Rheinboulevard in Köln: Zwei Verletzte nach Massenschlägerei

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei war am Samstagabend gegen 19.20 Uhr am Kölner Rheinboulevard im Einsatz. Etwa 20 Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren waren in eine Schlägerei verwickelt, zwei von ihnen wurden verletzt. Es wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Wobei es bei dem Streit ging, ist unklar. Die Polizei stellte mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung und 50 Platzverweise. Außerdem wurde eine Person in Gewahrsam genommen. Die Polizei räumte den Rheinboulevard, auf dem sich zum Zeitpunkt der Massenschlägerei etwa 1.000 Menschen aufhielten. Der Einsatz dauerte drei Stunden und konnte am Samstag um 22 Uhr beendet werden.

Horrorclowns in Deutschland: Wenn der Spaß aufhört

Symbolfoto: © Tobias Benner | pixelio.de

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Zur Zeit schwappt der Trend der sogenannten „Horrorclowns“ nach Deutschland. Kurz vor Halloween machen sich auch bei uns immer mehr Menschen einen Spaß daraus andere zu erschrecken. Es gab jedoch auch Fälle bei denen der Spaß aufhörte. Ein solcher Fall ereignete sich beispielsweise am vergangenen Samstag, den 15. Oktober in Wesel am Niederrhein. Dort lauerte ein bewaffneter Clown zwei jungen Männern auf. Der maskierte und verkleidete Clown hantierte dabei mit einem Messer und einer Pistole herum. Nachdem die Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren sich dem Clown näherten bedrohte sie dieser auf Deutsch und Englisch. Anschließend flüchtete der etwa 1,85 Meter große Mann unerkannt. Im nordrhein westfälischen Essen bekam ein mit einer Holzlatte bewaffneter Clown Gegenwehr. Ein 26-jähriger war abends gegen 22.15 Uhr mit seinem Hund Gassi gehen, als sich ihm ein Clown drohend näherte. Er sei aus dem Gebüsch gesprungen und lachte komisch – wie in einem Horrorfilm. Anschließend schlug er mit einer Holzlatte oder einem Baseballschläger nach dem 26-Jährigen, der gerade noch ausweichen konnte. Dann zückte der 26-Jährige sein Pfefferspray und sprühte es dem Clown ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Verkleidete. Das 26-jähige Opfer hat Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung erstattet.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen in Altenessen. Eine 17-Jährige wurde am frühen Morgen um 5.40 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, Opfer einer Clown-Attacke. Sie rannte anschließend zurück nach Hause. Die Beamten, bei denen die junge Frau eine Anzeige erstattete, empfahlen ihr aufgrund des Schocks sich in ärztliche Behandlung zu begeben. In Wesel hat ein Unbekannter im Clownskostüm eine 48-jährige erschrecken wollen. Er kam aus dem Gebüsch und versuchte eine Kettensäge anzureißen. Diese klemmte jedoch und ging nicht an. Die Frau rannte daraufhin zu ihrer Wohnung zurück und alarmierte die Polizei.

Die Polizei teilte mit, dass bei solchen Clown-Attacken das Notwerrecht gilt und man sich gegen die Attacken wehren darf. In diesem Zusammenhang warnte die Polizei davor, dass in dem Moment, wo der Clown beispielsweise ein Messer oder eine andere Waffe oder Kettensäge mitführt der Spaß aufhört.

Fall Böhmermann: Landgericht Hamburg verbietet Teile des Schmähgedichts

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Das Landgericht Hamburg hat am Dienstag Teile des Schmähgedichts des Satirikers Jan Böhmermann verboten. Das Landgericht kam zu dem Ergebnis, dass das Gedicht ehrverletzend ist. Die Staatsanwaltschaft erließ gegen einige Passagen des Gedichts, auf Antrag des türkischen Präsidenten Erdogan, eine einstweilige Verfügung. Böhmermann wurde damit untersagt die betroffenen Passagen zu wiederholen. Nach Angaben von „Spiegel Online“ handelt es sich besonders um die Passagen mit Sexualbezug. Der Anwalt von Jan Böhmenmann, Christian Schertz, hat die Entscheidung des Gerichts kritisiert. Er sagte, dass der Gerichtsbeschluss für falsch gehalten wird. Schertz ergänzte, dass das Gericht zwar anerkennt, dass es sich um Kunst handelt. Es macht dann jedoch den Fehler, bestimmte Aussagen herauszufiltern und zu verbieten, so der Medienanwalt am Dienstag.

In Mainz läuft ein weiteres Strafverfahren gegen Jan Böhmermann. Gegenstand der Strafanzeige gegen den Satiriker Jan Böhmermann ist ein Schmähgedicht in der ZDF-Sendung „Neo Royal“ vom 31. März in der er Erdoğan unter anderem als „Ziegenficker“ bezeichnete. Erdoğan sagte, dass die Beleidigung in dem Gedicht nicht nur gegen ihn gerichtet gewesen sei, sondern 78 Millionen Türken beleidigt wurden. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, meldete sich zu Wort und sagte, dass er das Gedicht nicht satirisch, sondern beleidigend findet.

Böhmermann-Affäre: Erdoğan verklagt auch den Axel-Springer-Chef Döpfner

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Der türkische Präsident Erdoğan hat sich nach Jan Böhmermann den nächsten vorgeknöpft. Er beantragte gegen den Axel-Springer-Geschäftsführer Döpfner eine einstweilige Verfügung. Döpfner schrieb in einem offenen Brief an Böhmermann, dass er das Gedicht gegen Erdoğan gut findet und er laut gelacht hat. Außerdem teilte er mit, dass er allen Ausführungen und Formulierungen von Böhmermann inhaltlich voll und ganz zustimmt und er sie sich in jeder juristischen Form zu eigen mache. Diese Einladung nutzte Erdoğan offensichtlich aus und erstattete eine weitere Anzeige. Das Landgericht in Köln hat bereits in einer ersten Stellungnahme angekündigt, dass der einstweiligen Verfügung nicht stattgegeben wird. Der deutsche Anwalt von Erdoğan wird ihm dann raten direkt in die zweite Instanz zu gehen. Das Gericht hat übrigens bereits einer einstweiligen Verfügung gegen den Filmregisseur Uwe Boll zugestimmt. Der Filmemacher darf ab sofort nicht mehr sagen, das Erdoğan ein „grenzdebiler kleiner Schwachmat“ sei. Er musste außerdem noch die Gerichts- und Anwaltskosten tragen.

Gegenstand der Strafanzeige gegen den Satiriker Jan Böhmermann ist ein Schmähgedicht in der ZDF-Sendung „Neo Royal“ vom 31. März in der er Erdoğan unter anderem als „Ziegenficker“ bezeichnete. Erdoğan sagte, dass die Beleidigung in dem Gedicht nicht nur gegen ihn gerichtet gewesen sei, sondern 78 Millionen Türken beleidigt wurden. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, meldete sich zu Wort und sagte, dass er das Gedicht nicht satirisch, sondern beleidigend findet.

Duisburg: Mann tritt 61-Jährigem in Bäckerei ins Gesicht

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Weil sich ein 61-Jähriger in einer Bäckerei in der Duisburger Altstadt vorgedrängelt haben soll ist ein 31-jähriger Kunde am Montagmittag ausgerastet und ging auf den Mann los. Der 31-Jährige hat den Mann niedergeschlagen und ihm, nachdem er bereits am Boden lag auch noch ins Gesicht getreten, teilte die Polizei mit. Der 31-Jährige geriet am Montagmittag gegen 12.10 Uhr in einer Bäckerei an der Duisburger Königsstraße mit einem weiteren Kunden in Streit. Plötzlich schlug der 31-Jährige zu. Zahlreiche Passanten versuchten den aggressiven Kunden zu bändigen. Dies gelang erst der alarmierten Polizei. Fünf Streifenwagenbesatzungen eilten zu der Bäckerei, um den Mann festzunehmen. Der Polizei wurde eine Schlägerei unter mehreren Personen gemeldet. Nach Eintreffen der ersten Polizisten stellte sich jedoch schnell heraus, dass ein 31-jähriger Duisburger auf einen 61-Jährigen losgegangen war. Auch der Polizei gegenüber verhielt sich der 31-jährige Angreifer aggressiv. Während seiner Festnahme trat er nach einer Polizistin, verletzte sie aber nicht.

Der 31-Jährige sagte bei der Polizei aus, dass der andere Kunde sich vordrängelte. Der 61-Jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde zunächst in Polizeigewahrsam genommen. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Neue Vorwürfe gegen Bundespolizei Hannover: Auch im Polizei-Bus soll es zu einem Übergriff gekommen sein

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Die Skandale und Missbrauchsfälle bei der Bundespolizei Hannover reißen nicht ab, sondern weiten sich immer weiter aus. Es gelangen immer neue Details ans Tageslicht. Selbst in einem fahrenden Polizeibus soll es zu mindestens einem Übergriff auf einen Flüchtling gekommen sein. Der Beamte, der auf der Wache zwei Flüchtlinge misshandelt haben soll, soll an der Misshandlung im Polizeibus ebenfalls beteiligt gewesen sein. Ein Opfer bestätigte am Hauptbahnhof in Hannover aufgegriffen worden zu sein und auf der Fahrt in dem Polizei-Bus misshandelt worden zu sein. Das bestätigte am Donnerstag auch der zuständige Oberstaatsanwalt.

Die mutmaßlichen Täter sind ermittelt und werden zur Rechenschaft gezogen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Der NDR berichtete, dass ein Beamter einen Kollegen im Polizei-Bus aufgefordert hatte die Musik lauter zu drehen, während auf den Flüchtling eingeschlagen und getreten wurde. Der Flüchtling soll dabei einen Zahn verloren haben. Ein Beamter soll nach der Misshandlung den Polizei-Bus vom Blut gereinigt haben. Einzelheiten kann die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen und verweist auf die laufenden Ermittlungen. Ein 39-jähriger Polizeiobermeister aus Hannover steht im Verdacht in mindestens zwei Fällen Männer aus Afghanistan und Marokko auf der Wache im Hauptbahnhof gedemütigt und geschlagen zu haben. Unklar ist noch, ob auch gegen Kollegen wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt werden muss. Die Betroffenen haben Anzeige erstattet, deshalb wurden die Fälle bekannt.

Hannover: Bundespolizist soll Flüchtlinge misshandelt haben

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Ein Beamter der Bundespolizei Hannover soll in einer Wache Flüchtlinge misshandelt haben. Die Bundespolizei betätigte, dass ein Angestellter Flüchtlinge gequält haben soll. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Im vergangenen Jahr kam es in Hannover mehrfach zu Übergriffen auf Menschen in den Zellen der Bundespolizei. Ein Polizist prahlte mit Kurzmitteilungen über WhatsApp mit seinen Taten. Er sendete ein Foto an einen Kollegen auf dem ein gefesselter Flüchtling in unnatürlicher Haltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war, berichtete der NDR. Neben dem Mann sind die Stiefel von zwei Polizisten zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft geht auch den Fragen nach, wie viele Bundespolizisten in Hannover über die Vorfälle Bescheid wussten, sich möglicherweise beteiligten oder ob der Beschuldigte alleine handelte. Es soll außerdem noch mindestens zwei andere Fälle geben. Ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan fiel wegen geringfügiger Verstöße der Polizei auf und wurde mit auf die Wache genommen. Dort wurde er misshandelt.

Die Taten ereigneten sich in den Gewahrsamszellen der Bundespolizeiinspektion in Hannover. Diesen Schluss lässt zumindest eine Nachricht zu, die laut NDR über WhatsApp an Polizeikollegen verschickt wurde. „Hab den weggeschlagen. Nen Afghanen. Mit Einreiseverbot“, heißt es dort. „Hab dem meine Finger in die Nase gesteckt. Und gewürgt. War witzig. Und an den Fußfesseln durch die Wache geschliffen. Das war so schön. Gequikt wie ein Schwein. Das war ein Geschenk von Allah.“ Außerdem hat ein Flüchtling aus Marokko am 25. September 2014 verdorbenes Schweinemett vom Boden essen müssen. Der Beamte brüstete sich im Internet immer wieder mit den Taten. Ein Polizeibeamter in Hannover sagte aus, dass es häufiger lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen gab.

Bei dem Verdächtigem wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Ermittlungen gegen den Polizisten eingeleitet wurden. Der Tatvorwurf lautet Verdacht der Körperverletzung im Amt. In der Dienststelle und in seinem Privathaus suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Taten. Eine illegale Waffe wurde sichergestellt. Aufgrund der schwere der Vorwürfe ist Eile geboten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich um einen bundesweit einzigartigen Fall. Die Bundespolizeidirektion in Hannover wollte sich auch auf Nachfrage nicht zu konkreten Vorwürfen äußern. Der dringend tatverdächtige Bundespolizist ist derzeit nicht im Dienst. Ein mögliches Disziplinarverfahren ruht, im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.