Duisburg: 300 Gaffer behindern Rettungseinsatz nach Unfall – Polizei setzt Diensthund ein

Symbolfoto: © burntimes

Rund 300 Gaffer haben am Montagnachmittag gegen 16 Uhr im nordrhein-westfälischen Duisburg, in der Wanheimer Straße einen Rettungseinsatz behindert. Zuvor waren eine Straßenbahn und ein Peugeot kollidiert. Der 53-jährige Autofahrer wurde in seinem Peugeot eingeklemmt und schwer verletzt. Um dem Mann helfen zu können, musste die Polizei mit Hilfe eines Diensthundes die Schaulustigen zurückhalten und hinter eine Absperrung drängen. Die herbeigeeilten Einsatzkräfte konnten das Unfallfahrzeug aufgrund der Vielzahl der Schaulustigen zunächst gar nicht erkennen.

Der Autofahrer wollte auf der Straße wenden und hatte dabei die parallel neben ihm fahrende Straßenbahn der Linie 903 übersehen, die er zuvor überholt hatte. Der 37-jährige Straßenbahn-Fahrer leitete eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht verhindern. Das Auto wurde etwa 20 Meter weit geschoben. Weil die Oberleitung beschädigt wurde und der Strom ausfiel, musste die Straßenbahn von der Feuerwehr zurückgeschoben werden. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden von lauten abfälligen Rufen der Schaulustigen begleitet.
Die Wanheimer Straße war am Montag zwischen 16 und 18 Uhr in Richtung Innenstadt gesperrt.

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Herne: Mutmaßlicher Kindermörder verhaftet – eine weitere Leiche wurde entdeckt

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Die Polizei hat am Donnerstagabend den mutmaßlichen 19-järhigen Kindermörder Marcel H. verhaftet. Der Tatverdächtige hat sich in einem Schnellimbiss in Herne gestellt. Ganz in der Nähe brannte eine Wohnung, in der sich Marcel H. versteckt hatte. Die Polizei teilte mit, dass nach der Festnahme eine weitere Leiche gefunden worden ist. Der Festgenommene selbst gab die Hinweise zu der Wohnung. Am Montagabend soll Marcel H. einen neunjährigen Jungen mit mehreren Messerstichen ermordet haben (wir berichteten). Daraufhin wurde im Ruhrgebiet und später auch bundesweit nach ihm gefahndet.

Am Donnerstagvormittag durchsuchten Polizisten mit einem Großaufgebot eine Klinik in Mönchengladbach. Mehrere Zeugen berichteten, dass sich der Kindermörder dort aufhält. Die Suche wurde schließlich erfolglos abgebrochen. Bis Donnerstagabend waren mehr als 1.500 Hinweise eingegangen.

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Oberhausen: Schwefelsäure-Wolke über der Stadt – 150 Menschen mit Atemwegsbeschwerden

Symbolfoto: © burntimes

Über Oberhausen, im Ruhrgebiet, befindet sich nach einem Chemieunfall in einem Betrieb eine Schwefelsäure-Wolke. Etwa 150 Menschen beklagten sich über Atemwegsbeschwerden. Unter den Verletzten befinden sich 110 Angestellte der Wirtschaftsbetriebe in Oberhausen – 40 weitere sind Mitarbeiter des betroffenen Chemieunternehemens. Aus einem 600 Kubikmeter Tank war 96-prozentige Schwefelsäure ausgetreten, nach dem der Tank gebrochen war. Die Ursache für den Zwischenfall ist noch unklar. Zahlreiche Straßen in der Stadt sind gesperrt worden, darunter auch eine vielbefahrene Autobahn. Auch im Zug- und Schiffsverkehr kommt es zu Einschränkungen. Züge können bis Donnerstagnachmittag nicht von Oberhausen in Richtung Sterkrade fahren. Davon betroffen sind Züge des Nah- und Fernverkehrs. Auf dem Rhein-Herne-Kanal wurde der Schiffsverkehr zunächst gestoppt.

Die Feuerwehr teilte mit, dass die zur Zeit drückende Wetterlage schuld daran sei, dass sich die Schwefelsäure-Wolke in Bodennähe befindet. Die Feuerwehr ist zur Zeit dabei die giftige und ätzende Wolke mit Wasserwerfern zu bekämpfen. Der betroffene Bereich wurde weiträumig abgesperrt und abgesichert. Das gesamte Gewerbegebiet von Oberhausen ist evakuiert worden.

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Feuer in Bochumer Krankenhaus: Zwei Tote –– Patientin könnte Feuer gelegt haben

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin  | pixelio.de

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Im Bochumer Klinikum Bergmannsheil hat es am Freitagmorgen ab 3.30 Uhr gebrannt. Mindestens zwei Patienten starben, sieben weitere schweben in Lebensgefahr. Insgesamt wurden 16 Menschen verletzt. Das Krankenhaus Bergmannsheil gehört mit 650 Betten zu den größten Krankenhäusern im Ruhrgebiet. Die Polizei hält Brandstiftung für möglich und kann eine suizidale Absicht als Brandursache nicht ausschließen. Im Zimmer einer 69 Jahre alten Frau war das Feuer ausgebrochen. Die Frau kam bei dem Brand ums Leben. Ihr Zimmernachbar, ein 41 Jahre alter Mann aus Marl starb ebenfalls. Das Feuer hatte sich vom sechsten Stockwerk in kürzester Zeit auf die darüberliegenden Etagen und den Dachstuhl ausgebreitet. Aus dem Klinikum wurden 126 Menschen gerettet. Einige von ihnen wurden vorzeitig entlassen.

Die Feuerwehr brauchte mit über 300 Einsatzkräften mehrere Stunden bis das Feuer unter Kontrolle war. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Trotz des Brandes bleibt das Krankenhaus weiter in Betrieb.

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Silvester-Unfall in Datteln: 15 Verletzte – Frau verliert Fuß

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Im nordrhein-westfälischen Datteln hat sich bei der Silvesterfeier in einem Landhotel ein tragisches Unglück ereignet. Während des Silvesterfeuerwerks war eine Feuerwerksbatterie umgekippt und feuerte in eine Menschenmenge. Zwischen 300 und 400 Menschen hatten sich versammelt. Auch Gäste des Hotels hatten eigenes Feuerwerk mitgebracht und gezündet. Eines sei umgekippt und verursachte die Verletzungen, bestätigte der Polizeisprecher. Weiter teilte der Sprecher mit, dass es sich bei dem Feuerwerkskörper um einen illegalen Böller gehandelt hat. Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt. Dabei erlitt eine 24-Jährige schwere Verletzungen. Ihr musste in der Nacht zu Freitag der Fuß amputiert werden. Weitere Gäste wurden teils schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen eingeleitet.

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Duisburg: Mann tritt 61-Jährigem in Bäckerei ins Gesicht

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Weil sich ein 61-Jähriger in einer Bäckerei in der Duisburger Altstadt vorgedrängelt haben soll ist ein 31-jähriger Kunde am Montagmittag ausgerastet und ging auf den Mann los. Der 31-Jährige hat den Mann niedergeschlagen und ihm, nachdem er bereits am Boden lag auch noch ins Gesicht getreten, teilte die Polizei mit. Der 31-Jährige geriet am Montagmittag gegen 12.10 Uhr in einer Bäckerei an der Duisburger Königsstraße mit einem weiteren Kunden in Streit. Plötzlich schlug der 31-Jährige zu. Zahlreiche Passanten versuchten den aggressiven Kunden zu bändigen. Dies gelang erst der alarmierten Polizei. Fünf Streifenwagenbesatzungen eilten zu der Bäckerei, um den Mann festzunehmen. Der Polizei wurde eine Schlägerei unter mehreren Personen gemeldet. Nach Eintreffen der ersten Polizisten stellte sich jedoch schnell heraus, dass ein 31-jähriger Duisburger auf einen 61-Jährigen losgegangen war. Auch der Polizei gegenüber verhielt sich der 31-jährige Angreifer aggressiv. Während seiner Festnahme trat er nach einer Polizistin, verletzte sie aber nicht.

Der 31-Jährige sagte bei der Polizei aus, dass der andere Kunde sich vordrängelte. Der 61-Jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde zunächst in Polizeigewahrsam genommen. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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Schießerei in Duisburg-Marxloh: 29-Jähriger stirbt –– 42-jährige Schwangere wird schwer verletzt

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Im Duisburger Stadtteil Marxloh ereignete sich am Sonntagmittag gegen 13.15 Uhr eine Schießerei. Ein Unbekannter eröffnete plötzlich das Feuer auf zwei Menschen. Ein 29-jähriger Mann kam ums Leben und eine 42-jährige schwangere Frau musste notoperiert werden. Die Täter schossen ihr in den Bauch. Sie wurde schwer verletzt. Die Hintergründe der Bluttat sind noch vollkommen unklar. Der Notruf ging am Sonntagmittag um 13.18 Uhr bei der Polizei in Duisburg ein. Nachbarn berichteten der Polizei, dass es vor den Schüssen einen lautstarken Streit in einer Wohnung der ersten Etage an der Grillostraße kam. Nachbarn gaben an, dass mindestens drei Schüsse fielen. Die Polizisten entdeckten in der Wohnung im ersten Obergeschoss die Leiche des 29-Jährigen. Die Polizei teilte mit, dass er mehrere Wunden im Oberkörper erlitt, die ihm nicht durch eine Schusswaffe zugefügt wurden. Es handelt sich vermutlich um Stichwunden. Eine angeordnete Obduktion soll Klarheit bringen. In welchem Verhältnis der 29-Jährige zu der Frau stand, ist noch unklar. Es könnte sich aber möglicherweise um die Geliebte des 29-Jährigen handeln. Spezialisten durchsuchten am Sonntag die Wohnung nach Hinweisen, die Rückschlüsse zu den Tätern geben können. Nachbarn berichteten, dass nach den Schüssen zwei Personen aus dem Haus flüchteten.

Als die Rettungskräfte eintrafen saß die 42-jährige Frau auf dem Bürgersteig vor dem Haus. Sie blutete stark. Nachdem die Beamten ihr näher kamen stellten sie fest, dass die Frau schwanger ist.

Die Mordkommision hat die Ermittlungen aufgenommen. Aus Polizeikreisen wurde vermeldet, dass es sich wohl um eine Beziehungstat handelte. Die Polizei fahndete unmittelbar nach der Bluttat mit mehreren Streifenwagen, zeitweise mit der Unterstützung von Polizeihubschraubern – vergebens. Von den Tätern fehlte am Sonntagabend noch jede Spur. Die Fahndungsmaßnahmen laufen dennoch weiterhin. Über dem Schwelgernpark kreiset auch am Sonntagabend ein Hubschrauber der Polizei.

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