Tödliches Drama bei Leipzig: 13-Jähriger von Zug erfasst

Symbolfoto: © burntimes

Am Dienstag ist ein Kind in Delitzsch bei Leipzig von einem Intercity-Zug 2303 aus Berlin erfasst und getötet worden. Der Unfall ereignete sich im Unteren Bahnhof. Vor den Augen von Passanten erfasste der Zug mit hoher Geschwindigkeit den 13-Jährigen. Der Lokführer bemerkte das Unglück während der Fahrt zunächst nicht. Erst im Hauptbahnhof von Leipzig wurde das Unglück entdeckt. Der Lokführer wurde nach dem Unglück psychologisch betreut. Die Gleise 10 bis 13 wurden im Leipziger Hauptbahnhof gesperrt. Außerdem wurde die Strecke zwischen Delitzsch und Leipzig nach Leichenteilen abgesucht. Dazu wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. In Folge dessen wurde der Bahnverkehr zeitweise auf der Strecke eingestellt. Die Polizei teilte mit, dass von einem Suizid ausgegangen wird.

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SEK-Einsatz in Sachsen: Bewaffneter ist flüchtig

Symbolfoto: © burntimes

Am Samstag hat ein bewaffneter und gesuchter Mann auf der Flucht vor der Polizei einen Streifenwagen gerammt und anschließend auf Beamte geschossen. Der Vorfall ereignete sich im Klipphausener Ortsteil Ullendorf in der Nähe von Meißen. Zuvor hatte ein aufmerksamer Bürger den per Haftbefehl gesuchten Mann auf einem Supermarkt-Parkplatz entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Mann war bereits verschwunden, als die Polizei vor Ort eintraf. Eine andere Steife spürte ihn 30 Kilometer entfernt in Krögis auf. Er konnte entkommen und rammte anschließend ein Polizeiauto und gab Schüsse gab. Ob es sich um scharfe Schüsse oder eine Schreckschusswaffe handelte ist unklar. Nachdem ein Beamter zurück schoss und das Fahrzeug des Mannes traf, stieg dieser aus und rannte in ein ehemaliges Möbelhaus. Spezialeinsatzkräfte umstellten und durchsuchten das Gebäude, konnten den Mann aber nicht ausfindig machen – er entkam. Wie der 43-Jährige sich unbemerkt aus dem Staub machen konnte ist unklar.

Seit dem ist der 43-jährige Mann aus Radebeul flüchtig. Gegen den Mann liegt ein Haftbefehl vor, weil er Strafen nicht bezahlt hat. Seit gestern wird außerdem wegen versuchten Totschlags gegen ihn ermittelt. Die Suche mit Spezialeinsatzkräften und einem Polizeihubschrauber wurde inzwischen erfolglos eingestellt. Es ist völlig unklar, wo der Mann sich aufhält.

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Dresden: Männer stoßen Mann aufs Bahngleis während ein Zug einrollt – Staatsanwaltschaft lässt Täter laufen

Symbolfoto: © burntimes

Am Freitagmorgen gegen 4.45 Uhr ereignete sich auf dem Bahnsteig in Dresden-Zschachwitz ein Gewaltverbrechen. Ein 40-jähriger Mann wurde von zwei Männern auf die Gleise geschubst und anschließend hielten sie den Mann mit Fußtritten gegen den Kopf auf den Gleisen, während die S-Bahn bereits einfuhr. Der Mann war zuvor mit seinem Fahrrad aus einer S-Bahn ausgestiegen und auf dem Weg zur Arbeit. Er wurde anschließend von zwei Männern angesprochen, die Feuer für ihre Zigaretten verlangten. Nachdem der Mann verneinte wurde er angegriffen. Bei den Tätern handelt es sich um einen 23-jährigen Marokkaner und einen 27-jährigen Libyer, teilte die Polizei mit. Die Täter entrissen dem Mann sein Fahrrad und warfen es gegen ihn. Daraufhin stürzte er mitsamt seinem Fahrrad etwa einen Meter tief auf die Gleise. Die S-Bahn rollte zu diesem Zeitpunkt bereits ein. Der Lokführer reagierte und bremste den Zug voll ab, sodass dieser einige Meter vor dem Mann zum Stehen kam. Er alarmierte anschließend die Polizei. Die Angreifer flüchteten daraufhin vom Bahnsteig. Beide wurden in einer nachfolgenden S-Bahn verhaftet. Sie waren beide alkoholisiert und hatten keine gültige Fahrkarte vorzuweisen. Außerdem wurden Drogen bei den Männern gefunden.

Die Staatsanwaltschaft hat die Täter nach einer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr wurden eingeleitet.

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Geflohener Straftäter aus Sachsen wurde in Hannover festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover wurde bereits am Mittwoch ein aus Sachsen geflohener Straftäter gefasst, wie am Freitag bekannt wurde. Nach dem Mann wurde deutschlandweit und im Ausland gefahndet. Der 37-Jährige war Anfang September aus dem Maßregelvollzug in Sachsen geflohen. Er kehrte am 5. September nicht von einem unbegleiteten Freigang ins Krankenhaus Großschweidnitz zurück. Der 37-Jährige wurde 2008 wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und schweren Raubs von einem Leipziger Gericht zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte 2007 erfolglos versucht eine Bank zu überfallen, im Jahr 2008 hatte er Erfolg.

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Terrorverdacht: Razzien in fünf Bundesländern

Symbolfoto: © burntimes

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In fünf Bundesländern wurden am Dienstag Wohnungen durchsucht. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Anti-Terror-Einsatz handelt. Das Thüringer Landeskriminalamt teilte mit, dass zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht wurden. Der Verdacht richtet sich gegen Tschetschenen, die im Verdacht der Terrorismusfinanzierung stehen. Ein 28-jähriger Tschetschene soll demnach geplant haben sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. Bei den Anti-Terror-Einsätzen waren Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. In Suhl war neben dem Spezialeinsatzkommando auch noch zusätzlich ein Sprengstoffhund im Einsatz. Eine Person wurde in Suhl verhaftet.

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Terrorverdächtiger Al-Bakr beging Selbstmord in der JVA Leipzig: Justizminister sieht keine Hinweise auf Fremdverschulden

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Mehrere Wochen überwachten die Geheimdienste den 22-jährigen syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr. Am 7. Oktober wollte er Heißkleber kaufen. Das ist für die Ermittler ein Signal, dass er die Bombe fertigstellen will. Der Verfassungsschutz benachrichtigte daraufhin die Polizei. Am frühen Morgen des 8. Oktober wollten Spezialeinsatzkräfte Al-Bakr in der Wohnung eines Bekannten in Chemnitz verhaften, doch ihm gelang die Flucht. Der Mieter der Wohnung wird als Mittäter am Hauptbahnhof in Chemnitz verhaftet. In der Nacht zu Montag wird Al-Bakr von einem Syrer in Leipzig aufgenommen. Dieser holte Verstärkung und fesselte den Terrorverdächtigen in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Al-Bakr wurde festgenommen und machte den Syrern, die ihn auslieferten schwere Vorwürfe. Er sagte, dass sie von dem geplanten Anschlag wussten und offenbar nasse Füße bekommen hätten. Ob das der Wahrheit entspricht, muss nun geprüft werden. Am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr wurde Al-Bakr mit einem T-Shirt stranguliert in seiner Zelle, in der JVA Leipzig, aufgefunden.

Am Donnerstagvormittag bezog der Anstaltsleiter Stellung und teilte mit, dass nach Einschätzungen der JVA Leipzig keine akute Suizidgefahr bei Al-Bakr bestand. Er hatte kurz vor seinem Suizid eine Deckenlampe heruntergerissen und eine Steckdose manipuliert, als die Zelle bereits stromlos geschaltet war. Über diese Sachbeschädigungen war die JVA informiert und hatte Reparaturarbeiten durchgeführt und anschließend, wurde Al-Bakr zurück in seine Zelle geführt. Das waren offenbar erste Anzeichen für eine akute Suizidgefahr, wie der Anstaltsleiter der JVA-Leipzig auf der Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgibt. Al-Bakr wurde zunächst alle 15 Minuten kontrolliert. Am Mittwochnachmittag entschied eine Runde von führenden Angestellten und Psychologen der JVA, dass er nur noch alle 30 Minuten kontrolliert werden muss. Der Anstaltsleiter sprach außerdem von einem Kommunikationsproblem, weil kein arabischer Dolmetscher Tag und Nacht zur Verfügung stand.

Der Terrorverdächtige wurde von einer diensthabenden Auszubildenden am Donnerstagabend um 19.45 Uhr stranguliert in seiner Zelle aufgefunden. Sie löste anschließend Alarm aus. Die Reanimationsmaßnahmen wurden sofort eingeleitet, blieb jedoch erfolglos, sodass die Notärztin gegen 20.15 Uhr den Tod diagnostizierte. Der sächsische Justizminister sagte auf der Pressekonferenz: „Das hätte nicht passieren dürfen. Es ist aber leider geschehen.“ Sachsens Innenminister lehnte einen Rücktritt ab. Die Leiche von Al-Bakr wird zur Stunde obduziert.

Der Bundesinnenminister sagte, dass die Ermittlungen zu dem geplanten Anschlag auf einen Berliner Flughafen durch den Suizid von Al-Bakr erschwert werden. Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sprach von einer Tragödie.

Dschaber al-Bakr stammte aus dem Südwesten von Syrien unweit der Golanhöhen. Im Februar 2015 kam er nach Deutschland, am 19. Februar 2015 wurde er in der Erstaufnahmestelle in München registriert und wurde zur Erstaufnahme nach Chemnitz verwiesen. Er erhielt – wie bei syrischen Kriegsflüchtlingen üblich – eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltsgenehmigung und wurde dem Landkreis Nordsachsen zugewiesen, wo er in Eilenburg unterkam. Dschaber al-Bakr soll Deutschland im Frühjahr bis zum Spätsommer verlassen und sich mehrere Monate in der Türkei aufgehalten haben. Geprüft wird nach Aussagen aus Ermittlerkreisen, ob er von dort nach Syrien reiste und sich in einem Ausbildungslager islamistischer Terroristen schulen ließ. Nach Aussagen verfügte er nach der Rückkehr über auffällig hohe Bargeldbeträge in US-Dollar. Nach Hinweisen ausländischer Dienste, al-Bakr stehe mit der Terrormiliz Islamischer Staat in Verbindung, warnten der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz vor einer möglichen Gefährdung durch ihn.

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Leipzig: Landsmann fesselt syrischen Terrorverdächtigen Jaber A. –– Festnahme

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der international gesuchte Terrorverdächtige Jaber A. konnte in der Nacht zu Montag um 0.42 Uhr im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verhaftet werden. Der tatverdächtige Syrer hatte am Leipziger Hauptbahnhof einen Landsmann angesprochen und ihn gefragt, ob er bei ihm übernachten könnte. Der Syrer erkannte den Mann, als den Terrorverdächtigen, lud ihn zu sich nach Hause ein und fesselte ihn wenig später in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden den 22-jährigen Jaber A. gefesselt in der Wohnung vor. Jaber A. war als Flüchtling in Deutschland registriert und steht unter dringendem Tatverdacht einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben.

Am Samstag konnte er während einer Anti-Terror-Razzia knapp entkommen. Im Inneren der Chemnitzer Wohnung, in der sich der 22-Jährige aufhielt, wurden später mehrere hundert Gramm hochexplosiver Sprengstoff gefunden. Der Mieter der Wohnung wurde am Samstagnachmittag am Hauptbahnhof von Chemnitz verhaftet. Er könnte ein Komplize von Jaber A. sein. Der Mann hatte offenbar einen Sprengstoffanschlag auf einen der Berliner Flughäfen geplant. Jaber A. war im Auftrag der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) aktiv. Am Sonntag wurden bereits die Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen in Berlin Tegel und Schönefeld verstärkt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Terrorverdächtigen übernommen. Jaber A. wird nun nach Karlsruhe überführt. Dort wird ihm noch am Montag der Haftbefehl verkündet.
Die Berliner Polizei gratulierte den Kollegen in Sachsen zum Fahndungserfolg.

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Großeinsatz in Chemnitz (Sachsen): Terrorverdacht – Sprengstoff wurde gefunden

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In der sächsischen Stadt Chemnitz wurde am Samstagmorgen eine Wohnung im früheren Fritz-Heckert-Gebiet durchsucht. Der Zugriff erfolgte am frühen Samstagmorgen. Die Beamten stürmten die Wohnung und fanden dort eine relevante Person nicht an. Spezialeinsatzkräfte durchsuchten anschließend den Gebäudekomplex und entdeckten mehrere hundert Gramm „hochbrisanten Sprengstoff“. Es wurden Löcher gegraben in denen den Sprengstoff unschädlich gemacht werden soll. Ein Transport ist Polizeiangaben zufolge zu gefährlich. Der Evakuierungsradius wurde am Samstagabend noch einmal ausgeweitet. Anschließend wurde das Wohngebiet abgeriegelt und mehrere Häuser und Wohnungen evakuiert. Am späten Samstagnachmittag wurden drei Personen, die mit dem Verdächtigen in Kontakt standen, am Hauptbahnhof in Chemnitz vorübergehend festgenommen. Die Personen trugen einen Koffer bei sich, der zur Stunde von Spezialkräften nach Sprengstoff untersucht wird. Die Polizei geht davon aus, dass der Tatverdächtige, nach dem zur Zeit gefahndet wird, Verbindungen zu Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) hat. Die Polizei fahndet in und rund um Chemnitz auf Hochtouren. Dem Mann ist jedoch offenbar die Flucht gelungen. Er wird verdächtigt einen Sprengstoffanschlag vorbereitet zu haben. Auch in Berlin wurden die Sicherheitsmaßnahmen am Samstag erhöht. An den Bahnhöfen sind Einsatzkräfte aus den Hundertschaften im Einsatz. Unklar ist, ob der gesuchte Syrer Sprengstoff bei sich trägt. Die Polizei stuft den Mann als gefährlich ein.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei Sachsen um Mithilfe bei der Suche nach einer Person, welche im Verdacht der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags steht. Die Polizei selbst hat zur Zeit keine Hinweise zum Aufenthaltsortes des Mannes.

Es handelt es sich bei der Person um:

© Medienservice.Sachsen/Polizei Sachsen

© Medienservice.Sachsen/Polizei Sachsen

Jaber ALBAKR,
geb. 10.01.1994 in Saasaa/Damaskus-Land/Syrien,

Aktuell ist ALBAKR, wie auf dem beigefügtem Bild, mit einem schwarzen Kapuzensweatshirt mit auffälligem Druck bekleidet.

Hinweise zur Person bitte telefonisch an das Landeskriminalamt Sachsen unter 0351/8554114 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Einheitsfeier in Dreden: Brandanschlag auf drei Polizeifahrzeuge

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Nach den zwei Sprengstoffanschlägen auf die Fatih-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde, sowie auf das Kongresszentrum und einer gefunden Bombenattrappe ist die Lage im sächsischen Dresden zur Zeit angespannt. In der Nacht zu Sonntag wurden gegen 1 Uhr drei Polizeifahrzeuge angezündet. Verletzt wurde bei den Brandanschlägen niemand, es entstand jedoch ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit der in Dresden stattfindenden Einheitsfeier aus. Die Polizeifahrzeuge wurden auf einem Hotel-Parkplatz in Dresden-Nesuatdt angezündet. Nach zwei Sprengstoffanschlägen und einer gefundenen Bombenattrappe sind zur Zeit 2.600 Polizisten im Einsatz.

Eineinhalb Stunden nach dem Brandanschlag auf die Polizeifahrzeuge rief ein Anwohner aus der Dresdner Friedensstraße an, der berichtete, dass dort mehrere Unbekannte Graffitis an die Wände sprühen. Die Beamten entdeckten vor Ort mehrere Schmierereien, darunter auch den Schriftzug „Ganz Dresden hasst die Polizei“. In der Nähe wurde ein 20-Jähriger festgestellt, der mit den Schmierereien im Zusammenhang steht. Die Ermittler prüfen nun, ob zwischen dem Brandanschlag, der etwa zweieinhalb Kilometer entfernt von den Schmierereien verübt wurde, ein Zusammenhang besteht.

Die Behörden sind alle in Alarmbereitschaft und bewachen sämtliche islamischen Einrichtungen in Dresden. Die Feier zur Einheitsfeier am Montag wird aufgrund der Anschläge nicht eingeschränkt. Darauf verständigten sich die Behörden und die Polizei bereits am vergangenen Dienstag. Die Feierlichkeiten werden in diesem Jahr abgesichert, wie es noch nie zuvor der Fall war.

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IC-Zug in Leipzig wurde evakuiert: Mann drohte damit Fahrgäste zu töten

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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In Leipzig-Messse wurde am Mittwochvormittag um 11.48 Uhr ein Intercity-Zug (IC) auf dem Weg von München nach Berlin gestoppt und evakuiert. Zuvor drohte ein 41-jähriger Fahrgast während der Fahrkartenkontrolle damit Fahrgäste in dem IC 2302 zu töten und sich im Zug in die Luft zu sprengen. Zuvor soll er anstatt eines Tickets seinen Behindertenausweis vorgezeigt haben. Dieser berechtigte den 41-Jährigen jedoch nicht zur kostenfreien Fahrt. Anschließend eilten mehr als 100 Polizisten und ein Kriseninterventionsteam zum Messe-Bahnhof in Leipzig. Der Mann wurde bereits als vermisst gemeldet. Das Zugpersonal hatte den Mann im Zug eingesperrt und die Polizei verständigt.

Der Intercity stand insgesamt viereinhalb Stunden lang auf dem Messebahnhof und wurde dabei von schwer bewaffneten Einsatzkräften eines Sondereinsatzkommandos (SEK) umstellt. Der Fahrgast war erst am Hauptbahnhof in Leipzig in den Zug eingestiegen. Der sehr aggressive Fahrgast ließ sich schließlich vom SEK festnehmen. Gegen 16.30 Uhr stieg der Mann in Begleitung des SEK aus dem Zug aus. Er hat freiwillig aufgegeben, in dem er sich mit erhobenen Händen an ein Zugfenster stellte. Anschließend musste sich der Mann vor den Polizisten vollständig entkleiden, um auszuschließen, dass er Sprengstoff am Körper trug. Danach wurde der verwirrte Mann verhaftet und in eine Spezialklinik eingeliefert. Von den Fahrgästen des IC wurde niemand verletzt. Der IC wurde anschließend nach Sprengstoff durchsucht. Dabei kam auch ein Spürhund zum Einsatz. Es wurde keinerlei Sprengstoff gefunden.

Durch den Vorfall wurde der Bahnverkehr im Großraum von Leipzig massiv gestört. Die Strecke in Richtung Berlin wurde gesperrt. Das hatte auch Auswirkungen auf den Fernverkehr. Auch S-Bahn-Linien in Leipzig waren von dem Vorfall betroffen und konnten zum Teil nicht planmäßig verkehren. Ein Not-Busverkehr wurde eingerichtet.

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