Izmir (Türkei): Autobombe explodiert an einem Kontrollpunkt der Polizei

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Vor einem Justizgebäude in der westtürkischen Stadt Izmir ist am Donnerstag eine Autobombe explodiert. Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Eingangs für Richter und Staatsanwälte. Ein Polizist und ein Gerichtsmitarbeiter wurden bei der Explosion getötet, sagte der Gouverneur der Stadt. Mindestens fünf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach der Explosion der Autobombe lieferten sich drei Terroristen einen Schusswechsel. Dabei wurden zwei Terroristen getötet. Der Dritte konnte flüchten. Die Sicherheitsvorkehrungen an allen türkischen Flughäfen wurden erhöht, um zu verhindern, dass der Attentäter außer Landes flieht. Nach dem Anschlag fand die Polizei Kalaschnikows, acht Handgranaten und einen Raketenwerfer – schwere Kriegswaffen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) hinter dem Anschlag stecken könnte. Die betroffene Stadt Izmir ist neben Ankara und Istanbul die größte Stadt in der Türkei.

Erst in der Silvesternacht starben bei einem Anschlag in einem Club in Istanbul 39 Menschen (wir berichteten).

Share

Geiselnahme im Kino in Viernheim: Täter wurde erschossen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei hat einen Angreifer erschossen, der in einem Kino-Komplex im südhessischen Viernheim mehrere Geiseln genommen hatte. Der Täter betrat am Donnerstagnachmittag maskiert das Kino in Viernheim. Um 14.45 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein. Augenzeugenberichten zufolge trug der Täter ein Gewehr bei sich. Ein Sondereinsatzkommando (SEK) stürmte das Kino und tötete den Angreifer. Die Beamten wurden mit einem Hubschrauber aus Frankfurt am Main nach Viernheim geflogen. Das SEK konnte den Geiselnehmer in dem Kino schnell lokalisieren. Als es zu einer akuten Bedrohungssituation kam, entschied sich die Polizei das Kino zu stürmen. Der Geiselnehmer hatte vier Schüsse abgegeben. Daraufhin eröffnete die Spezialeinheit das Feuer und tötete den Mann. Die Polizei teilte am Donnerstagabend mit, dass es keine Verletzten zu beklagen gibt und kein terroristisches Motiv vermutet wird. Der Täter soll nach Angaben der Polizei ein verwirrter Einzeltäter gewesen sein. Unklar ist noch, wie viele Kinobesucher der Täter unter seiner Gewalt hatte.

Die Geiseln konnten das Kino anschließend unverletzt verlassen. 25 Kinobesucher wurden jedoch beim Zugriff durch Reizgas beeinträchtigt. Neben der Leiche des Geiselnehmers entdeckten die Beamten eine Handgranate und einen möglichen Sprengstoffgürtel. Beides wird nun von Experten untersucht.

Share

Terrorverdächtiger Salah Adeslam wurde nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde in der Nacht zu Mittwoch von Belgien nach Frankreich ausgeliefert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen 9 Uhr am Mittwochmorgen kam er in der französischen Hauptstadt Paris an. Dort soll er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Anschließend wird er in Untersuchungshaft genommen. Wir berichteten bereits Ende März darüber, dass Abdeslam nach Frankreich ausgeliefert wird. Aufgrund rechtlicher Verfahren hatte sich die Auslieferung nach Frankreich noch um ein paar Wochen verzögert. Anfangs sprach sich der Terrorist gegen eine Auslieferung nach Frankreich aus. Nach den Anschlägen in Brüssel war er nach Angaben seines Rechtsanwalts bereit nach Frankreich ausgeliefert zu werden. Abdeslam steht in direktem Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris und Brüssel. Mit der Auslieferung kamen die belgischen Behörden dem europäischen Haftbefehl nach.

Abdselam wurde am 18. März in Brüssel nach einer dramatischen Anti-Terror-Razzia im Stadtteil Molenbeek verhaftet. Während der Razzia kam es zu einer Schießerei, bei der Abdeslam eine Schusswunde am Bein erlitt. Vier Monate war er zuvor auf der Flucht vor den Behörden. Er ist der einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Paris am 13. November mit 130 Toten (wir berichteten).

Ob Adeslam der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis, einem Vorort von Paris, getötet.

Salah Abdeslam sagte einen Tag nach seiner Festnahme in Belgien aus, dass er sich am 13. November vor dem Stade de France in die Luft sprengen sollte. Der nach Frankreich ausgelieferte Salah Abdeslam hatte die Attentäter nach Paris gefahren und dafür Mietfahrzeuge und eine Unterkunft organisiert. Er hätte sich jedoch in letzter Minute anders entschieden, sagte er aus. Einer der Brüsseler Attentäter hatte eine Wohnung unter falschem Namen angemietet. In der Wohnung soll sich auch Abdeslam aufgehalten haben. Bei den Anschlägen in Brüssel starben am 22. März insgesamt 32 Menschen. Salah Abdeslam könnte auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt gewesen sein.

Share

Großfahndung in Heidenheim: Zwei Männer wurden in der Innenstadt angeschossen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In der Innenstadt von Heidenheim wurden am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr zwei Männer auf einer Hauptverkehrsstraße angeschossen. Die zwei Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Die Schützen sind noch auf der Flucht. Augenzeugenberichten zufolge handelte es sich bei den Tätern um ein Trio, das in einem dunklen Auto flüchtete. Die Polizei konnte trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung und dem Einsatz eines Polizeihubschraubers niemanden festnehmen. Bei den Angeschossenen handelt es sich um einen 25- und einen 29-jährigen Mann. Beide sollen Mitglieder in der Rockerbande „United Tribuns“ sein. Die beiden wurden gezielt angeschossen, teilte die Polizei mit. Bei den Tätern könnte es sich um Rocker handeln. Das wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Share

Prozessbeginn in Köln: SEK gab über 100 Schüsse auf einen Gemüsehändler ab

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Am Kölner Großmarkt hat sich am 19. Juni 2011 eine Schießerei ereignet. Der Prozess gegen einen Gemüsehändler hat am Montag begonnen. Er soll aus dem Auto heraus auf einen Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) geschossen haben. Der heute 55-jährige Gemüsehändler hat ausgesagt keine Schüsse abgegeben zu haben und keine Waffe in der Hand gehalten zu haben. Die Verteidigung des Mannes spricht von einem „absurden Vorwurf“ und verweist auf die Aufnahmen einer Überwachungskamera. Auf den Kameraaufzeichnungen ist zu erkennen, dass der erste Schuss von einem SEK-Beamten ausging. Der Fall hatte im Sommer 2011 deutschlandweit für großes Aufsehen gesorgt.

Der Gemüsehändler hatte eine Ex-Angestellte mit einer Waffe und seine Frau am Telefon bedroht. Das SEK wollte den Mann schließlich in seinem Auto stellen. Dem 55-Jährigen wird vorgeworfen aus dem Wagen heraus Schüsse abgegeben zu haben. Das SEK erwiderte das Feuer und schoss über 100 Mal auf den Gemüsehändler. Er wurde von insgesamt sechs Kugeln getroffen, unter anderem in beide Unterarme und schwer verletzt.

Gegen den Gemüsehändler wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags wurden bereits eingestellt. Ab Mittwoch werden erste Zeugen vernommen. Insgesamt wurden vierzehn Verhandlungstage angesetzt.

Share

Brüssel: Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam wurde verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurde der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen. Salah Abdeslam ist 26 Jahre alt und Franzose. Aufgewachsen ist er in Brüssel-Molenbeek. Er war einer der mutmaßlichen Attentäter der Anschläge in Paris, bei denen am 13. November 2015 insgesamt 130 Menschen starben (wir berichteten). Salah Abdeslam wurde am Freitag nach einer Schießerei mit einer Schusswunde am Bein in eine Klinik eingeliefert. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Der Terrorist wurde als „Staatsfeind Nummer 1“ bezeichnet und europaweit gesucht. Ob er der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis getötet. Der verhaftete Salah Abdeslam hatte für die Anschläge in Paris zwei Mietwagen und die Unterkunft in der Nähe von Paris gemietet. Er selbst hatte sich durch die Unterstützung von zwei Freunden nach den Anschlägen in Brüssel abgesetzt.

Während einer Hausdurchsuchung am Dienstag im Brüsseler Stadtteil Forst wurden die Beamten plötzlich beschossen. Es fielen zahlreiche Schüsse. Ein mutmaßlicher Islamist wurde erschossen. Salah Abdeslam gelang am Dienstag über mehrere Dächer die Flucht.

Share

Anti-Terror-Einsatz in Brüssel: Verdächtige flüchteten über Dächer – ein Toter

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einem Anti-Terror-Einsatz im Brüsseler Stadtteil Forest ist ein Verdächtiger getötet worden. Der Verdächtige war mit einem Sturmgewehr bewaffnet und wurde von Polizisten erschossen. Zuvor hatten Unbekannte während der laufenden Razzia plötzlich das Feuer auf die Beamten eröffnet. Anschließend wurde die betroffene Gegend großflächig abgesperrt und Polizeihubschrauber kreisten über dem Gebiet. Es wurde mit großkalibrigen Waffen minutenlang auf die Polizisten geschossen, hieß es am Dienstagabend. An den Ermittlungen am Dienstag waren auch französische Polizisten beteiligt. Weitere Verdächtige ergriffen die Flucht und flüchteten über Dächer. Vier Polizisten sollen verletzt worden sein. Mehrere Verdächtige sind noch auf der Flucht. Der großangelegte Einsatz stand im direkten Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris. Die Jagd nach weiteren Verdächtigen dauert zur Stunde noch an. Rund um den Tatort gingen zwischenzeitlich schwer bewaffnete Spezialkräfte in Stellung. Auch in der Innenstadt von Brüssel patrouillieren zur Zeit Soldaten. Genauere Details zu dem Anti-Terror-Einsatz machte die Polizei zunächst nicht. Aus Ermittlungskreisen sickerte durch, dass die Beamten eine Wohnung durchsuchen wollten, die von einem gesuchten Terroristen gemietet wurde. Nach dem Vorfall haben die Beamten jedes Haus in dem betroffenen Viertel systematisch durchkämmt. Gesucht wird noch immer der 26-jährige Salah Abdeslam. Er wird verdächtigt an den Terroranschlägen in Paris, mit 130 Toten, beteiligt gewesen zu sein. Die Operation am Dienstagmorgen in Brüssel galt jedoch nicht Salah Abdeslam. Sein Bruder hatte sich in Paris am 13. November in die Luft gesprengt. Abdeslam ist einer der mistgesuchten Terroristen Europas. Er wuchs im belgischen Stadtteil Molenbeek auf. Der Stadtteil Molenbeek gilt als belgische Hochburg des Terrorismus. Von Molenbeek aus sollen auch die Anschläge in Paris geplant worden sein.

Share

Roubaix in Nordfrankreich: Geiselnahme nach Raubüberfall

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In der französischen Stadt Roubaix ist es am Dienstagabend nach einem Raubüberfall zu einer Geiselnahme gekommen. Ein oder mehrere Täter haben sich Polizeiangaben zufolge mit mindestens zwei Geiseln in einem Wohnhaus verbarrikadiert. Anfangs befanden sich vier Personen in dem Haus. Als die alarmierte Polizei eintraf kam es zu einem Schusswechsel. Zwei Menschen gelang die Flucht aus dem Haus. Bei einer der Geiseln soll es sich um den Leiter einer Bankfiliale handeln. Das Gebiet wurde großflächig abgesperrt. Vor Ort befinden sich Eliteeinheiten der französischen Spezialeinheit Raid. Die Stadt Roubaix befindet sich an der Grenze zu Belgien im Norden von Frankreich. Ersten Ermittlungen zufolge gibt es keine Verbindung zu organisiertem Terrorismus. Einer der Einbrecher konnte am späten Dienstagabend bereits verhaftet werden. Die Geiselnahme dauert aber noch an.

Share