Terroranschlag in Kabul mitten im Berufsverkehr: Mindestens 80 Tote

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In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich im Diplomatenviertel, in der Nähe der deutschen Botschaft, ein Terroranschlag ereignet. Mindestens 80 Menschen kamen dabei ums Leben und 350 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die deutsche Botschaft wurde durch die Explosion stark beschädigt, Mitarbeiter der Einrichtung sind verletzt worden. Das Innenministerium vermutet einen Selbstmordanschlag. Die Nato verurteilte den Anschlag scharf. Der Anschlag zeigt die „barbarische Natur“ der Täter gegenüber Zivilisten, so die Nato.

Der afghanische Präsident Ghani sagte, dass die Terroristen selbst im Fastenmonat Ramadan, „dem Monat der Güte“ nicht vor Anschlägen zurückschrecken. Unklar ist noch, wem der Anschlag gegolten hat. Die Bombe könnte in einem schweren Tanklastwagen für Wasser und Abwasser deponiert gewesen sein. Einen Kilometer rund um den Tatort sind Fensterscheiben zersprungen und zahlreiche Autos wurden teils massiv beschädigt.

IS-Terroristen richten Blutbad in Bagdad an: 119 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Bei zwei Bombenanschlägen sind in der Hauptstadt des Iraks, in Bagdad, mindestens 119 Menschen ums Leben gekommen, über 200 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Im Stadtteil Karrada explodierte ein mit Sprengstoff gefüllter Kühlwagen. Aufgrund der Ramadan-Feierlichkeiten befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion viele Menschen auf der Straße. Der „Islamische Staat“ (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Ein weiterer Sprengsatz explodierte noch auf einem Markt im Schiiten-Viertel. Durch die Wucht der Explosionen sind die umliegenden Gebäude schwer beschädigt worden oder eingestürzt, darunter auch ein Einkaufszentrum. Die Anzahl der Leichen erhöhte sich im Verlauf des Sonntags immer weiter, weil Rettungskräfte unter den Trümmern weitere Leichen entdeckten und einige schwer Verletzte ihren schweren Verletzungen erlegen sind.

Es handelt sich um den schwersten Anschlag im Irak im laufenden Jahr 2016.

Nigeria: Dutzende Tote bei Bombenanschlägen auf Busbahnhöfe

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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An zwei Busbahnhöfen sind in der nigerianischen Stadt Gombe Bomben explodiert. Hinter den Anschlägen wird die Islamistengruppe Boko Haram vermutet. Ein Händler berichtete, dass sich die erste Explosion gegen 19.30 Uhr Ortszeit am Eingang des Busbahnhofs Dadin Kowa ereignete. Rund 20 Minuten später detonierte eine weitere Bombe an der Dukku-Busstation. Ein Polizeisprecher bestätigte den Anschlag. Die örtlichen Rettungskräfte berichteten von mindestens 29 Toten. Augenzeugenberichten zufolge starben jedoch über 40 Menschen. Erst in der letzten Woche hatte es in Gombe mehrere Bombenexplosionen auf einem Markt gegeben. Vergangene Woche starben dabei 49 Menschen. Bei den Opfern handelt es sich größtenteils um Menschen, die für das Fest zum Ende islamischen Fastenmonats Ramadan Einkäufe tätigten.

Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht in Nigeria seit sechs Jahren für Gewalt. Die Terroristen greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Gruppe wurde durch verschärfte Interventionen der Nachbarländer etwas geschwächt. Trotzdem verübt die Terroristengruppe weiterhin blutige Anschläge in Nigeria.

Islamischer Staat kreuzigte während des Ramadans 94 angebliche Fastenbrecher

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Der Islamische Staat (IS) hat in Syrien während des Fastenmonats Ramadan 94 angebliche Fastenbrecher ausgepeitscht und gekreuzigt. Während des Fastenmonats dürfen gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen, trinken noch rauchen. Die 94 Fastenbrecher sollen nach Angaben des IS tagsüber etwas gegessen haben. Die Opfer wurden an zentralen Plätzen in Eisenkäfige gesperrt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unter den gekreuzigten befanden sich nach Angaben der Organisation auch mindestens fünf Kinder. Die IS-Terroristen drohten den Einwohnern auf Schildern, dass jeder gekreuzigt und mit 70 Peitschenhieben bestraft wird, der das Fasten im Ramadan nicht einhält. Die Terrormiliz IS kontrolliert nach wie vor im Norden und Osten von Syrien große Teile des Landes, unter anderem auch die Stadt Al-Rakka. In dieser Woche endet der Ramadan.

Blutbad im Touristenhotel in Tunesien: Täter zog Kalaschnikow aus einem Sonnenschirm

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am zweiten Freitag des Fastenmonats Ramadan sind bei einem Angriff auf Touristen im tunesischen Sousse mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Auch Deutsche sollen sich unter den Opfern befinden. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet. Das tunesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass unter den Opfern auch Deutsche sind. Der Reiseanbieter TUI konnte nicht ausschließen, das eigene Kunden unter den Opfern sind. Der Reisedienstleister richtete unter 0511-567 8000 eine kostenlose Kundenhotline ein. Auch das Auswärtige Amt hat unter 030/5000 3000 eine Telefonauskunft eingerichtet.

Wer für den Angriff verantwortlich ist, bleibt mysteriös. Bei dem islamischen Anschlag im Küstenort Sousse wurden mindestens 37 Menschen erschossen, bestätigten auch die nordafrikanischen Behörden des Landes. Der Ort ist eine der wichtigsten Touristenzentren in ganz Tunesien. 36 Menschen wurden bei dem Anschlag zum Teil schwer verletzt und einige schwebten auch am Freitagabend noch in Lebensgefahr. Die Nationalitäten der Toten sind noch nicht abschließend geklärt. Zur Zeit befinden sich alleine 260 Deutsche, die ihre Reise über den Dienstleister TUI gebucht haben in Tunesien. Der Anschlag ereignete sich direkt an der Strandpromenade, nur wenige Kilometer vom Zentrum des Ferienorts entfernt. Dort zog am Freitagvormittag ein unbekannter Mann eine Kalaschnikow aus einem Sonnenschirm und eröffnete sofort wahllos das Feuer auf die Touristen am Strand. Der Mann war als Badegast getarnt und mit einem Schlauchboot an den Strand gelangt. Der Täter soll 1992 geboren sein und aus der 50 Kilometer entfernten Stadt Kairouan kommen. Zunächst war von zwei Angreifern die Rede. Die Angabe wurde am Nachmittag korrigiert. Ein Sicherheitsmitarbeiter eines Hotels soll das Feuer erwidert haben. Nach dem Attentat soll sich der Täter in Richtung eines Hotel-Pools bewegt haben. Dort habe der Täter sich selbst getötet, berichteten tunesische Behörden. Nach dem Terroranschlag sind viele Touristen frühzeitig abgereist. Die deutsche Botschaft rief alle deutschen Staatsbürger in einer versandten E-Mail auf, die Umgebung des von tunesischen Sicherheitskräften abgeriegelten Tatorts zu verlassen.

Ramadan zählt zu den wichtigsten religiösen Ereignissen in Tunesien für Muslime. Erst Ende März diesen Jahres kamen bei einem Anschlag auf das nationale Bardeo-Museum 22 Touristen aus elf Ländern ums Leben gekommen. Die Regierung in Tunesien wird durch Taten wie die am Freitag weiter geschwächt.