Familientragödie in Arnsberg: Mutter tötet sich und ihre Kinder mit Injektionen

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im nordrhein-wetsfälischen Arnsberg hat eine 44-jährige Mutter ihre beiden 6- und 7-jährigen Kinder mit Giftinjektionen getötet und anschließend sich selbst. Die Staatsanwaltschaft in Arnsberg teilte mit, dass an den Leichen Einstiche an den Ellenbeugen festgestellt wurden. Die Obduktionen bestätigten die tödlichen Injektionen. Die Mutter der Kinder arbeitete im medizinischen Bereich und hatte Zugang zu Medikamenten. Ein Verwandter der Familie hatte sich Sorgen gemacht, weil er die Familie nicht erreichen konnte. Er alarmierte schließlich die Polizei. Die Beamten machten am Sonntag die grausame Entdeckung und fanden drei Leichen auf dem Fußboden liegend vor. Ein Sorgerechtsstreit könnte Auslöser für die Familientragödie gewesen sein. Ein aufgefundener Abschiedsbrief deutet darauf hin. Die Frau hatte offenbar Angst, dass ihr die Töchter weggenommen werden könnten.

Paris: Islamist wurde im Flughafen Orly erschossen

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Französische Wachsoldaten haben am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr am Pariser Flughafen Orly einen mutmaßlichen 39-jährigen Islamisten erschossen, der zuvor versucht hatte einer Soldatin die Schusswaffe zu entreißen. Er hatte die Soldatin zu Boden geworfen und anschließend versucht an die Waffe zu kommen. Die Soldatin hielt die Waffe jedoch fest. Zwei weitere Wachsoldaten beobachteten den Zwischenfall und gaben Schüsse auf den Angreifer ab, um ihre Kollegin zu beschützen. Sprengstoff wurde bei dem Angreifer nicht gefunden. Die Soldatin erlitt einen Schock.

Die französische Anti-Terror-Einheit hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Angreifer war der Polizei und dem Geheimdienst bekannt, teilte der Innenminister mit. Die Pariser Staatsanwaltschaft ließ mitteilen, dass der Angreifer auf keiner Liste von Personen stand, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Der 39-Jährige war wegen Raubes und Drogendelikten vorbestraft. Er war insgesamt neun Mal straffällig geworden. 2015 stand der Mann außerdem unter Radikalisierungsverdacht. Seine Wohnung wurde damals nicht durchsucht. Der Flughafen wurde zwischenzeitlich komplett geräumt und der Flugverkehr eingestellt.

Schmölln/Thüringen: Nachbarn haben 15-jährigen Somalier zum Suizid aufgefordert

Symbolfoto: © burntimes

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Im thüringischen Schmölln hat sich am Freitag um 15 Uhr ein 15-jähriger Schutzsuchender aus Somalier aus dem Fenster gestürzt. Der junge Mann sprang aus dem fünften Stockwerk eines Hochhauses im Finkenweg. Er wurde sehr schwer verletzt und verstarb später im Krankenhaus. Anwohner des Hauses haben den Jugendlichen zuvor aufgefordert aus dem Fenster zu springen. Eine Mitarbeiterin der Flüchtlingswohngruppe teilte mit, dass Bewohner dem Jungen von unten zuriefen, dass er endlich springen soll. Auch mit Handys soll der Suizid gefilmt worden sein.

Insgesamt haben 20–30 Menschen den Vorfall beobachtet. Der 15-jährige Somalier war ein unbegleiteter Flüchtling. Er war erst vor fünf Monaten nach Schmölln gekommen. Aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten befand sich der 15-Jährige in psychiatrischer Behandlung. Zuletzt wurde er am Freitagmorgen aus einer Klinik entlassen. Die Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit bezeichnete den Vorfall als „grauenhaft“. Die Bürgermeisterin von Schmölln äußerte sich schockiert und entsetzt. Die Polizei hat Ermittlungen in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft in Gera eingeleitet.

Goslar: Polizei findet drei Tote im Landkreis Goslar

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Am Montagmorgen, gegen 7.30 Uhr, wurde von Mitarbeitern am Gelände der zwischen Oker und Harlingerode befindlichen Abfallentsorgungsanlage in Bad Harzburg ein männlicher Leichnam, über dessen Identität derzeit noch keine Angaben gemacht werden können, aufgefunden. Am Montag gegen 11.50 Uhr, wurde in einem Gebäude in der Ordensritterstraße in Goslar in einem Geschäft ein Brand gemeldet. Hier wurden die Leichen von zwei weiblichen Personen aufgefunden. Die Polizei Goslar hat dazu die Ermittlungen aufgenommen. Ob zwischen den beiden Fällen ein Zusammenhang besteht ist zur Zeit noch unklar und Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen. Die Beamten sind im Großeinsatz.

Krankenhaus-Mordserie: Niels H. soll als Pfleger bis zu 200 Menschen getötet haben

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

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Die Serie der Morde und Mordversuche des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. nehmen immer größere Ausmaße an. Am Mittwoch teilten die Ermittler mit, dass Niels H. deutlich mehr Menschen getötet hat, als es bisher bekannt war. Insgesamt werden zur Zeit 200 Fälle untersucht. Bei 27 von 99 exhumierten ehemaligen Patienten des Klinikums Delmenhorst wurde bereits das Herzmedikament „Ajmalin“ nachgewiesen. Er spritzte Patienten heimlich eine Überdosis des Herzmedikaments. Wenn die Patienten anschließend einen Kreislaufkollaps erlitten, belebte er sie wieder – einfach nur, weil er einen Kick im Krankenhaus-Alltag gesucht hat.

Für mindestens 33 Morde trägt er die Verantwortung und es könnten noch deutlich mehr sein. Bisher hat er lediglich 27 zusätzliche Tötungshandlungen gestanden. Niels H. brachte Patienten nach eigener Aussage mit einer Überdosis absichtlich in einen reanimationspflichtigen Zustand, um anschließend seine Fähigkeiten in der Wiederbelebung unter Beweis zu stellen. Viele Patienten überlebten dieses gefährliche Spiel nicht. Ob der ehemalige Pfleger auch noch andere Substanzen verwendete ist noch unklar. Der inzwischen 39-Jährige gestand auch an seinem früheren Arbeitsplatz im Klinikum in Oldenburg mehrere Patienten mit Kaliuminjektionen ermordet zu haben. Dort besteht der dringende Tatverdacht in mindestens sechs Fällen. Das Klinikum Oldenburg begrüßte, dass es der Staatsanwaltschaft gelungen sei, dass Niels H. auch die Taten in Oldenburg gestanden hat.

Es handelt sich um die schlimmste Mordserie eines einzelnen Täters seit der Nachkriegsgeschichte. Im Sommer 2005 wurde Niels H. von einer Kollegin auf frischer Tat ertappt. Kollegen des Täters berichteten hinterher, dass es zu auffällig vielen Wiederbelebungen in den Schichten von Niels H. gekommen sei. Der Verbrauch des Herzmedikaments stieg in der Zeit sprunghaft an und die Todesrate verdoppelte sich. Konsequenzen hatte es zunächst keine gegeben. Gegen acht seiner früheren Krankenhaus-Kollegen wird ebenfalls ermittelt.

Tödliche Prügelei in Bonn: Ermittler verhaften weiteren möglichen Täter

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im Fall des in Bonn getöteten 17-jährigen Niklas wurde ein weiterer möglicher mutmaßlicher Täter verhaftet. Gegen einen 21-Jährigen wurde am Montag Haftbefehl erlassen. Beamte der Mordkommission haben den Mann festgenommen. Derzeit sieht es Polizeiangaben zufolge alles nach einer gemeinschaftlich geplanten Tat aus. Bei dem Festgenommenen soll es sich um den Tatverdächtigen handeln, der am Tattag mit einer weißen Hose und einem weißen Pullover bekleidet gewesen sein soll (wir berichteten). Der 17-jährige Niklas P., der am Samstag, dem 7. Mai 2016 im Bereich der Rüngsdorfer Straße in Bonn-Bad Godesberg, nach einem Konzertbesuch, von mehreren Männern niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden war, erlag kurz nach der Tat seinen schweren Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der Junge am 7. Mai gegen 00.20 Uhr in Begleitung weiterer Jugendlicher auf dem Weg zum Bad Godesberger Bahnhof. In Höhe der Bushaltestelle „Rheinallee“ stießen sie auf eine Gruppe von junger Männer. Diese sollen den 17-Jährigen und seinen 18-jährigen Freund kurz angesprochen und körperlich attackiert haben. Der 20-jährige Haupttäter und der nun verhaftete 21-Jährige haben den 17-jährigen Niklas noch attackiert, als dieser bereits reglos am Boden lag.

Dem jetzt festgenommenen Mann kamen die Ermittler durch mehrere Zeugenaussagen auf die Schliche. An der Jacke des Tatverdächtigen wurden außerdem Blutspuren, die von Niklas stammen, ermittelt.

VW-Skandal: Ermittlungen gegen früheren Konzernchef Winterkorn wurden eingeleitet

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

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Der frühere Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn gerät ins Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Montag Ermittlungen gegen den früheren Konzernchef eingeleitet. Es besteht der Anfangsverdacht auf Marktmanipulation bei Wertpapieren von VW, hieß es in der Begründung. Der Auslöser der Ermittlungen ist eine Anzeige der Finanzdienstleistungs-aufsicht. Diese wacht über die Pflichten von börsenorientierten Unternehmen. Bestandteil der Ermittlungen ist nun auch, ob die Öffentlichkeit zu spät über die finanziellen Folgen der Betrügerei in Kenntnis gesetzt wurde. Am 18. September vergangenen Jahres wurden die Abgasmanipulationen von Dieselfahrzeugen bei VW bekannt. Vier Tage später teilte der Konzern mit, dass weltweit mindestens elf Millionen Fahrzeuge betroffen seien und der Konzern zunächst 6,5 Milliarden Euro aufgrund von Reparaturen und Strafen zur Seite legen muss (wir berichteten).

Aufgrund des Abgasskandals erwirtschaftete Volkswagen im letzten Jahr die höchsten Verluste in der Firmengeschichte. In Deutschland muss VW alleine 2,4 Millionen Diesel-Fahrzeuge zurückrufen.

Frankfurt (Oder): Flüchtlinge wurden von Rechten angegriffen – Passanten jubelten

Symbolfoto: © burntimes

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In Frankfurt an der Oder sind insgesamt vier Schutzsuchende auf der Straße beleidigt und geschlagen worden. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend an einer Straßenbahnhaltestelle. Die Flüchtlinge aus Syrien, Somalia und Ägypten blieben nahezu unverletzt. Einer der Täter wurde vorübergehend verhaftet. Einem 17-jährigen Flüchtling wurde noch an der Straßenbahnhaltestelle mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Schutzsuchenden versuchten anschließend zu Fuß zu fliehen. Sie wurden jedoch von den Angreifern verfolgt. Umstehende Passanten hatten die Angreifer regelrecht angefeuert und ausländerfeindliche Parolen gerufen, teilte die Polizei mit. Ein Augenzeuge rief die Polizei, weswegen die Täter gefasst werden konnten.

Bei dem 24-jährigen Täter, der sich in Polizeigewahrsam befindet, wurde ein Alkoholwert von 3,7 Promille ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organsiationen sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Der 24-jährige Täter soll gemeinsam mit einer 18-jährigen Frau das Gymnasium in Freyung sowie die dortige Kirche mit NS-Symbolen beschmiert haben.

Illegales Autorennen in Hagen: Rasern droht Gefängnisstrafe

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Bei einem illegalen Autorennen im nordrhein-westfälischen Hagen hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Ein sechs Jahre alter Junge schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Gegen die zwei Tatverdächtigen wurde unterdessen Haftbefehl erlassen. Der sechsjährige Junge hatte am Donnerstag mit seiner elfjährigen Schwester und der Mutter in einem Auto gesessen, in das ein 46-jähriger Autofahrer mit seinem Fahrzeug frontal und mit hoher Geschwindigkeit hinein gerast war. Die Mutter der Kinder und das elfjährige Mädchen erlitten bei dem Unfall ebenfalls schwere Verletzungen und liegen im Krankenhaus. Der 46-Jährige Unfallverursacher erlitt bei der Kollision einen Beinbruch.

Ein ebenfalls am Rennen beteiligter 33-Jähriger flüchtete zunächst. Die beiden Autofahrer gaben, nachdem die Ampel auf grün sprang, Vollgas und fuhren mindestens das doppelte der erlaubten 50 km/h. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-jährigen Fahrer und einem 33-jährigen Mann vor, sich ein illegales Autorennen geliefert zu haben. Dafür droht den Rasern die Verhängung einer Freiheitsstrafe. Die Polizeigewerkschaft forderte ein härteres Vorgehen gegen Raser.

Leiche in Tonne: Mord am damals 13-jährigen Tristan möglicherweise aufgeklärt

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Die Ermordung des damals 13-jährigen Tristan steht 18 Jahre nach der Entführung vor der Aufklärung. Die Polizei bringt den Mord in Verbindung mit einem Mann, dem noch fünf weitere Morde vorgeworfen werden. Polizeiangaben zufolge gibt es Verbindungen zwischen den Morden an Prostituieren in Schwalbach und dem Fall Tristan. Der 13-Jährige ist im März 1998 in einer Frankfurter Unterführung im Stadtteil Höchst auf brutale Art und Weise ermordet und verstümmelt worden. Als Täter kommt ein Mann in Frage, der bereits im September 2014 im Alter von 67 Jahren in Folge einer Krebserkrankung verstarb. In dessen Garage wurden 2014 die sterblichen Überreste einer Frau entdeckt. Verwandte sahen sich nach dem Tod des 67-Jährigen in den Räumlichkeiten, unter anderem in der Garage, um. In zwei darin befindlichen Plastikfässern fanden sie einen menschlichen Kopf und weitere Leichenteile. Die Polizei richtete daraufhin eine Sonderkommission ein. Weil es sich bei den vorgefundenen Leichen ausschließlich um Frauen handelt, passt der Fall des 13-Jährigen auf den ersten Blick nicht in die Mord-Reihe, räumten die Ermittler ein. Es gebe jedoch sehr spezielle Tathandlungen, die auch an den Morden der Prostituieren angewandt wurden. Die Ermittler werteten nach dem Mord an dem 13-jährigen Tristan rund 20.000 Spuren aus. Drei Jugendliche hatten die Tat beobachtet. Trotzdem konnte 18 Jahre lang kein Täter ermittelt werden. Über weitere Details will die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in einer Pressekonferenz informieren.

Der Täter hatte dem 13-Jährigen damals in einem Bachbett die Kehle durchgeschnitten und ihn regelrecht ausbluten gelassen. Anschließend zog er den Jungen in einen Tunnel, in dem er ihn verstümmelte. Das Verletzungsbild ist weltweit einmalig, teilte die Polizei mit. 18 Jahre lang konnte kein Täter ermittelt werden. Die Mutter des 13-Jährigen ist schon vor einigen Jahren verstorben und der Vater, der all die Jahre gehofft hatte, dass der Mord aufgeklärt wird, ist im vergangenen Hebst ebenfalls gestorben.