Amoklauf in südfranzösischer Schule: Mindestens drei Verletzte nach Schüssen

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In Südfrankreich hat sich in der Stadt Grasse am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr ein Amoklauf im Gymnasium ereignet. Ein schwer bewaffneter 17-jähriger Schüler gab Schüsse ab. Mindestens drei Menschen wurden durch Schüsse verletzt, darunter auch der Schulleiter. Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Amoklauf verhaftet. Er war mit einem Gewehr, einem Revolver und zwei Granaten bewaffnet, teilte die Polizei mit. Die französische Regierung hatte kurzzeitig eine Terrorwarnung herausgegeben. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Einzeltäter handelte und kein terroristischer Hintergrund besteht.

Ein mögliches Tatmotiv ist dass der 17-jährige Täter ein schlechtes Verhältnis zu seinen Mitschülern hatte. Nach einer Terrorserie in Frankreich mit 230 Toten wurde der Ausnahmezustand im Land noch weiter verlängert.

Nahe Verona: Schweres Busunglück in Italien fordert mindestens 16 Tote

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Am frühen Samstagmorgen hat sich um kurz nach Mitternacht auf der Autobahn 4 in der Nähe von Verona, in Italien, ein schweres Busunglück ereignet. Ein Bus prallte nahe Verona gegen einen Leitungsmast und ging anschließend in Flammen auf. Die Feuerwehr teilte mit, dass 16 Menschen ums Leben kamen und 39 weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Einige Insassen sind, Augenzeugenberichten zufolge, lebendig verbrannt. Viele schliefen zum Zeitpunkt des Unfalls. Unter den Verletzten befand sich auch ein Sportlehrer, der mehrere Schüler aus dem brennenden Bus rettete. Er erlitt schwere Brandwunden.

Der Bus war mit Schülern und Begleitpersonen eines Budapester Gymnasiums besetzt und auf dem Rückweg von Frankreich nach Ungarn, teilte ein Sprecher des ungarischen Außenministeriums mit. Die Schüler hatten einen Skikurs in Frankreich belegt. Wie es zu dem tragischen Unfall kam ist noch unklar. Ermittlungen wurden eingeleitet. Ein Lastwagenfahrer, der hinter dem Bus fuhr, sagte, dass plötzlich Rauch aus dem Motor aufstieg und er den Busfahrer mit der Lichthupe warnte. Kurz darauf kam es zu dem Unfall.

Provinz Idlib: Schule wurde bombardiert – mindestens 22 Kinder starben

Symbolfoto: © burntimes

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In Syrien wurde bereits am Mittwoch in der Provinz Idlib eine Schule angegriffen. Mindestens 22 Kinder und sechs Lehrer starben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass vor dem Angriff auf die Schule syrische oder russische Kampfflugzeuge Angriffe auf die betroffene Region flogen. Russland teilte am Donnerstag mit für den Angriff nicht verantwortlich zu sein. Die Vereinten Nationen (UN) forderten, dass dieser Horror-Akt genau untersucht wird. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sofortige und unparteiische Ermittlungen gefordert. Sollte es sich um einen absichtlichen Angriff handeln, handelt es sich um ein Kriegsverbrechen. Der Generaldirektor von Unicef meldete sich ebenfalls zu Wort und verurteilte den blutigen Luftangriff auf die Schule in der Provinz Idlib scharf und sprach von einer Tragödie.

„Wenn jemand den Befehl zu einem gezielten Angriff auf die Schule gab, muss diese Person zur Verantwortung gezogen werden und für das schreckliche Kriegsverbrechen verurteilt werden“, sagte der Unicef-Geschäftsführer. Es handelt sich um den schwersten Angriff auf eine Schule, seit dem Beginn des Bürgerkriegs vor über fünf Jahren. Seit dem Beginn des Krieges wurden nach Angaben von Unicef mehr als 4.000 Angriffe auf Schulen gezählt. Die betroffene Schule liegt in einer von Rebellen kontrollierten Provinz. Der Krieg in Syrien wird immer rücksichtsloser. Der bevorstehende Winter stellt die Hilfsorganisationen vor große Schwierigkeiten. In vielen Kriegsregionen gibt es weder Strom noch Wasser.

Entführte Mädchen in Nigeria: Hoffnung nach zwei Jahren

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Vor zwei Jahren wurden in Nigeria 276 Schülerinnen entführt. Am Donnerstag tauchte ein Lebenszeichen einiger vermisster Schülerinnen auf. Der amerikanische Fernsehsender CNN strahlte ein Video aus, in dem 15 verschleierte Mädchen zu sehen waren. Bei ihnen soll es sich um Opfer der Entführung vor zwei Jahren handeln. Einige Angehörige erkannten die Schülerinnen in der Aufnahme wieder. Die Mädchen sagen in dem Video ihren Namen und teilen mit, dass sie 2014 verschleppt wurden und dass es ihnen gut geht. Als Datum der Aufzeichnung nennen sie den 25. Dezember 2015. Der Fernsehsender CNN hatte das Video von der nigerianischen Regierung erhalten.

Es scheint Verhandlungen über eine mögliche Freilassung der entführten Schülerinnen zu geben oder zumindest gegeben zu haben. Fakt ist aber, dass Nigeria, was die Freilassung oder Befreiung der Mädchen angeht, auch zwei Jahre nach der Entführung noch immer keinen Schritt weiter gekommen ist.

Die Boko-Haram-Kämpfer hatten am Abend des 14. April 2014 insgesamt 276 Mädchen aus einer staatlichen Schule verschleppt. Lediglich 57 Mädchen gelang die Flucht, 219 werden noch heute vermisst. Ein Angehöriger sagte, dass die Veröffentlichung des Videos ihnen Kraft gibt und sie jetzt daran glauben können, dass die verschleppten Schülerinnen am Leben sind. Das letzte Video wurde im Mai 2014 veröffentlicht. Seit dem gab es keinerlei Lebenszeichen mehr. Habiba Balogun von der Kampagne „Bring Back Our Girls“ sagte, dass das Video der Beweis dafür ist, dass die Entführung tatsächlich stattfand.

Am zweiten Jahrestag der Entführung gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um Mahnwachen und Demonstrationen abzuhalten. In der Hauptstadt Abuja gingen hunderte Menschen auf die Straße, um die Freilassung der Schülerinnen zu fordern. Die Sekte Boko Haram kämpft sei Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Mindestens 20.000 Menschen wurden in dem Konflikt bis heute getötet. Boko Haram verschleppte über die Jahre tausende Mädchen und Frauen, um sie als Sexsklavinnen oder als Selbstmordattentäterinnen zu missbrauchen. Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit sechs Jahren für extreme Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

Amoklauf in schwedischer Schule: 21-Jähriger tötet Lehrer und Schüler

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Kurz vor Halloween dachten die Schüler an einen Scherz, als ein Mann mit Darth-Vader-Maske und Samurai-Schwert in einer schwedischen Schule auftauchte. Die Schüler machten zunächst gemeinsame Fotos mit dem Mann. Die Umstände waren jedoch dramatisch. Am Donnerstagvormittag um kurz vor zehn Uhr betrat ein ganz in schwarz gekleideter Mann das Gebäude der Kronan-Schule im westschwedischen Trollhättan. In der Schule werden 400 Schüler unterrichtet. Der junge Mann trug eine Darth-Vader-Maske und hatte einen Kopfhörer auf, aus dem laute Musik erklang. In seinen Händen trug er mehrere Waffen. Es handelte sich um ein großes Messer, ein Samurai Schwert und noch ein weiteres Messer. Zunächst machte der spätere Täter noch gemeinsame Fotos mit Schülern. Um 10.10 Uhr ging ein erster Notruf ein. Zu diesem Zeitpunkt war der 21-jährige Täter schon gewalttätig geworden. Er tötete in der Schule einen Lehrer und verletzte einen elfjährigen Schüler so schwer, dass er nach einer Notoperation am Nachmittag im Krankenhaus verstarb. Der Täter hat ihm in die Brust und Leber gestochen. Zwei weitere Menschen – einen Lehrer und einen Schüler – verletzte er schwer. Die Lehrkräfte reagierten schnell auf den Amoklauf und verschlossen die Klassenzimmer. Der Täter griff auch die eintreffenden Polizeibeamten an. Die Polizisten schossen den inzwischen namentlich bekannten Täter nieder. Er ist zwischenzeitlich im Krankenhaus verstorben. Die Leiche des Lehrers wurde im Eingangsbereich entdeckt und die des getöteten Schülers weiter im Inneren der Schule.

Der Amoklauf ist eines der schlimmsten Ereignisse in der Geschichte Schwedens. Bereits am Mittwoch sei eine Warnung an die Nachbarschule herausgegangen, die Kronan-Schule am Donnerstag zu meiden. Offiziell wurde dies bisher noch nicht bestätigt. Die Täterwohnung wurde am Nachmittag durchsucht. Der schwedische Ministerpräsident Stefen Löfven besuchte am Donnerstagnachmittag die unter Schock stehende Stadt Trollhättan. Er sagte: „Dies ist ein sehr schwerer Tag für Schweden. Ich denke an die Opfer und deren Familien, die Schüler und das Personal und die betroffene Gemeinde. Keine Worte können jetzt beschreiben, was sie gerade durchmachen.“

Nachdem Amoklauf kamen zahlreiche Eltern zu der Schule. Viele weinten und waren zutiefst besorgt um ihre Kinder. Alle Schüler mussten vor dem Verlassen der Schule namentlich erfasst werden. Über die Motive des Täters wollte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Möglicherweise ging der Täter selbst zur Kronan-Schule. Auch ein rechtsradikaler Hintergrund wurde nicht ausgeschlossen. Der Täter hatte nämlich bei Facebook rechtsradikale Seiten mit einem „Like“ versehen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Täter sich durch die schreckliche Tat von Anders Breivik in Norwegen inspirieren ließ. Anders Breivik zündete im Sommer 2011 zunächst in der Innenstadt von Oslo eine Bombe. Anschließend tötete er auf der Ferieninsel Utøya 69 Pfadfinder, darunter zahlreiche Jugendliche.

Gymnasium in Hamburg: Acht Schüler werden bei Reizgas-Attacke verletzt

Symbolfoto: © burntimes

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Ihren ersten Schultag nach den Sommerferien hatten sich die Schüler am Gymnasium Oldenfelde im Hamburger Stadtteil Rahlstedt sicherlich anders vorgestellt. Ein Unbekannter hatte einem Feuerwehrsprecher zufolge am Donnerstagmittag Pfefferspray oder etwas Ähnliches in der Schulkantine versprüht. Acht Schüler im Alter von 9 bis 12 Jahren und zwei Erwachsene wurden mit Atemwegsreizungen in ein Krankenhaus eingeliefert. 25 weitere Schüler wurden vom Rettungsdienst untersucht. Ein Lehrer des Gymnasiums hatte die Schüler nach der Attacke zunächst zurück in den Unterricht geschickt. Wenig später alarmierte er aber gegen 12.15 Uhr doch die Hamburger Feuerwehr. Diese rückte mit 40 Einsatzkräften zu dem Gymnasium an. Die Feuerwehrleute trugen unter anderem ein Möbelstück ins Freie, das mit Reizgas besprüht wurde. Die Jugendlichen erlitten neben meist leichten Atemwegsreizungen auch teilweise noch Hautrötungen. Ein Polizeisprecher sagte am Donnerstagabend, dass es noch keinerlei Hinweise auf einen möglichen Täter gibt.

Jugend in Deutschland: Jedes fünfte Kind ist überfordert

Symbolfoto: © Joerg Trampert  | pixelio.de

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Die Stressstudie zeigt, dass Kinder in der Schule, in der Familie oder in der Freizeit unter Druck stehen. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist überfordert. Die Studie belegt, dass die Kinder in Deutschland stressgeplagt sind. Jedes Dritte Kind ist demnach mit seinem Leben unzufrieden. Das belegt eine Studie der Universität in Bielefeld in Kooperation mit der Bepanthen Kinderförderung. Die Studie liest sich besorgniserregend. Es ist die Rede von Depressionen, Versagensängsten und einem deutlich erhöhten Aggressionspotential. Das bestätigten bereits frühere Umfragen. Der Nachwuchs befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Der Anteil, der Kinder die keine oder nur sehr geringe Stress-Symptome haben ist sehr gering. Ein Fünftel der Kinder zeigten nach Meinung der Studienführer deutliche Stresssymptome. Der Rest der Kinder sei entspannter aber nicht stressfrei. 70 Prozent der stark gestressten Kinder können ihre Hausaufgaben nicht bewältigen. Damit stellt die Schule einen deutlichen Stressfaktor dar. Einige stark gestresste Kinder berichteten, dass es ihnen schwer fällt einzuschlafen. Sie berichteten von häufigen Kopf- und Bauchschmerzen. Das sind erste Burn-Out-Syptome, die nicht unterschätzt werden sollten. Viele Eltern scheinen sich dessen nicht bewusst zu sein.

Aachen: Abi-Streich ging nach hinten los – Großeinsatz der Polizei

Foto: © Polizei Aachen

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»Es sollte ein witziger Abi-Streich werden und endete in einem Großeinsatz der Polizei. Am vergangenen Freitag alarmierten besorgte Anwohner die Polizei, weil sich schwer bewaffnete und zum Teil maskierte Männer einem Schulgebäude im nordrhein-westfälischen Aachen näherten. Die Polizei zog daraufhin alle verfügbaren Einheiten zusammen und eilte zu der Gruppe. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Abi-Streich handelte. Die Polizisten forderten die Abiturienten zweimal auf, ihre Waffen niederzulegen. Der Pressesprecher der Aachener Polizei sagte: „Nicht auszumalen, was hätte passieren können, als sich Polizeikräfte schwer bewaffneten, maskierten und mit Schutzwesten ausgerüsteten Männern gegenüber standen. Dies vor dem Hintergrund einer besonderen Sensibilität hinsichtlich der Geschehnisse in Paris und Verviers. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn nur ein Schüler auf Zuruf der Polizeibeamten die Waffen nicht niedergelegt hätte.“ Beamte entwaffneten die Männer schließlich. Teilnehmer von Abi-Streichen solcher Art gefährden sich und andere. Die Polizei warnte davor, dass ihre Aktionen ein nicht kalkulierbares Risiko für Beteiligte und unbeteiligte Menschen sind.

Die neun Abiturienten im Alter zwischen 18 und 20 Jahren haben in den polizeilichen Vernehmungen ihren Unsinn bereits eingestanden. Die Abiturienten hatten nach eigener Aussage vor, ihren Klassenlehrer im Rahmen des Streiches zu entführen und die Entführung zu filmen. Die Polizei stellte die täuschend echt aussehenden Waffen, die Schutzkleidung und die Masken am Freitag sicher. Wie die Polizei mitteilte handelte es sich bei den Waffen um frei verkäufliche Nachbauten, die selbst vom Fachmann auf den ersten Blick optisch nicht vom Original zu unterscheiden sind. Gegen die jungen Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Störung des öffentlichen Friedens eingeleitet. Außerdem prüft die Polizei noch, ob die neun Männer für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen müssen. Die Abiturienten sahen inzwischen ein, dass es sich bei dem Abi-Streich um keine gute Idee handelte.

Teilnehmer von so genannten Abi-Streichen – in der Form wie am vergangenen Freitag – gefährden sich und andere. Ihre Aktionen bergen ein nicht kalkulierbares Risiko für Beteiligte und unbeteiligte Menschen. In dieser Deutlichkeit warnt die Aachener Polizei vor völlig überzogenen Abistreichen.«