Türkei: Kleinkind stirbt bei Explosion einer Autobombe

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Südosten der Türkei hat sich am Freitagabend ein Terroranschlag ereignet. Die Explosion einer Autobombe ereignete sich in der Stadt Viransehir in der Nähe zur syrischen Grenze. Die Detonation richtete sich offenbar gegen ein Haus, in dem Staatsanwälte und Richter wohnen. Bei der Explosion starb ein dreijähriges Kind und mindestens 15 Menschen wurden zum teil schwer verletzt. In der betroffenen Provinz gehen Sicherheitskräfte gegen Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. Die PKK-Anhänger verüben immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte.

Selbstmordanschlag auf Schrein in Pakistan: Mindestens 72 Tote

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Mindestens 72 Menschen sind am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag auf einen Sufi-Schrein in Baluchistan ums Leben gekommen. Die Menschen tanzten vergnügt und verehrten Gott, als der Selbstmordattentäter seine Sprengstoffweste zündete. Rund 250 Menschen sind zum Teil schwer verletzt worden. Der Polizeichef bestätigte am Abend, dass es sich um einen Anschlag handelte. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) übernahm die Verantwortung für den Anschlag. Den betroffenen Lal Shahbaz Qalandar-Schrein in Baluchistan besuchen jede Woche mehrere tausend Gläubige.

Der Anschlag gehört zu einer neuen Gewaltwelle in Pakistan. Zwei Jahre war es relativ ruhig in Pakistan. Die meisten Anschläge in der letzten Zeit gingen auf das Konto der Gruppierung Jamaat ul-Ahrar. Diese Gruppe kündigte weitere schwere Anschläge an. Die Jamaat ul-Ahrar pflegt Kontakte zum IS. Die Anhänger kämpfen gegen Minderheiten und den Staat Pakistan. Sie verüben beispielsweise Anschläge gegen den Staat aber auch gegen Nicht-Muslime – wie Christen.

Silvester-Terror in Istanbul: Mindestens 39 Menschen starben bei Angriff auf Nachtclub

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Nach dem Angriff auf eine Silvesterangriff in Istanbul ist der Attentäter weiterhin auf der Flucht. Bei dem Terrorangriff starben mindestens 39 Menschen – darunter 15 Ausländer. Außerdem wurden 69 Menschen zum Teil schwer verletzt. Vier der Verletzten befanden sich Sonntagabend in einem kritischen Zustand. Der Angriff ereignete sich in der Türkei um 1.15 Uhr (Ortszeit). Der Anschlag ereignete sich im bekannten und luxuriösen Club Reina, der sich im europäischen Stadtteil Ortaköy befindet. Der Angreifer betrat den Club mit einem Mantel und Hosen bekleidet und eröffnete sofort das Feuer aus einem Sturmgewehr. Vor dem Verlassen des Clubs soll sich der Attentäter umgezogen haben.

Der Gouverneur von Istanbul erklärte, dass die verwendete Waffe eine große Reichweite hatte. Am Eingang des Clubs tötete der Terrorist zunächst einen Polizisten und einen Zivilisten. Anschließend stürmte er in den Innenraum des Clubs und schloss wahllos um sich. Zu diesem Zeitpunkt feierten etwa 600 Menschen in dem Club den Jahreswechsel. Weltweit reagierten Politiker und Regierungen mit Entsetzen und Anteilnahme auf den Anschlag. US-Präsident Barack Obama sprach der Türkei sein Beileid aus und bot den türkischen Behörden die Unterstützung des Nato-Partners an. Das Auswärtige Amt teilte in der Nacht zu Sonntag mit: „Wir sind tief bestürzt und trauern mit den Menschen in Istanbul.“

Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt: Polizei nimmt mutmaßlichen Kontaktmann von Amri fest

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Am Mittwoch wurde in Berlin ein 40-jähriger Mann aus Tunesien verhaftet. Er steht im Verdacht Kontakt mit dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri gehabt zu haben, hieß es von der Bundesanwaltschaft am Mittwochabend. Die Telefonnummer des Tunesiers befand sich auf dem sichergestellten Mobiltelefon des Attentäters Amri. Außerdem ergaben Ermittlungen, dass der 40-Jährige in den Anschlag eingebunden sein könnte. Bis Donnerstag soll feststehen, ob gegen den mutmaßlichen Kontaktmann Haftbefehl erlassen wird.

Der 24-jährige Anis Amri hat am Montag vor Weihnachten einen polnischen Lastwagenfahrer getötet und anschließend den Lastwagen in terroristischer Absicht in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt. An der Berliner Gedächtniskirche raste er mit dem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt und legte dort 50 bis 80 Meter zurück. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt – zwölf Menschen starben. Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat die Verantwortung für die Tat übernommen.

Der Attentäter wurde in Italien von Sicherheitskräften erschossen. Die Leiche wird noch immer obduziert. Geklärt werden soll auch, ob die Waffe, die Amri bei sich führte, die gleiche Waffe ist mit der der polnische LKW-Fahrer erschossen wurde.

Berlin: Syrer wurde unter Terrorismusverdacht verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Das Landeskriminalamt teilte mit, dass ein 27-jähriger Syrer am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr im Berliner Stadtteil Schöneberg unter Terrorverdacht festgenommen wurde. Die Wohnung des Mannes wurde anschließend durchsucht. Der Syrer wird verdächtigt sich einer Terrororganisation im Ausland angeschlossen zu haben. Der Festgenommene hielt sich seit 2015 in Deutschland auf. Die Bundesanwaltschaften Karlsruhe hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die deutschen Behörden sind in erhöhter Alarmbereitschaft, weil sie islamitisch motivierte Anschläge befürchten.

Hinweise auf Terroranschlag gegen Bundesliga-Spiel: IS-Mitglied wurde verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Nach einem Hinweis aus Nordrhein Westfalen wurde bereits am vergangenen Freitag, wie erst am Dienstag bekannt wurde, ein mutmaßlicher Islamist im rheinland-pfälzischen Mutterstadt festgenommen. Der Asylbewerber hatte einen Terroranschlag auf ein Fußball-Bundesliga-Spiel geplant, teilten die Behörden mit. Der Mann hatte sich demnach auf einen Terroranschlag im Zusammenhang mit einem Fußballspiel in der 2. Fußball-Bundesliga vorbereitet. Der Mann wurde vergangenen Freitag von einem Spezialeinsatzkommando verhaftet. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen, der seit dem in Untersuchungshaft sitzt.

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen teilte mit, dass man anhand der Festnahme sieht, dass die Sicherheitsbehörden bundesländerübergreifend erfolgreich kooperieren. Der Verdächtige wurde vor der Festnahme über einen längeren Zeitraum überwacht. Auf den Täter aufmerksam wurden die Behörden, weil ein Insasse aus dem Gefängnis in Gelsenkirchen vor einem Terroranschlag des Mannes gewarnt hatte. Unklar ist bisher noch, um welche Art Angriffs es sich handeln sollte. Neben der Festnahme gab es auch eine Wohnungsdurchsuchung.

Belgien: Mann rief „Allahu Akbar“ und verletzte Polizistinnen mit einer Machete

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Vor der Hauptwache der Polizei, im Zentrum der belgischen Stadt Charleroi (50 Kilometer von Brüssel entfernt), hat ein Mann am Samstag „Allahu Akbar“ gerufen und mit einer Machete um sich geschlagen. Dabei wurden zwei Polizistinnen verletzt. Eine Polizistin wurde im Gesicht verletzt. Der offensichtlich islamistische Attentäter wurde schließlich von einem dritten Beamten niedergeschossen und schwer verletzt festgenommen. Er erlag am Abend im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. In Belgien herrscht seit dem Terroranschlag auf den Brüsseler Flughafen, bei dem im März 32 Menschen starben, eine erhöhte Alarmbereitschaft. Der belgische Innenminister meldete sich zu Wort und sprach von einer feigen Tat. Die zuständige Behörde für Terrorbekämpfung OCAD ist an der Polizei-Hauptwache vor Ort und analysiert den Vorfall.

Terroralarm in München: Mindestens neun Tote

Symbolfoto: © burntimes

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Am Freitagabend hat sich in München ein Terrorakt ereignet. Am Münchener Olympia-Einkaufszentrum fielen Schüsse. Es gab mindestens neun Tote. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und hat den Hauptbahnhof evakuiert. Der S- und U-Bahn-Verkehr wurde eingestellt. Die Polizei wird noch die ganze Nacht zu Samstag die Lage sichern. Die Münchener wurden aufgefordert nicht auf öffentliche Plätze zu gehen, sondern Zuhause zu bleiben und die Türen zu schließen. Außerdem wurde die Anti-Terror-Einheit GSG 9 angefordert. Um 17.50 Uhr meldeten sich erste Zeugen, die über eine Schießerei berichteten. Ob es einen oder mehrere Täter gibt ist noch unklar. Ebenfalls ist noch nicht bekannt welchen Hintergrund die Tat hat. Die Polizei schließt weder eine islamistische, noch eine rechtsextreme Tat aus. In einem Video eines Augenzeugen ist ein möglicher Täter zu sehen, der deutsch mit bayerischem Akzent sprach und sich ausländerfeindlich äußerte. Bei dem Täter handelte es sich um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner, der sich in psychologischer Behandlung befand. Dieser junge Mann hatte sich am Freitagabend gegen 22 Uhr vor den Augen von Polizisten mit einem Kopfschuss selbst getötet. Es könnte sich um einen der Täter handeln, der sich selbst tötete. Die Polizei prüft zur Zeit, ob die Person an der Tat beteiligt ist.

Bundespräsident Joachim Gauck meldete sich zu Wort und sagte, dass ihn der Angriff in München zutiefst entsetzt und er in Gedanken bei allen Opfern und allen Angehörigen ist, die um einen geliebten Menschen fürchten oder trauern.

Das Sommerfestival Tollwood wurde in München aufgrund der Ereignisse am Freitagabend abgebrochen. Nach wie vor gibt die Polizei keine Entwarnung, bittet meidet die Öffentlichkeit. Wenn ihr in einem Gebäude oder auf einer Veranstaltung seid (Konzert oder Ähnliches): Bleibt auf der Veranstaltung!

Terror in Nizza: Zahl der Todesopfer steigt auf 84

Symbolfoto: © burntimes

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Am französischen Nationalfeiertag, am Donnerstagabend, raste ein weißer LKW durch die feiernde Menschenmenge in der Hafenstadt Nizza. Mindestens 84 Menschen starben und 18 wurden schwer verletzt. Unter den Opfern befinden sich auch mehr als zehn Kinder. Die Amokfahrt des 31-jährigen LKW-Fahrers konnte erst nach zwei Kilometern beendet werden. Der LKW fuhr durch die Menschenmenge auf der bei Touristen beliebten Uferstraße an der Promenade des Anglais. Es brach Panik aus. Die Polizei erschoss den Fahrer schließlich. Bei ihm handelt es sich um einen 31 Jahre alten franko-tunesischen Mannes mit Wohnsitz in Nizza. Der französische Präsident Hollande sagte, dass es bisher keine Indizien dafür gibt, dass es mehrere Täter gab. Gleichzeitig kündigte er an, dass der Ausnahmezustand in Frankreich, der am 26. Juli beendet werden sollte, um drei weitere Monate verlängert wird. „Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht“, sagte Hollande. Unklar ist noch, ob die Menschen nicht nur umgefahren, sondern auch noch beschossen worden sind. In dem 19-Tonnen schweren Lastwagen wurden eine Waffenattrappe sowie eine funktionsunfähige Handgranate gefunden. Das Tatfahrzeug, der weiße LKW, wurde vor einigen Tagen in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur gemietet.

Möglicherweise befinden sich auch Deutsche unter den Opfern des Anschlags. Eine Berliner Schulklasse verbrachte ihre Abschlussfahrt zum Zeitpunkt des Anschlags in Nizza.

Frankreich ist wiederholt das Ziel eines Anschlags geworden. Im vergangenen Jahr starben am 23. November bei islamistischen Anschlägen in Paris 149 Menschen (wir berichteten).

IS-Terroristen richten Blutbad in Bagdad an: 119 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Bei zwei Bombenanschlägen sind in der Hauptstadt des Iraks, in Bagdad, mindestens 119 Menschen ums Leben gekommen, über 200 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Im Stadtteil Karrada explodierte ein mit Sprengstoff gefüllter Kühlwagen. Aufgrund der Ramadan-Feierlichkeiten befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion viele Menschen auf der Straße. Der „Islamische Staat“ (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Ein weiterer Sprengsatz explodierte noch auf einem Markt im Schiiten-Viertel. Durch die Wucht der Explosionen sind die umliegenden Gebäude schwer beschädigt worden oder eingestürzt, darunter auch ein Einkaufszentrum. Die Anzahl der Leichen erhöhte sich im Verlauf des Sonntags immer weiter, weil Rettungskräfte unter den Trümmern weitere Leichen entdeckten und einige schwer Verletzte ihren schweren Verletzungen erlegen sind.

Es handelt sich um den schwersten Anschlag im Irak im laufenden Jahr 2016.