Zweite Tote auf Campingplatz in Heidelberg: Polizist tötet seinen Bruder mit seiner Dienstwaffe

Symbolfoto: © burntimes

Ein 44-jähriger Polizist aus Mannheim hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Montag vor einem Campingplatz in Heidelberg seinen 50-jährigen Bruder und anschließend sich selbst mit seiner Dienstwaffe erschossen. Der 44-jährige Polizeibeamte war gemeinsam mit seinem Bruder auf den Parkplatz des Campingplatzes in Heidelberg-Schlierbach gefahren. Zeugenaussagen zufolge stiegen beide Männer anschließend aus dem Auto aus. Der Fahrer hat sofort auf den Beifahrer geschossen und anschließend die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Beide Personen starben noch am Tatort. Die Polizei teilte mit, dass ein mögliches Motiv ein familiärer Streit gewesen sein könnte. Beide Leichen wurden am Dienstag obduziert. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

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Duisburg: Polizist erschießt mit Messer bewaffneten Mann auf Wache

Symbolfoto: © burntimes

In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei in Duisburg einen mit einem Messer bewaffneten Mann auf der Polizeiwache erschossen. Der Mann tauchte gegen Mitternacht an der Wache Ulmenstraße in Rheinhausen auf und fuchtelte mit einem Messer. Kurz darauf zerstörte er eine Scheibe der Polizeiwache und sprang er mit einem Hechtsprung in den Wachraum. Er ließ sich nicht beruhigen – auch nicht durch den Einsatz von Pfefferspray. Anschließend stürzte er sich auf der Polizeiwache auf die Beamten.

Der Angreifer hatte zuvor drei Personen willkürlich schwer verletzt. Rund eine Stunde dauerte der Amoklauf des 43-Jährigen. Er hatte zunächst am Samstagabend gegen 22.39 Uhr damit begonnen, dass ein 34-Jähriger von dem Mann durch eine Stichverletzung an der Hüfte verletzt wurde. Er konnte den Täter gut beschreiben. Auf der Höschenstraße stach der Mann auf einen 33-Jährigen ein, der schwer am Hals verletzt wurde. Rund zehn Minuten stach der 43-Jährige noch auf einen 23-Jährigen in der Grenzstraße ein. Am Sonntagabend waren alle Opfer außer Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter kommt Polizeiangaben zufolge aus dem Alkohol- und Drogenmilieu.

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Türkei: Russischer Botschafter wurde in Ankara getötet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der russische Botschafter wurde in der Türkei am Montag während der Eröffnung der Fotoausstellung „Russland, wie es von den Türken gesehen wird“ im Cagdas Sanatlar Merkezi von einem Attentäter getötet. Der Attentäter wurde als türkischer Polizist identifiziert und mit Hilfe seines Polizeiausweieses wurde er reingelassen. Der russische Außenminister bestätigte, dass der 62-jährige Diplomat Andrej Karlow ums Leben kam. Der Täter war zuvor in die Galerie eingedrungen und gab Schüsse ab, während Karlow seine Ansprache hielt. Zunächst schoss der in einen Anzug gekleidete Mann mehrmals in die Luft. Als die Umstehenden flohen, erschoss er gezielt den Botschafter. Karlow brach anschließend zusammen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag er kurz drauf seinen schweren Verletzungen. Außerdem wurden noch drei weitere Menschen verletzt. Der Attentäter wurde nach Angaben der Türkei von Spezialkräften erschossen. Etwa 100 Gäste waren bei der Ausstellungseröffnung anwesend. Die Hintergründe des Anschlags sind noch unklar. Der Täter hat Augenzeugenberichten zufolge Sachen über Aleppo gesagt, sodass sein Angriff ein Racheakt gewesen sein könnte.

Der Anschlag könnte ein herber Rückschlag für die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei sein. Beide Länder haben sich zuletzt wieder angenähert. Die Türkei verhängte nach dem Anschlag eine Nachrichtensperre.

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Georgensgmünd: Polizist schwebt nach Schüssen von Reichsbürger in Lebensgefahr

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Im bayerischen Georgensgmünd hat am Mittwochmorgen um 6 Uhr ein 49-jähriger Reichsbürger auf Polizisten geschossen und vier Beamte zum Teil schwer verletzt. Der Jäger, der insgesamt 31 Lang- und Kurzwaffen besaß, galt bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig. Bereits im Vorfeld hatten die Behörden den Jagdschein und die Waffenbesitzkarte des Mannes für ungültig erklärt. Ein Spezialeinsatzkommando hatte in Georgensgmünd das Haus des Mannes gestürmt, um dessen Waffen sicherzustellen. Der Mann gab zunächst Schüsse durch die geschlossene Eingangstür hindurch ab. Ein 32-jähriger Polizist wurde dabei dreimal getroffen, sein 31-jähriger Kollege wurde im Oberarm getroffen. Während des Zugriffs gab der 49-Jährige vom ersten Stockwerk aus weitere Schüsse auf die Beamten ab. Der Täter selbst trug eine schusssichere Weste. Einer der Polizisten wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die Polizei teilte am Mittwochabend seinen Tod mit, widerrief dieses jedoch wenig später wieder und bestätigte, dass der Polizist weiterhin in Lebensgefahr schwebt. Der 49-Jährige gab schließlich auf und wurde unverletzt verhaftet. Gegen den Reichsbürger wurde ein Haftantrag gestellt. Er wird am Donnerstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Für die sogenannten Reichsbürger existieren auch heute noch die Landesgrenzen von 1937. Aus diesem Grund sprechen sie dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren auch keine amtlichen Bescheide. Außerdem hatte der Täter sein Grundstück mit gelben Klebeband markiert und zu seinem eigenen Reich erklärt.

Im aktuellen Fall war der 49-jäherige Mann keiner Arbeit nachgegangen. Früher hatte er eine Schule für Kampfsport betrieben. Im Sommer diesen Jahres verwies er Kontrolleure, die nach der ordnungsgemäßen Aufbewahrung der Waffen schauen wollten, von seinem Grundstück. Anschließend beschlossen die Behörden einen Zugriff. Außerdem wurde auch der Zoll auf den Mann aufmerksam, weil sich dieser weigerte die Kfz-Steuer zu bezahlen. Zusätzlich meldete sich beim Einwohnermeldeamt, weil er seinen Personalausweis abgeben wollte. Er schrieb den Behörden im August, dass er sich nicht an staatliche Anweisungen hält, weil er ein Reichsbürger sei. Außerdem hatte er sich von seinem Wohnsitz in Georgensgmünd abgemeldet, obwohl er dort weiterhin wohnte.

„Ein derart brutales Vorgehen gegen den Staat durch die Reichsbürger hat es in Bayern bislang nicht gegeben“, sagte der bayerische Innenminister Herrmann auf der Pressekonferenz. Er kündigte an Reichsbürger ab sofort noch schärfer zu kontrollieren und ihnen Schusswaffen abzunehmen.

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Zeugensuche in Kiel: Rund 30 Gaffer filmten und verfolgten Angriff auf Polizisten

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Ein 37 Jahre alter Polizeibeamter des 4. Reviers in Kiel ist in der Nacht von vergangenen Samstag auf Sonntag bei einem Einsatz schwer verletzt worden. Er erlitt mehrere Frakturen im Gesichtsbereich. Der Tatverdächtige konnte ermittelt werden. Während einer Streifenfahrt wurde ein Streifenwagen des 4. Reviers gegen 23.30 Uhr in der Schulstraße aus einer Personengruppe heraus mit einem Laserpointer geblendet, so dass sich die Beamten zur Kontrolle entschlossen. Da sich die elfköpfige Gruppe hochaggressiv und unkooperativ gegenüber den Beamten verhielt wurden weitere Streifenwagen zur Unterstützung der Maßnahme hinzugezogen. Als die Beamten die Personalien der Gruppe aufnehmen wollten, schlug ein 20 Jahre alter Tatverdächtiger unvermittelt auf einen Polizei-Obermeister ein, der gerade einer anderen Person zugewandt war. Der Polizist ging zu Boden und erlitt einen mehrfachen Nasenbruch, einen Bruch der Augenhöhle, einen Jochbeinbruch und einen Bänderriss am Fuß. Die Verletzungen werden im Laufe der aktuellen Woche operiert.

Nach bisherigem Ermittlungsstand haben sich während des Polizeieinsatzes in der Gaardener Schulstraße rund 30 Schaulustige eingefunden, die den Einsatz teilweise auch mit ihren Smartphones gefilmt haben sollen. Auf die Aussagen der Zeugen, beziehungsweise deren Videoaufnahmen, sind die Ermittler nun angewiesen. Personen, die noch nicht von der Polizei befragt wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0431 / 160 3333 mit der Kriminalpolizei Kiel in Verbindung zu setzen.

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USA: Kein Verfahren gegen den US-Polizisten der den 12-jährigen Tamir erschossen hat

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Gegen den Polizisten, der im November 2014 den Schwarzen 12-jährigen Tamir Rice in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio erschossen hatte, wird nicht mehr ermittelt. Am Montag wurde bekanntgegeben, dass die Ermittlungen eingestellt worden sind. Der zuständige Staatsanwalt teilte mit, dass die Tötung des Jungen durch eine Verkettung menschlicher Irrtümer zustande gekommen sei. Es wurde kein Verbrechen begangen, deshalb muss der Todesschütze nicht vor Gericht, urteilte die Staatsanwaltschaft am Montag. Der weiße Polizist wurde unmittelbar nach dem Vorfall vom Dienst suspendiert.

Rice hatte im November 2014 mit einer Spielzeugpistole auf der Straße hantiert. Ein Passant hielt die Pistole für echt und alarmierte die Polizei. Kurze Zeit später rief er erneut bei der Polizei an und teilte mit, dass es sich vermutlich um gar keine echte Waffe handelt. Die Leitstelle gab diese Information erst viel zu spät weiter, sodass die eintreffende Polizei sich nach eigenen Angaben bedroht fühlte und den Jungen aus dem Auto heraus erschossen hat.

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Herborner Bahnhof: Polizist wurde durch Messerstiche tödlich verletzt

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

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Nach einem Messerangriff auf zwei Polizeibeamte verstarb am Heiligabend am Herborner Bahnhof ein 46-jähriger Polizist. Sein 47-jähriger Kollege und der 27-jährige Angreifer erlitten schwere Verletzungen. Am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr benötigte der Zugbegleiter eines Regionalexpresses Hilfe bei einem Fahrgast, der sich offensichtlich nicht kontrollieren lassen wollte. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen griff der Mann die beiden Polizisten direkt an, nachdem sie den am Bahngleis stehenden Zug betraten. Die Polizisten versuchten den Angriff abzuwehren, hierbei kam auch eine Schusswaffe zum Einsatz. Der 46-Jährige Polizist erlitt tödliche Stichverletzungen. Sein 47-jähriger Kollege und der 27-jährige Angreifer werden derzeit mit schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt. Der Angreifer ist Deutscher und stammt aus dem Lahn-Dill-Kreis. Die Staatsanwaltschaft und das Hessische Landeskriminalamt haben die Ermittlungen übernommen. Der Angreifer ist polizeibekannt und soll bereits durch diverse Drogen- und Gewaltdelikte aufgefallen sein. Die Leiche des ermordeten Polizisten soll noch am Donnerstag obduziert werden, um dadurch die genaue Todesursache zu ermitteln.

Der Bahnhof in Herborn wurde nach dem Angriff komplett gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Gießen und Siegen wurde nach Angaben einer Bahnsprecherin unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde zwischen Wetzlar und Dillenburg eingerichtet.

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