Rettung von Schutzsuchenden aus dem Mittelmeer: Deutsches Rettungsschiff geriet in Seenot

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Schutzsuchende unternehmen unter Lebensgefahr immer wieder den Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die deutsche Marine konnte am Samstag 1.200 Menschen aus dem Mittelmeer retten. Das Rettungsschiff der Hilfsorganisation „Jugend rettet e. V.“ geriet unterdessen vor der libyschen Küste in Seenot, weil sich an Bord zu viele Menschen befanden. Die „Iuventa“ sendete am Sonntag ein „Mayday“ an die Seenotrettungsleitstelle MRCC in Rom. Das Schiff ist manövrierunfähig, durch zu viele Menschen an Bord. Das Leben von mehreren hundert Personen stand auf dem Spiel. Für sie war kein Platz mehr unter Deck und das aufziehende schlechte Wetter brachte sie in direkte Gefahr. Zusätzlich befanden sich noch knapp 400 Personen in direkter Umgebung auf Schlauchbooten. Viele von ihnen Frauen, Schwangere und Kinder hatten keine Rettungswesten.

Alle Hilfsorganisationen sind am absoluten Limit. Am Samstag wurden an Bord der „Iuventa“ zeitweise mehrere hundert Menschen gleichzeitig versorgt. Die „Iuventa“ ist seit dem Sommer letzten Jahres im Mittelmeer unterwegs und kreuzt seit Anfang März vor der Küste Libyens.

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Puttgarden: Zwei Angler verirren sich mit kleinem Kajütboot auf der Ostsee

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Zwei aus Hamburg stammende Männer sind mit einem kleineren Angelboot von Puttgarden aus am Samstagnachmittag auf die Ostsee zum Angeln aufgebrochen. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit und des starken Nebels verloren die 56- und 57-jährigen Männer die Orientierung. Ihr kleines Angelboot verfügte über keinerlei Navigationsmittel und hatte außerdem technische Schwierigkeiten. Die zwei Männer alarmierten schließlich die Polizei mit ihrem Handy. Aufgrund des schlechten Handyempfangs brach die Verbindung jedoch ab. Daraufhin wurde eine Suchaktion mit deutschen und dänischen Sennotrettern in Kooperation mit der Bundespolizei gestartet. Mehrere Schiffe der Küstenwache und der Seenotrettungskreuzer „Bremen“, sowie das Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ suchten nach den Anglern. Etwa drei Stunden nach dem Notruf wurde das Kajütboot dann auf der Ostsee treibend von einem vorbeifahrenden Frachtschiff lokalisiert. Das gesuchte Schiff befand sich 14 Kilometer nordwestlich von Fehmarn. Anschließend wurden die Angler unverletzt von Seenotrettern an Land gebracht.

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Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Hunderte Tote befürchtet

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Erneut hat sich eine Katastrophe im Mittelmeer ereignet. Der italienische Außenminister teilte mit, dass bei der Tragödie mehr als 400 Schutzsuchende im Mittelmeer ertranken. Die betroffenen Flüchtlinge waren aus Ägypten gestartet und gerieten bei der gefährlichen Überfahrt nach Italien in Seenot. Das teilte auch der Fernsehsender BBC mit. Er berief sich dabei auf Angaben des somalischen Botschafters in Kairo. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) konnte das Unglück zunächst weder bestätigen noch dementieren und ist um Bestätigung bemüht, hieß es am Montagabend.

Die italienische sowie die griechische Küstenwache hatten das Kentern des Bootes nicht beobachtet und haben daher keinerlei Informationen darüber. Es gibt jedoch gesicherte Informationen zu der Katastrophe. Wenn sich die Meldungen bestätigen, handelt es sich um die schlimmste Flüchtlingskatastrophe seit einem Jahr. Vor rund einem Jahr kenterte vor der Küste Libyens ein Schiff mit Schutzsuchenden. 800 Menschen ertranken, darunter auch Frauen und Kinder. Kurz darauf einigte sich die EU während eines Sondergipfels darauf, dass die Mittel für die Seenotrettung verdreifacht werden.

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Mittelmeer: Europäische Schiffe retten am Wochenende 5.800 Flüchtlingen das Leben

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Am Sonntag haben die italienische und die französische Marine den zweiten Tag in Folge tausende Menschen im Mittelmeer von überfüllten, maroden Schiffen in Sicherheit gebracht. Mindestens zehn Menschen starben jedoch. Die Küstenwache in Italien ist für die Einsatzleitung zuständig und koordiniert die Rettungseinsätze. Viele der geretteten Flüchtlinge waren in äußerst wackeligen und maroden Booten auf dem Weg nach Europa, bestätigte die italienische Küstenwache. Die zehn Leichen wurden bei drei verschiedenen Einsätzen geborgen. Bei einem Einsatz war ein Frachtschiff als erstes vor Ort. Die Helfer hatten nördlich von Tripolis 105 Überlebende gerettet und drei Leichen geborgen. Die Besatzung eines italienischen Marinehubschraubers sah unter anderem ein Schlauchboot, dem die Luft ausging und alarmierte die Küstenwache. Bei einem der Rettungseinsätze wurden 311 Menschen, darunter auch 16 Kinder vom Fischerboot einer Menschenschmugglerbande gerettet. Die Zunahme der Überfahrten von Flüchtlingsbooten in der wärmeren Jahreszeit wurde von Italien bereits im Vorfeld erwartet. Die maroden Boote werden überfüllt, damit die Menschenschmuggler-banden den maximalen Profit erzielen können. Jeder Flüchtling muss umgerechnet mehrere hundert Euro für die lebensgefährliche Überfahrt bezahlen. Die Schlepperbenden machen sich das durch den Krieg entstandene Chaos zu nutze. Die neuen Flüchtlinge bringen das Aufnahmelager auf Lampedusa an den Rand der Aufnahmekapazitäten. Zahlreiche Flüchtlinge wurden deshalb bereits nach Sizilien und auf das italienische Festland gebracht.

Erst im April ereignete sich zwischen der libyschen und der italienischen Insel Lampedusa erneut eine Flüchtlingskatastrophe bei der 700 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, im Mittelmeer ertrunken sind.

Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen. Die EU hat daraufhin in einer Krisensitzung beschlossen die Rettungsmission „Triton“ zu verstärken. Seit dem Jahresbeginn ertranken im Mittelmeer insgesamt 1.750 Flüchtlinge – das sind 30 Mal mehr wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

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Katastrophe im Mittelmeer: Bis zu 700 Menschen sind bei Schiffsunglück ertrunken

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Im Mittelmeer hat sich zwischen der libyschen und der italienischen Insel Lampedusa erneut eine Flüchtlingskatastrophe ereignet. Die Vereinten Nationen (UN) teilten mit, dass bis zu 700 Menschen vermisst werden und ertrunken sind, nachdem ihr Trawler vor der libyschen Küste gekentert ist. Ein portugiesisches Handelsschiff konnte 28 Überlebende retten und an Bord aufnehmen. Bis Sonntagmittag wurden bereits 20 Leichen geborgen. Das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) sprach von einer Katastrophe, deren Auswirkungen alle bisherigen Flüchtlingsdramen im Mittelmeer übersteigt. Überlebende teilten übereinstimmend mit, dass sich zum Zeitpunkt der Havarie mehr als 700 Menschen an Bord des Schiffs befanden. Das Boot geriet in der Nacht zu Sonntag in Seenot. Die italienische Küstenwache und die Marine befinden sich mit dutzenden Schiffen und Flugzeugen an der Unglücksstelle im Meer. Die Flüchtlinge hatten vor der Havarie noch einen Hilferuf abgesetzt. Daraufhin wurde der portugiesische Frachter von der italienischen Küstenwache angewiesen wurde, seine Route zu verändern. Das Unglück geschah, als sich der Frachter bereits in Sichtweite des Flüchtlingsboots befand und sich bemerkbar machte. Die Bewegung zahlreicher Flüchtlinge brachte das Schiff zum Kentern. Die Besatzungsmitglieder des portugiesischen Handelsschiffes sagten, dass das Schiff vor ihren Augen umgekippt sei. Über die Herkunft der Menschen an Bord ist bisher nichts bekannt. Die Bürgermeisterin von Lampedusa sagte, dass das Mittelmeer zu einem Friedhof geworden sei und Italien sich selbst überlasen ist.

Sollte sich bestätigen, das über 700 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind, wäre es das schlimmste Massensterben, das im Mittelmeer jemals geschah. Erst vor wenigen Tagen ertranken mehr als 400 Menschen vor der libyschen Küste (wir berichteten). Es war der bisher traurige Höhepunkt einer nicht endenden Flüchtlingskatastrophe. Es wird befürchtet, dass 2015 noch mehr Flüchtlinge, wie 2014 ankommen werden. Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen. Der italienische Regierungschef Renzi fordert von der Europäischen Union einen Krisengipfel. Es wird daran gearbeitet, dass das Treffen Ende nächster Woche stattfinden kann, teilte der Regierungschef mit.

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