Anschlagsdrohung per E-Mail: Neun Schulen in Braunschweig evakuiert

Symbolfoto: © burntimes

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Unbekannte hatten am Montagmorgen an sieben Schulen in Braunschweig mit Anschlägen gedroht. Die Drohung ging in der Nacht zu Montag per E-Mail ein. Betroffen waren mehrere Gymnasien, an die auch Grundschulen angeschlossen sind. Die Polizei ließ die Schulen evakuieren und geht inzwischen von keiner akuten Gefahr, sondern von einem Fake aus. Der Zeitpunkt der Anschlagsdrohung war um 9 Uhr und wurde inzwischen überschritten. Die Polizei steht in engem Kontakt mit den betroffenen Schulleitungen.

An neun Braunschweiger Schulen fiel der Unterricht am Montag aus. Augenzeugenberichten zufolge fuhren Streifenwagen vor und teilten per Lautsprecherdurchsage mit, dass sich die Schüler nach Hause begeben sollen. Vor dem Martino-Katharineum patrouillierten Polizisten mit einer schusssicheren Weste. Von den Schulausfällen waren rund 7.000 Braunschweiger Schüler betroffen. Anschlagdrohungen waren neben Braunschweig auch in mehren anderen Städten eingegangen. Der Staatsschutz hat Ermittlungen, wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat eingeleitet, und versucht den Urheber der E-Mail zu ermitteln. Dem Urheber droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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Bremen: Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Symbolfoto: © burntimes

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In Bremen haben Unbekannte in der Nacht zu Samstag im Stadtteil Blumenthal eine Flüchtliungsunterkunft in Brand gesetzt. Auf ein für Flüchtlinge gedachtes Zelt in der Kreinslorgerstraße wurde ein Anschlag verübt. Verletzt wurde niemand, das Zelt befand sich noch in der Aufbauphase und war leer. Die Kriminalpolizei ermittelt in Kooperation mit dem Staatsschutz und sucht nun dringend Zeugen. Am Samstag verurteilten führende Politiker den Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft scharf. Die Polizei Bremen teilte mit, dass Arbeiter am Sonnabendmorgen Brandschäden am Fußboden des Großzeltes entdeckt hatten. Die bislang noch unbekannten Täter hatten offenbar von außen versucht, Bodenbretter und die Kunststoffkassetten einer Seitenwand mit dem Einsatz eines Brandbeschleunigers anzuzünden. Dabei wurde allerdings lediglich der Holzfußboden in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer griff nicht auf das Zelt über. An der Außenseite des Zeltes waren lediglich leichte Verrußungen zu erkennen.

Der Staatsschutz teilte mit, dass es sich keinesfalls um ein zufälliges Feuer gehandelt hat. Bis Samstagabend gab es noch keinerlei Hinweise auf mögliche Täter. Die Polizei denkt nun über den Einsatz von möglichen Wachdiensten an den Flüchtlingsunterkünften nach.

Die Polizei nimmt Zeugenhinweise unter der Rufnummer 0421 / 362-3888 entgegen.

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Feuer im Asylbewerberheim in Tröglitz wurde mutwillig gelegt

Symbolfoto: © burntimes

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Die Initiative „Miteinander füreinander“ wollte in dem kleinen Ort Tröglitz 40 Flüchtlinge willkommen heißen. Schon seit Wochen machen Rechtsextreme Stimmung gegen die Aufnahme von Asylbewerbern. In dem zukünftigen Asylbewerberheim in Sachen-Anhalt brannte es in der Nacht zu Samstag. Die Ermittler teilten mit, dass das Feuer mutwillig gelegt worden ist. Die Polizei bestätigte, dass sich der Verdacht der Brandstiftung bewahrheitet hat. „Es handelt sich in dem Fall um besonders schwere Brandstiftung“, sagte der ermittelnde Staatsanwalt. Ob Fremdenhass das Motiv war ist noch unklar. Die Ermittler gehen von einem politischen Hintergrund aus. Unbekannte brachen in der Nacht zu Samstag in das Haus ein und legten dort das Feuer. Die Feuerwehr geht davon aus, dass Brandbeschleuniger verwendet wurde. Aufgrund des Gesamtgeschehens in Tröglitz hat sich der Staatsschutz in die laufenden Ermittlungen eingeschaltet. Seit dem in Tröglitz der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth aufgrund rechtsextremer Anfeindungen Anfang März seinen Rücktritt erklärte ist der Ort in den Schlagzeilen der Medien. Er sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine asylfeindliche Demonstration direkt vor seiner Haustür genehmigt wurde. Nierth zeigte sich am Samstagmorgen entsetzt über das Feuer. Er bot zwei Flüchtlingen direkt zwei private Wohnungen an. Die von der NPD geführten Proteste richten sich gegen die Unterbringung von 40 Flüchtlingen in Tröglitz. Das Asylbewerberheim sollte im Mai seine Tore für die 40 Asylbewerber öffnen.

Eine 50-jährige Frau und ein 52-jähriger Mann, die noch in dem Haus lebten, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Eine Nachbarin warnte die beiden Bewohner rechtzeitig. Das Ehepaar wohnte im Dachgeschoss des Hauses. Der gesamte neu ausgebaute Dachstuhl wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Ersten Schätzungen zufolge liegt der entstandene Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sprach von einer abscheulichen Tat, die so schnell wie möglich aufgeklärt werden müsse.

Am Samstagnachmittag um 17 Uhr gab es eine spontane Kundgebung gegen die Rechtsextremen, zu der der ehemalige Bürgermeister spontan aufrief. An der Kundgebung nahmen auch Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) teil.

In Wismar an der Ostseeküste kam es am Karfreitag zu einem Angriff auf zwei Bewohner eines Asylbewerberheims. Acht Unbekannte verfolgten zwei 21 und 34 Jahre alte Ägypter und riefen dabei ausländerfeindliche Parolen. Die Bewohner retteten sich schließlich in das Heim und blieben unverletzt, teilte die Polizei in Rostock mit.

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