Angriff in Arnsdorf: Bürgerwehr fesselte 21-jährigen Flüchtling an Baum

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Im sächsischen Arnsdorf im Landkreis Bautzen hat die Bürgerwehr einen Flüchtling aus einem Supermarkt gezerrt und an einen Baum gefesselt. Zuvor soll ein Streit über eine Telefonkarte eskaliert sein. Der Zwischenfall liegt bereits zwei Wochen zurück, wurde aber erst am Donnerstag bekannt gemacht. Die Bürgerwehr gab an, dass der Flüchtling die Angestellten in dem Supermarkt bedrohte, weil die Handykarte angeblich nicht funktionierte. Das Vorgehen der selbsternannten Bürgerwehr gegen den irakischen Flüchtling in Arnsdorf sorgte für Empörung. Der Fraktionschef der Grünen bezeichnete den Vorfall als erschreckend und zutiefst beunruhigend“. Der Vorfall ereignete sich am 21. Mai und wurde durch die Verbreitung eines Videos im Internet bekannt. Der 21-jährige Flüchtling wurde nachdem er an den Baum gefesselt war auch geschlagen, teilte die Polizei mit. Der Cdu-Gemeinderat aus Arnsdorf war am Vorfall beteiligt und teilte mit, dass es keine offizielle Bürgerwehr in dem Ort gebe. Polizei und Staatsschutz haben gemeinsame Ermittlungen eingeleitet.