Terror in Stockholm: Festnahme nach mutmaßlichem LKW-Anschlag

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr ist ein LKW in eine Menschenmenge in der Stockholmer Innenstadt gerast. Der Vorfall ereignete sich in der größten Einkaufsstraße Stockholms. Anschließend lenkte der Attentäter den LKW in ein Einkaufszentrum hinein. Mindestens vier Menschen wurden getötet und 15 weitere verletzt, neun von ihnen schwer, darunter zwei Kinder. Der LKW wurde von einem maskierten Mann entführt, teilte die betroffene Spedition mit. Augenzeugenberichten zufolge verließen drei bewaffnete Männer den LKW, nachdem dieser in das Einkaufszentrum gerast war. Der mutmaßliche Attentäter wurde am Freitagabend gefasst. Die Polizei nahm ihn auf einem Parkplatz fest. Bei ihm wurde auch eine Sturmhaube gefunden. Der Mann war leicht verletzt. Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löffel sagte, dass Schweden angegriffen worden sei und alles auf einen Terroranschlag hindeutet.

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Schweden: Drei junge Männer haben Gruppenvergewaltiung live ins Internet gestreamt

Symbolfoto: © burntimes.com

In Schweden haben drei junge Männer eine 30-jährige Frau vergewaltigt und die Tat live im sozialen Netzwerk „Facebook“ gezeigt. Die Männer im Alter von 18, 20 und 24 Jahren wurden noch am Tatort verhaftet. Die Frau wurde in ein Haus in Uppsala gezerrt, das die Polizei am Sonntag stürmte. Die Frau befand sich zu dem Zeitpunkt noch in der Gewalt der Täter. Die Polizei bestätigte, dass es sich bei den Festgenommenen um die drei mutmaßlichen Vergewaltiger handelt. Die Drei Männer haben die Tat in einer geschlossenen Facebook-Gruppe mit 60.000 Mitgliedern live gestreamt. Polizeiermittlungen zufolge sahen mindestens 200 Nutzer den Stream. Einige von ihnen alarmierten daraufhin die Polizei. Der 24-jährige Hauptangreifer ist polizeibekannt und hat dem Opfer die Kleider vom Leib gerissen. Außerdem trug er einen Revolver in der Hand. Das ist auf Fotos zu erkennen, die die mutmaßlichen Täter an anderer Stelle ins Internet stellten.

Die Szenen wurden auf Facebook inzwischen vollständig gelöscht. Auf einer Pressekonferenz hatte die schwedische Polizei darum gebeten, die Bilder nicht über soziale Netzwerke weiterzu-verbreiten, sondern das Beweismaterial an die Ermittler weiterzuleiten. Gegen die drei Täter wurden Ermittlungen wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung, sowie der Verletzung der Persönlichkeitsrechte eingeleitet.

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Malmö/Schweden: Schüsse und Explosion

Symbolfoto: © burntimes.com

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Im südschwedischen Malmö hat sich am Sonntagabend eine Explosion ereignet. Außerdem wurden gegen 18.50 Uhr Schüsse auf einen Audi, von Moped-Fahrern abgegeben. Mehrere Personen schossen mit automatischen Waffen von Mopeds aus, bestätigte die Polizei. Mindestens vier Menschen wurden verletzt, teilte die Behörden mit. Einem Opfer wurde in den Kopf geschossen. Der Audi wurde von den Motorroller-Fahrern regelrecht durch die Straßen gejagt. Ersten Informationen der schwedischen Behörden zufolge ist von einem Mordversuch auszugehen. Die Täter sind flüchtig und waren vermummt. Ob die Explosion mit den Schüssen im Zusammenhang steht ist noch unklar. Viele Einwohner eilten nach den Schüssen zu der Notaufnahme, in das eines der Opfer eingeliefert wurde. Dort wurde es unruhig, sodass die Polizei die Notaufnahme räumte und abriegelte.

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Unbekannte Betonklotzwerfer töten Deutsche auf dänischer Autobahn

Symbolfoto: © burntimes

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Unbekannte haben in Dänemark das Auto einer deutschen Familie mit schweren Betonklötzen beworfen. Der von einer Brücke geworfene Betonklotz traf die Frontscheibe des Autos einer Familie aus dem nordrhein-westfälischen Recklinghausen. Die zwei Betonklötze wogen 9,5 und 30 Kilogramm. Die 33-jährige Mutter kam dabei ums Leben. Ihr 36-jähriger Mann wurde schwer verletzt. Der fünfjährige Sohn erlitt leichte Verletzungen. Der Betonklotz wurde von einer Brücke auf der E20, zwischen den Anschlussstellen Blommenslyst und Vissenbjerg, geworfen. Die E20 ist die Hauptautobahn zwischen Schweden, Dänemark und Deutschland. Die dänische Polizei fahndet nach den Tätern. Einer der Betonklötze war ein spezieller Eckstein, der zum Bau von hohen Mauern verwendet wird. Die Polizei hat Bauunternehmen und Maurer aufgefordert ihre Lagerbestände zu überprüfen. Die Polizei geht aufgrund des Gewichtes der Steine davon aus, dass an der Tat mindestens ein Erwachsener beteiligt sein muss.

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Schwerer Verkehrsunfall in Schweden: Alle Bandmitglieder von „Viola Beach“ sind tot

Symbolfoto: © burntimes.com

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In Schweden hat sich am Sonntag bei Södertälje ein tragischer Verkehrsunfall ereignet. Das Auto der britischen Indie Rockband „Viola Beach“ ist von einer Brücke 25 Meter tief in einen Fluss gestürzt. Alle Bandmitglieder kamen bei dem Unfall ums Leben. Familienmitglieder bestätigten inzwischen, dass es sich bei den Todesopfern um vier Mitglieder der Band „Viola Beach“ handelt, die gerade auf Tour war. Unter den Toten befindet sich auch der 32-jährige Manager der Band. Die weiteren Bandmitglieder wurden zwischen 1983 und 1996 geboren und waren somit noch sehr jung. Sie alle waren nach einem Auftritt am Samstagabend beim Festival „Where’s the Music“ in Schweden gemeinsam auf dem Weg zum Flughafen Stockholm-Arlanda, um in die Heimat zurückzufliegen. Dort hätte die Band am Sonntagabend einen Auftritt in Guildford gehabt. Augenzeugenberichten zufolge hatte das Auto eine Schranke und anschließend das Brückengeländer durchbrochen, als die Brücke gerade für Schiffe hochgeklappt war. Der Wagen fiel dann aus mehr als 25 Metern Höhe ins Wasser. Taucher bargen später die Leichen aus dem Fahrzeug. Wie es zu dem Unfall kommen konnte ist noch unklar. Die Sicherheitsvorkehrungen der Brücke waren intakt, hieß es am Sonntag.

Die Band wurde im Mai 2015 gegründet und stammte aus Warrington in Nordengland. Die erste Single hieß „Swings and Waterslides“. Es folgten weitere Singles und Auftritte auf Festivals, in Clubs und im Fernsehen.

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Flensburg: Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze wurden wieder eingeführt

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Dänemark wurden die Grenzkontrollen wieder eingeführt. Auch Deutsche müssen sich an der deutsch-dänischen Landesgrenze wieder ausweisen. Die großen Grenzstationen sind rund um die Uhr besetzt. Die Kontrollen gelten zunächst nur für zehn Tage, teilte Dänemarks Ministerpräsident Lars Lykke Rasmussen am Montag in Kopenhagen mit. Der Minister behält sich vor, die Grenzkontrollen nach den zehn Tagen noch einmal um weitere zwanzig Tage zu verlängern. Dänemark sah sich, nachdem Schweden am Montag für Reisende aus Dänemark Grenzkontrollen einführte, zu der Maßnahme gezwungen. Der Minister stellte klar, dass sich nicht jeder an der Grenze ausweisen muss, sondern stichprobenartig kontrolliert wird. Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen stieß in Schleswig-Holstein auf Bedauern. Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein sagte, dass die Grenzkontrollen das gute Zusammenleben in der deutsch-dänischen Grenzregion beeinträchtigen könnte. Am Montag kam es aufgrund der Grenzkontrollen zeitweilig zu Wartezeiten und Rückstaus auf der A7 beziehungsweise E45.

Die Lösung der Flüchtlingskrise wird ganz sicher nicht die Schließung der Außengrenzen sein. Vielmehr muss eine gesamteuropäische Lösung gefunden werden. In Schweden werden zur Zeit verschärfte Kontrollen durchgeführt. Jeder Passagier im Zug, im Bus oder auf der Fähre wird gezwungen sich auszuweisen. Das Land begründet die Maßnahme damit, dass durch die Kontrollen die Zahl der Flüchtlinge eingegrenzt werden soll.

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Flüchtlingskrise: Die Koalition hat sich auf Registrierzentren für Flüchtlinge geeinigt

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Im laufenden Jahr 2015 könnten 1,5 Millionen Flüchtlinge in Deutschland ankommen. Am Donnerstag traf sich Bundeskanzlerin Merkel mit den Chefs von SPD und CSU. Die Koalition hat sich am Donnerstagabend auf die Einführung von Registrierzentren für Flüchtlinge geeinigt. Mit der Einigung legten Union und SPD ihren wochenlangen Streit um sogenannte Transitzonen bei (wir berichteten). Es sollen in Kürze drei bis fünf dieser Sondereinrichtungen entstehen. Dort müssen sich Flüchtlinge verpflichtend registrieren lassen. Durch die Registrierzentren sollen besonders die Verfahren von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive beschleunigt werden. Abgelehnte Asylbewerber sollen Regierungsangaben zufolge direkt aus den Registrierzentren abgeschoben werden. Dabei geht es nach Angaben der Bundesregierung ausschließlich um Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländen. Zusätzlich hat sich die Große Koalition auf die Einführung eines einheitlichen Ausweises für Flüchtlinge und Asylbewerber geeinigt. Nur diejenigen, die in Zukunft dieses Papier vorweisen können, werden Leistungen erhalten. Zusätzlich wurde festgelegt, dass die Flüchtlinge innerhalb der Registrierzentren sich an eine verschärfte Residenzpflicht halten müssen. Das bedeutet, dass Flüchtlinge sich nur im Bezirk der zuständigen Registrierzentren frei bewegen dürfen. Wer sich nicht an die Residenzpflicht hält verliert seinen Anspruch auf Leistungen. Außerdem wird der Asylantrag ruhen. Bei einem zweifachen Verstoß gegen die Residenzpflicht soll eine sofortige Ausweisung erfolgen.

Die schwedische Regierung teilte am Donnerstag mit, dass keine Flüchtlinge mehr aufgenommen werden können, weil alle Kapazitäten ausgeschöpft seien. Neuankömmlinge werden ab sofort von Schweden nach Dänemark oder Deutschland zurückgeschickt. Zur Zeit kommen täglich etwa 1.500 neue Asylsuchende in Schweden an.

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Riesiges Manöver in Russland: Putin entsendet 259 Kampfflugzeuge und 12.000 Soldaten

Symbolfoto: © burntimes

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Wladimir Putin hat ein viertägiges Manöver der russischen Luftwaffe angekündigt. Es handelt sich um ein gewaltiges Manöver mit 259 Kampfflugzeugen und 12.000 beteiligten Soldaten. Nahezu zeitgleich begann die Nato am Pfingstmontag mit ihren ebenfalls groß angelegten Luftmanövern – unter dem Titel „Arctic Challenge Exercise 2015“. Das russische Manöver wurde jedoch nicht angekündigt. Der russische Präsident und Oberbefehlshaber Putin ordnete das viertägige Manöver am Montag spontan an, teilte der russische Verteidigungsminister Schoigu mit. Die Übung findet bis einschließlich Donnerstag im Uralgebiet und in Sibirien statt. Geübt werden soll vor allem die Verteidigung gegen feindliche Luftangriffe. Langstreckenbomber werden unter anderem den Raketenbeschuss von Zielen am Boden trainieren.

In den letzten Monaten hatte Russland verstärkt die Gefechtsbereitschaft der Soldaten geprüft. Die Nato bezeichnet die Manöver als Provokationen, angesichts der Spannungen zwischen Russland und dem Westen, wegen der Krise in der Ukraine. Experten gehen davon aus, dass das russische Manöver eine Reaktion auf die großangelegte Übung der Nato ist. An den am Montag beginnenden Nato-Manövern beteiligen sich die Deutschland, die USA, Frankreich, Norwegen, Großbritannien, die Niederlande sowie Schweden, Finnland und die Schweiz. Die Manöver der Nato finden in Skandinavien statt und werden bis zum 4. Juni andauern. An der Nato-Übung sind mehr als 100 Kampfflugzeuge und knapp 4.000 Soldaten beteiligt. Das Ziel der Nato-Manöver ist es, dass die Planung und Durchführung umfangreicher Lufteinsätze trainiert wird. Das Großmanöver findet angesichts der zunehmenden Spannungen mit Russland und der Rivalität um die Bodenschätze im Polargebiet statt.

Am Pfingstmontag wurde dem CDU-Politiker Wellmann am Flughafen von Moskau die Einreise nach Russland verweigert. Am Flughafen wurde ihm mitgeteilt, dass in Russland bis 2019 ein Einreiseverbot gegen ihn besteht. Er sagte, dass seine ukrainefreundliche Haltung zu dem Vorfall geführt haben könnte. Wellmann ist Vorsitzender der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe und war für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als Wahlbeobachter in der Ukraine. Die Bundesregierung äußerte sich empört über das Einreiseverbot gegen Wellmann. Ein Sprecher des Außenministeriums bezeichnete die Maßnahme als „unverständlich und inakzeptabel“. Die Bundesregierung fordert und erwartet die Aufhebung der Einreiseverweigerung. Das Außenministerium habe nach dem Vorfall umgehend den russischen Botschafter Rüdiger Freiherr von Fritsch einberufen und er sei unverzüglich beim russischen Außenministerium vorstellig geworden, hieß es am Montagabend aus Berlin.

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