Razzia in der Türkei: Mehr als 1.000 Gülen-Anhänger wurden festgenommen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach dem Verfassungsreferendum in der Türkei wurden erneut Anhänger der Gülen-Bewegung festgenommen. Am Mittwoch wurden über 1.000 Gülen-Anhänger verhaftet, weil sie nach Angaben von Erdogan Terroristen sind und den Polizeiapparat unterwandert haben. Weitere 3.200 Personen werden per Haftbefehl gesucht. Der türkische Präsident Erdogan betrachtet die Anhänger als Terroristen, die für den Putschversuch im Juli letzten Jahres verantwortlich sind. Gülen selbst lebt im Exil in den USA und sagte, dass Präsident Erdogan den Putsch selbst inszenierte. Die Gülen-Bewegung wurde in der Türkei als Terrororganisation eingestuft und viele Mitglieder sind willkürlich verhaftet worden. Die Bundesregierung äußerte Bedenken gegen das Vorgehen der türkischen Regierung.

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Anti-Terror-Razzien: IS-Verdächtige verhaftet – sie hatten Verbindungen zu den Paris-Attentätern

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Schleswig-Holstein wurden in Ahrensburg, Großhansdorf und in Reinfeld bei einer Anti-Terror-Razzia drei Syrer verhaftet, die in kommunalen Flüchtlingsunterkünften lebten. Allen Dreien wird vorgeworfen im Auftrag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach Deutschland eingereist zu sein. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sprach von einer möglichen „Schäferzelle“, die am Dienstag aufgedeckt wurde. Die drei verhafteten IS-Mitglieder sind im Alter zwischen 17 und 26 Jahren. Alle drei Männer haben Verbindungen zu den Paris-Attentätern. Zur Zeit spricht alles dafür, dass die drei Männer von der gleichen Schlepperorganisation nach Europa gebracht worden sind, wie die Paris-Attentäter. Die Reisedokumente sind gefälscht und stammen aus der gleichen Werkstatt.

Die Syrer gelangten im November 2015 über die Balkanroute nach Deutschland. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass die drei verhafteten Syrer eine Ausbildung für den Umgang mit Waffen und Sprengstoff haben. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Syrer nur nach Deutschland gelangt sind, um einen erteilten terroristischen Auftrag für die Terrormiliz IS durchzuführen. Gegen alle Drei wurden Haftbefehle erlassen. Konkrete Abschlagsplanungen konnten noch nicht genannt werden. Die Ermittlungen laufen.

In diesem Zusammenhang sagte Thomas de Maiziére, dass die Sicherheitslage in Deutschland unverändert hoch sei.

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Hannover: Jugendzentrum wurde von der Polizei durchsucht

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Die Polizei hat am Donnerstag das Jugendzentrum (UJZ) an der Kornstraße in Hannover, aufgrund des Verdachts der Unterstützung der illegalen kurdischen Arbeiterpartei PKK durchsucht. Am Donnerstagmorgen um kurz nach 10 Uhr verschafften sich vermummte Spezialkräfte der Polizei Zutritt in die Räumlichkeiten des Jugendzentrums. Während der Razzia wurde das gesamte Gelände in der Nordstadt abgesperrt. Hintergrund der Durchsuchung war ein Beschluss des Amtsgerichts in Lüneburg im Zusammenhang mit der PKK. Drei Vorstandsmitgliedern und einem weiterem Mitarbeiter wird vorgeworfen mit der Unterstützung der PKK gegen das Vereinsgesetz verstoßen zu haben. Der Polizeieinsatz im Jugendzentrum am Engelbosteler Damm war gegen 13.30 Uhr beendet und verlief friedlich, wie die Beamten bestätigten. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung waren spontan 100 Anhänger des Jugendzentrums erschienen.

Es wurden vier Computer, 35 Plakate und mehrere dutzend Aufkleber mit den Emblemen der PKK sichergestellt. Die Beschuldigten sollen verbotenerweise Propagandamaterial der PKK verbreitet haben.

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Düsseldorf: Große Razzia mit 300 Polizisten im Nordafrikaner-Viertel

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Düsseldorf hat die Polizei am Samstagabend ab 17.30 Uhr eine Großrazzia im Nordafrikaner-Viertel durchgeführt. Die Razzia findet rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof statt. Rund 300 Polizisten rückten in das sogenannte Maghreb-Viertel vor und führen unter anderem in Gastronomiebetrieben Großeinsätze durch. Das Viertel ist der Treffpunkt von Personen, die Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub oder Drogendelikte begangen haben. An der Großrazzia beteiligten sich auch Bundespolizisten und städtische Behörden. Die Polizei in Düsseldorf teilte mit, dass insgesamt 18 Lokale zwischen dem Stresemannplatz bis hin zur Linien- und Querstraße in Oberbild überprüft werden. Unter anderem werden die Identitäten aller Personen überprüft und festgehalten. Außerdem werden noch Fingerabdrücke genommen. Die Ergebnisse der Razzia will die Polizei Düsseldorf erst am Sonntag bekanntgeben. Das Maghreb-Viertel gilt als Rückzugsort vor allem für nordafrikanische Banden. Das Viertel stand im Fokus der polizeilichen Ermittlungen, weil in Köln in der Silvesternacht überwiegend Nordafrikaner für die Übergriffe auf Frauen verantwortlich waren.

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