Amoklauf in südfranzösischer Schule: Mindestens drei Verletzte nach Schüssen

Symbolfoto: © burntimes

In Südfrankreich hat sich in der Stadt Grasse am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr ein Amoklauf im Gymnasium ereignet. Ein schwer bewaffneter 17-jähriger Schüler gab Schüsse ab. Mindestens drei Menschen wurden durch Schüsse verletzt, darunter auch der Schulleiter. Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Amoklauf verhaftet. Er war mit einem Gewehr, einem Revolver und zwei Granaten bewaffnet, teilte die Polizei mit. Die französische Regierung hatte kurzzeitig eine Terrorwarnung herausgegeben. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Einzeltäter handelte und kein terroristischer Hintergrund besteht.

Ein mögliches Tatmotiv ist dass der 17-jährige Täter ein schlechtes Verhältnis zu seinen Mitschülern hatte. Nach einer Terrorserie in Frankreich mit 230 Toten wurde der Ausnahmezustand im Land noch weiter verlängert.

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Nigeria: Mindestens 30 Tote bei Selbstmordanschlag durch Schülerinnen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mindestens 30 Menschen sind bei zwei Selbstmordanschlägen in Nigeria getötet worden und 57 weitere wurden bei dem Angriff am Freitag verletzt. Zwei Schülerinnen sprengten sich inmitten eines beliebten Marktes in Madagali in die Luft. Das Militär machte bereits die Terrorgruppe Boko Haram für die Tat verantwortlich. Die radikalisierte Gruppierung kämpft seit Jahren für einen islamistischen Gottesstaat im Nordosten Nigerias. Boko Haram hat in den letzten Jahren tausende Menschen getötet und Hunderte verschleppt, darunter zahlreiche Schülerinnen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind vor der den Extremisten geflohen.

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Entführte Mädchen in Nigeria: Hoffnung nach zwei Jahren

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Vor zwei Jahren wurden in Nigeria 276 Schülerinnen entführt. Am Donnerstag tauchte ein Lebenszeichen einiger vermisster Schülerinnen auf. Der amerikanische Fernsehsender CNN strahlte ein Video aus, in dem 15 verschleierte Mädchen zu sehen waren. Bei ihnen soll es sich um Opfer der Entführung vor zwei Jahren handeln. Einige Angehörige erkannten die Schülerinnen in der Aufnahme wieder. Die Mädchen sagen in dem Video ihren Namen und teilen mit, dass sie 2014 verschleppt wurden und dass es ihnen gut geht. Als Datum der Aufzeichnung nennen sie den 25. Dezember 2015. Der Fernsehsender CNN hatte das Video von der nigerianischen Regierung erhalten.

Es scheint Verhandlungen über eine mögliche Freilassung der entführten Schülerinnen zu geben oder zumindest gegeben zu haben. Fakt ist aber, dass Nigeria, was die Freilassung oder Befreiung der Mädchen angeht, auch zwei Jahre nach der Entführung noch immer keinen Schritt weiter gekommen ist.

Die Boko-Haram-Kämpfer hatten am Abend des 14. April 2014 insgesamt 276 Mädchen aus einer staatlichen Schule verschleppt. Lediglich 57 Mädchen gelang die Flucht, 219 werden noch heute vermisst. Ein Angehöriger sagte, dass die Veröffentlichung des Videos ihnen Kraft gibt und sie jetzt daran glauben können, dass die verschleppten Schülerinnen am Leben sind. Das letzte Video wurde im Mai 2014 veröffentlicht. Seit dem gab es keinerlei Lebenszeichen mehr. Habiba Balogun von der Kampagne „Bring Back Our Girls“ sagte, dass das Video der Beweis dafür ist, dass die Entführung tatsächlich stattfand.

Am zweiten Jahrestag der Entführung gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um Mahnwachen und Demonstrationen abzuhalten. In der Hauptstadt Abuja gingen hunderte Menschen auf die Straße, um die Freilassung der Schülerinnen zu fordern. Die Sekte Boko Haram kämpft sei Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Mindestens 20.000 Menschen wurden in dem Konflikt bis heute getötet. Boko Haram verschleppte über die Jahre tausende Mädchen und Frauen, um sie als Sexsklavinnen oder als Selbstmordattentäterinnen zu missbrauchen. Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit sechs Jahren für extreme Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

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