Hurrikan in den USA: Ausnahmezustand – kein Ende der Wassermassen in Sicht

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

In den USA sorgt der Hurrikan „Harvey“ für eine Jahrhundertflut. Es regnet aufgrund des Hurrikans nach wie vor unaufhörlich in Houston und Teilen von Texas. Die Hochwasserpegel drohen auf den höchsten Stand, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu steigen. Über 600 Liter Regen könnte auf einen Quadratmeter fallen. Die Rettungskräfte sind mit den Ausmaßen zunehmend überfordert, sodass die Menschen in den betroffenen Gebieten häufig auf sich allein gestellt sind. Ein Gouverneur sagte, dass es unmöglich sei, die mehr als 30 Millionen Menschen alle zu evakuieren. Der Nationale Wetterdienst teilte mit, dass die Regennassen alles übersteigen, was bisher in den USA erlebt wurde. US-Präsident Trump erklärte am Montag auch für Teile von Louisiana den Notstand. Er und seine Frau wollen sich am Dienstag selbst ein Bild über die Lage vor Ort machen. Vielerorts sind Straßen nur noch mit Booten zu befahren. Zahlreiche Bewohner flüchteten auf die Dachböden und Hausdächer, doch die Rettungskräfte kommen nicht hinterher und gaben den Rat eine Axt mitzunehmen mit der man das Dach im Zweifelsfall durchschlagen könnte. Für Houston sagten die Behörden Regenfälle von bis zu 1,3 Meter voraus.

Bis Montagabend waren zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Hurrikan bestätigt. Zur Stunde werden noch zahlreiche Menschen vermisst.

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Kolumbien: Mindestens 254 Tote nach Überschwemmungen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Süden von Kolumbien haben Militärangaben zufolge Überschwemmungen und schwere Erdrutsche mindestens 254 Menschen das Leben gekostet, mehr als 400 weitere Menschen wurden zum Teil scher verletzt. Aktuell werden noch immer mehr als 200 Menschen vermisst. Insgesamt verwandelten sich drei Andenflüsse nach starken Regenfällen zu reißenden Strömen. Die Stadt Mocao wurde zu mehr als fünfzig Prozent zerstört. Der Präsident von Kolumbien hat den Katastrophenzustand ausgerufen. Ganze Wohnviertel wurden begraben. Die Menschen wurden in der Nacht zu Samstag von dem schweren Unwetter überrascht. Bundeskanzlerin Merkel hat den Opfern und Hinterbliebenen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Der Regierungssprecher sagte, das die Kanzlerin bestürzt von den Bildern aus Kolumbien ist.

Das schwerste Unglück ereignete sich in Kolumbien im November 1985. Damals brach der Vulkan Nevado del Ruiz aus. Dadurch wurde die Eiskappe des 5.390 Meter hohen Vulkans zum Schmelzen gebracht und dadurch wurde eine Schlamm- und Gerölllawine ausgelöst, die die gesamte Stadt Armero auslöschte. Insgesamt starben damals 25.000 Menschen.

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