Verkehrsunfall auf Mallorca: Vierköpfige deutsche Familie kam ums Leben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca hat sich am Montagnachmittag gegen 14.50 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Eine vierköpfige Familie aus Deutschland (zwei Erwachsene und zwei Kinder) kamen ums Leben. Der Verkehrsunfall ereignete sich auf einer Straße im Nordosten Mallorcas, auf der Hauptverkehrsstraße Ma-12 zwischen Alcúdia und Artà. Die deutsche Familie war mit einem VW-Polo unterwegs und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Die Eltern (beide Anfang 40) und ihre beiden Kinder im Alter von sieben und neun Jahren starben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Lastwagens erlitt leichte Verletzungen. Die Guardia Civil hat Ermittlungen zum Hergang des Unfalls eingeleitet.

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Spanien: Stier durchbohrt Herz des Toreros Victor Barrio

Symbolfoto: © Anna Zerenyi | pixelio.de

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In Spanien wurde das erste Mal seit Jahrzehnten ein 29-Jähriger im Osten des Landes in einer Stierkampf-Arena von dem 500 Kilogramm schweren Tier getötet. Ein Horn des Stiers durchstach, vor den Augen der Zuschauer, das Herz des Toreros. Er war verstarb noch in der Arena von Teruel. Ärzte stellen fest, dass der Stier bei dem 29-Jährigen einen Lungenflügel und die Herzschlagader durchbohrte. Der getötete Victor Barrio zählte als sehr erfahren im Umgang mit Stieren. Er trat seit 2008 in zahlreichen Arenen in ganz Spanien auf. Zuletzt kam im Jahr 1985 ein spanischer Torero ums Leben. Die Stierkämpfe haben in Spanien eine lange Tradition. In den letzten Jahren gab es viel Kritik von Tierschützern. Die Region Katalonien hatte beispielsweise die Stierkämpe 2012 verboten. Mehrere Städte in Spanien hatten daraufhin ebenfalls Stierkämpfe verboten. Die Stierkämpfe in Spanien erwirtschaften jährlich rund 3,5 Milliarden Euro.

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Spanien: Schweres Busunglück fordert 13 Tote – deutsche Studentinnen waren im Bus

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In der Nacht zu Sonntag ist ein Bus, in dem sich eine Gruppe Erasmus*-Studentinnen befand, schwer verunglückt. Der Fahrer, des Busses, der mit 57 Menschen besetzt war, verlor die Kontrolle über den Bus. Der Fahrer galt als sehr erfahren. Der schlechte Zustand der Autobahn könnte unter anderem zu dem Unglück geführt haben. Der Bus kam zunächst aus noch unklaren Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab. Nachdem der Bus in die Leitplanke prallte, verriss der Fahrer das Lenkrad, sodass der Bus auf die Gegenfahrbahn geriet und umstürzte. Ein entgegenkommendes Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte frontal in den Bus hinein. Die Insassen des Autos blieben unverletzt. Im Bus starben insgesamt 13 Studentinnen, darunter zwei aus Deutschland. 28 weitere Insassen wurden verletzt, neun von ihnen schwer. Die Identifizierung der Toten ist noch nicht abgeschlossen. Im Bus befanden sich auch Studentinnen aus Deutschland, die ihr Auslandssemester in Spanien absolvierten. Die meisten der im Bus befindlichen Passagiere absolvierten ihr Auslandssemester in Barcelona. Ob Studentinnen aus Deutschland ums Leben gekommen sind ist noch unklar. Das Auswärtige Amt teilte am Montagmorgen mit, dass sich zwei deutsche Studentinnen unter den Toten befinden. Der Busfahrer wurde leicht verletzt und bereits verhört. Tests ergaben, dass er weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen hatte.

Die Studentinnen hatten vor dem Unglück ein berühmtes Volksfest in Valencia besucht. Aus diesem Anlass wurden fünf Busse gechartert. In der Nähe von Tarragona bemerkte der Fahrer des vierten Busses, dass etwas nicht stimmt, weil plötzlich der fünfte Bus aus dem Rückspiegel verschwunden war. Der Fahrer, der Sohn des verunglückten Busfahrers, fuhr an der nächsten Tankstelle von der Autobahn ab und versuchte seinen Vater telefonisch zu erreichen. Der ging jedoch nicht dran, sodass der Busfahrer die Studentinnen gebeten hatte andere Passagiere aus dem vierten Bus anzurufen. Eine What’s-App-Nachricht einer Studentin im verunglückten Bus gab schließlich Auskunft über den Unfall.

* Das Erasmus-Programm ist ein europäisches Bildungsprogramm der Europäischen Union. Das Ziel ist die Förderung der Mobilität zu Lern- und Studienzwecken und die transationale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Bildung. In dem Erasmus-Studienprogramm werden unter anderem Auslandsstudien von Studierenden ermöglicht und finanziell unterstützt. Ziel ist es, die europäische Mobilität von Studierenden zu fördern und auszubauen.

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Ex-Hells-Angels-Boss Hanebuth wurde aus Untersuchungshaft entlassen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Nach zwei Jahren im Gefängnis ist der ehemalige Boss der Rockergruppe Hells Angels, Frank Hanebuth, gegen eine hohe Kaution in Spanien aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das wurde am Montagabend aus spanischen Justizkreisen bekannt. Hanebuth teilte mit, dass er in Spanien arbeiten will, bis es zur Verhandlung kommt. Hanebuth und sein Stellvetreter Khalid Yousafi sind am Montag gegen eine Kaution von jeweils 60.000 Euro zunächst aus der Haft entlassen worden. Der Anführer Hanebuth und 24 andere Mitglieder des Motorradclubs waren am 24. Juli 2013 auf Mallorca wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung verhaftet worden. Im Dezember 2013 wurde Hanebuth in den Hochsicherheitstrakt im südspanischen El Puerto de Santa verlegt. Die Polizei in Spanien wirft ihm außerdem Geldwäsche, Erpressung und die Förderung illegaler Prostitution vor. Hanebuth hatte von seinem Anwesen, das 2,5 Millionen Euro wert ist, die Aktivitäten der Hells Angels von Mallorca aus gesteuert. Früher war er der Chef der Hells Angels in Hannover. Hanebuth soll in Hannover weite Teile des Rotlichtmilieus kontrolliert haben.

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Germanwings-Absturz: Angehörige verfassen Wutbriefe an die Lufthansa

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

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Die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe haben sich mit einem Wutbrief an die Lufthansa zu Wort gemeldet. Die Überführung der Toten von Frankreich nach Deutschland verzögert sich erneut. Die Eltern in Haltern am See bleiben ratlos und traurig zurück, hießt es in einer Mitteilung. Die Angehörigen drücken in ihren Schreiben Zorn und Verzweiflung aus. Sie wissen nicht, wann sie ihre Angehörigen beisetzen können. Die Überführung war ursprünglich für den 9. und 10. Juni angesetzt. Dementsprechend haben die Familien ihre Vorbereitungen für die Beerdigungen getroffen. Ab dem 12. Juni waren erste Beisetzungen, von den bei dem Absturz getöteten Schülern aus Nordrhein Westfalen geplant. Verwandte müssen nun Flüge und Hotelzimmer stornieren. Viele Angehörige haben sich psychologisch auf eine Besetzung in der nächsten Woche eingestellt, um damit einen Teil der Tragödie abzuschließen.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich die Überführung der sterblichen Überreste verzögert. Behördliche Fehler in Frankreich sollen die Ursache für die verzögerte Überführung sein. Es gab behördliche Fehler in den Sterbeurkunden. Hier soll es zu Fehlern bei der Übersetzung gekommen sein. Germanwings teilte am Freitag mit, dass das Problem schnellstmöglich gelöst wird. Die Lufthansa gab bekannt, dass die ersten Opfer am 9. Juni nach Deutschland überführt werden sollen. Ein Sonderflug werde die ersten 30 Särge von Marseille nach Düsseldorf bringen. In den nächsten Wochen werden dann nach und nach alle 150 Opfer in ihre Heimatländer gebracht.

Am 24. März war der Germanwingsflug 4U9525 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. Der Co-Pilot hatte die Maschine absichtlich abstürzen lassen. Alle 150 Passagiere kamen ums Leben, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen aus Haltern am See. Die Schulklasse kam von einem Schüleraustausch in Spanien. In der nächsten Woche wird der leitende französische Ermittler über die bisherigen Erkenntnisse informieren.

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Flugzeugabsturz: Germanwings-Airbus mit 148 Menschen an Bord in Südfrankreich abgestürzt

Symbolfoto: © O. Fischer  | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

»Ein Airbus vom Typ A320 ist auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in einem bergigen Gebiet zwischen Grenoble und Nizza, in Südfrankeich, abgestürzt. Es handelt sich um eine Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings. Es befinden sich 400 Einsatzkräfte rund um die Absturzstelle. Die Maschine ist im Gebiet Alpes-de-Haute-Provence, in der Region von Barcelonnette in den südlichen Alpen, abgestürzt. Das Flugzeug ist um 9.55 Uhr in Barcelona mit knapp 20-minütiger Verspätung gestartet und verschwand um 10.37 Uhr von den Radarschirmen. Ob es technische Probleme gab oder der Slot belegt war und es deshalb zur Verspätung kam, ist unklar. Die deutsche Flugsicherung bestätigte den Absturz um 10.37 Uhr. Das Flugzeug sollte um 11.55 Uhr in Düsseldorf landen. Die Internetpräsenz von Germanwings, auf der es aktuelle Informationen zu dem Absturz geben soll, ist unter dem Besucheransturm zusammengebrochen. Die Absturzstelle befindet sich vermutlich in mehr als 2.000 Metern Höhe im Hochgebirge, in dem noch Schnee liegt. Das Flugzeug verringerte seine Flughöhe innerhalb kürzester Zeit von 11.000 auf 2.000 Meter. In dieser Höhe befindet sich auch die Absturzstelle des Airbus A320. Französische Hubschrauber haben bereits erste Trümmerteile in der Region von Barcelonnette gesichtet. Die Trümmerteile des Passagierflugzeugs sind offenbar auf zwei Quadratkilometern verteilt. Das Gebiet ist schwer zu erreichen und für Fahrzeuge nicht zugänglich. Die verunglückte Maschine war 24 Jahre alt und wurde von Airbus 1990 an die Lufthansa ausgeliefert. Bei den deutschen Passagieren soll es sich um Wochenendurlauber aus Barcelona oder Palma de Mallorca handeln. 42 spanische Passagiere waren an Bord des Germanwings-Flugzeugs. Spanien hat aus diesem Grund ebenfalls einen Krisenstab eingerichtet. Am frühen Dienstagabend wurde einer der beiden Flugschreiber der abgestürzten Maschine gefunden, wie die französische Regierung mitteilte.

Inzwischen teilte die Fluggesellschaft mit, dass sich 72 Deutsche, unter ihnen auch zwei Babys, an Bord des abgestürzten Flugzeugs befanden. Nach Angaben der Passagierliste befand sich an Bord des Fluges auch eine Schülergruppe mit 16 Schülern einer zehnten Klasse und ihren beiden Lehrerinnen aus dem nordrhein-westfälischen Haltern am See, die sich auf dem Rückweg von einem einwöchigen Schüleraustausch in Spanien befanden. Die betroffene Schule sagte für Dienstag alle Veranstaltungen wie beispielsweise den Elternsprechtag aufgrund der schrecklichen Nachrichten ab. „Wir möchten dem Kollegium, der Schulgemeinde und den Eltern der verunglückten Kinder unser tiefempfundenes Beileid aussprechen“, schrieb die Schule auf ihrer Internetpräsenz.

Die Fluggesellschaft Germanwings meldete sich ebenfalls zu Wort und bestätigte den Absturz. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Germanwings und der Lufthansa sind in tiefer Betroffenheit mit ihren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen und Freunden der Passagiere und Besatzungsmitglieder.“ Germanwings-Chef Oliver Wagner äußerte sein Bedauern auf einer Pressekonferenz. Es handelt sich vermutlich um das schwerste Unglück in der Geschichte des Lufthansa-Konzerns. Der Kapitän des abgestürzten Flugzeugs absolvierte auf dem Airbus A320 mehr als 6.000 Flugstunden. An der Unglücksmaschine wurde noch am Montag ein Routinecheck durchgeführt.

Am Dienstagabend wurde bekannt, dass sich an Bord der Unglücksmaschine auch Opernsänger Oleg Bryjak befand. Er war Baassbaiton der Deutschen Oper am Rhein.

Die französische Generaldirektion für Luftfahrt (DGAC) und die deutsche Flugsicherung haben den Absturz des Fluges 4U9525 bestätigt. Frankreichs Präsident Hollande teilte vor wenigen Augenblicken mit, dass sich viele Deutsche unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich befinden. Es sei davon auszugehen, dass die 148 Menschen an Bord nicht überlebt hätten, teilte die französische Regierung mit. Frankreichs Präsident Hollande erklärte er habe einen Krisenstab eingerichtet. Deutschland hat ebenfalls einen Krisenstab in enger Kooperation mit Frankreich eingerichtet. Bis Dienstagabend konnten noch nicht alle Angehörigen erreicht werden. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve wurde zum Unglücksort entsandt. Er äußerte sich bestürzt über den Absturz. Die Absturzursache ist noch völlig unklar. Es soll kurz vor dem Absturz einen Notruf und eine Routenveränderung gegeben haben. Es ist eine Tragödie für die Luftfahrt und eines der schwersten Flugzeugunglücke auf französischem Boden, das jemals passiert ist. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: „In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei all denjenigen, die darum fürchten müssen, dass ihre Angehörigen unter den Passagieren oder Besatzungsmitgliedern sind.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Mittwoch zur Absturzstelle reisen. Deutsche Behörden haben bisher keinerlei Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag als Ursache für den Flugzeugabsturz finden können.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier flog am Dienstag mit einem Hubschrauber über den Absturzort. Er sagte hinterher: „Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens.“ Steinmeier bedankte sich im Namen der Bundesregierung der französischen Regierung und alle Einsatzkräften für ihren beispielhaften Einsatz.«

Angehörige erhalten unter der Krisenhotline (030) 5000 3000 vom Auswärtigen Amt weitere Informationen. Zusätzlich hat der Flughafen Düsseldorf eine Hotline unter (0800) 776 6350 geschaltet.

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