Nordkorea schießt erneut eine Rakete ab – Japan plant konkrete Schritte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Die führenden westlichen Industriestaaten (G7) hatten Nordkorea zum Stopp des Atomprogramms aufgerufen. Am Montag hat Nordkorea erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Rakete stürzte 300 Kilometer nördlich der Oki-Inseln ins japanische Meer. Japan hat den erneuten Raketentest scharf verurteilt und konkrete Schritte, gemeinsam mit den USA, gegen Nordkorea angekündigt. Der japanische Präsident hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Zahlreiche UN-Resolutionen verbieten Nordkorea jegliche Raketentests, die je nach Bauart auch über Atomspreng-köpfe verfügen können.

„Diese Provokationen von Nordkorea sind nicht länger zu tolerieren“, teilte der japanische Regierungssprecher mit. Die US-Regieung und Präsident Trump wurden über den erneuten Raketentest informiert, hieß es in einer Mitteilung des Nationalen Sicherheitsrats. US-Präsident Trump schloss zuletzt einen Militärschlag gegen Nordkorea nicht aus. Er sagte immer wieder, dass die Schwierigkeiten mit Nordkorea gelöst werden.

Abschuss von Flug MH17 mit 298 Toten: Die Rakete kam aus Russland

Symbolfoto: © Daniel Pittner   | pixelio.de

Symbolfoto: © Daniel Pittner | pixelio.de

Bei den Ermittlungen zum Absturz des Fluges MH-17 im Juli 2014 wurde am Mittwoch bekannt, dass die Rakete aus Russland stammte. Die Boeing 7777 wurde über der Ostukraine abgeschossen. Flug MH-17 war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder und 15 Besatzungsmitglieder, kamen bei dem Absturz ums Leben. Die Ermittler sehen prorussische Separatisten in der Verantwortung des Abschusses. Mindestens 100 Menschen waren an dem Transport und der Bedienung der Rakete beteiligt. Eine russische Buk-Luftabwehrrakete ist für den Abschuss verantwortlich. Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung kritisierte Russlands Verhalten bei der Aufklärung scharf. Der Abschuss ist vermutlich nicht vorsätzlich gewesen, sondern eher ein Versehen. Bei einer normalen Ermittlung wären längst Haftbefehle erlassen worden. Die Ermittlungen sind jedoch alles andere als gewöhnlich. „Gegen Russland können nur Sanktionen verhängt werden, denn das Land würde die Verantwortlichen niemals ausliefern“, sagte der niederländische Generalstaatsanwalt.

Das Flugzeug vom Typ Boeing der Malaysia Airlines wurde definitiv von einer Buk-Rakete über dem Donbass am 17. Juli 2014 abgeschossen. Aus dem Bericht geht hervor, dass das Flugzeug von einem explorierenden 9N314M-Gefechtskopf vorne links am Flugzeugbug getroffen wurde. Diese Art von Rakete wurde von einem Buk-Luftabwehrsystem abgeschossen. Russland behauptete zwischenzeitlich, dass das Flugzeug von einem Kampfjet beschossen wurde. Das ist falsch, wie der Untersuchungsbericht klarstellt. Russland beteuerte unterdessen weiter seine Unschuld.