Spionageverdacht: Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen türkischen Funktionär eingeleitet

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Funktionär der türkischen Religionsbehörde Diyanet eingeleitet. Gegen Halife Keski wird ermittelt, weil er einer geheimdienstlichen Agententätigkeit nachgegangen war. Der Mann soll gezielt diplomatische Vertretungen der Türkei aufgefordert haben, gezielt Informationen über mögliche Anhänger der Gülen-Bewegung zu sammeln. Außerdem sollen Gülen-Anhänger in deutschen Moscheen ausgeforscht worden sein. Das gesammelte Material sollte jeweils an Halife Keski übermittelt werden. Die Behörden sind auf ihn gekommen, nachdem ein Insider der Bundesanwaltschaft Informationen über Keski ausgehändigt hatte.

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US-Spionage: Der „Spiegel“ erstattet Strafanzeige und soll abgehört worden sein

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Die CIA soll im Jahr 2011 das Bundeskanzleramt gewarnt haben, dass ein ranghoher Beamter Informationen an den „Spiegel“ weitergibt. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ geht unterdessen davon aus, dass die Redaktion von US-Geheimdiensten abgehört wurde. Die Redaktion soll aufgrund ihrer Berichterstattung insgesamt im Visier von vier US-Geheimdiensten gewesen sein, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Der „Spiegel“ geht davon aus, dass das Kanzleramt davon gewusst haben soll. Der US-Geheimdienst hatte Hans Josef Vorbeck verdächtigt dem „Spiegel“ Dienstgeheimnisse verraten zu haben. Vorbeck wurde 2011 vom Dienst freigestellt und später auf eine andere Stelle versetzt. Der „Spiegel“ erstattete am Freitag Anzeige bei der Bundesanwaltschaft. Das Nachrichtenmagazin vermutet Opfer geheimdienstlicher Tätigkeiten geworden zu sein. Möglicherweise wurde auch die Kommunikation der „Spiegel“-Journalisten von der CIA abgehört. Die neue Geschichte zeigt, dass das Kanzleramt möglicherweise schon im Jahr 2011 Hinweise erhielt, die darauf schließen, dass die CIA in Deutschland illegal tätig war – beim Spiegel und unter Umständen sogar im eigenen Haus. Warum der Chef der CIA erst 2014 aus Deutschland ausgewiesen wurde bleibt unklar.

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