Gewalttat in Bonn-Bad Godesberg: 17-Jähriger ist verstorben

Symbolfoto: © burntimes

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Der 17-jährige Niklas P., der am vergangenen Samstag im Bereich der Rüngsdorfer Straße in Bonn-Bad Godesberg von mehreren Unbekannten niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden war, erlag in der Nacht zu Freitag seinen schweren Verletzungen. Die Polizei Bonn bittet um Hinweise zu mehreren bislang unbekannten Jugendlichen. Sie stehen im Verdacht, am Samstag, den 7. Mai 2016, gegen 00.20 Uhr, in Bonn-Bad Godesberg einen 17-Jährigen körperlich attackiert und niedergeschlagen zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der Junge gegen 00.20 Uhr in Begleitung weiterer Jugendlicher auf dem Weg zum Bad Godesberger Bahnhof. In Höhe der Bushaltestelle „Rheinallee“ stießen sie auf eine Gruppe von junger Männer. Diese sollen den 17-Jährigen und seinen 18-jährigen Freund kurz angesprochen und körperlich attackiert haben. Nach Zeugenangaben soll einer der Unbekannten den 17-Jährigen derart massiv geschlagen haben, dass dieser zu Boden stürzte. Auch sein 18-jähriger Begleiter und eine gleichaltrige Freundin, die ihrem Freund helfen wollten, wurden von den Unbekannten geschlagen. Als weitere Zeugen den Jugendlichen zur Hilfe eilten, ließen die Unbekannten von ihren Opfern ab und liefen in Richtung Rheinallee davon.

Die eng mit der Staatsanwaltschaft Bonn abgestimmten Ermittlungen der Mordkommission laufen weiter auf Hochtouren.

Der 17-Jährige musste vor Ort von einem Notarzt vor reanimiert werden. Anschließend wurde er mit einem Rettungstransportwagen in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebte zu dem Zeitpunkt in Lebensgefahr. Seine Freunde erlitten leichte Verletzungen. Sie und Angehörige werden durch Notfallseelsorger betreut. Auf Grund der Gesamtumstände nahm noch in der Nacht eine Mordkommission der Polizei Bonn unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Franz Wirges in enger Abstimmung mit Staatsanwalt Florian Geßler die Ermittlungen auf. Neben der Spurensicherung, den Befragungen von Zeugen fahnden die Beamten nach den Tatverdächtigen. Sie wurden von Zeugen wie folgt beschrieben:

1. Person 17-21 Jahre alt zwischen 180cm – 185cm groß brauner, dunkler Hauttyp stämmige Statur schwarze Haare, Seite kurz, oben länger nach hinten gegelt sprach akzentfrei deutsch trug unter anderem schwarze Jacke (unter Umständen eine Lederjacke) und Jeanshose, weiße Schuhe.

2. Person 17 – 20 Jahre alt kurze schwarze Haare ca. 180cm – 185cm groß brauner Hauttyp normale Statur weiße Jogginghose weißer Pullover (Adidas oder Nike) ggfls. mit Reißverschluss weiße oder graue Kappe führte unter Umständen eine schwarze Tasche mit sprach akzentfrei Deutsch.

3. Person älter als 18 Jahre lange Haare schwarze lockige Haare, an den Seiten kurz rasiert, nach oben und winkelartig nach hinten frisiert schmale Statur schwarzer Vollbart schwarze Lederjacke, Jeans kleiner als die anderen beiden Tatverdächtigen massives Schuhwerk.

Die Ermittler bitten weiter um Hinweise zu den Tatverdächtigen und fragen:

Wer hat das Tatgeschehen beobachtet?

Wer hat die drei Tatverdächtigen vor oder nach der Tat beobachtet?

Wer kann Angaben zur Identität der Verdächtigen machen?

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen können, wurde von der Staatsanwaltschaft Bonn eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise bitte an die die Polizei Bonn. Rufnummer 0228/150.

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Menschliche Abgründe in Höxter: Folterpaar hat 33-Jährige im Kamin verbrannt

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Das Folterpaar soll mehrere Frauen auf ihrem ostwestfälischen Gehöft schwer misshandelt haben. Mindestens zwei Frauen kamen ums Leben. Bei der zweiten Frau handelt es sich um eine 33-Jährige aus Niedersachsen. Sie starb 2014. Anschließend hatte das Paar nach eigener Aussage die Leiche zerstückelt und in die Tiefkühltruhe gelegt. Später sei die Leiche im Kamin verbrannt worden. Die Asche hatte das Paar, um Spuren zu vernichten, auf der Straße verstreut. Ob es noch weitere Opfer gibt wird zur Zeit ermittelt. Die Polizei untersucht auf dem Gehöft jeden Quadratzentimeter. Auch Spürhunde werden auf dem Grundstück in Kürze zum Einsatz kommen. Das Ehepaar hat gestanden eine weitere Person getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es dem 46-jährigen Wilfried W. vor allem um die Machtausübung ging.

Die Polizei teilte am Dienstag mit, dass es menschliche Abgründe waren, die sich dort auftaten und das auch erstmal die erfahrenen Mitarbeiter der Mordkommission verarbeiten müssen. Letzte Woche wurde bekannt, dass eine 41-Jährige aus dem niedersächsischen Bad Gandersheim wochenlang in Höxter festgehalten wurde und schließlich an schweren Kopfverletzungen verstarb. Zuvor wollte das Paar die 41-Jährige, die schwer verletzt war, mit dem Auto von Höxter zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim bringen. Auf der Fahrt hatte das Auto einen Motorschaden. Der Zustand der Frau verschlechterte sich weiter, sodass sich das Paar entschied einen Rettungswagen zu alarmieren. Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, verstarb dort jedoch wenig später. Die Ärzte entdeckten am Körper der Frau Hinweise auf schwere Misshandlungen. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet.

Die Frau musste wochenlang in einem ungeheizten Raum auf dem Fußboden schlafen. Teilweise wurde die 41-Jährige auch in der Badewanne oder der Heizung angekettet. Für die Misshandlungen habe es nichtige Gründe gegeben. Eine Frau aus Berlin, die lebend aber schwer verletzt aus dem Gehöft herauskam, sagte am Dienstag bei der Polizei aus, dass es schon ausreichte, wenn am gedeckten Tisch das Messer links statt rechts lag. Anschließend wurden die Opfer mit Schlägen und Tritten misshandelt, sagte sie aus. Warum sie das alles erst jetzt bei der Polizei aussagte ist noch unklar.

Der 46-Jährige Mann war Hartz-IV-Empfänger und wurde 1995 zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Er misshandelte damals eine Frau schwer. Die Haftstrafe hatte er abgegessen. Anschließend schaltete er zahlreiche Kontaktanzeigen in Zeitungen, um Kontakt zu Frauen herzustellen. Er sagte bei der Polizei aus, dass es in ganz Deutschland nur zwei Tageszeitungen gäbe, bei denen er keine Schulden habe.

Die Staatsanwaltschaft erließ gegen den 46-jährigen Mann und dessen 47-jährige Ex-Frau Haftbefehl wegen Totschlags in mindestens zwei Fällen.

Bei der Polizei haben sich inzwischen mehrere Frauen gemeldet, die früher Kontakt zu dem 46-Jährigen hatten. Der Mann soll jahrelang versucht haben Frauen über Kontaktanzeigen auf seinen heruntergekommenen Bauernhof zu locken. Seine Ex-Frau wurde dabei stets als Schwester ausgegeben, hieß es.

Die Polizei hat auch die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Mord einer 21-Jährigen aus dem Jahr 2006 wieder aufgenommen. Bei der 21-Jährigen handelte es sich um eine Schwesternschülerin, die auf dem Heimweg nach Paderborn verschleppt wurde. In den ersten Tagen meldete sie sich mehrmals per SMS und Anruf, um ihren Angehörigen mitzuteilen, dass alles in Ordnung sei. Kurz darauf brach der Kontakt ab. Vier Monate später entdeckte ein Jäger sterbliche Überreste der 21-Jährigen in einem Waldgebiet bei Lichtenau. Der Fundort liegt rund 15 Kilometer von dem Gehöft in Höxter entfernt.

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Höxter: Folterpaar hat zweite Tat gestanden

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Am Montag wurde erneut das Haus, in dem eine 41-jährige Frau gefangen gehalten wurde und ums Leben kam, von einer 30-köpfigen Mordkommission durchsucht. Auch Spürhunde sollen auf dem Grundstück in Kürze zum Einsatz kommen. Das Ehepaar hat gestanden eine weitere Person getötet zu haben. Die Polizei hat die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Mord einer 21-Jährigen aus dem Jahr 2006 wieder aufgenommen. Bei der 21-Jährigen handelte es sich um eine Schwesternschülerin, die auf dem Heimweg nach Paderborn verschleppt wurde. In den ersten Tagen meldete sie sich mehrmals per SMS und Anruf, um ihren Angehörigen mitzuteilen, dass alles in Ordnung sei. Kurz darauf brach der Kontakt ab. Vier Monate später entdeckte ein Jäger sterbliche Überreste der 21-Jährigen in einem Waldgebiet bei Lichtenau. Der Fundort liegt rund 15 Kilometer von Höxter entfernt.

Die Staatsanwaltschaft erließ gegen den 46-jährigen Mann und dessen 47-jährige Ex-Frau Haftbefehl wegen Totschlags. Das Motiv für die schweren Misshandlungen an der 41-Jährigen ist noch unklar. Der 46-Jährige hatte eine Zeitungsannonce geschaltet und darin nach einer festen Beziehung gesucht. Die 41-jährige Frau aus Bad Gandersheim antwortete dem Mann und zog kurz darauf bei dem 46-Jährigen ein. Dort wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt. Die Frau verstarb schließlich durch Schläge auf den Kopf. Das Opfer baute zuletzt körperlich immer weiter ab und trug Glatze, teilte die Polizei mit. Die Hauseigentümer verließen mit der 41-Jährigen Frau meist nachts das Haus, damit die Gefangenschaft nicht aufflog und die Frau nicht fliehen konnte. Warum die Gefangenschaft so lange untererkannt blieb ist Bestandteil der Ermittlungen und noch unklar. Am 21. April wollte das Paar die schwer verletzte Frau zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim bringen. Das Auto blieb jedoch unterwegs, wegen eines Motorschadens, liegen. Währenddessen verschlechterte sich der Zustand der Frau immer weiter, sodass das Paar schließlich einen Rettungswagen rief. Ein Notarzt brachte die schwer verletzte Frau in ein Krankenhaus. Dort verstarb die 41-Jährige nur wenige Stunden später. Eine Obduktion erbrachte den Beweis, dass die Frau gewaltsam ums Leben kam. Ob sich die Angeklagten überhaupt zu den Vorwürfen äußern ist noch unklar.

Am Sonntag kehrte die 47-Jährige kurzzeitzig aus der Untersuchungshaft in ihr Bauernhaus zurück, um der Polizei einige Dinge zu erklären, hieß es. Die Staatsanwaltschaft teilte am Montag mit, dass es durchaus möglich sei, dass in dem Bauernhaus noch andere Frauen festgehalten und ermordet wurden.

Bei der Polizei haben sich inzwischen mehrere Frauen gemeldet, die früher Kontakt zu dem 46-Jährigen hatten. Der Mann soll jahrelang versucht haben Frauen über Kontaktanzeigen auf seinen heruntergekommenen Bauernhof zu locken. Seine Ex-Frau wurde dabei stets als Schwester ausgegeben, hieß es.

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Schmähgedicht: Staatsanwaltschaft will Böhmermann anhören

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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In dem Strafverfahren der türkischen Regierung gegen den ZDF-Satiriker Jan Böhmermann teilte die Staatsanwaltschaft Mainz am Dienstagvormittag mit, dass Jan Böhmermann angehört werden soll. Erst nach der Anhörung soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die Oberstaatsanwältin teilte mit, dass Jan Böhmermann, für den derzeit noch kein Verteidiger bestellt ist, Gehör zu gewähren sei. Erst nach der Anhörung wird entschieden, ob ein hinreichender Tatverdacht für ein Strafverfahren besteht. Am Dienstagvormittag ging auch die Ermächtigung der Bundesregierung ein, die es der Staatsanwaltschaft Mainz erlaubt, Ermittlungen gegen den 35-Jährigen einzuleiten – aufgrund des Strafverlangens aus der Türkei. Erdogan selbst hatte auch eine Strafanzeige gegen Jan Böhmermann gestellt.

Gegenstand der Strafanzeige ist ein Schmähgedicht in der ZDF-Sendung „Neo Royal“ vom 31. März in der er Erdoğan als „Ziegenficker“ bezeichnete. Erdoğan sagte, dass die Beleidigung in dem Gedicht nicht nur gegen ihn gerichtet gewesen sei, sondern 78 Millionen Türken beleidigt wurden. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, meldete sich zu Wort und sagte, dass er das Gedicht nicht satirisch, sondern beleidigend findet.
Jan Böhmermann selbst reagierte nicht auf die Entscheidung der Bundesregierung. Sein Anwalt teilte mit, dass die Entscheidung völlig überflüssig und ohne Not sei.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte gegenüber dem türkischen Ministerpräsidenten die ausgestrahlte Satire als „bewusst verletzend“ bezeichnet.

Jan Böhmermann wird im Falle einer Verurteilung eine Geldstrafe oder eine bis zu dreijährige Freiheitsstrafe drohen.

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Deutsche-Bank-Prozess: Alle fünf Angeklagten wurden freigesprochen

Symbolfoto: © Lupo | pixelio.de

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Am Montagvormittag wurden der stellvertretende Geschäftsführer Jürgen Fitschen und vier ehemalige Top-Manager der Deutschen Bank – darunter sein Vorgänger Josef Ackermann sowie Rolf Breuer – freigesprochen. Das Landgericht in München urteilte, dass sich die Angeklagten nicht der Falschaussage schuldig gemacht haben. Der Prozess dauerte ein ganzes Jahr lang. Den fünf Bankangestellten wurde vorgeworfen vor fünf Jahren in einem Gerichtsprozess, bei dem es um Schadensersatz-forderungen für die Insolvenz des Medienkonzerns Kirch ging, falsche Aussagen gemacht zu haben, um damit drohende Schadensersatzzahlungen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro abzuwenden. Der verantwortliche Richter hatte schon von vornherein zum Ausdruck gebracht, dass ihn die Anklage wegen Prozessbetrugs nicht überzeugt.

Die Staatsanwaltschaft hingegen hielt die Manager für schuldig und forderte Gefängnisstrafen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben sich die fünf Manager abgesprochen, um vor dem Oberlandesgericht in München eine Falschaussage zu machen. Alle fünf hatten diesen Vorwurf immer wieder zurückgewiesen. Die Anklagebehörde teilte nach dem Freispruch mit, dass eine mögliche Revision geprüft wird.

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Fall Böhmermann: Bundeskanzlerin Merkel räumt Fehler ein

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Freitag Fehler im Umgang mit dem Satiriker Jan Böhmermann eingeräumt. Grundsätzlich sagte sie, dass die Ermächtigung zur Strafverfolgung korrekt gewesen sei. Sie bereut jedoch, dass sie, in Bezug auf das Gedicht über den türkischen Präsidenten Erdoğan, von „bewusst verletzend“ sprach. Diese Aussage betrachtet sie als „Fehler“. Durch ihre Vorbewertung sei der Eindruck entstanden, dass ihre persönliche Bewertung etwas zählt, erklärte die Kanzlerin. Angela Merkel hatte in der vergangenen Woche der Staatsanwaltschaft gestattet, Ermittlungen gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann durchzuführen.

Gegenstand der Strafanzeige ist ein Schmähgedicht in der ZDF-Sendung „Neo Royal“ vom 31. März in der er Erdoğan als „Ziegenficker“ bezeichnete. Erdoğan sagte, dass die Beleidigung in dem Gedicht nicht nur gegen ihn gerichtet gewesen sei, sondern 78 Millionen Türken beleidigt wurden. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, meldete sich zu Wort und sagte, dass er das Gedicht nicht satirisch, sondern beleidigend findet.
Jan Böhmermann selbst reagierte nicht auf die Entscheidung der Bundesregierung. Sein Anwalt teilte mit, dass die Entscheidung völlig überflüssig und ohne Not sei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte gegenüber dem türkischen Ministerpräsidenten die ausgestrahlte Satire als „bewusst verletzend“ bezeichnet. Jan Böhmermann wird im Falle einer Verurteilung eine bis zu dreijährige Freiheitsstrafe drohen.

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Rosenheim: Polizei findet verwahrloste 26-Jährige in Wohnung –– sie wurde möglicherweise jahrelang festgehalten

Symbolfoto: © burntimes

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Bei der Zwangsräumung der Wohnung einer 54-jährigen Frau in Rosenheim fanden die Beamten am Dienstagmorgen eine verwahrloste 26-jährige Frau vor. Sie könnte jahrelang von ihrer Mutter festgehalten worden sein. Kurz bevor es zu der Zwangsräumung kam, stürzte sich die 54-jährige Frau das Treppenhaus hinunter und fiel mehrere Stockwerke tief. Sie erlitt schwere Verletzungen und war am Dienstagabend noch nicht ansprechbar. Anschließend nahmen die Beamten die komplett heruntergekommene und verwahrloste Wohnung in Augenschein. Von schockierenden Zuständen in der Wohnung war die Rede.

Bei der Durchsuchung stießen die Beamten auf eine verschlossene Tür. Nachdem diese mit Gewalt geöffnet wurde, stießen sie auf die 26-jährige Tochter der Mieterin. Die Polizei teilte mit, dass die 26-Jährige möglicherweise jahrelang in dem Zimmer eingesperrt wurde. Ein gerufener Notarzt konnte keine Verletzungen feststellen. Mit der 26-Jährigen konnte nicht gesprochen werden, da sie nach Angaben der Polizei geistig behindert ist. Sie wurde in eine Fachklinik eingeliefert.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen und teilte mit, dass es sich bei dem Sturz der Frau um einen Suizidversuch handelte.

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Großfahndung in Baden-Württemberg: Unbekannter erschießt Kampfsportklub-Betreiber

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

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In der baden-württembergischen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen fielen in der Nacht zu Mittwoch plötzlich Schüsse. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot zu dem Haus vor, in dem die Schüsse fielen. Die Beamten fanden den 35-jährigen Betreiber eines Stuttgarter Kampfsportklubs tot vor. Eine sofort eingeleitete Großfahndung und der Einsatz eines Polizeihubschraubers verliefen ergebnislos. Augenzeugenberichten zufolge war der Täter maskiert. Der Täter konnte unerkannt flüchten. Die Umstände und Hintergründe der Tat sind unklar. Der Täter soll 1,75 Meter groß sein und trug in der Nacht einen dunklen Jogginganzug und einen Kapuzenpullover. Der Getötete war der Betreiber des Kampfsportklubs im Stuttgarter Stadtteil Mühlhausen. Die Beamten wollen nun Clubmitglieder zu den möglichen Motiven des Täters befragen.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich in Heidenheim an der Benz eine Schießerei ereignet. Ein Unbekannter schoss auf drei Männer in der Heidenheim Innenstadt (wir berichteten). Einer der Männer starb im Krankenhaus. Die Polizei konnte drei Tatverdächtige festnehmen.

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Zugunglück von Bad Aibling: Der Fahrdienstleiter wurde festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der Fahrdienstleiter ist für das schwere Zugunglück in Bad Aibling mit elf Toten verantwortlich. Der 39-Jährige verursachte den Zusammenstoß der beiden Züge auf der eingleisigen Bahnstrecke, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Fahrdienstleiter wurde verhaftet und sitzt in Untersuchungshaft. Er hatte grob fahrlässig gehandelt, weil er sich von einem Handy-Online-Spiel ablenken ließ. Aufgrund dieser Fahrlässigkeit wurde er festgenommen. Dadurch nahmen auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine Wende. Zum Unfallzeitpunkt hat der Fahrdienstleiter auf seinem Handy ein Spiel gespielt und war somit abgelenkt und mit seinen Gedanken nicht auf der Strecke. Er missachtete den Kreuzungsverkehr auf der Strecke und sorgte dafür, dass die beiden Züge frontal zusammenstießen und elf Menschen starben, teilte der leitende Oberstaatsanwalt am Dienstag mit. Der Fahrdienstleiter bestreitet durch das Handy-Spiel abgelenkt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Fahrdienstleiter dermaßen stark abgelenkt war, dass er falsche Signale gab und sogar während er Notrufe absetzte auch noch die Tastenkombinationen auf dem Funkgerät verwechselte. Dadurch konnte der Zugführer seine Warnungen nicht hören. Der 39-jährige Fahrdienstleiter gab bei seiner Festnahme zu, dass er zum Zeitpunkt des Unfalls am Handy gespielt hatte. Die Staatsanwaltschaft erließ am Dienstag Haftbefehl gegen den 39-Jährigen.

Gegen den 39-jährigen diensthabenden Fahrdienstleiter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung in elf Fällen und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

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Grünen-Politiker Volker Beck legt nach Drogen-Vorwürfen alle Ämter nieder

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Der Grünen-Politiker Volker Beck hat am Mittwoch alle seine Ämter niedergelegt. Während einer Polizeikontrolle wurden bei Beck 0,6 Gramm Drogen gefunden. Es soll sich bei der gefundenen Droge um Crystal Meth handeln. Mehr als 20 Jahre lang war Beck Bundestagsabgeordneter. Er war innenpolitischer Sprecher der Grünen und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Bundestags. Auch diesen Posten legte er am Mittwoch nieder. Die Grünen trifft sein Rücktritt mitten im Endspurt des Wahlkampfs vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Volker Beck trat in Baden-Württemberg zuletzt für eine deutlich großzügiger Asylpolitik ein, wie sein Kontrahent der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann. Das Beck nun ausgerechnet durch einen Drogenfund zu Fall gebracht wurde, könnte den Grünen kurz vor den Landtagswahlen Schwierigkeiten bereiten. Beck hatte immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Er kündigte nach den Vorwürfen an, dass sein Anwalt eine Erklärung gegenüber der ermittelnden Staatsanwaltschaft abgeben wird.

Im sozialen Netzwerk Facebook teilte Volker Beck folgendes mit: „Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung. Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben. Ich werde mich dazu öffentlich nicht einlassen. Meinen Freunden und Unterstützern danke ich für ihr Verständnis und schon jetzt für ihre Unterstützung.“

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