Vergewaltigungen an der Uni Bochum: Verdächtiger gesteht die Taten vor Gericht

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

In Bochum wurden zwei chinesische Studentinnen in der Nähe de Ruhr-Universität brutal vergewaltigt (wir berichteten). Der 32-jährige Angeklagte hatte die Tat zunächst bestritten und am Mittwoch überraschend ein Geständnis abgelegt. Er gab zu die beiden Austauschstudentinnen im letzten Jahr überfallen und vergewaltigt zu haben. Bei dem Mann handelt es sich um einen Asylbewerber aus dem Irak, der mit seinen Kindern und seiner Frau in einer Flüchtlingsunterkunft lebte. Eine der beiden Studentinnen hatte den 32-Jährigen als Täter identifiziert und wiedererkannt. Es gibt außerdem DNA-Spuren, die dem Angeklagten sicher zuzuordnen sind.

Das erste Opfer wurde am 6. August 2016 in ein Gebüsch gezerrt, mit einem Seil stranguliert, geschlagen und vergewaltigt. Die 22-Jährige wäre fast erstickt. Um vor Gericht aussagen zu können, reiste sie extra aus China an. Die zweite Tat ereignete sich am 16. November 2016. An dem Tag hatte der Angeklagte eine 28-jährige Studentin vergewaltigt. Anschließend wurde mit einem Phantombild nach dem Täter gesucht. Am 5. Dezember wurde der Täter vom Freund des zweiten Opfers im Gebüsch gesehen. Er machte Fotos von ihm und alarmierte die Polizei. Anschließend wurde der Mann verhaftet. Das Urteil im laufenden Prozess wird am 16. Mai erwartet. Die Beweisaufnahme wurde nach dem Geständnis beendet.

Share

Vergewaltigungen an der Ruhr-Uni in Bochum: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Mindestens zwei Frauen wurden in der Nähe der Ruhr-Universität in Bochum vergewaltigt. Am 6. August wurde eine 21-jährige Frau auf der Straße „Auf dem Kalwes“ angegriffen und verletzt. Mehr als zwei Monate später, am 16. November, griff der Mann eine junge Frau auf der Überführung über dem Hustadtring an. Er zog die Studentin anschließend in ein Waldstück an der Schinkelstraße und missbrauchte sie sexuell. Fußgänger bemerkten davon nichts. Die Polizei fahndete mit einem Phantombild nach dem Täter. Über 100 Hinweise gingen bei der Polizei ein.

Am Montagmorgen wurde schließlich ein Mann verhaftet, der dringend tatverdächtig ist. Die Staatsanwaltschaft in Bochum kam schnell zu dem Ergebnis, dass beide Vergewaltigungen vom gleichen Täter begangen worden sind und dass der Täter in der Nähe der Ruhr-Universität seinen Wohnsitz hat. Durch eine freiwillig abgegebene DNA-Probe wurde der Mann überführt.

Share