Anschlagsdrohung per E-Mail: Neun Schulen in Braunschweig evakuiert

Symbolfoto: © burntimes

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Unbekannte hatten am Montagmorgen an sieben Schulen in Braunschweig mit Anschlägen gedroht. Die Drohung ging in der Nacht zu Montag per E-Mail ein. Betroffen waren mehrere Gymnasien, an die auch Grundschulen angeschlossen sind. Die Polizei ließ die Schulen evakuieren und geht inzwischen von keiner akuten Gefahr, sondern von einem Fake aus. Der Zeitpunkt der Anschlagsdrohung war um 9 Uhr und wurde inzwischen überschritten. Die Polizei steht in engem Kontakt mit den betroffenen Schulleitungen.

An neun Braunschweiger Schulen fiel der Unterricht am Montag aus. Augenzeugenberichten zufolge fuhren Streifenwagen vor und teilten per Lautsprecherdurchsage mit, dass sich die Schüler nach Hause begeben sollen. Vor dem Martino-Katharineum patrouillierten Polizisten mit einer schusssicheren Weste. Von den Schulausfällen waren rund 7.000 Braunschweiger Schüler betroffen. Anschlagdrohungen waren neben Braunschweig auch in mehren anderen Städten eingegangen. Der Staatsschutz hat Ermittlungen, wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat eingeleitet, und versucht den Urheber der E-Mail zu ermitteln. Dem Urheber droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Zugriff auf der A8 bei Rosenheim: Polizei nimmt drei Terrorverdächtige fest – sie kamen aus Brüssel

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Ein Unbekannter hatte der bayerischen Polizei im Internet einen Hinweis auf einen geplanten Terroranschlag in Deutschland gegeben. Er warnte vor zwei Kosovo-Albanern, die mit einem silberfarbenen Auto mit belgischem Kennzeichen unterwegs seien. Auf der Autobahn 8 wurde kurz darauf das beschriebene silberfarbene Fahrzeug von Schleierfahndern der Polizei gesichtet und angehalten. Drei Männer wurden festgenommen, sie kamen mit dem Auto aus Brüssel. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen gegen die Fahrzeuginsassen eingeleitet. Es handelt sich bei den Insassen um drei Kosovaren. Sie waren mit einem in Belgien zugelassenen silberfarbenen Fahrzeug unterwegs.

Die Polizei teilte kurz nach der Festnahme mit, dass es keinen direkten Bezug zu den Terroranschlägen in Brüssel gibt. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei Brüder und einen weiteren Begleiter im Alter zwischen 36 und 46 Jahren. Im Fahrzeug wurden Baupläne gefunden, die angeblich von einer Baustelle stammten, die sie betreut hatten. Außerdem stellten die Beamten 10.000 Euro Bargeld sicher. Den Transport des Geldes begründeten die Männer mit einem geplanten Autokauf. Einer der verhafteten Männer wurde per Haftbefehl gesucht, weil einer der Brüder vor der geplanten Abschiebung untergetaucht war.

Das Trio wurde am Dienstagabend zur Vernehmung nach München gebracht. Dort hat die Staatsanwaltschaft München I in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Ermittlungen gegen die Männer eingeleitet. Es besteht der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Ob gegen die Männer Haftbefehle beantragt werden, entscheidet sich am Mittwoch.

USA: Kein Verfahren gegen den US-Polizisten der den 12-jährigen Tamir erschossen hat

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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Gegen den Polizisten, der im November 2014 den Schwarzen 12-jährigen Tamir Rice in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio erschossen hatte, wird nicht mehr ermittelt. Am Montag wurde bekanntgegeben, dass die Ermittlungen eingestellt worden sind. Der zuständige Staatsanwalt teilte mit, dass die Tötung des Jungen durch eine Verkettung menschlicher Irrtümer zustande gekommen sei. Es wurde kein Verbrechen begangen, deshalb muss der Todesschütze nicht vor Gericht, urteilte die Staatsanwaltschaft am Montag. Der weiße Polizist wurde unmittelbar nach dem Vorfall vom Dienst suspendiert.

Rice hatte im November 2014 mit einer Spielzeugpistole auf der Straße hantiert. Ein Passant hielt die Pistole für echt und alarmierte die Polizei. Kurze Zeit später rief er erneut bei der Polizei an und teilte mit, dass es sich vermutlich um gar keine echte Waffe handelt. Die Leitstelle gab diese Information erst viel zu spät weiter, sodass die eintreffende Polizei sich nach eigenen Angaben bedroht fühlte und den Jungen aus dem Auto heraus erschossen hat.

Schießerei in Duisburg-Marxloh: 29-Jähriger stirbt –– 42-jährige Schwangere wird schwer verletzt

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im Duisburger Stadtteil Marxloh ereignete sich am Sonntagmittag gegen 13.15 Uhr eine Schießerei. Ein Unbekannter eröffnete plötzlich das Feuer auf zwei Menschen. Ein 29-jähriger Mann kam ums Leben und eine 42-jährige schwangere Frau musste notoperiert werden. Die Täter schossen ihr in den Bauch. Sie wurde schwer verletzt. Die Hintergründe der Bluttat sind noch vollkommen unklar. Der Notruf ging am Sonntagmittag um 13.18 Uhr bei der Polizei in Duisburg ein. Nachbarn berichteten der Polizei, dass es vor den Schüssen einen lautstarken Streit in einer Wohnung der ersten Etage an der Grillostraße kam. Nachbarn gaben an, dass mindestens drei Schüsse fielen. Die Polizisten entdeckten in der Wohnung im ersten Obergeschoss die Leiche des 29-Jährigen. Die Polizei teilte mit, dass er mehrere Wunden im Oberkörper erlitt, die ihm nicht durch eine Schusswaffe zugefügt wurden. Es handelt sich vermutlich um Stichwunden. Eine angeordnete Obduktion soll Klarheit bringen. In welchem Verhältnis der 29-Jährige zu der Frau stand, ist noch unklar. Es könnte sich aber möglicherweise um die Geliebte des 29-Jährigen handeln. Spezialisten durchsuchten am Sonntag die Wohnung nach Hinweisen, die Rückschlüsse zu den Tätern geben können. Nachbarn berichteten, dass nach den Schüssen zwei Personen aus dem Haus flüchteten.

Als die Rettungskräfte eintrafen saß die 42-jährige Frau auf dem Bürgersteig vor dem Haus. Sie blutete stark. Nachdem die Beamten ihr näher kamen stellten sie fest, dass die Frau schwanger ist.

Die Mordkommision hat die Ermittlungen aufgenommen. Aus Polizeikreisen wurde vermeldet, dass es sich wohl um eine Beziehungstat handelte. Die Polizei fahndete unmittelbar nach der Bluttat mit mehreren Streifenwagen, zeitweise mit der Unterstützung von Polizeihubschraubern – vergebens. Von den Tätern fehlte am Sonntagabend noch jede Spur. Die Fahndungsmaßnahmen laufen dennoch weiterhin. Über dem Schwelgernpark kreiset auch am Sonntagabend ein Hubschrauber der Polizei.