Nordkorea schießt erneut eine Rakete ab – Japan plant konkrete Schritte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Die führenden westlichen Industriestaaten (G7) hatten Nordkorea zum Stopp des Atomprogramms aufgerufen. Am Montag hat Nordkorea erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Rakete stürzte 300 Kilometer nördlich der Oki-Inseln ins japanische Meer. Japan hat den erneuten Raketentest scharf verurteilt und konkrete Schritte, gemeinsam mit den USA, gegen Nordkorea angekündigt. Der japanische Präsident hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Zahlreiche UN-Resolutionen verbieten Nordkorea jegliche Raketentests, die je nach Bauart auch über Atomspreng-köpfe verfügen können.

„Diese Provokationen von Nordkorea sind nicht länger zu tolerieren“, teilte der japanische Regierungssprecher mit. Die US-Regieung und Präsident Trump wurden über den erneuten Raketentest informiert, hieß es in einer Mitteilung des Nationalen Sicherheitsrats. US-Präsident Trump schloss zuletzt einen Militärschlag gegen Nordkorea nicht aus. Er sagte immer wieder, dass die Schwierigkeiten mit Nordkorea gelöst werden.

Nordkorea hat Raketen ins Japanische Meer abgefeuert – diese flogen rund 1.000 Kilometer

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Nordkorea hat Raketen mit einer Reichweite von etwa 1.000 Kilometer Reichweite getestet. Das bestätigte das südkoreanische Militär. Die Raketen wurden von der Raketen-Teststation aus dem nordkorenaischen Tongchang Ri aus abgeschossen. Bei den Tests handelt es sich um eine Reaktion auf die gemeinsamen Militärmanöver zwischen den USA und Südkorea, das seit vergangenen Mittwoch läuft. Die nordkoreanische Führung sieht in diesen Übungen eine Kriegsvorbereitung und drohte mit starken Vergeltungsmaßnahmen. Japan teilte mit, dass insgesamt vier ballistische Raketen abgefeuert worden sind und diese innerhalb der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste ins Meer stürzten. Der Sprecher der japanischen Regierung sagte, dass die Raketentest eine ernsthafte Bedrohung für Japan seien und die Provokationen nicht toleriert werden. Die Vereinten Nationen (UN) forderten alle Mitglieder auf, ihre Sanktionen gegen Nordkorea zu verschärfen.

USA verhängen nach Raketentest Sanktionen gegen den Iran – Gegenmaßnahmen drohen

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US-Präsident Donald Trump sagte, dass der Iran „mit dem Feuer spielt“. Am Freitag hat er als Reaktion auf einen Raketentest Sanktionen gegen das Land erlassen. Davon betroffen sind 13 Personen und zwölf Einrichtungen und Unternehmen. Die Regierung im Iran meldete sich bereits zu Wort und drohte mit Gegenmaßnahmen, weil die neuen Sanktionen nicht vereinbar mit den Zusagen der Resolution 2231 des UN-Sicherehitsrats seien. Durch die Resolution war das Atomabkommen zwischen dem Iran und sechs weiteren Mächten gebilligt worden. Der Iran plant nun Restriktionen gegen einige US-Bürger und Einrichtungen zu verhängen. US-Präsident Donald Trump schließt auch eine militärische Aktion im Iran nicht aus. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern könnten den Ölpreis steigen lassen.

Raketenstarts in Nordkorea: USA verschärfen ihre Sanktionen

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Die USA haben am Donnerstag ihre Sanktionen gegen die USA verschärft. Präsident Obama unterzeichnete eine Gesetzesvorlage des Kongresses. Der Hintergrund der Sanktionsverschärfung ist der Atomtest im Januar und der Raketenstart vor wenigen Tagen (wir berichteten). Beides verstößt gegen geltende UN-Resolutionen. Die USA fühlen sich von den Atom- und Raketentests bedroht. Sie befürchten, dass eine Langstreckenrakete mit einem atomaren Sprengkopf ausgestattet wird und das amerikanische Festland erreichen könnte. Die neuen Sanktionen sehen vor, dass die USA die Geldströme unterbrechen, die das kommunistische Land zum Bau von Atomsprengköpfen nutzen könnte. Außerdem haben die USA 50 Millionen Dollar freigegeben, um Radiosendungen in Nordkorea ausstrahlen zu können. Zusätzlich wurde bekannt, dass die USA in Kooperation mit Südkorea ein großes gemeinsames Manöver ausweiten. Es werden nun vier Mal so viele US-Soldaten wie ursprünglich geplant an dem Manöver in Südkorea im März teilnehmen.