Anschlagsdrohung per E-Mail: Neun Schulen in Braunschweig evakuiert

Symbolfoto: © burntimes

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Unbekannte hatten am Montagmorgen an sieben Schulen in Braunschweig mit Anschlägen gedroht. Die Drohung ging in der Nacht zu Montag per E-Mail ein. Betroffen waren mehrere Gymnasien, an die auch Grundschulen angeschlossen sind. Die Polizei ließ die Schulen evakuieren und geht inzwischen von keiner akuten Gefahr, sondern von einem Fake aus. Der Zeitpunkt der Anschlagsdrohung war um 9 Uhr und wurde inzwischen überschritten. Die Polizei steht in engem Kontakt mit den betroffenen Schulleitungen.

An neun Braunschweiger Schulen fiel der Unterricht am Montag aus. Augenzeugenberichten zufolge fuhren Streifenwagen vor und teilten per Lautsprecherdurchsage mit, dass sich die Schüler nach Hause begeben sollen. Vor dem Martino-Katharineum patrouillierten Polizisten mit einer schusssicheren Weste. Von den Schulausfällen waren rund 7.000 Braunschweiger Schüler betroffen. Anschlagdrohungen waren neben Braunschweig auch in mehren anderen Städten eingegangen. Der Staatsschutz hat Ermittlungen, wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat eingeleitet, und versucht den Urheber der E-Mail zu ermitteln. Dem Urheber droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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Los Angeles: Nach elektronischer Drohung wurden 640.000 Kinder nach Hause geschickt

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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In Los Angeles wurden nach einer anonymen elektronischen Drohung alle öffentlichen Schulen und Vorschulen geschlossen. Viele Schüler befanden sich gerade auf dem Weg zu ihren Schulen und wurden heimgeschickt. Um 7 Uhr örtlicher Zeit wurde mitgeteilt, dass der Unterricht in Los Angeles am Dienstag an allen öffentlichen Schulen und Vorschulen ausfällt. Der Polizeichef von Los Angeles teilte mit, dass die Polizei früh am Morgen eine elektronische Drohung erhielt, in der die Sicherheit an den Schulen in Los Angeles erwähnt wurde. Der verantwortliche Polizeichef hat sich entschlossen die Schulen aus diesem Grund am Dienstag geschlossen zu lassen.

In der Drohung war die Rede von mehreren Angriffen auf Schulen in Los Angeles. Insgesamt waren mindestens 640.000 Schüler und Vorschulkinder von den Schulausfällen betroffen. 900 Schulen blieben am Dienstag geschlossen. Die Schulbehörden ordneten an einige der Schulen als Vorsichtsmaßnahme auf Sprengsätze prüfen zu lassen. Die Drohung sei über das normale Maß hinausgegangen. Das FBI sprach von einer glaubwürdigen Drohung. Demnach ging es um zurückgelassene, mit Sprengstoff präparierte Taschen und Pakete. Die Durchsuchungen sollten noch am Dienstag abgeschlossen werden, sodass die Schulen ab Mittwoch wieder ihren regulären Schulbetrieb aufnehmen können.

Im kalifornischen San Bernardino, das nur eine Autostunde von Los Angeles entfernt liegt, wurden bei einer Attacke auf eine Weihnachtsfeier, vor zwei Wochen, 14 Menschen getötet. Das FBI wertete den Angriff später als Terroranschlag (wir berichteten). In Los Angeles befindet sich das zweitgrößte Schuldistrikt in den USA, nach New York. In den USA kam es in der Vergangenheit des öfteren zu Amokläufen an Schulen.

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Bützow : Tornado zerstört Teile der Stadt –– Großeinsatz

Symbolfoto: © burntimes

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Ein Wirbelsturm hat in Mecklenburg Vorpommern gewütet. Am Schlimmsten hat es die Kleinstadt Buetzow getroffen. In der Kleinstadt wurde das Dach des Krankenhauses, eines Pflegeheims und zahlreichen Häusern abgerissen. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot in der Kleinstadt unterwegs. Die Polizei sprach von einem Massenanfall an Verletzten. Wie viele Menschen durch den Tornado verletzt worden sind ist noch unklar. Die Straßen sind mit Dachziegeln regelrecht übersät. Einige Autos sind bis zu 70 Meter weit durch die Luft geflogen. Die Dächer des Krankenhauses, eines Pflegeheims und der Kirche wurden abgedeckt. Das Krankenhaus und ein Pflegeheim müssen evakuiert werden, bestätigte die Feuerwehr. Das Rathaus ist für Hilfesuchende geöffnet. In der Turnhalle am Rühner Landweg wurde Notunterkunft eingerichtet. Eine Einwohnerin der Stadt sagte, dass der Tornado in Buetzow eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Die Innenstadt wurde von den Rettungskräften abgeriegelt. Zahlreiche Bäume sind umgestürzt und müssen beseitigt werden. Im Ortskern fehlt an jedem Haus irgendetwas, sagte sie. Die Stabsstelle des Landkreises Rostock musste den Notstand ausrufen. Alle Feuerwehren im Umkreis von Rostock waren im Großeinsatz. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten werden vermutlich noch Tage andauern.

An der Grundschule im Freizeithaus am Schlossplatz sowie in der Allgemeinen Förderschule fällt am Mittwoch der Unterricht aus.

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Schwerste Ausschreitungen bei Blockupy-Demo in Frankfurt: 350 Festnahmen

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

»Frankfurt befindet sich zur Stunde im Ausnahmezustand. Am Mittwoch demonstrieren in Frankfurt tausende Menschen gegen den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB), die am Vormittag ihre neue Zentrale im Osten der Stadt eröffnen wird. Die antikapitalistische Blockupy-Bewegung nimmt das zum Anlass für großangelegte Proteste. Bis 10 Uhr wurden bereits 350 Menschen verhaftet. 88 Polizisten wurden bisher verletzt. Zahlreiche Polizisten wurden mit Steinen beworfen, haben eine ätzende Flüssigkeit oder Reizgas abbekommen. Dutzende Streifenwagen und Stapel von Reifen wurden angezündet. Außerdem wurden Fensterscheiben beschmiert und eingeschmissen. Die Polizei hat 550 Aktivisten in der Frankfurter Innenstadt festgesetzt und eingekesselt. Sie hatten zuvor an verschiedenen Stellen der Stadt teils schwere Straftaten begangen. Die Polizei will die Personalien aufnehmen. Unter anderem wurden Fahrräder der Deutschen Bahn aufeinander geworfen und mit Brandbeschleuniger angezündet. Die Feuerwehr soll während der Löscharbeiten auch mehrfach angegriffen worden sein. Es befinden sich auch Wasserwerfer im Einsatz. Die Polizei erwartet bis zu 10.000 Demonstranten. Am Morgen sollen schon bis zu 15.000 Demonstranten in der Stadt unterwegs gewesen sein. im Franktfurter Ostend gab es am Mittwochvormittag kaum eine Straßenkreuzung an der keine Reifen, Mülltonnen oder Autos brannten.

Einige Demonstranten seilten sich am Mittwochvormittag vom Banken-Turm „Skyper“ ab, um dort Protest-Transparente aufzuhängen. Die Polizei konnte das nicht verhindern.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz von Rheinland-Pfalz sagte, dass es nicht sein kann, dass Polizisten einem so hohen Maß an Gewalt ausgesetzt werden. Er verurteilte die massive Gewalt bei dem Protest. Obwohl die Beamten auf einen schwierigen Einsatz vorbereitet waren sind sie überrascht von der Heftigkeit der Ausschreitungen. Ein Polizist sagte, dass die Gewalt in Frankfurt alle Erwartungen übersteigt.

Um kurz nach 11 Uhr traf der EZB-Chef Mario Draghi in der neuen Zentrale ein. Zu der Eröffnungsfeier mit einem kleinen Festakt wurden nur wenige Gäste eingeladen. Von bis zu 25 Teilnehmern war zuletzt die Rede. Gegen 11.30 Uhr eröffnete Draghi das neue Hochhaus. Die Demonstranten versuchen immer wieder das abgesperrte Gelände der EZB zu stürmen. Bisher konnten die Versuche jedes Mal von der Polizei, die dort mit einem Großaufgebot vor Ort ist, abgewendet werden.

Aufgrund der massiven Gewaltwelle der Blockupy-Demonstranten ist der gesamte Straßenbahnbetrieb in Frankfurt eingestellt worden. Auch einige U-Bahnlinien wie beispielsweise die Linie U5 verkehren nicht mehr. Die Buslinien 36, 38, 41 und 44 wurden ebenfalls eingestellt. Außerdem stellten vier Schulen im Frankfurter Osten ihren Schulbetrieb aufgrund der gewalttätigen Proteste ein. Die Schüler wurden am Vormittag wieder nach Hause geschickt. Außerdem stehen die Behörden in Kontakt mit weiteren Schulen. Die Entscheidung, ob die Kinder auf den Nachhauseweg geschickt werden, treffen die Schulleiter.

Es gibt in Frankfurt aber auch singende und tanzende Demonstranten, die keinerlei Gewaltbereitschaft an den Tag legen. Dass die Proteste in Frankfort solche brutalen Ausmaße annehmen, trifft in der Bevölkerung mehr und mehr auf Unverständnis.«

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