Bedburg-Hau: Strafgefangener aus LVR-Klinik geflohen – Polizei warnt vor 35-Jährigem

Symbolfoto: © burntimes

Am späten Donnerstagabend, gegen 23.20 Uhr, gelang es einem 35-jährigen Insassen der Forensik aus einer geschlossenen Abteilung der LVR-Klinik zu fliehen. Nachdem er zuvor mit weiteren Insassen das Pflegepersonal bedroht und körperlich attackiert hatte, gelangten zwei Täter in den von einem hohen Zaun beziehungsweise einer hohen Mauer umgebenen Hof des Gebäudes. Der Mann hatte zuvor einem Pfleger das Ohrläppchen abgeschnitten. Dem 35-jährigen gelang es dann, eine zusätzlich mit Stacheldraht bestückte Mauer zu überklettern und zu flüchten.

Der zweite Insasse, 28 Jahre alt, schaffte dieses nicht und konnte von eingesetzten Polizeikräften zur Aufgabe überredet und festgenommen werden. Der von den Tätern schwer verletzte Pfleger wurde mit dem Rettungswagen einem örtlichen Krankenhaus zur Behandlung zugeführt. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen der Polizei mit Einbindung eines Polizeihubschraubers führten bislang nicht zur Festnahme des Flüchtigen.Bei dem Flüchtigen handelt es sich um Krischan Fischer. Er wird wie folgt beschrieben: 168cm groß; kurze, dunkelblonde Haare; sehr sportliche, muskulöse Figur, etwa 75kg schwer; bekleidet mit einem lilafarbenen T-Shirt und einer blauen Hose.

Vorsicht, der Flüchtige könnte bewaffnet sein. Er sollte daher nicht angesprochen werden. Die Klinik, aus der er ausgebrochen ist, teilte mit, dass der Mann unberechenbar sei. Bei Antreffen des 35-jährigen wird um unmittelbare Kontaktaufnahme mit der Polizei über den Notruf 110 gebeten.

Update: Der Täter wurde am Samstag in Bonn verhaftet.

Rheinhessen: Verurteilter Gewalttäter nach Monaten auf der Flucht in Italien verhaftet

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im vergangenen Sommer war ein verurteilter 24-jähriger Straftäter aus einer psychiatrischen Klinik im rheinland-pfälzischen Alzey geflohen. Er war im August letzten Jahres mit einem anderen Patienten durch ein offenes Fenster der Klinik geflohen und anschließend mit der Regionalbahn von Wörrstadt nach Mainz gefahren. Die Polizei veröffentlichte später Fahndungsfotos aus der Überwachungskamera der Regionalbahn. Der andere Flüchtige konnte schnell gefasst werden. Der 24-Jährige hingegen blieb verschwunden. Die Polizei teilte mit, dass der Mann bereits Ende Februar in der italienischen Hauptstadt Rom festgenommen wurde. Er befindet sich seit Mittwoch wieder in den Händen der deutschen Justiz, teilte das Landeskriminalamt mit. Er soll nun in einer anderen Fachklinik untergebracht werden. Der 24-Jährige galt aufgrund seiner psychischen Erkrankung als sehr gefährlich. Er war polizeilich mehrfach in Erscheinung getreten und wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Geflohener Straftäter aus Sachsen wurde in Hannover festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover wurde bereits am Mittwoch ein aus Sachsen geflohener Straftäter gefasst, wie am Freitag bekannt wurde. Nach dem Mann wurde deutschlandweit und im Ausland gefahndet. Der 37-Jährige war Anfang September aus dem Maßregelvollzug in Sachsen geflohen. Er kehrte am 5. September nicht von einem unbegleiteten Freigang ins Krankenhaus Großschweidnitz zurück. Der 37-Jährige wurde 2008 wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und schweren Raubs von einem Leipziger Gericht zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte 2007 erfolglos versucht eine Bank zu überfallen, im Jahr 2008 hatte er Erfolg.

München: Lichtbildfahndung nach geflohenem Straftäter

Fahndungsfoto: Polizei München

Fahndungsfoto: Polizei München

Der wegen versuchten Totschlags seit dem 20. August 2016 inhaftierte 25-Jährige tschechische Staatsangehörige Zdenek Schejbal entwich am Freitag, den 26.08.2016, gegen 21.00 Uhr aus der Haft. Schejbal war wegen einer Verletzung, die dringend versorgt werden musste, in das Krankenhaus Altperlach gebracht worden. Dort nutzte er einen unbeobachteten Moment und flüchtete über ein Fenster im 2. Obergeschoss der Klinik. Trotz der sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen konnte dessen Aufenthalt bislang nicht ermittelt werden. Er ist weiterhin auf der Flucht.

Schejbal ist 1,74 groß, schlank und wiegt 64 kg.

Die Mordkommission der Münchner Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe:

Wer kann sachdienliche Angaben zum Aufenthalt des flüchtigen Zdenek Schejbal machen? Mitteilungen bitte an das Polizeipräsidium München unter der Telefonnummer 089/2910-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

Fünf Häftlinge entkommen aus Gefängnis in Niedersachsen

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Am frühen Montagmorgen gegen 2 Uhr sind fünf Häftlinge im Alter zwischen 22 und 28 Jahren aus dem Maßregelvollzug im niedersächsischen Brauel bei Zeven geflohen. Die Männer hatten einen Pfleger, eine Pflegerin und einen Wächter überwältigt und gefesselt. Anschließend flohen sie mit deren Schlüsseln bequem durch das Tor anstatt über den Zaun, bestätigte die Polizei in Rotenburg. Die gerade verschärften Sicherheitsvorkehrungen in dem Maßregelvollzug waren aus diesem Grund wirkungslos. Ein Angestellter wurde leicht verletzt und kam vorübergehend ins Krankenhaus. Die Polizei leitete nach dem Ausbruch eine Großfahndung ein.

Ein Polizeihubschrauber suchte mit einer Wärmebildkamera aus der Luft nach den Ausbrechern. Parallel beteiligten sich Suchhunde und zahlreiche Polizisten an der Suche. Die Männer konnten bisher nicht gefasst werden. Die Polizei warnte die Verkehrsteilnehmer rund um Zeven davor, Anhalter mitzunehmen. Die fünf jungen Ausbrecher gelten als gefährlich und kommen aus dem Drogenmilieu. Es handelt sich bei den Männern jedoch nicht um Sexualverbrecher oder Mörder. Die Ausbrecher wurden unter anderem wegen Drogenhandel, Raub, Erpressung und Körperverletzung verurteilt. Aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit kamen sie nicht ins Gefängnis, sondern in den Maßregelvollzug nach Brauel.

Über die Fluchtrichtung der fünf Häftlinge ist nichts bekannt. In dem betroffenen Gefängnis befinden sich psychisch Kranke und drogenabhängige Straftäter. Ein Polizeisprecher teilte am Montagabend mit, dass es zur Zeit noch keine heiße Spur gibt. Möglicherweise hatten die fünf Männer Hilfe von außen und konnten mit einem Fluchtfahrzeug flüchten.

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag warf der Sozialministerin unterdessen Versagen vor. Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen haben keinerlei Erfolg gezeigt.

Rostock: Polizei muss Amokläufer niederschießen

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im Rostocker Stadtteil Biestow haben sich am Freitag dramatische Szenen abgespielt. Ein offenbar physisch gestörter Mann ist auf seine Frau und seine 18-jährige Tochter mit einem Messer losgegangen. Der Mann hatte in seiner Wohnung seine Frau und seine Tochter mit mehreren Messern angegriffen. Beide konnten mit leichten Abwehrverletzungen in ein benachbartes Haus flüchten. Anschließend alarmierte der Mann selbst die Polizei und informierte sie über seine Tat und bat um Festnahme. Beim Eintreffen der Polizeivollzugsbeamten griff der Tatverdächtige diese mit zwei Messern, in jeder Hand eines, an. Trotz Ansprache und Einsatz von Reizstoffsprühgeräten, konnte der Angreifer nicht dazu gebracht werden den Angriff abzubrechen. Der Notarzt konnte nicht zu der Frau gehen, da der Mann jeden angriff der sich ihm näherte. Die alarmierte Polizei konnte zunächst nichts ausrichten. Sie forderte den Mann mehrfach auf die Messer niederzulegen. Der Mann griff die Einsatzkräfte immer wieder an, sodass sich die Polizei gezwungen sah auf den Mann zu schießen. Zwei Schüsse gab die Polizei auf den Mann ab. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen eingeleitet.