Unfall auf der A71: Autofahrer wendet und nutzt als Geisterfahrer die Rettungsgasse

Symbolfoto: © burntimes

Am vergangenen Ostersonntag staute sich auf der A71 bei Ilmenau in Richtung Erfurt nach einem Unfall der Verkehr. Eine vorbildliche Rettungsgasse wurde gebildet. Allerdings wurde einem ebenfalls im Stau stehenden Autofahrer die Wartezeit offenbar zu lang. So wendete er auf der Autobahn und fuhr als Geisterfahrer entgegengesetzt 1,5 Kilometer durch die Rettungsgasse bis zur letzten Ausfahrt. Die Ausfahrt nutzte der Autofahrer ebenfalls in verkehrter Richtung. Glücklicherweise und wie durch ein Wunder passierte bei dieser fahrlässigen Aktion nichts.

Die Polizei hat Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs erstattet. Dank des Videos eines aufmerksamen Zeugen konnte das Auto zwischenzeitlich identifiziert werden. Die Polizei rief Zeugen des Vorfalls auf sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Der Fahrer stammt aus Nordbayern. Dem Autofahrer drohen 200 Euro Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.

Weiterstadt: Rettungsgasse blockiert – Feuerwehr kündigt 30 Anzeigen an

Symbolfoto: © burntimes

Im südhessischen Weiterstadt war ein 49-jähriger Arbeiter von einem Baugerüst auf der Autobahn 5 gestürzt und wurde dabei schwer verletzt. Die Autobahn war in dem betroffenen Abschnitt aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Viele Autofahrer bildeten eine Rettungsgasse. Die Feuerwehr trotzdem auf der Autobahn stecken, weil einige Autofahrer die Gasse zum Überholen nutzen wollten. Die Rettungskräfte ließen ihre Fahrzeuge kurzerhand stehen und liefen die letzten 800 Meter mit Ausrüstung zu Fuß zur Einsatzstelle. Theo Herrmann von der Feuerwehr Mörfelden sagte der hessenschau: „Damit jedoch nicht genug: „Die haben mich gefragt, was ich mir einbilden würde, wer ich überhaupt sei, und ich soll nicht so einen Zirkus machen.“ Nach der Erstversorgung des verunglückten Arbeiters mussten die Feuerwehrleute durch den Stau zurück. Sie fotografierten die Blockierer der Rettungsgasse – 30 von ihnen erwartet nun eine Anzeige.

Bei Schwerin: Mann erschießt sich bei voller Fahrt auf der Autobahn 14

Symbolfoto: © burntimes

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Am Donnerstagvormittag gegen 10.30 Uhr hat sich auf der Autobahn 14 bei Schwerin ein 46-jähriger Mann das Leben genommen. Der Vorfall ereignete sich zwischen den Abfahrten Schwerin-Nord und Schwerin-Ost. Plötzlich zog der Mann, der mit seinem Mercedes G-Klasse und Dessauer Kennzeichen, unterwegs war, einen Revolver und schoss sich in den Kopf. Er war sofort tot. Das ermittelten die Beamten jedoch erst später. Auf der A14 waren zu dem Zeitpunkt aufgrund der Osterreisewelle viele Fahrzeuge unterwegs. Anderen Autofahrern fiel auf, dass der Mercedes-Geländewagen, bei Raben-Steinfeld, aus voller Fahrt heraus immer mehr nach links fuhr, bis er schließlich an der Mittelschutzplanke zum Stehen kam. Ein nachfolgender Autofahrer hielt auf dem Seitenstreifen an und lief zum verunfallten Geländewagen. Die Türen waren von innen verschlossen, sodass der Ersthelfer eine Seitenscheibe einschlug und anschließend die Zentralverriegelung öffnete. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der herbeigeeilte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Zunächst gingen die Autobahnpolizisten von einem Verkehrsunfall aus. Später fanden die Beamten jedoch einen Revolver in dem Geländewagen. Die Kriminalpolizei wurde hinzugezogen, um Spuren zu sichern. Warum sich der Mann, der aus Sachsen-Anhalt stammt, das Leben nahm ist noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Autobahn blieb während der Ermittlungsarbeiten drei Stunden lang gesperrt. Es kam zu einem kilometerlangen Rückstau.

Schwerer Unfall auf der A13: Zwei Tote und drei Schwerverletzte

Symbolfoto: © Angelina Ströbel | pixelio.de

Symbolfoto: © Angelina Ströbel | pixelio.de

Auf der Autobahn 13 bei Thiendorf hat sich am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Zwei 68-jährige Männer kamen ums Leben. Die Polizei teilte mit, dass ein 70-jähriger Mann aus Tschechien mit seinem Volvo auf einen vorausfahrenden Van aus Österreich auffuhr. Der Unfall ereignete sich kurz nach der Langezeit-Basutelle zwischen Radeberg und Thiendorf. Bei dem Aufprall kam der Van, der über sieben Sitze verfügt, von der Fahrbahn ab, überschlug sich und prallte im angrenzenden Walgebiet gegen einen Baum. Der 68-jährige Fahrer sowie der gleichalterige Beifahrer kamen ums Leben. Drei weitere Insassen im Alter von 54 bis 66 Jahren wurden schwer verletzt. Der Unfallverursacher wird wegen eines Schock behandelt. Trotz drei alarmierter Rettungshubschrauber kam für die beiden 68-Jährigen jede Hilfe zu spät.

Der Verkehr staute sich zeitwillig bis bis zum Dreieck-Dresden-Nord auf etwa 20 Kilometer Länge. Während der Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten blieb die Autobahn 13 in Fahrtrichtung Berlin für mehr als zwei Stunden voll gesperrt. Im Stau kam es noch zu mehreren Nachfolgeunfällen im Baustellenbereich. Die Ermittlungen zur Unfallursache und zur Identität der Toten dauern an.