A7 bei Werneck: Neue Autobahnbrücke eingestürzt –– mindestens ein Toter

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Beim Einsturz einer neuen Autobahnbrücke auf der A7 bei Wernbeck, im Landkreis Schweinfurt, ist mindestens ein Bauarbeiter getötet worden, sechs weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stürzte am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr ein Gerüst sowie Teile der Brücke ein. Dabei stürzte ein Brückensegment 20 Meter in die Tiefe. Die Brücke stürzte zwischen zwei Pfeilern auf einer Länge von 40 Metern Fahrbahn ein. Zu dem Zeitpunkt arbeiteten 20 Menschen auf der Baustelle. Einige von ihnen wurden verschüttet, nachdem die Betonmassen zusammenbrachen. Zeitweilig war von vier Toten die Rede gewesen. Die Opferzahlen wurden am Abend jedoch glücklicherweise nach unten korrigiert. Nach dem Unglück löste die Leitstelle Großalarm aus. Fünf Rettungshubschrauber und mehrere Hundestaffeln eilten zu der eingestürzten Autobahnbrücke im Kreis Schweinfurt. Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die betroffene Talbrücke Schraudenbach wird zur Zeit abgerissen und gleichzeitig neu errichtet. Der Verkehr auf der Autobahn ist von den Arbeiten nicht betroffen, da dieser noch auf der alten Brücke läuft.

Wie es zu diesem folgenschweren Unglück kommen konnte ist noch völlig unklar. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Aufgrund von Materialermüdung wird die alte Brücke derzeit abgerissen und neu errichtet. Aufgrund von Überlastung war die Brücke für den Schwerlastverkehr bereits vor Monaten gesperrt worden. Zusätzlich wurde ein Tempolimit ausgeschildert. Die Brücke befindet sich auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Strecken Europas. Geplant wurde ein sechsspuriger Ausbau der A7. Diese Autobahn 7 ist mit 962 Kilometern Länge die längste Autobahn in Deutschland.

Unterschleichach (Bayern): Festnahme nach den tödlichen Schüssen auf eine Elfjährige

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der Silvesternacht wurde im bayerischen Unterschleichach ein elfjähriges Mädchen erschossen. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der Täter gefasst worden sei. In der Silvesternacht war das elfjährige Mädchen von etwas am Kopf getroffen worden und brach daraufhin bewusstlos zusammen. Der Vorfall ereignete sich in der Straße „Am Käppela“ in Unterschleichach. Die Elfjährige verstarb trotz intensiver Reanimationsversuche in einem Krankenhaus in Schweinfurt. Zum Zeitpunkt des tödlichen Zwischenfalls, gegen 1 Uhr morgens, war das Mädchen in Begleitung ihrer Eltern auf der Straße unterwegs (wir berichteten). Die Obduktion ergab, dass das Mädchen durch einen Kopfschuss getötet wurde. Ein Nachbar hatte die Elfjährige aus Ärger über Silvesterböller und aus persönlichem Frust erschossen. Der 53-jährige war ein Bewohner von Unterschleichach. Gegen den Schützen wurde am Mittwoch Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der 53-Jährige hat bereits gestanden das Kind erschossen zu haben. Der Täter wohnte nur wenige Meter vom Tatort entfernt. Er befand sich in der Nacht allein in seinem Haus und war aufgrund der Trennung von seiner Familie psychisch angeschlagen. Weil er am frühen Neujahrsmorgen gegen 1 Uhr durch Böller geweckt wurde, hat er aus Wut und Ärger über die Störung aus seinem Keller eine Kleinkaliberwaffe geholt und aus seinem Garten heraus drei- bis viermal in Richtung der Menschengruppe geschossen. Dabei traf er das elfjährige Mädchen am Kopf. Am Neujahrstag stellte die Polizei bereits in dem 450 Einwohnerort rund 60 Kleinkaliberwaffen sicher. Alle Waffenbesitzer in der Nähe des Tatorts wurden überprüft. Bei seinen Vernehmungen machte der 53-jährige Angaben, die sich durch andere Zeugenaussagen als falsch herausstellten.

Der nicht verheiratete Vater eines Kindes hatte sich nicht gestellt, sondern wurde an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Er stand unter physischem Druck und war sichtlich erleichtert, dass die Polizei ihm auf die Spur kam. Der 53-jährige arbeitete als Kraftfahrer in der Justizvollzugsanstalt im oberfränkischen Ebrach und hatte die Waffe aufgrund seiner Mitgliedschaft im Schützenverein legal besessen.

Unterschleichach (Bayern): Elfjährige wurde am Silvesterabend mit Kopfschuss getötet

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In der Silvesternacht war ein elfjähriges Mädchen von etwas am Kopf getroffen worden und brach daraufhin bewusstlos zusammen. Der Vorfall ereignete sich in der Straße „Am Käppela“ in Unterschleichach. Die Elfjährige verstarb trotz intensiver Reanimationsversuche am frühen Freitagmorgen in einem Krankenhaus in Schweinfurt. Zum Zeitpunkt des tödlichen Zwischenfalls, gegen 1 Uhr morgens, war das Mädchen in Begleitung ihrer Eltern auf der Straße unterwegs. Am Samstag wurde das Obduktionsergebnis bekanntgegeben. Nun ist traurige Gewissheit, dass die Elfjährige in Bayern durch einen Kopfschuss getötet wurde. Das Projektil stammt aus einer Kleinkaliberwaffe, bestätigte der Polizeisprecher. Die Ermittler haben das Projektil im Kopf des Mädchens gefunden. Zunächst war unklar, ob der Gegenstand, der das Mädchen am Kopf traf, beispielsweise von einer Silvesterrakete stammen könnte. Am Samstag wurde klar, dass es sich hierbei möglicherweise um einen gezielten Tötungsdelikt handelt. Es fanden am Samstag umfangreiche Befragungen in der Nachbarschaft der betroffenen Familie statt. Die Beamten gingen dabei von Haus zu Haus. Besonders die Sportschützen, die eine Kleinkaliberwaffe besitzen, stehen im Visier der Ermittler. Auch der Tatort wurde nochmals mit Metalldetektoren abgesucht.

Der genaue Tathergang ist nach wie vor unklar. Zeugen werden dringend gebeten sich bei der Polizei zu melden. Die Kriminalpolizei ermittelt in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft in Schweinfurt. Die Familie des Mädchens steht unter Schock und wird zur Zeit psychologisch betreut. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks stammt die Familie aus dem Landkreis Bamberg und war in Oberaurach zu Besuch.

Hinweise, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können, bitte an die Kriminalpolizei Schweinfurt (Tel. (09721) 202-1731) richten.