Schweres Busunglück auf der A9: Reisebus raste in LKW – 18 Menschen verbrannten

Symbolfoto: © burntimes

Am Montagmorgen um kurz nach 7 Uhr ist ein Reisebus mit einer Seniorengruppe aus Sachsen in der Nähe von Münchberg im Landkreis Hof auf einen langsam fahrenden LKW mit Anhänger geprallt und in Flammen aufgegangen. Das Feuer breitete sich extrem schnell aus, weil der LKW Kissen und Betten geladen hatte. Als die ersten Feuerwehrkräfte vor Ort waren, stand der Bus bereits in Vollbrand. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Hitze konnte die Feuerwehr nicht mehr in den Bus. Auch der Grünstreifen neben dem Bus fing Feuer. Bei dem Busunglück kamen mindestens 18 Menschen ums Leben, 30 weitere Insassen wurden zum Teil schwer verletzt. Möglicherweise brannte der Bus bereits vor dem Aufprall auf den LKW-Anhänger. Die großen Einsatzfahrzeuge hatten Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu gelangen, weil die Rettungsgasse teils nicht gebildet wurde. Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer sprach bei dem Brand eines Reisebusses von einem „Inferno“. Der Chef der CSU fuhr zur Unglücksstelle und machte sich ein Bild über die Lage. Seehofer sagte, dass die Menschen, die die Leichen bergen müssen dieses Ereignis ihr Leben lang nicht mehr vergessen können.

Share

Castrop-Rauxel: Kind (7) wurde angefahren – wütender Mob bedrohte die Rettungskräfte

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel wurde am Dienstag ein siebenjähriges Kind an der Victorstraße von einem Auto angefahren. Das Kind hat mit mehreren anderen Kindern zwischen Autos gespielt und lief plötzlich auf die Straße. Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste das Kind. Während die Polizei den Unfall aufnahm, behandelten Sanitäter das verletzte Kind. Nach dem Autounfall gingen zwei junge Männer im Alter von 17 und 21 Jahren aggressiv auf die Rettungskräfte los. Sie wollten wissen wer das den siebenjährigen Jungen angefahren hat. Ob die beiden mit dem Kind verwandt sind ist noch unklar.

Die Notfallversorgung des verletzten Kindes wurde dadurch massiv behindert. Unterstützt wurden die zwei aufgebrachten Männer von etwa 20 Menschen, darunter Polizeiangaben zufolge auch Angehörige und zahlreiche Gaffer. Die Polizei versuchte die beiden Männer zu beruhigen. Sie gingen jedoch mit Fäusten auf die Beamten los. Die Polizei rief kurzerhand Verstärkung. Mehrere Streifenwagen eilten zur Victorstraße. Erst im Anschluss gelang es die aufgebrachte Menschenmenge zu beruhigen. Die beiden 17- und 21-jährigen Männer wurden vorläufig in Polizeigewahrsam genommen. Sie wurden jedoch noch am selben Abend wieder freigelassen. Sie erwartet nun eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt.

Share

Italien: Hotel wurde von Lawine verschüttet und um zehn Meter verschoben – viele Tote befürchtet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Italien hat sich in den Abruzzen ein schweres Lawinenunglück ereignet. Ein abgelegenes vierstöckiges Berghotel wurde dabei am Mittwochabend verschüttet. Durch die Wucht der Schneemassen wurde das Hotel um etwa zehn Meter verschoben. In den Schneemassen werden bis zu 30 Menschen befürchtet, darunter auch zwei Kinder. Kurz vor der Lawine hat ein Erdbeben die Region erschüttert. Das Hotel im Abruzzen-Ort Farindola wurde bis zum Dach verschüttet. Aufgrund der Schneemassen musste der Weg für die Rettungskräfte zunächst mit schwerem Gerät freigeräumt werden. Trotzdem mussten die Rettungsmannschaften mehrere Kilometer zu Fuß durch die Schneemassen gehen, um nach Überlebenden zu suchen. Sie gelangten erst am Donnerstagnachmittag zum Hotel.

Zwei Menschen wurden lebend geborgen. Ein Mann hatte nur überlebt, weil er sich zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs nicht im Hotel aufhielt, sondern auf dem Weg zu seinem Auto war. Bisher gibt es keinerlei weitere Lebenszeichen aus dem Hotel. Ein Mitarbeiter der Bergwacht sagte, dass man nicht mehr viel tun kann. Matratzen wurde mehrere hundert Meter weit mitgerissen. Ein Feuerwehrmann sagte, dass das Suchgebiet extrem groß sei. Tonnenweise Schnee, Baumstämme und Trümmerteile erschweren die Suchmaßnahmen. Das betroffene Vier-Sterne-Hotel Rigopiano verfügte über 45 Zimmer. Das Auswärtige Amt in Berlin hat zur Zeit keine Erkenntnisse über mögliche deutsche Opfer.

Share

Notarztwagen (NAW) verunfallt in Schleswig Holstein: Radkappen wurden gelöst

Symbolfoto: © burntimes

Ein Notarztwagen (NAW) des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK ist auf einer Einsatzfahrt im schleswig-holsteinischen Großhansdorf im Landkreis Stormarn verunglückt. Unbekannte hatten zuvor die Radmuttern des Notarztwagens gelöst. Die hinteren Reifen lösten sich und trafen im Gegenverkehr den VW Sharan einer 52-jährigen Frau. Sie blieb glücklicherweise genau so wie die Patientin und die Besatzung des Notarztwagens unverletzt. Der NAW befand sich mit einer Patientin an Bord auf dem Weg in die Lungenklinik in Großhansdorf, als sich 200 Meter vor der Klinik die Reifen lösten und das Fahrzeug auf der Felge stehen blieb.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen eines schweren Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. In Hamburg wurden erst kürzlich gelöste Radmuttern bei Rettungswagen festgestellt. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich die Reifen des NAW auf der Autobahn gelöst hätten.

Share

Neukirchen-Seigertshausen: Drei Geschwister sind im örtlichen Feuerlöschteich ertrunken

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Im nordhessischen 700-Einwohner-Dorf Neukirchen-Seigertshausen hat sich eine Familientragödie am Löschteich ereignet. Ein nicht eingezäunter und frei zugänglicher Teich ist den fünf, acht und neun Jahre alten Geschwistern zum Verhängnis geworden. Die Polizei in Kassel teilte mit, dass der elf Jahre alte Bruder seine Geschwister gesucht hat und dabei den Fünfjährigen leblos im Wasser treibend entdeckte. Anschließend lief der Junge zu einem Nachbarn, der sofort einen Notruf absetzte. Anwohner zogen den Jungen aus dem Wasser. Er starb trotz eingeleiteter Wiederbelebungsversuche noch an der Unglücksstelle.

Kaum waren die Rettungskräfte vor Ort, offenbarte sich eine Katastrophe, denn zwei weitere Kinder der Familie waren spurlos verschwunden. Mit einem Großaufgebot suchten Polizei und Feuerwehr in der Dämmerung am Samstagabend bis in die Nacht zu Sonntag nach den Vermissten. Taucher entdecken schließlich das achtjährige Mädchen und ihren neun Jahre alten Bruder in dem Teich, im Ortsteil Seigertshausen. Sie konnten beide nur noch tot aus dem Teich geborgen werden.

Unklar ist noch, wie genau die drei Kinder in den etwa zwei Meter tiefen Teich geraten sind. Die Ermittler sprachen von einem tragischen Unglücksfall und schlossen ein Fremdverschulden am Sonntag aus. Das Ufer des Teiches ist mit Steinen befestigt. Diese sind nach dem vielen Regen der letzten Tage teilweise sehr rutschig. Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Feuerlöschteich. Der Teich liegt rund 350 Meter vom Elternhaus der betroffenen Familie entfernt.

Die betroffene Familie war erst vor einem Jahr aus Saarbrücken nach Neukirchen-Seigertshausen in Nordhessen gezogen, teilte der Bürgermeister – sichtlich unter Schock mit. Die Familie hat einen syrisch-türkischen Hintergrund. Die Kinder sind alle in Deutschland geboren.

Das halbe Dorf beteiligte sich an der Suche nach den zwei vermissten Kindern und steht unter Schock. Die Eltern werden von Notfallseelsorgern betreut und konnten, weil sie unter Schock stehen, noch nicht befragt werden. Unklar ist auch, ob die Kinder möglicherweise nicht schwimmen konnten.

Share