Anschlag auf Militärbasis in Afghanistan: Mindestens 140 Soldaten starben

Symbolfoto: © burntimes.com

Verkleidete Taliban-Kämpfer haben am Freitag eine Militärbasis im Norden von Afghanistan angegriffen. Der afghanische Präsident sprach von einem feigen Angriff auf die militärische Basis in Balch und teilte mit, dass mindestens 140 Soldaten ums Leben kamen und 160 weitere zum Teil schwer verletzt worden sind. Die betroffene Provinz zählte lange Zeit zu einer der sichereren Provinzen in Afghanistan. Die Taliban-Kämpfer trugen Uniformen der afghanischen Soldaten. Zu Beginn des Angriffs zündeten die Taliban-Kämpfer am Haupteingang der Militärbasis eine Rakete. Anschließend erschossen zehn Taliban-Kämpfer Soldaten und Offiziere, die in einer Moschee auf dem Stützpunkt am Freitagsgebet teilnahmen. Danach wurde die Kantine angegriffen. Der Armee gelang es erst nach stundenlangen Feuergefechten die Militärbasis zurückzuerobern. Die Taliban-Terroristen teilten nach dem Anschlag mit, dass vier der Kämpfer früher als Soldaten auf dem Stützpunkt gedient haben und dadurch gute Ortskenntnisse hatten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekundete ihr Mitgefühl. Seit die Nato ihren Kampfeinsatz 2014 in Afghanistan beendet hat, hat sich die Sicherheitslage im Land rapide verschlechtert. Der Kampfeinsatz wurde beendet und stattdessen ein Ausbildungsprogramm gestartet.

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Deutschland will 12.500 afghanische Flüchtlinge abschieben

Symbolfoto: © burntimes.com

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Am Donnerstagvormittag wurde bekannt, dass die Bundesregierung über 12.500 abgelehnte Schutzsuchende aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan abschieben will. Die jüngsten Anschläge haben gezeigt, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist. Abschiebungen von Schutzsuchenden aus Afghanistan stehen aufgrund der Anschläge der radikal-islamischen Taliban in der Kritik. Die Bundesregierung hingegen teilte mit, dass in den großen Zentren in Afghanistan die Sicherheit garantiert sei. Letzte Woche starben bei einem Angriff auf das deutsche Konsulat in Masar-i-Scharif sechs Menschen.

Im laufenden Jahr 2016 wurden bisher lediglich 27 abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben. Die Linke teilte mit, dass die jüngsten Anschläge bewiesen haben, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist.

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Afghanistan: Mindestens 80 Tote bei Anschlag auf Demonstration

Symbolfoto: © burntimes.com

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Bei einem Terroranschlag auf eine Demonstration sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen und über 230 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu dem Anschlag. Zwei Selbstmordattentäter hatten sich während der laufenden Demonstration von Schiiten in die Luft gesprengt. Zu der Demonstration hatten sich mehr als 10.000 Menschen auf einem zentralen Platz versammelt, um gegen die geplante Verlegung einer Hochspannungsleitung zu demonstrieren. Es gab offenbar noch einen dritten Attentäter. Dieser wurde von Sicherheitskräften erschossen, nachdem er auf eine Gruppe Frauen zu rannte. Afghanistans Präsident sagte, dass ihn der Anschlag sehr traurig macht. Unter den Toten befinden sich auch afghanische Sicherheitskräfte. Das Attentat der IS-Terroristen galt offenbar der Volksgruppe Hazara. Die Hazara sind eine persischsparchige Minderheit und stellen mit neun Prozent der Bevölkerung die drittgrößte Minderheit in Afghanistan dar.

Die radikalislamistischen Taliban-Kämpfer teilten unterdessen mit, dass sie nichts mit diesem tragischen Anschlag zu tun haben und es das Werk von Feinden sei.

Die Krankenhäuser in Kabul teilten mit, dass sie nach dem Terroranschlag mit der Versorgung der vielen Verletzten überlastet sind. In den sozialen Netzwerken wurde zu Blutspenden aufgerufen.

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Bombenexplosion in Kabul: Mindestens 40 Tote und 300 Verletzte

Symbolfoto: © burntimes.com

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Die afghanische Hauptstadt wurde am Dienstag von einer starken Bombenexplosion erschüttert. Die Taliban-Kämpfer haben die Geheimdienstzentrale angegriffen. Bei dem Anschlag in einem beliebten Viertels der afghanischen Hauptstadt starben mindestens 40 Menschen und 300 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der afghanische Präsident verurteilte den Angriff scharf. Das Ziel der Taliban-Anhänger war die Zentrale des Geheimdienstes. Ganz in der Nähe des Eingangs, auf einem Parkplatz, sprengte sich ein Attentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in die Luft. Die Detonation war so stark, dass im Umkreis von mehreren Kilometern die Fensterscheiben zerborsten sind. Anschließend lieferte sich ein zweiter Taliban-Kämpfer einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Der zweite Angreifer wurde erschossen.

In und um Kabul hat sich die Sicherheitslage in den letzten Monaten zuletzt immer weiter verschlechtert. Vor einer Woche kündigten die Taliban-Terroristen ihre „Frühlingsoffensive“ an. Die Taliban hat seit dem Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 deutlich an Stärke gewonnen. Die Regierung in Kabul beherrscht höchstens noch 70 Prozent von Afghanistan.

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Nach Terroranachlag in Pakistan mit 80 Toten: Taliban bekennen sich zu der Tat

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am Ostersonntag hat sich in der pakistanischen Stadt Lahore ein Teroranschlag ereignet. Ein Selbstmordattentäter zündete in der Nähe eines Kinderspielplatzes eine Bombe. Dabei kamen 80 Menschen ums Leben, darunter 35 Kinder und 350 weitere wurden verletzt. Seit Montag steht fest, dass der 28-jährige Mohammed Yousaf Farid seine mit Sprengstoff, Kugellagern und Nägeln gespickte Selbstmordweste nahe dem Haupteingang des beliebten Parks in Lahore gezündet hat und damit möglichst viele Christen töten wollte. Die Terroristen einer Taliban-Splittergruppe bekannten sich zu dem blutigen Anschlag. Die Explosion war so stark, dass ein Neunjähriger, der sich zu dem Zeitpunkt auf einer Schaukel aufhielt, beide Beine verlor. Bei dem Attentäter soll es sich um einen islamischen Religionslehrer gehandelt haben. Der pakistanische Ministerpräsident hat angekündigt nach dem Terroranschlag mit Härte gegen Terroristen vorzugehen. Bei mehreren Razzien wurden am Sonntag bereits mehrere Verdächtige verhaftet. Der pakistanische Ministerpräsident Sharif sagte bereits am Sonntag, die für Montag vorgesehene Reise nach Großbritannien ab.

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Lahore/Pakistan: Über 60 Menschen starben bei Terroranschlag in der Nähe eines Spielplatzes

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Im Gulshan-i-Iqbal Park in der pakistanischen Stadt Lahore hat am Sonntag ein Selbstmordatentäter eine Bombe gezündet. Es kamen mehr als 60 Menschen ums Leben – darunter zahlreiche Frauen und Kinder – und 280 weitere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Selbstmordattentäter sprengte sich am Rande des Parks, ganz in der Nähe eines Spielplatzes, in die Luft. Der Park wurde zu der Zeit von Christen – die dort unter anderem picknickten – gut besucht. Die christlichen Familien feierten Ostern. Augenzeugenberichten zufolge war die Explosion so stark, dass Menschen regelrecht zerfetzt worden sind. Der Anschlag hat sich gegen Christen gerichtet. Die radikal-islamischen Taliban-Kämpfer bekannten sich zu dem blutigen Anschlag am Ostersonntag.

Es ist der schwerste Anschlag seit Monaten in Pakistan. Die Opferzahl könnte noch einmal ansteigen, weil es viele Schwerverletzte zu beklagen gab, teilten die örtlichen Behörden mit. Lahore befindet sich in der Provinz Punjab und ist mit sieben Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Pakistans. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von der indischen Grenze entfernt.

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Afghanistan: Taliban-Attentäter töten sechs US-Soldaten

Symbolfoto: © burntimes.com

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In Afghanistan haben Taliban-Attentäter sechs US-Soldaten getötet. Ein Beamter teilte mit, dass sich unter den Toten auch Europäer befinden. Drei weitere Menschen wurden bei dem Angriff in der Nähe der Militärbasis Bagram verletzt. Erst kürzlich wurde im Bundestag beschlossen, dass mehr Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan entsandt werden sollen. Es handelt sich bei dem Anschlag um den schwersten seit dem offiziellen Ende des Nato-Kampfeinsatzes Ende 2014. Die USA bestätigten den Zwischenfall und teilten mit, dass die Mission trotzdem fortgesetzt wird, um Afghanistan zu einer besseren Zukunft zu verhelfen. Der Attentäter war im Ort Bajauri mit einem Motorrad unterwegs und zündete dort in einer afghanisch-amerikanischen Patrouille einen Sprengsatz. Auch afghanische Sicherheitskräfte sind verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Erst vor zwölf Tagen hatten Islamisten den zweitgrößten Flughafen von Afghanistan in Kandahar angegriffen. Dort sind über 2.000 internationale Soldaten stationiert. Die Gefechte dauerten über 27 Stunden. Dabei kamen 60 afghanische Soldaten und Zivilisten ums Leben.

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Kampf gegen die Taliban: Afghanische Armee erobert Kundus zurück

Symbolfoto: © burntimes.com

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Spezialkräfte der afghanischen Armee haben weite Teile von Kundus zurückerobert. Die Stadt war unter der Kontrolle von radikalen Taliban-Terroristen. Regierungsvertreter bestätigten, dass die nördliche Stadt Kundus zurückerobert wurde. Das gelang nach heftigen Kämpfen in der Nacht zu Donnerstag. Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums teilte am Donnerstagvormittag mit, dass Spezialkräfte die Stadt Kundus kontrollieren. Die Taliban haben schwere Verluste erlitten. Bewohner der Stadt berichteten, dass es auch am Donnerstagmorgen noch zu anhaltenden Kämpfen gekommen sei. In Kundus sind afghanische Soldaten im Zentrum der Stadt zu sehen. Afghanische Soldaten hatten außerdem die Taliban-Flagge gegen die offizielle afghanische Flagge ersetzt. Die Taliban-Anhänger hatten Kundus am Montag mit rund 2.000 Kämpfern eingenommen. Seit der Einnahme sind rund 6.000 Bewohner aus der Stadt geflüchtet. Den Taliban-Anhängern gelang es auch hunderte Häftlinge aus einem Gefängnis der Stadt zu befreien. Am Dienstag startete die Armee eine Gegenoffensive und seit Mittwoch erhalten die afghanischen Streitkräfte Unterstützung von der NATO. Die afghanische Armee musste bei ihrem Eingreifen vorsichtig vorgehen, da die Taliban-Terroristen rund um die Stadt Landminen vergraben und Sprengfallen versteckt haben.

Der Erfolg der Taliban in Kundus sowie in mehreren benachbarten Provinzen macht deutlich, dass die islamistischen Aufständischen im Norden Afghanistans deutlich an Stärke gewonnen haben. Es verstärkt Zweifel an der Fähigkeit der afghanischen Armee und der Polizei von Afghanistan. In Afghanistan befinden sich trotz der Beendigung des Kampfeinsatzes noch rund 13.000 ausländische Soldaten.

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