Machtkampf in Venezuela eskaliert: Drei Menschen starben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei schweren Protesten in Venezuela sind am Mittwoch mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern befindet sich eine 23-Jährige und ein 17-Jähriger. Der 17-Jährige war auf dem Weg zu einem Fußballspiel mit Freunden und streifte die Demonstration zufällig. Ihm wurde offenbar von Regierungsanhängern, die auf Motorrädern unterwegs waren, in den Kopf geschossen. In Caracas kam es in den letzten Tagen immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten, Polizisten und Regierungsanhängern. Die Sicherheitskräfte sind mit der Situation überfordert und feuerten Tränengas auf Demonstranten. Die Gewalt im Land eskaliert. Die Opposition ruft trotzdem zu weiteren Protesten am Donnerstag auf. Die Demonstrationen richten sich gegen den Staatschef von Venezuela, Nicolás Maduro. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Opposition teilte mit, dass der Kampf für Demokratie nicht enden wird. Auch ein Soldat wurde in San Antonio de los Altos von Demonstranten angegriffen und getötet.

Der amerikanische Außenminister ist besorgt, dass die Regierung in Venezuela gegen ihre eigene Verfassung verstoßen könnte, in dem die Stimmen der Opposition nicht gehört werden. Der Staatschef Maduro wirft der Opposition vor einen Staatsstreich gegen ihn zu organisieren. Die US-Regierung hat bereits grünes Licht gegeben für einen Putsch.

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Bombenexplosion in Kabul: Mindestens 40 Tote und 300 Verletzte

Symbolfoto: © burntimes.com

Symbolfoto: © burntimes.com

Die afghanische Hauptstadt wurde am Dienstag von einer starken Bombenexplosion erschüttert. Die Taliban-Kämpfer haben die Geheimdienstzentrale angegriffen. Bei dem Anschlag in einem beliebten Viertels der afghanischen Hauptstadt starben mindestens 40 Menschen und 300 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der afghanische Präsident verurteilte den Angriff scharf. Das Ziel der Taliban-Anhänger war die Zentrale des Geheimdienstes. Ganz in der Nähe des Eingangs, auf einem Parkplatz, sprengte sich ein Attentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in die Luft. Die Detonation war so stark, dass im Umkreis von mehreren Kilometern die Fensterscheiben zerborsten sind. Anschließend lieferte sich ein zweiter Taliban-Kämpfer einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Der zweite Angreifer wurde erschossen.

In und um Kabul hat sich die Sicherheitslage in den letzten Monaten zuletzt immer weiter verschlechtert. Vor einer Woche kündigten die Taliban-Terroristen ihre „Frühlingsoffensive“ an. Die Taliban hat seit dem Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 deutlich an Stärke gewonnen. Die Regierung in Kabul beherrscht höchstens noch 70 Prozent von Afghanistan.

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Griechisch-mazedonische Grenze: Sicherheitskräfte setzen Tränengas gegen Flüchtlinge ein

Symbolfoto: © nafas  | pixelio.de

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

An der griechischen Grenze zu Mazedonien haben am Montag hunderte Menschen versucht den Grenzzaun zu überwinden. Mit Stangen und ausgerissenen Zaunpfählen, die als Rammböcke eingesetzt wurden, gelang es einer Gruppe von Schutzsuchenden das Grenztor aufzubrechen. Dabei setzen die mazedonischen Sicherheitskräfte Tränengas gegen die Schutzsuchenden ein. Einige Flüchtlinge bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen. Es sind schockierende Bilder, die uns heute erreichten: Es waren kleine Kinder zu sehen, die weinend durch dichte Gaswolken auf Bahngleisen herumirrten. Eltern versuchten mit Wasserflaschen ihren Kindern die Augen auszuwaschen. 30 Schutzsuchende, darunter auch Kinder, mussten mit akuten Atembeschwerden medizinisch behandelt werden, bestätigte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Solche Bilder ereigneten sich am Montagmittag, nachdem mazedonische Grenzsoldaten Tränengasgranaten auf die Schutzsuchenden auf der griechischen Seite abfeuerten. Es ereignete sich in Idomeni. Diese Stadt ist jedem Schutzsuchenden bekannt. Diese Grenze ist jedoch seit Tagen abgeriegelt und durch massive Stahlzäune und messerscharfen Stacheldraht gesichert. An dieser Grenze sitzen mittlerweile mehr als 7.000 Schutzsuchende fest und es werden täglich mehr. Unter den Schutzsuchenden befinden sich viele Alleinreisende Männer aber auch Familien mit kleinen Kindern. Am Samstag und Sonntag ließ Mazedonien jeweils etwa 300 Flüchtlinge durch. In der Nacht zum Montag wurden erneut 200 Schutzsuchende durchgelassen. Die Grenze passieren dürfen ausschließlich syrische und irakische Schutzsuchende, die gültig Pässe vorweisen können. Alle anderen werden an der Grenze direkt abgewiesen.

Griechenland ist zur Zeit mit der immer weiter wachsenden Anzahl von neuen Flüchtlingen überfordert. Alle Notunterkünfte in Griechenland und auf den Ägäisinseln sind bereits überfüllt. Viele Einheimische helfen den Schutzsuchenden, in dem sie ihnen unter anderem Decken schenken. In ganz Griechenland sitzen in diesen Tagen mehr als 25.000 Schutzsuchende fest. Im Laufe des März könnten es mehr als 70.000 werden, so eine erste Einschätzung von Experten.

Die EU-Kommission bereitet eine Nothilfe für die in Griechenland gestrandeten Schutzsuchenden vor. Die Flüchtlingskrise ist das große Thema auf dem EU-Sondergipfel, nächste Woche Montag.

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Nach Ankara-Attentat befürchtet die Türkische Gemeinde Eskalationen auch in Deutschland

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Der Chef der Türkischen Gemeinde in Deutschland teilte am Montagmorgen mit, dass er Auseinandersetzungen zwischen Kurden und nationalistischen Türken in Deutschland befürchtet. In den sozialen Medien gebe es bereits Aufrufe zu Demonstration. Die Aufrufe sind voreilig, weil diese gar nicht genehmigt worden sind. Die PKK-Anhänger fordern Vergeltung. Es sei mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zu rechnen, hieß es. Bei dem Selbstmordattentat auf eine Friedensdemonstration in Ankara am Samstagmorgen starben 95 Menschen und 246 wurden verletzt (wir berichteten). Cem Özdemir, der Vorsitzende der Grünen, vermutet hinter dem Terroranschlag einen Angriff auf die Neuwahlen in der Türkei. Die Neuwahlen finden in knapp drei Wochen statt. Der türkische Präsident wird scharf kritisiert, weil er offenbar keinerlei Interesse an einer Waffenruhe mit den Kurden hat. Özdemir fordert von Europa Konsequenzen und dass Gespräche mit Erdogan auf Eis gelegt werden. Möglicherweise kommt die Polizei ihrer Arbeit nicht nach. Das könnte auch ein Grund für den Selbstmordanschlag auf die Friedensdemonstration sein. Einen Tag nach diesem Anschlag wollte die PKK einen einseitigen Waffenstillstand verkünden.

Die türkische Regierung vermutet hinter dem Anschlag die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK, die Terroristenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) oder die Linksextremisten der DHKP-C.

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Terroranschlag in Ankara fordert 95 Tote und 246 Verletzte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Ankara sind bei einem Terroranschlag am Samstag 95 Menschen getötet und 246 Menschen verletzt worden. um 10.04 Uhr Ortszeit erschütterten zwei starke Explosionen die Umgebung des Hauptbahnhofs von Ankara. Auf Videoaufnahmen war zu erkennen, wie Demonstranten tanzten, als sich hinter ihnen eine schwere Explosion ereignete. Am Anschlagwort wurden später dutzende Leichen gefunden, die notdürftig mit Transparenten und Fahnen abgedeckt wurden. Der Anschlag ereignete sich drei Wochen vor den Parlamentswahlen während einer Friedensdemonstration in Ankara. Nach Angaben des türkischen Ministerpräsidenten wurde der Anschlag vermutlich von zwei Selbstmordattentätern verübt. Der Ministerpräsident verdächtigte die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK, die Terroristenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) oder die Linksextremisten der DHKP-C. Vorwürfe, dass die türkischen Sicherheitskräfte die Friedensdemonstration nicht ausreichend abgesichert hätten wurden zurückgewiesen. Die türkische Regierung hat die dreitätige Staatstrauer ausgerufen. Der türkische Staatspräsident Erdogan sprach von einem abscheulichen Anschlag auf die Einheit und den Frieden in der Türkei. Nachdem Anschlag gingen bei zahlreichen Protestkundgebungen in mehreren Städten Tausende auf die Straße und machten den Präsidenten und seine Regierung für den Anschlag mitverantwortlich.

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