Spanien: Polizei durchsucht den katalanischen Regierungssitz – zwölf Festnahmen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Vor dem geplanten Unabhängigkeitsreferendum in Spanien hat die Polizei den katalanischen Regierungssitz in Barcelona durchsucht. Während der Durchsuchung wurden zwölf Mitarbeiter verhaftet, darunter auch der engste Mitarbeiter des stellvertretenden Regierungschefs. Er war an den Vorbereitungen für das Referendum beteiligt. Aus Protest gegen die Festnahmen versammelten sich am Mittwoch tausende Unabhängigkeits-befürworter vor den Gebäuden der Regionalregierung. Die Demonstranten riefen Sätze wie: „Raus mit der spanischen Polizei.“ Es kam auch zu Handgreiflichkeiten zwischen den Demonstranten und den Polizisten. Der separatistische Ministerpräsident sagte, dass die Verhaftungen, Durchsuchungen und die Kontrolle der Finanzen in einer Demokratie inakzeptabel seien.

Das von Katalonien ausgerufene Referendum soll am 1. Oktober ungeachtet mehrerer Verbote des spanischen Verfassungsgerichts und von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, auch gegen den Widerstand der Zentralregierung in Madrid, durchgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits hunderte von separatistischen Bürgermeistern wegen Ungehorsams und Amtsmissbrauchs als Beschuldigte vorgeladen. Am Dienstag hatte die spanische Polizei 1,3 Millionen Flugblätter und weiteres Material beschlagnahmt, mit dem für das Referendum geworben werden sollte. Im Regionalparlament haben die Unabhängigkeitsbefürworter seit 2015 die Mehrheit. Viele Städte sind aber auch gegen die Unabhängigkeit von Spanien. Katalonien ist Spaniens wirtschaftsstärkste Region mit 7,5 Millionen Einwohnern.

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Spanien: Mutmaßlicher 22-jähriger Barcelona-Attentäter von Polizei erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Spanien, dreißig Kilometer von Barcelona entfernt, entdeckten Sicherheitskräfte am Montag einen jungen Mann, der eine Sprengstoffweste trug und „Allahu akbar“ rief. Die Polizisten schossen auf den Mann, der wenig später seinen Verletzungen erlag. Mehrere Stunden nach dem Schusswechsel steht fest, dass es sich bei der getöteten Person um den mutmaßlichen Barcelona-Attentäter handelt. Zunächst untersuchte ein Roboterfahrzeug, ob es sich bei der Sprengstoffweste um eine echte oder nur um eine Attrappe handelt.

Es ist der gesuchte 22-jährige Marokkaner Younes Abouyoub. Er lenkte am vergangenen Donnerstag den Lieferwagen in Barcelona auf der beliebten Einkaufsstraße „Las Ramblas“ in eine Menschenmenge. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Mehr als 50 Verletzte wurden am Montag noch in Krankenhäusern behandelt. Neun von ihnen schwebten auch am Montagabend noch in Lebensgefahr.

Auf der Flucht vor der Polizei hatte Abouyoub auf dem Gelände einer Universität in Barcelona einen 34-jährigen Spanier erstochen, um so an das Fahrzeug des Mannes zu gelangen. Mit diesem überfuhr er eine Polizeisperre. Später wurden das Auto und die Leiche des Besitzers auf dem Rücksitz gefunden. Bei einem weiteren Anschlag in dem Küstenort Cambrils, in der Nähe von Barcelona, hatte die Terrorgruppe erneut Menschen angefahren – eine Frau starb. Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Terroristen und tötete mindestens zwei der Täter. Außerdem gab es in der Ortschaft Alcanar eine Explosion. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Polizisten 120 Gasflaschen sicher, die für Anschläge vorbereitet waren.

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Türkei lässt deutschen Schriftsteller in Spanien verhaften

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die spanische Polizei hat den 60-jährigen türkischstämmigen Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli in Granada auf Antrag der türkischen Regierung im Urlaub in Spanien verhaften lassen. Gegen den deutschen Buchautor lag ein Dringlichkeitsvermerk bei der internationalen Polizeibehörde Interpol vor. Was ihm von der Türkei vorgeworfen wird ist noch unklar. Akhanlis neuestes Werk geht um den Völkermord in Armenien. Das Auswärtige Amt bat die spanischen Behörden den Schriftsteller nicht in die Türkei auszuliefern. Dieser Wunsch wurde am Samstag „hochrangig“ an die Botschaft überreicht.

Akhanli war 1991 aus der Türkei nach Deutschland geflüchtet und hat ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. SPD-, Grünen- und Linkenpolitiker reagierten empört auf die Festnahme und forderten die sofortige Freilassung. Grünen-Chef Cem Özdemir teilte mit, dass Gegner des türkischen Regimes nicht ungeprüft als Kriminelle in Europa verhaftet werden dürfen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bezeichnete die Festnahme als „ungeheuerlichen Vorgang“ und kritisierte in diesem Zusammenhang den türkischen Staatschef Erdogan persönlich. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck stellte die Frage, ob die Bundesregierung oder das Bundeskriminalamt (BKA) im Vorfeld etwas von der Notiz bei Interpol wusste.

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Anschlag in Barcelona fordert 13 Todesopfer – IS reklamiert Attentat für sich

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Zentrum von Barcelona ist in einer beliebten Einkaufstraße am Donnerstagabend ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Mindestens zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, darunter Medienberichten zufolge auch drei Deutsche. Das Auswärtige Amt konnte am Donnerstagabend noch nicht bestätigen, dass Deutsche ums Leben kamen. Außerdem wurden 80 Menschen zum Teil schwer verletzt. Nach dem Anschlag haben spanische Polizisten einen Autofahrer erschossen, der zuvor zwei Polizisten mit einem weiteren Fahrzeug angefahren hatte. Ob ein Zusammenhang zu dem Anschlag mit den zwölf Todesopfern besteht ist noch unklar. Die Polizei hat die Tatorte großräumig abgesperrt.

Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) haben den Anschlag mit dem Transporter für sich reklamiert. „Einer der Soldaten habe den Angriff angeführt“, teilte das IS-Sprachrohr Amak mit. Nach dem Anschlag wurden zwei Personen festgenommen. Die spanische Polizei teilte mit, dass sich der Fahrer des Amok-Transporters nicht unter den Festgenommen befindet.

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Spanien: Delfin-Baby stirbt nach Selfie-Orgie

Symbolfoto: © Paulwip | pixelio.de

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Am südspanischen Strand von Almeria ist ein Baby-Delfin gestorben, nach dem ihn hunderte Selfie-Fans herumreichten. Als der kleine Delfin in Strandnähe entdeckt wurde, gab es für viele Strandtouristen kein Halten mehr. Augenzeugenberichten zufolge wurde der Delfin immer wieder aus dem Wasser gehoben und herumgereicht. Auch Kinder haben ihn herumgereicht und dem Baby-Delfin dabei das für das Atmen notwendige Blasloch zugedrückt, sodass dieser wenig später verendete. Die Tierschutzorganisation Equinac war 15 Minuten nach der Alarmierung am Strand und konnte nur noch den Tod des Delfins feststellen.

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S-Bahn-Unglück im Berufsverkehr in Barcelona: Mindestens 48 Verletzte

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Bei der Einfahrt eines Zuges in den Bahnhof França hat sich am Freitagmorgen im Berufsverkehr, um 7.15 Uhr, im spanischen Barcelona ein S-Bahn-Unfall ereignet. Der aus Sant Vicenç de Calders kommende Zug prallte frontal auf einen Prellbock. Insgesamt wurden 48 Passagiere verletzt, fünf von ihnen schwer – darunter auch der Zugführer. 18 Menschen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Zum Unfallzeitpunkt standen offenbar viele Menschen in der S-Bahn, weil der Zug überfüllt war. Die Unfallursache st noch unklar. Ermittlungen wurden aufgenommen. Die Kabine des Zugführers wurde nach dem Unfall von der Feuerwehr mit Planen abgedeckt. Diese wurde eingedrückt und bei dem Unfall völlig zerstört.

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Verkehrsunfall auf Mallorca: Vierköpfige deutsche Familie kam ums Leben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca hat sich am Montagnachmittag gegen 14.50 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Eine vierköpfige Familie aus Deutschland (zwei Erwachsene und zwei Kinder) kamen ums Leben. Der Verkehrsunfall ereignete sich auf einer Straße im Nordosten Mallorcas, auf der Hauptverkehrsstraße Ma-12 zwischen Alcúdia und Artà. Die deutsche Familie war mit einem VW-Polo unterwegs und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Die Eltern (beide Anfang 40) und ihre beiden Kinder im Alter von sieben und neun Jahren starben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Lastwagens erlitt leichte Verletzungen. Die Guardia Civil hat Ermittlungen zum Hergang des Unfalls eingeleitet.

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Spanien: Stier durchbohrt Herz des Toreros Victor Barrio

Symbolfoto: © Anna Zerenyi | pixelio.de

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In Spanien wurde das erste Mal seit Jahrzehnten ein 29-Jähriger im Osten des Landes in einer Stierkampf-Arena von dem 500 Kilogramm schweren Tier getötet. Ein Horn des Stiers durchstach, vor den Augen der Zuschauer, das Herz des Toreros. Er war verstarb noch in der Arena von Teruel. Ärzte stellen fest, dass der Stier bei dem 29-Jährigen einen Lungenflügel und die Herzschlagader durchbohrte. Der getötete Victor Barrio zählte als sehr erfahren im Umgang mit Stieren. Er trat seit 2008 in zahlreichen Arenen in ganz Spanien auf. Zuletzt kam im Jahr 1985 ein spanischer Torero ums Leben. Die Stierkämpfe haben in Spanien eine lange Tradition. In den letzten Jahren gab es viel Kritik von Tierschützern. Die Region Katalonien hatte beispielsweise die Stierkämpe 2012 verboten. Mehrere Städte in Spanien hatten daraufhin ebenfalls Stierkämpfe verboten. Die Stierkämpfe in Spanien erwirtschaften jährlich rund 3,5 Milliarden Euro.

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Spanien: Schweres Busunglück fordert 13 Tote – deutsche Studentinnen waren im Bus

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In der Nacht zu Sonntag ist ein Bus, in dem sich eine Gruppe Erasmus*-Studentinnen befand, schwer verunglückt. Der Fahrer, des Busses, der mit 57 Menschen besetzt war, verlor die Kontrolle über den Bus. Der Fahrer galt als sehr erfahren. Der schlechte Zustand der Autobahn könnte unter anderem zu dem Unglück geführt haben. Der Bus kam zunächst aus noch unklaren Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab. Nachdem der Bus in die Leitplanke prallte, verriss der Fahrer das Lenkrad, sodass der Bus auf die Gegenfahrbahn geriet und umstürzte. Ein entgegenkommendes Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte frontal in den Bus hinein. Die Insassen des Autos blieben unverletzt. Im Bus starben insgesamt 13 Studentinnen, darunter zwei aus Deutschland. 28 weitere Insassen wurden verletzt, neun von ihnen schwer. Die Identifizierung der Toten ist noch nicht abgeschlossen. Im Bus befanden sich auch Studentinnen aus Deutschland, die ihr Auslandssemester in Spanien absolvierten. Die meisten der im Bus befindlichen Passagiere absolvierten ihr Auslandssemester in Barcelona. Ob Studentinnen aus Deutschland ums Leben gekommen sind ist noch unklar. Das Auswärtige Amt teilte am Montagmorgen mit, dass sich zwei deutsche Studentinnen unter den Toten befinden. Der Busfahrer wurde leicht verletzt und bereits verhört. Tests ergaben, dass er weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen hatte.

Die Studentinnen hatten vor dem Unglück ein berühmtes Volksfest in Valencia besucht. Aus diesem Anlass wurden fünf Busse gechartert. In der Nähe von Tarragona bemerkte der Fahrer des vierten Busses, dass etwas nicht stimmt, weil plötzlich der fünfte Bus aus dem Rückspiegel verschwunden war. Der Fahrer, der Sohn des verunglückten Busfahrers, fuhr an der nächsten Tankstelle von der Autobahn ab und versuchte seinen Vater telefonisch zu erreichen. Der ging jedoch nicht dran, sodass der Busfahrer die Studentinnen gebeten hatte andere Passagiere aus dem vierten Bus anzurufen. Eine What’s-App-Nachricht einer Studentin im verunglückten Bus gab schließlich Auskunft über den Unfall.

* Das Erasmus-Programm ist ein europäisches Bildungsprogramm der Europäischen Union. Das Ziel ist die Förderung der Mobilität zu Lern- und Studienzwecken und die transationale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Bildung. In dem Erasmus-Studienprogramm werden unter anderem Auslandsstudien von Studierenden ermöglicht und finanziell unterstützt. Ziel ist es, die europäische Mobilität von Studierenden zu fördern und auszubauen.

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Ex-Hells-Angels-Boss Hanebuth wurde aus Untersuchungshaft entlassen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Nach zwei Jahren im Gefängnis ist der ehemalige Boss der Rockergruppe Hells Angels, Frank Hanebuth, gegen eine hohe Kaution in Spanien aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das wurde am Montagabend aus spanischen Justizkreisen bekannt. Hanebuth teilte mit, dass er in Spanien arbeiten will, bis es zur Verhandlung kommt. Hanebuth und sein Stellvetreter Khalid Yousafi sind am Montag gegen eine Kaution von jeweils 60.000 Euro zunächst aus der Haft entlassen worden. Der Anführer Hanebuth und 24 andere Mitglieder des Motorradclubs waren am 24. Juli 2013 auf Mallorca wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung verhaftet worden. Im Dezember 2013 wurde Hanebuth in den Hochsicherheitstrakt im südspanischen El Puerto de Santa verlegt. Die Polizei in Spanien wirft ihm außerdem Geldwäsche, Erpressung und die Förderung illegaler Prostitution vor. Hanebuth hatte von seinem Anwesen, das 2,5 Millionen Euro wert ist, die Aktivitäten der Hells Angels von Mallorca aus gesteuert. Früher war er der Chef der Hells Angels in Hannover. Hanebuth soll in Hannover weite Teile des Rotlichtmilieus kontrolliert haben.

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