Irland: Apple soll bis zu 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

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Die Sommerpause in Brüssel endete mit einem wahren Paukenschlag. Die europäische Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager geht gegen Irland vor und verklagte Apple zu einer Steuerrückzahlung in zweistelliger Milliardenhöhe. Am Dienstag wurde bekannt, dass Apple bis zu 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzahlen soll. Nach der Entscheidung der Europäischen Kommission im Steuerstreit mit Apple hat sich der CEO Tim Cook mit einem offenen Brief an seine Kunden in Europa gerichtet. Er teilte mit, dass die EU-Kommission versucht, die Geschichte von Apple in Europa neu zu schreiben, damit irische Steuergesetze zu ignorieren und dabei das internationale Steuersystem umzustülpen“, teilte Tim Cook mit. Apple soll nun Steuern an eine Regierung nachzahlen die diese gar nicht verlangt, so Cook. Apple teilte in diesem Zusammenhang mit, dass der Konzern nicht nur der größte Steuerzahler in ganz Irland sei, sondern auch in den USA, sowie auf der ganzen Welt. Von der EU-Kommission in Brüssel hieß es, dass Apple in den vergangenen Jahren deutlich weniger Steuern zahlen musste, als andere Unternehmen. Irland selbst widersprach dem Vorwurf und stellte klar, dass Apple keinerlei Steuervorteile gewährt wurden.

WM-Affäre: DFB geht gegen Beckenbauer vor

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Der DFB geht in der WM-Affäre gegen Franz Beckenbauer und gegen hochrangige Mitglieder des Organisationskomitees der WM 2006 vor. Möglicherweise will der DFB von Beckenbauer einen Schadensersatz in Millionenhöhe fordern. Der Verband hat ein Verfahren eingeleitet. Damit soll verhindert werden, dass die Schadensersatzansprüche verjähren könnten. Durch die dubiosen Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 erfolgt sind, könnte dem DFB ein hoher Schaden entstanden sein. Eine Strafzahlung sowie die Nachzahlung der Steuern inklusive Zinsen und Zinseszinsen könnten sich schnell auf bis zu 25 Millionen Euro belaufen.

Der DFB hatte 2005 heimlich einen Kredit in Höhe von 6,7 Millionen Euro an Louis-Dreyfus zurückgezahlt. Er hatte das Geld angeblich vorgestreckt, um damit die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland zu holen. Seit Mitte 2015 sind Steuerfahnder einer Wirtschaftskanzlei damit beschäftigt die Millionenzahlung aufzuklären. Wie das Verfahren ausgehen wird ist noch unklar. Sollten die Steuerfahnder zu dem Ergebnis kommen, dass die 6,7 Millionen Euro fälschlicherweise als Betriebsausgabe abgesetzt wurden, wären Strafen und Steuernachzahlungen fällig.

Der DFB möchte sich in jedem Fall die Möglichkeit offen lassen, den möglicherweise entstandenen Schaden von den ehemaligen Präsidiumsmitgliedern zurückzufordern. Das würde neben Beckenbauer auch Zwanziger, Niersbach, Schmidt und Radmann betreffen. Die Verjährung der möglichen Straftaten wurden durch Anträge ausgesetzt.

Die Terrormiliz Islamsischer Staat hat seine Ölfeder verloren

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach den letzten militärischen Niederlagen kontrolliert die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) lediglich noch ein einziges Ölfeld im Irak. Durch die zahlreichen Kontrollverluste über mehrere wertvolle Ölfelder hat der IS nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen verloren. Im Irak kontrollieren die Terroristen bis auf ein Ölfeld, das gerade einmal fünf Prozent der im Irak kontrollierten Menge ausmacht keine weiteren Ölfelder. Aus diesem Grund verfügt die Terrormiliz über kaum noch genug Energie für die Eigenversorgung. Der Hintergrund dieser dramatischen Lageveränderung für den IS sind die militärischen Vorstöße der Peschmerga-Kämpfer im Norden und der irakischen Streitkräfte im Bereich von Tikrit. Durch die Militäroffensive hat der IS mindestens drei große Ölfelder verloren. Der IS sitzt praktisch auf dem Trockenen. Zwei der Ölfelder hat die Terrormiliz kurz vor dem Kontrollverlust angezündet, die Fördereinrichtungen sollen gesprengt worden sein.

Der Islamische Staat gilt als eine der reichsten Terrorgruppen der Welt. Die Terroristen finanzieren sich durch erhobene Steuern in eroberten Gebieten, Erpressung, Kunstraub, Entführungen und illegalen Ölschmuggel. Die Terrorgruppe soll über ein Gesamtkapital zwischen ein und zwei Milliarden Dollar verfügen.