Entwarnung nach Amok-Alarm an Duisburger Schule

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Die Polizei hatte am Mittwochnachmittag das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Duisburg geräumt, nachdem eine Schülerin gegen 14.50 Uhr einen bewaffneten Mann auf dem Schulgelände gesehen hat. Sie wählte den Notruf und alarmierte die Polizei. Spezialkräfte eilten zu der Schule und sicherten diese ab. Die Schüler mussten während des laufenden Polizeieinsatzes in den verschlossenen Klassenräumen bleiben. Die Polizei gab schließlich um 18.20 Uhr Entwarnung und teilte mit, dass alle Schüler und Lehrer das Gebäude unverletzt verlassen haben. Die Schüler wurden anschließend psychologisch betreut. Einen möglichen Täter hat die Polizei nicht finden können. Die Sperrmaßnahmen rund um die Schule werden seit 20 Uhr nach und nach aufgehoben. An der betroffenen Schule sind mehr als 2.000 Schüler und 150 Lehrkräfte.

Köln: Polizei stürmt Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels

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Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochabend um 21 Uhr das Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels in Köln gestürmt. Mit einem gepanzerten Spezialfahrzeug durchbrachen sie das Eisentor zum Grundstück und durchsuchten das Gebäude. Es wurden Waffen und Bargeld sichergestellt. Vor Ort wurden außerdem zwölf Personen angetroffen und festgehalten, bestätigte die Polizei. 100 Polizisten waren bis in die nacht hinein im Einsatz. Der Hintergrund der Durchsuchung war ein Vorfall vor zwei Wochen in der Kölner Innenstadt.

Dort hatten 40 Mitglieder der Hells Angels die Geburtstagsfeier des Präsidenten des rivalisierenden Rockerclubs Bandidos angegriffen. Die Hells Angels versuchten gewaltsam in den Nachtclub zu gelangen, in dem die Feier stattfand. Sie wurden von Beamten mit Pfefferspray und Schlagstöcken zurückgedrängt. Die Hells Angels beanspruchen das Gebiet, in dem sich der Nachtclub befindet, für sich. Zu der Feier waren mehr als 100 Personen eingeladen. Es sollte offenbar eine Provokation sein. Mehrere Hells-Angels-Mitglieder wurden nach dem Vorfall in Gewahrsam genommen. Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Der richterliche Durchsuchungsbefehl wurde am Mittwochabend vollstreckt.

Rouen in Frankreich: Geiselnahme in Kirche – Priester wurde getötet

Symbolfoto: © burntimes

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Bei Rouen in Frankreich hat sich am Dienstagmorgen eine Geiselnahme ereignet. Die Polizei bestätigte, dass zwei Bewaffnete fünf Menschen in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray unter ihre Gewalt gebracht haben, darunter auch den Pfarrer. Der Priester wurde nach Angaben der Zeitung „Le Figaro“ geköpft und überlebte nicht. Eine der Geiseln konnte fliehen und die Polizei alarmieren. Die beiden Täter konnten zwischenzeitlich von Spezialeinheiten überwältigt werden. „Beide Geiselnehmer wurden neutralisiert“, teilte die Polizei mit. Einer der beiden Geiselnehmer wurde dabei getötet. Die Hintergründe der Geiselnahme sind noch unklar. Saint-Etienne-du-Rouvray befindet sich 100 Kilometer nordwestlich von der französischen Hauptstadt Paris.

Burkina Faso: Geiselnahme im Hotel ist beendet –– 27 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Mutmaßliche Islamisten haben ein bei Ausländern beliebtes Hotel in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou angegriffen. Ein Mediziner der Universitätsklinik teilte mit, dass es 27 Tote und 56 weitere Menschen teilschwer verletzt worden sind. Die Behörden teilten bisher nur mit, dass zehn Leichen auf der Terasse eines eines gegenüber des Hotels liegenden Cafés gefunden worden sind. Die Terroristen hatten das fünfstöckige Splendid-Hotel schwer bewaffnet gestürmt, um sich geschossen und Autos in Brand gesetzt. Außerdem lieferten sich die Angreifer anhaltende Feuergefechte mit den Angreifern. Das Luxus-Hotel stand brannte zeitweise. In der Nacht zu Samstag verwendeten die Sicherheitskräfte Sprengsätze, um das Gebäude fünf Stunden nach dem Beginn der Geiselnahme zu stürmen und Geiseln zu befreien. Insgesamt wurden 126 Geiseln aus der Hand der Terroristen befreit. Weitere 30 Menschen wurden im Restaurant „Cappuccino“ in Sicherheit gebracht. An dem Zugriff waren auch französische Spezialkräfte aus dem andauernden Militäreinsatz beteiligt. Ein Mitglied des US-Militärs stand den Einheiten außerdem beratend zur Seite. Insgesamt wurden 126 Geiseln befreit. Drei Terroristen wurden bei dem Zugriff getötet.

Mittlerweile hat sich ein Ableger der radikal islamistischen Organisation Al-Kaida zu dem Angriff bekannt. Bisher blieb die ehemalige französische Kolonie Burkina Faso weitestgehend von Anschlägen verschont. Laut Nach Angaben des Innenministeriums von Burkina Faso ist ein weiteres Hotel attackiert worden. Dort dauert die Operation der Sicherheitskräfte noch an.