Steuerhinterziehung: Fußball-Star Lionel Messi zu 21 Monaten Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der 29-jährige Fußball-Star Lionel Messi aus Argentinien wurde am Mittwoch wegen Steuerhinterziehung, vom Landgericht in Barcelona, zu 21 Monaten Haft verurteilt. Die Strafe soll auf Bewährung ausgesetzt werden, da Messi zuvor noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Auch der Vater von Messi ist betroffen. Beide waren wegen Steuerdelikten in mindestens drei Fällen zwischen 2007 und 2009 auffällig geworden. Sie haben 4,16 Millionen Euro hinterzogen. Die Summe wurde inzwischen nachgezahlt, hieß es. Lionel Messi wurde außerdem zu einer Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen Euro verurteilt. Sein Vater muss 1,5 Millionen Euro Strafe bezahlen. Vor Gericht hatte Messi stets seine Unschuld beteuert. Er wusste angeblich nichts von der Steuerstruktur und den Briefkastenfirmen in Uruguay, mit denen Steuern hinterzogen worden waren. Sein Vater ist gleichzeitig auch sein Manager. Er sagte, dass er nicht gewusst hatte, dass eine solche Steuerstruktur illegal sei. Messi und sein Vater haben noch die Möglichkeit Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Share

WM-Affäre: DFB Präsident Wolfgang Niersbach tritt zurück

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Wolfgang Niersbach hat am Montag die Entscheidung getroffen mit sofortiger Wirkung von Amt des DFB-Präsidenten zurückzutreten. Unklar bleibt was ihn zu der Entscheidung gedrängt hat. Am Montagvormittag gab sich Niersbach nämlich noch kämpferisch. Eine Mitteilung der Wirtschaftskanzlei die beim DFB zahlreiche Unterlagen gesichtet hat brachte ihn offenbar zu der Rücktrittsentscheidung. Er sagte, dass der Rücktritt nichts mit einem Vertrauensentzug vom DFB Präsidium oder der Landesverbände zu tun hat. Er sagte: „Ich trete vom Amt zurück, weil ich für mich erkannt habe, dass der Punkt gekommen ist die politische Verantwortung zu übernehmen für die Ereignisse rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.“ Niersbach ist nach wie vor der Meinung, dass er sauber gearbeitet hat. Die Ermittler sollen beim DFB auf Dokumente gestoßen sein, die darauf hindeuten, dass zumindest versucht worden ist Stimmen für die WM-Vergabe 2006 zu kaufen. Dieses wurde aber nicht beschlossen. Niersbach bestritt etwas von dem Vertragsentwurf gewusst zu haben. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es eine Kasse gab, aus der die Stimmen hätten bezahlt werden sollen. Ob Schmiergelder geflossen sind ist noch unklar. Rainer Koch wurde zum Interimspräsident des DFB. Er forderte am Montag umfassende Antworten von Franz Beckenbauer.

Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll nur durch Schmiergelder erfolgt sein. Das Geld hat der frühere Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus zur Verfügung gestellt. Bereits vor der WM-Vergabe wurde eine schwarze Kasse mit rund 6,7 Millionen Euro eingerichtet. Davon soll neben Franz Beckenbauer auch der Chef des Bewerbungskomitees Wolfgang Niersbach Bescheid gewusst haben. Die 6,7 Millionen Euro wurden offenbar eingesetzt, um sich die Stimmen der asiatischen Vertreter im Exklusivkomitee der Fifa zu sichern. Im Jahr 2000 wurde Deutschland der Zuschlag für die Fußball-WM 2006 erteilt. Vier Stimmen aus Asien waren entscheidend für die Ausrichtung der Fußball-WM 2006 in Deutschland.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) soll außerdem Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch nach möglichen Straftaten, die vor der WM 2006 begangen wurden. In einer Steuererklärung, die der DFB Präsident Wolfgang Niersbach 2007 unterschrieb war die Zahlung der 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Geschäftsführer Robert Louis-Dreyfus als Beitrag zum Kulturprogramm getarnt worden.

Am Dienstag wird in einer Mitarbeiterversammlung besprochen wie es beim DFB weitergehen soll. Der Skandal beim DFB ist durch den Rücktritt von Niersbach noch lange nicht beendet.

Es gibt schon länger Indizien dafür, dass bei den Weltmeisterschaften 1998 in Frankreich und 2010 in Südafrika Geld geflossen sein soll. Auch die kommenden Weltmeisterschaften in Russland (2018) und in Katar (2022) stehen unter Generalverdacht.

Share

Deutscher Fußball-Bund soll 2,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) soll offenbar Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch nach möglichen Straftaten, die vor der WM 2006 begangen wurden. Die Behörden ermitteln unter anderem wegen der Rückzahlung von 6,7 Millionen Euro. Der DFB soll dem Beschluss zufolge Steuern in Höhe von 2,567 Millionen Euro hinterzogen haben. In der Steuererklärung, die der DFB Präsident Wolfgang Niersbach 2007 unterschrieb war die Zahlung der 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Geschäftsführer Robert Louis-Dreyfus als Beitrag zum Kulturprogramm getarnt worden. Niersbach selbst hatte angegeben erst im Sommer diesen Jahres vom Zusammenhang der Rückzahlung in Millionenhöhe erfahren zu haben. Dem „Spiegel“ liegen Informationen vor, die belegen sollen, Niersbach schon viel früher Kenntnis von den Absprachen hatte. Niersbach selbst äußerte sich auch am Freitag nicht zu den Vorwürfen. Am Mittwoch fand in den Räumlichkeiten des DFB und des DFB Präsidenten sowie bei seinem Vorgänger Theo Zwanziger eine Steuerrazzia statt.

Share

Steuerbetrug in Millionenhöhe: Gegen Böhse-Onkelz-Sänger Kevin Russell wird ermittelt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der „Böhse Onkelz“-Lead-Sänger Kevin Russell soll nach der Drogen-Unfall-Fahrt und einer verbüßten Haftstrafe auch noch Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die „Böhsen-Onkelz“ waren in der Vergangenheit wegen ihrer Nähe zum Rechtsrock umstritten. Am Silvesterabend 2009 verlor der Sänger auf der Autobahn von Wiesbaden nach Frankfurt mit 232 Stundenkilometern die Kontrolle über sein Auto. Bei dem Unfall wurden zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt. Russell beging nach dem Unfall Fahrerflucht. Die beiden schwerverletzten Männer ließ er auf der Autobahn zurück. Sie schwebten in Lebensgefahr und erlitten beide bleibende Schäden, unter anderem anhaltende Gedächtnisstörungen, ein teilweise entstelltes Gesicht und drei amputierte Finger. Dafür wurde der Onkelz-Sänger vom Landgericht Frankfurt für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis geschickt. Kevin Russell sagte später, dass er wegen seines Drogenkonsums keinen Geruchssinn und keinen Geschmacksinn mehr hat. Im Jahr 2013 sagte er dem Magazin „Metal Hammer“: „Die Drogen haben mir alles weggeschossen.“ Der Sänger nutzte seine Haftstrafe für einen Drogenentzug. Zuletzt ging es für Kevin Russell wieder aufwärts. Er gab ausverkaufte vor hunderttausenden Fans und heiratete am Hockenheimring.

Die Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung in Mannheim hat Ermittlungen gegen Kevin Russell wegen Verdachts mehrfacher Steuerhinterziehung in Millionenhöhe eingeleitet. Im April diesen Jahres wurde sein Haus durchsucht und Unterlagen sichergestellt. Zwischen 2003 und 2014 soll er Steuern in Millionenhöhe am deutschen Fiskus vorbei geschleust haben. Geprüft werden jetzt Russells Bankkonten in der Schweiz und auf der Atlantik-Insel Madeira. Für Kevin Russell greift die 183-Tage-Regelung. Das bedeutet, dass jemand der mehr als ein halbes Jahr in Deutschland verbracht hat, hier auch seine Steuern an das Finanzamt abführen muss. Das gilt auch für den Sänger der Böhsen Onkelz.

Share

Steuerhinterziehung: Schweiz veröffentlicht Liste von Steuersündern im Internet

Symbolfoto: © Kurt F. Domnik  | pixelio.de

Symbolfoto: © Kurt F. Domnik | pixelio.de

Die Schweizer Regierung hat die Namen potenzieller Steuersünder auf ihrer Internetpräsenz veröffentlicht. Es handelt sich um eine Liste mit mehreren hundert Einträgen. Unter den Steuersündern befindet sich auch ein Münchner und weitere Prominente, wie beispielsweise der Ururenkel von Otto von Bismarck. Jahrelang war die Schweiz für die Reichen interessant, die ihr Vermögen am Finanzamt vorbeischleusen wollten. Die Schweizer Steuerverwaltung hat nun erstmals hunderte von Namen und Adressen potenzieller Steuerbetrüger veröffentlicht. Es ist ein rechtlich wackeliger Weg, den die Schweiz sich ausgesucht hat. Jeder kann die Namen der Steuersünder online einsehen. Die Schweiz hat die Namen und Adressen online für jeden zugänglich gemacht.

Bei den möglichen Steuersündern steht nicht fest, ob sie getrickst haben. Fest steht jedoch, dass sie in ihren Heimfänden Schwierigkeiten mit den Steuerbehörden hatten. Die Schweizer Steuerverwaltung teilte mit, dass sie durch die Veröffentlichung der möglichen Steuersünder Amtshilfeersuchen anderer Länder nachkommen. Deutschland gehört auch zu den Ländern, die gerne wissen wollen, wie viel Geld Bundesbürger auf Schweizer Bankkonten bunkern. In Deutschland stieß die Veröffentlichung im Internet aber bereits auf Kritik. Die Finanzminister von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg betonten am Samstag, dass eine Nennung einzelner Steuerpflichtiger nicht mit dem Steuergeheimnis zu vereinbaren sei. Anders als in der Schweiz möchte Deutschland die Namen von möglichen Steuerhinterziehern geheim halten.

Share

Ex-Topmanager Middelhoff ist gegen 895.000 Euro Kaution wieder auf freiem Fuß

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der ehemalige Topmanager Thomas Middelhoff ist nach mehr als fünf Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Kaution in Höhe von 895.000 Euro wurde beglichen. Damit sind die vom Gericht verhängten Auflagen erfüllt. Middelhoff musste beispielsweise seinen Reisepass abgeben. Zum derzeitigen Aufenthaltsort von Middelhoff wollte das Gericht keine Angaben machen. Wer genau die Kaution bezahlte ist unklar. Das Essener Landgericht teilte am Mittwoch mit, dass die Verteidigung des ehemaligen Managers die Kaution in Höhe von 895.000 Euro auf das Konto des Gerichts überwiesen habe.

Der ehemalige Spitzenmanager Middelhoff war früherer Arcandor-Chef und wurde im November 2014 wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt und wegen Fluchtgefahr ist er noch im Verhandlungssaal verhaftet worden. Seitdem saß Middelhoff in Untersuchungshaft. Der Richterspruch ist aber noch nicht rechtskräftig. Der Ex-Manager bestreitet die Vorwürfe und legte gegen das Urteil Revision ein. Über die Revision wird demnächst der Bundesgerichtshof eine Entscheidung fällen. Die Haftentlassung verzögerte sich, weil das Gericht zunächst nicht den Eingang der festgesetzten Kaution bestätigen konnte.

Share