft genommen. Wir berichteten bereits Ende März darüber, dass Abdeslam nach Frankreich ausgeliefert wird. Aufgrund rechtlicher Verfahren hatte sich die Auslieferung nach Frankreich noch um ein paar Wochen verzögert. Anfangs sprach sich der Terrorist gegen eine Auslieferung nach Frankreich aus. Nach den Anschlägen in Brüssel war er nach Angaben seines Rechtsanwalts bereit nach Frankreich ausgeliefert zu werden. Abdeslam steht in direktem Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris und Brüssel. Mit der Auslieferung kamen die belgischen Behörden dem europäischen Haftbefehl nach.

Abdselam wurde am 18. März in Brüssel nach einer dramatischen Anti-Terror-Razzia im Stadtteil Molenbeek verhaftet. Während der Razzia kam es zu einer Schießerei, bei der Abdeslam eine Schusswunde am Bein erlitt. Vier Monate war er zuvor auf der Flucht vor den Behörden. Er ist der einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Paris am 13. November mit 130 Toten (wir berichteten).

Ob Adeslam der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis, einem Vorort von Paris, getötet.

Salah Abdeslam sagte einen Tag nach seiner Festnahme in Belgien aus, dass er sich am 13. November vor dem Stade de France in die Luft sprengen sollte. Der nach Frankreich ausgelieferte Salah Abdeslam hatte die Attentäter nach Paris gefahren und dafür Mietfahrzeuge und eine Unterkunft organisiert. Er hätte sich jedoch in letzter Minute anders entschieden, sagte er aus. Einer der Brüsseler Attentäter hatte eine Wohnung unter falschem Namen angemietet. In der Wohnung soll sich auch Abdeslam aufgehalten haben. Bei den Anschlägen in Brüssel starben am 22. März insgesamt 32 Menschen. Salah Abdeslam könnte auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt gewesen sein.

Nach Terroranschlägen in Brüssel: Dritter Attentäter wurde festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Die Behörden in der belgischen Hauptstadt Brüssel bestätigten, dass der dritte mutmaßliche Flughafen-Attentäter verhaftet wurde. Nach den Terroranschlägen wurde nach einem Mann mit einem Hut gefahndet. Nun wurde er gefasst. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm weder Waffen noch Sprengstoff gefunden. Auch gegen zwei weitere Verdächtige wurde am Samstag Haftbefehl erlassen. Am Dienstag starben bei einem Doppelanschlag in Brüssel 31 Menschen, 200 weitere wurden zum Teil schwer verletzt (wir berichteten). Am Flughafen von Brüssel und in einer U-Bahn sprengten sich Selbstmordattentäter in die Luft.

Bis Samstagabend waren 24 Leichen identifiziert. Unter den Toten befindet sich auch eine Frau aus Aachen. Die belgischen Behörden fahndeten seit dem Terroranschlag mit Hochdruck nach einem flüchtigen Terroristen, der von mehreren Überwachungskameras aufgezeichnet wurde. Er sprengte sich nicht in die Luft, sondern ließ den Sprengsatz im Flughafen zurück und flüchtete. Der für die Teroranschläge in Paris verantwortliche, und in Brüssel verhaftete Salah Abdeslam will seit den Terroranschlägen nicht mehr mit den Ermittlern reden. Er stand auch in Kontakt mit den Attentätern von Brüssel und schweigt zur Zeit. Zu den Terroranschlägen in Brüssel hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt. Unterdessen wurde bekannt, dass die griechische Polizei bereits im Januar 2015 bei Hausdurchsuchungen Pläne des Brüsseler Flughafens gefunden hatte, die auf einen möglichen Terroranschlag hindeuteten.

Die Wiedereröffnung des schwer beschädigten Flughafens in Brüssel verzögert sich noch bis mindestens Dienstag. Die Bundesanwaltschaft teilte am Samstag mit, dass die zwei Männer, die in Gießen und Düsseldorf verhaftet wurden, nicht im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Brüssel stehen. Außerdem hält Justizminister Heiko Maas (SPD) Terroranschläge in Deutschland für möglich.

Terroranschläge in Brüssel am Flughafen und in der U-Bahn: Mindestens 34 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am Montagmorgen haben sich in der belgischen Hauptstadt Brüssel mehrere Explosionen ereignet. Es kam zu zwei Explosionen am Flughafen Zaventem und in der Brüsseler U-Bahn-Station Maelbeck. Die Explosionen ereigneten sich am Montagmorgen gegen 8 Uhr in der Abflughalle des Flughafens. Die Detonation in der U-Bahn-Station Maelbeck ereignete sich innerhalb gegen 9.15 Uhr im Inneren eines Zuges. Bei einigen Explosionen haben sich Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Bestätigten Angaben zufolge kamen mindestens 34 Menschen ums Leben. Viele weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Behörden teilten am Dienstag um 11.30 Uhr mit, dass sich an der Rue de la Loi eine weitere Explosion ereignete. Hierbei handelte es sich um eine kontrollierte Sprengung. Die Behörden sprechen von Terroranschlägen. Die Alarmbereitschaft im EU-Parlament wurde erhöht. Die Sicherheitsvorkehrungen sind verschärft worden. Gegen 17.30 Uhr wurde noch eine weitere Bombe am Flughafen gefunden. Diese konnte erfolgreich entschärft werden.

Der Flughafen Zaventem wurde nach dem Anschlag evakuiert und komplett abgesperrt. Außerdem wurden zwischenzeitlich alle Bahnhöfe in Brüssel geschlossen. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass sie einen Krisenstab einberufen haben und in Kooperation mit den belgischen Behörden ermitteln, ob sich auch Deutsche unter den Opfern der Terroranschläge befinden. Die Verkehrsbetriebe in Brüssel haben den gesamten öffentlichen Nahverkehr in der belgischen Hauptstadt eingestellt. Die belgische Regierung rief die höchste Terror-Alarmstufe aus. In ganz Brüssel sind schwer bewaffnete Spezialkräfte im Einsatz.

Deutschland hat seine Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen und an Bahnhöfen verschärft. Außerdem wurden alle Flugverbindungen nach Brüssel ersatzlos gestrichen. Auch die Bahnverbindungen von Aachen nach Brüssel wurden gestrichen. Außerdem werden ganz verschärft Grenzkontrollen zu Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg durchgeführt.

Am Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr bekannten sich die Terroristen des Islamischen Staats (IS) im Internet zu den Anschlägen in Brüssel. US-Präsident Barack Obama hat die Terroranschläge von Kuba aus verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Belgien die volle Unterstützung bei der Suche nach den Attentätern zu. Außerdem kündigte Merkel an ihm Kabinett über die Konsequenzen der Terroranschläge in Brüssel zu sprechen und auf die Taten geschlossen zu reagieren. Bei Hausdurchsuchungen, die im Zusammenhang mit den Anschlägen standen, wurde eine IS-Flagge, ein Sprengsatz und Chemikalien gefunden.

Am Mittwoch sollen die Hochgeschwindigkeitszüge wieder fahren. Am Montag wurden die Verbindungen der Thalys-Züge unterbrochen.
In Berlin legten trauernde Menschen vor der belgischen Botschaft Blumen und Kerzen nieder. Am Mittwoch wehen auf allen öffentlichen Gebäuden in Deutschland die Flaggen auf Halbmast.

Syrien-Krieg: Über 120 Tote am Wochenende –– Gewalt bremst neue Pläne für Feuerpause aus

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Am Wochenende hat sich in Syrien eine neue brutale Serie von Bombenanschlägen und Selbstmordattentaten ereignet. Innerhalb weniger Stunden explodierten in den Städten Homs und Damaskus mehrere Bomben. Insgesamt kamen dabei mehr als 120 Menschen ums Leben kamen und weitere 180 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Diese Terrorserie hat die neuen Pläne für eine mögliche Waffenruhe in Syrien überschattet. Die Terroristengruppe Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen. Der amerikanische Außenminister Kerry hatte vor der Anschlagsserie mit seinem russischen Kollegen Lawrow eine vorläufige Einigung auf eine Feuerpause erzielt. Diese könnte in den nächsten Tagen beginnen. Nun haben jedoch am Sonntag sechs schwere Explosionen zwei Stadtteile der Alawiten-Minderheit und der Schiiten getroffen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Anschläge. Am südlichen Stadtrand der Hauptstadt rissen am Sonntagnachmittag vier Bomben insgesamt 62 Menschen in den Tod. In dem Schiitenbezirk Sajeda detonierte eine Autobombe und zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft. Die Details zu der vierten Explosion sind zur Stunde noch unklar. Eine der Bomben explodierte in einem Fahrzeug, das auf einem Autotransporter geparkt war. Der US-Außenminister ist dennoch zuversichtlich und möchte, dass Präsident Obama sich mit Kremlchef Putin über eine Feuerpause unterhält. Die syrische Opposition und die Regierung nannten am Sonntag jedoch zahlreiche Bedingungen für eine Feuerpause.

Belgien: Festnahmen nach Terrorverdacht in Brüssel

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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In der belgischen Hauptstadt Brüssel sind am Dienstag zwei Männer festgenommen worden, die Anschläge in Brüssel geplant hatten. Belgiens Innenminister Jambon hatte angekündigt hart gegen den Terrorismus und Radikale vorzugehen. Nach zahlreichen Hausdurchsuchungen und Anti-Terror-Ermittlungen befinden sich nun zwei Verdächtige in Haft. Die beiden Verdächtigen wollten in der Silvesternacht mehrere Terroranschläge in Brüssel verüben. Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um einen Anführer und Drahtzieher einer Terroristengruppe in Belgien. Er soll mehrere Menschen für seine Terrorgruppe angeworben haben. Die Polizei teilte mit, dass es zwischen den Festgenommenen und den Anschlägen in Paris keine Zusammenhänge gibt. Bei den Hausdurchsuchungen wurde IS-Propagandamaterial und Militärkleidung sichergestellt und keine Waffen oder Sprengstoff.

Expertenangaben zufolge befinden sich 500 Belgier im Bürgerkrieg in Syrien. Ein Großteil dieser Belgier kämpft dort für die Terroristen des Islamischen Staats (IS). Am Sonntag teilte der belgische Innenminister mit, dass die Polizeipräsenz im Stadtteil Molenbeek merklich erhöht werden soll. In diesem Stadtteil gibt es neben Waffen- und Drogenhandel auch eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Damit möchte Jambon sein Versprechen einlösen in dem Stadtteil aufzuräumen. Der belgische Innenminister setzt auf eine Null-Toleranz-Strategie. Diese gab es auch schon in New York. Die Kriminalität hatte sich von New York jedoch lediglich verlagert.

Außerdem wurden bei einem Angriff der Anti-IS-Koalition in Syrien und dem Irak zehn Anführer der Terroristenorganisation getötet. Bei einem der Toten handelt es sich um Charaffe al-Muadan, der in Verbindung zu den Terroranschlägen in Paris vom 13. November mit 120 Toten stand.

Neue Anti-Terror-Einheit BFE+ wird die GSG9 unterstützen

Symbolfoto: © DomoK | wikipedia

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Am Mittwoch haben die ersten 50 Beamten ihren Dienst in der neuen Anti-Terror-Einheit BFE+ bei der Bundeswehr im brandenburgischen Blumberg aufgenommen. Diese Einheit soll zukünftig die GSG9 sowie die Bundespolizei im Anti-Terror-Einsatz unterstützen. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sagte, dass die Einheit nötig gewesen sei. Die Einheit wird auf bis zu 250 Kräfte aufgestockt, die an verschiedenen Standorten stationiert werden.

Mit der neuen Einheit BFE+ reagiert die Bundesregierung auf eine neue Form von Terroranschlägen, bei denen die Täter Bombenangriffe mit Geiselnahmen und bewaffneten Angriffen Übergriffen. Ein Beispiel dafür sind die Anschläge von Paris im November sowie das Attentat auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris.

Ziel der BFE+ ist es im Falle eines Anschlags die Reaktions- und Durchhaltefähigkeit zu verbessern und die Bundespolizei sowie die GSG9 zu entlasten.

Frankreich: Rechtsextreme Font National ist der Verlierer in der zweiten Wahlrunde

Symbolfoto: © Tim Reckmann  | pixelio.de

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In Frankreich hat die rechtsextreme Partei Font National eine Wahlschlappe erlitten. Der rechtsextremen Partei gelang es nicht auch nur eine einzige der 13 Regionen des Landes zu erobern. Eine Woche nach ihrem Triumph bei den Regionalwahlen hat die Font National im zweiten Wahldurchgang eine Niederlage einstecken müssen. Landesweit musste sich die Partei geschlagen geben. Letzte Woche führte die Font National in insgesamt sechs Regionen. Diese Regionen konnten nun durch die Wahlergebnisse durch Kandidaten der bereits regierenden Sozialisten und der oppositionellen Republikaner aufgefangen werden. Die Regionalwahlen am Sonntag waren die letzte landesweite Entscheidung vor der Präsidentschaftswahl im Jahr 2017. Aufgrund der Terroranschläge von Paris wurde die Wahl von zahlreichen Polizei- und Militäreinheiten gesichert. In Frankreich gilt nach wie vor der Ausnahmezustand. Die Sozialisten von Staatschef François Hollande und die Republikaner unter dem ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy probierten nach der ersten Wahlrunde ihre Wähler stärker zu mobilisieren. Während der zweiten Abstimmung zeichnete sich schließlich mit rund 58 Prozent eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. In der ersten Runde lag die Wahlbeteiligung noch unter 50 Prozent.

Trauerfeier in Paris: 130 zerstörte Schicksale – Präsident Hollande verspricht den Opfern die Vernichtung des IS

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Die Terroranschläge in Paris haben Frankreich und Europa vor zwei Wochen hart getroffen. In Paris hatten am Abend des 13. Novembers Terroristen an mehreren Plätzen zeitgleich Terroranschläge verübt. Die IS-Terroristen zündeten unter anderem Sprengstoffwesten und schossen in einem gut besuchten Konzertsaal um sich. Seit den Anschlägen gilt in Frankreich der Ausnahmezustand. Das Land hat an diesem Freitag den 130 Todesopfern des Terroranschlags gedacht. Frankreichs Präsident Hollande versprach den Angehörigen und Hinterbliebenen die Vernichtung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Präsident Hollande sagte den Trauernden sichtlich gerührt: „130 Namen, 130, Menschen die aus dem Leben gerissen wurden, 130 zerstörte Schicksale, 130 Lachen, die wir nicht mehr hören können, 130 Stimmen, die für immer verklungen sind.“ Die Todesopfer des Terroranschlags kamen aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern. Zu der offiziellen Trauerzeremonie am Freitag kamen rund 1.000 geladene Gäste, darunter auch viele Angehörige der Todesopfer.

Erst vor wenigen Tagen hatte Frankreichs Außenminister angedeutet, dass die syrischen Assad-Truppen sich an dem internationalen Militärbündnis gegen den IS beteiligen könnten. Dieses wurde bisher immer ausgeschlossen.