Funkkontakt abgerissen: Abfangjäger bringen Passagierflugzeug in Stuttgart zur Landung

Symbolfoto: © burntimes

Abfangjäger der Bundeswehr brachten am Samstagabend ein Passagierflugzeug zur außerplanmäßigen Landung in Stuttgart, weil der Funkkontakt abgerissen war. Es handelte sich um ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Korean Air. Das Flugzeug war am Samstag auf dem Weg von Seoul nach Zürich. Nachdem der Funkkontakt abgebrochen war, starteten Abfangjäger. Das führte im Großraum Stuttgart zu einem lauten Überschallknall. Die Maschine war anschließend sicher in Stuttgart gelandet. Die Flughafensprecherin teilte mit, dass untersucht wird, warum der Funkkontakt zu dem Passagierflugzeug abgerissen war. Weil zunächst unklar war, ob technische Schwierigkeiten dazu führten, konnte die Maschine nicht weiterfliegen. Die rund 200 Passagiere mussten auf Feldbetten im Flughafen-Terminal übernachten, weil um die Uhrzeit keine Busse mehr organisiert werden konnten. Am frühen Sonntagmorgen wurden die Passagiere dann mit Bussen zu ihrem Ziel in die Schweiz gebracht.

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Stuttgart: SEK stürmt Kanzlei –– zwei Männer starben

Symbolfoto: © burntimes

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Im Osten der baden württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei am Montagnachmittag im Keller einer Kanzlei zwei Leichen entdeckt. Zuvor hatten 100 alarmierte Polizisten die Kanzlei stundenlang umstellt, ohne sagen zu können, was sich im Inneren abspielte. Der erste Notruf ging am Montagmittag um 13.05 Uhr von einer Nachbarin bei der Polizei ein. Die Nachbarin wurde Augenzeugin, wie ein Unbekannter mit einer Faustfeuerwaffe die Kanzlei betrat. Das ganze Wohngebiet wurde daraufhin weiträumig abgesperrt.

Die Spezialkräfte der Polizei hatten stundenlang vergeblich versucht Kontakt zu den Personen im Inneren des Gebäudes herzustellen. Schließlich entschied sich die Einsatzleitung das Gebäude zu stürmen. Ob es sich bei den Toten, um den schwer bewaffneten Mann und den im Haus lebenden Anwalt handelt, ist zur Zeit noch unklar, ebenso wie das mögliche Motiv des Täters. Das Sondereinsatzkommando der Polizei gab keine Schüsse ab.

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AfD-Parteitag: Es kam zu Ausschreitungen – AfD-Mitglieder kämpften sich durch Gebüsche

Symbolfoto: © burntimes

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Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat sich am Samstag zum Bundesparteitag auf dem Messegelände in Stuttgart getroffen. Über 1.000 Polizisten standen vor dem Messegelände. Die Polizei hat direkte Konfrontationen zwischen AfD-Mitgliedern und linksgerichteten Demonstranten vermeiden können. Es kam Samstagmorgen bereits vor dem Beginn, um 10 Uhr, zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Demonstranten blockierten alle Zufahrten zum Messegelände, sodass sich die AfD-Mitglieder durch Sträucher und Gebüsche kämpfen mussten. Vor dem Parkhaus der Messe Stuttgart zündeten die Demonstranten Autoreifen an. Einige Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen und lieferten sich Verfolgungsjagden quer über die angrenzenden Felder des Messegeländes.

Von den 1.500 angereisten Demonstranten waren, Polizeiangaben zufolge, etwa 900 gewaltbereit. Einige der Demonstranten hatten Eisenstangen und Holzlatten dabei. In Stuttgart stimmte die Partei über ihr erstes Parteiprogramm für die Bundestagswahl 2017 ab. Ein strittiges Thema bei der AfD war beispielsweise der Umgang mit dem Islam. Im Programm der AfD heißt es: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Die AfD-Vize Frauke Petry sagte, dass der Islam in Deutschland verfassungsfeindlich sei.

Außerdem stimmte der AfD-Bundesparteitag mehrheitlich für die Auflösung des saarländischen Landesverbandes. Das Schiedsgericht wird nun mit der Prüfung beauftragt, den saarländischen AfD-Landesverband aufzulösen. Hintergrund der Auflösung ist, dass die AfD in Saarland beispielsweise eng mit der rechtsextremen NPD zusammenarbeitet.

Andreas Glaser, der stellvertretende Vorsitzende der AfD wurde als Kandidat für die Wahl des Bundespräsidenten 2017 benannt.

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Großfahndung in Baden-Württemberg: Unbekannter erschießt Kampfsportklub-Betreiber

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

In der baden-württembergischen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen fielen in der Nacht zu Mittwoch plötzlich Schüsse. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot zu dem Haus vor, in dem die Schüsse fielen. Die Beamten fanden den 35-jährigen Betreiber eines Stuttgarter Kampfsportklubs tot vor. Eine sofort eingeleitete Großfahndung und der Einsatz eines Polizeihubschraubers verliefen ergebnislos. Augenzeugenberichten zufolge war der Täter maskiert. Der Täter konnte unerkannt flüchten. Die Umstände und Hintergründe der Tat sind unklar. Der Täter soll 1,75 Meter groß sein und trug in der Nacht einen dunklen Jogginganzug und einen Kapuzenpullover. Der Getötete war der Betreiber des Kampfsportklubs im Stuttgarter Stadtteil Mühlhausen. Die Beamten wollen nun Clubmitglieder zu den möglichen Motiven des Täters befragen.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich in Heidenheim an der Benz eine Schießerei ereignet. Ein Unbekannter schoss auf drei Männer in der Heidenheim Innenstadt (wir berichteten). Einer der Männer starb im Krankenhaus. Die Polizei konnte drei Tatverdächtige festnehmen.

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Germanwings-Airbus nach Ölverlust in Stuttgart notgelandet

Symbolfoto: © Rainer Sturm  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

Ein technischer Fehler führte dazu, dass ein Airbus der Fluggesellschaft Germanwings am Samstag in Stuttgart außerplanmäßig landen musste. Eine Warnung über Ölverlust führte zu der Notlandung des Flugs 4U814 in Stuttgart. In dem betroffenen Airbus A319 befanden sich zu dem Zeitpunkt 123 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Alle Insassen konnten das Flugzeug auf normalem Weg und unverletzt verlassen. Das Flugzeug war in Köln/Bonn gestartet und war auf dem Weg nach Venedig. Nach der Warnung im Cockpit entschlossen sich die Piloten das Flugzeug in Stuttgart notzulanden. Ein Triebwerk wurde nach der Fehlermeldung abgeschaltet. Germanwings teilte mit, dass es sich hierbei um eine Standard-Sicherheitsprozedur handelte. Der Pilot setzte zuvor gegen 11 Uhr einen Notalarm ab und sprach von einer Notlandung. Aufgrund der Fehlmeldung gab es keine andere Möglichkeit als das Flugzeug möglichst schnell aufzusetzen. Dieses führte zu einem Großeinsatz am Stuttgarter Flughafen und zum Auslösen einer Luftnotlage. Es mussten sich alle anderen Flugzeuge hinten anstellen, weil die Landung der Maschine absoluten Vorrang hatte, sagte ein Sprecher des Flughafens. Der Airbus wird nun in Stuttgart von Technikern überprüft. Die Passagiere konnten in einem bereitgestellten Ersatzflugzeug ihren Flug nach Venedig fortsetzen oder wahlweise nach Köln zurückkehren.

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