Berlin: Junge Flüchtlinge gehen auf den Strich

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Am Montag wurde bekannt, dass im Berliner Tiergarten immer mehr junge Schutzsuchende aus Not auf den Strich gehen – unter ihnen auch Minderjährige. Der RBB teilte mit, dass sich der Tiergarten in eine Art Strich für junge männliche Geflüchtete entwickelt hat, die keine finanzielle Unterstützung erhalten. Die Hilfsorganisation „Moabit hilft“ teilte mit, dass es sich um viele junge Männer handelt, die abgeschoben werden sollen. Die Flüchtlingshelfer sagten, dass die Mehrheit keine andere Möglichkeit hat, um an Geld zu gelangen und heterosexuell ist. Die jungen Männer fangen demnach an sich für Geld zu prostituieren, wenn sie keine Hilfsprogramme mehr erhalten oder keine Unterkunft haben. Es gibt inzwischen auch Schutzsuchende die bei Freiern eingezogen sind und dort gegen Sex wohnen dürfen. Professionelle Hilfe ist nötig. Der Verein „Hilfe für Jungs“ schickte unter anderem Vereinsmitglieder in den Tierpark, um die Schutzsuchenden über die Risiken von HIV aufzuklären und ihnen Unterstützung anzubieten. „Die Integrationspolitik der Bundesregierung ist gescheitert“, sagte die Berliner Landeschef Schubert. Die Linke fordert aus diesem Grund deutlich mehr in Integration und Sozialpolitik zu investieren.

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Grundsatzentscheidung: Amnesty International will Prostitution legalisieren

Symbolfoto: © Benjamin Klack  | pixelio.de

Symbolfoto: © Benjamin Klack | pixelio.de

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International will dafür kämpfen, dass Prostitution weltweit legalisiert wird. Ein Sprecher von Amnesty bestätigte, dass sich die Organisation in einer Grundsatzentscheidung dazu entschlossen hat. Damit steht fest, dass die Menschenrechtsorganisation für die Legalisierung von Prostitution eintreten wird. Zuhälter und Bordellbetriebe sollen ebenfalls entkriminalisiert werden. In Dublin wurde beim Treffen des Internationalen Rates der Menschenrechtsorganisation mehrheitlich für die Legalisierung gestimmt. Die über 400 Delegierten stammten aus 70 Ländern. Der Generalsekretär der Organisation sprach von einem „historischen Tag“ für Amnesty. Er sagte, dass Prostituierte dem ständigen Risiko der Diskriminierung, Gewalt und des Missbrauchs ausgesetzt sind. Der Generalsekretär ergänze, dass jetzt eine Politik verfolgt werden kann, die den Schutz der Menschenrechte von Prostituierten fordert.

Amnesty stellte klar, dass es sich ausschließlich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zwischen Erwachsenen handelt – mit oder ohne Bezahlung. Der Geschlechtsverkehr mit Kindern, Frauenhandel und die Zwangsprostitution werden nach wie vor von Amnesty bekämpft.

Vor der Abstimmung in Dublin warnte die Koalition gegen Frauenhandel (CATW) ausdrücklich davor, dass bei einer solchen Entscheidung der Name Amnesty International beschmutzt wird und die Organisation an Glaubwürdigkeit verliert.

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Ex-Hells-Angels-Boss Hanebuth wurde aus Untersuchungshaft entlassen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Nach zwei Jahren im Gefängnis ist der ehemalige Boss der Rockergruppe Hells Angels, Frank Hanebuth, gegen eine hohe Kaution in Spanien aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das wurde am Montagabend aus spanischen Justizkreisen bekannt. Hanebuth teilte mit, dass er in Spanien arbeiten will, bis es zur Verhandlung kommt. Hanebuth und sein Stellvetreter Khalid Yousafi sind am Montag gegen eine Kaution von jeweils 60.000 Euro zunächst aus der Haft entlassen worden. Der Anführer Hanebuth und 24 andere Mitglieder des Motorradclubs waren am 24. Juli 2013 auf Mallorca wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung verhaftet worden. Im Dezember 2013 wurde Hanebuth in den Hochsicherheitstrakt im südspanischen El Puerto de Santa verlegt. Die Polizei in Spanien wirft ihm außerdem Geldwäsche, Erpressung und die Förderung illegaler Prostitution vor. Hanebuth hatte von seinem Anwesen, das 2,5 Millionen Euro wert ist, die Aktivitäten der Hells Angels von Mallorca aus gesteuert. Früher war er der Chef der Hells Angels in Hannover. Hanebuth soll in Hannover weite Teile des Rotlichtmilieus kontrolliert haben.

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