Rendsburg: Betrunkener 27-Jähriger wollte Fahrrad mit Benzin betanken

Symbolfoto: © burntimes

Im Polizeigewahrsam endete der Ausflug eines 27-jährigen Rendsburgers am Neujahrstag. Um 9.30 Uhr wurden zwei Streifenwagen der Polizei zu einer Tankstelle in die Kieler Straße entsandt. Dort sollte sich eine Person mit Benzin übergossen haben. Die Beamten trafen den Mann (2,44 Promille Atemalkoholkonzentration) im Kassenraum der Tankstelle an. Er war derart betrunken, dass er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Eine Passantin beobachtete den 27-Jährigen, als er sein am Hinterrad verschlossenes Fahrrad zur Tankstelle schob und versuchte, dieses mit Benzin zu tanken. Dabei beschmutzte er sich hauptsächlich selbst. Der Mann konnte sich seinen Irrtum nicht erklären. Er war in dem Glauben, mit dem Auto auf die Tankstelle gefahren zu sein. Das stellte sich zum Glück als unzutreffend heraus. Die Beamten nahmen den Mann zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam, er konnte seinen Rausch in der Zelle ausschlafen. Die Tankstelle verzichtete auf Begleichung der Tankrechnung in Höhe von 74 Cent.

Hildesheim: 87 Fußball-Chaoten bleiben bis Sonntagabend in Polizeigewahrsam

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Vor dem Zweitliga-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig war am Freitagabend eine Massenschlägerei zwischen Chaoten von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig geplant. Die Polizei Hannover hatte im Vorfeld des Fußballspiels gegen Eintracht Braunschweig aufgrund umfangreicher Aufklärungsarbeit von der geplanten Massenschlägerei auf dem Parkplatz eines Baumarkts in Hildesheim erfahren. Etwa 400 Personen hatten sich im Vorfeld zu der Massenschlägerei zwischen den verfeindeten Vereinen verabredet. Bevor es zu der Schlägerei kommen konnte, stürmten am Freitagabend gegen 21 Uhr hunderte Polizisten das Areal am Stadtrand von Hildesheim.

Die Beamten nutzten einen Überraschungsmoment aus und konnten insgesamt 170 Chaoten festsetzen, darunter auch drei Frauen. Aus Hannover wurden 117 potenzielle Gewalttäter verhaftet. Jugendliche, die noch minderjährig waren, wurden ihren Eltern übergeben. Die Beamten stellten bei den Festgenommenen Vermummmungsmaterial und zahlreiche Schlagwerkzeuge, wie Baseballschläger sicher.

Das Fußballspiel wird am Sonntag um 13.30 Uhr in Braunschweig angepfiffen. Die Polizei rechnet mit bis zu 750 krawallbereiten Anhängern beider Lager. Gegen 78 aggressive Anhänger wurde am Samstag ein Langzeitgewahrsam verfügt. Sie müssen bis Sonntagabend in Haft bleiben und dürfen das Fußballspiel nicht besuchen. Die Langzeitgewahrsam dient zur Abwehr von möglichen Gefahren.

Am Freitag hatten Unbekannte bereits Puppen mit 96-Schals an mehreren Brücken in Hannover aufgehängt und das frühere Vereinsheim von Hannover 96 beschmiert. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) gab am Samstag eine deutliche Warnung an Krawallmacher heraus und sagte, dass das Spiel unter Bewährung stattfindet. Pistorius teilte mit, dass größere, gewalttätige Auseinandersetzungen weitreichende Konsequenzen für das Rückspiel nach sich ziehen.

Hannover: Bundespolizist soll Flüchtlinge misshandelt haben

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Ein Beamter der Bundespolizei Hannover soll in einer Wache Flüchtlinge misshandelt haben. Die Bundespolizei betätigte, dass ein Angestellter Flüchtlinge gequält haben soll. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Im vergangenen Jahr kam es in Hannover mehrfach zu Übergriffen auf Menschen in den Zellen der Bundespolizei. Ein Polizist prahlte mit Kurzmitteilungen über WhatsApp mit seinen Taten. Er sendete ein Foto an einen Kollegen auf dem ein gefesselter Flüchtling in unnatürlicher Haltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war, berichtete der NDR. Neben dem Mann sind die Stiefel von zwei Polizisten zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft geht auch den Fragen nach, wie viele Bundespolizisten in Hannover über die Vorfälle Bescheid wussten, sich möglicherweise beteiligten oder ob der Beschuldigte alleine handelte. Es soll außerdem noch mindestens zwei andere Fälle geben. Ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan fiel wegen geringfügiger Verstöße der Polizei auf und wurde mit auf die Wache genommen. Dort wurde er misshandelt.

Die Taten ereigneten sich in den Gewahrsamszellen der Bundespolizeiinspektion in Hannover. Diesen Schluss lässt zumindest eine Nachricht zu, die laut NDR über WhatsApp an Polizeikollegen verschickt wurde. „Hab den weggeschlagen. Nen Afghanen. Mit Einreiseverbot“, heißt es dort. „Hab dem meine Finger in die Nase gesteckt. Und gewürgt. War witzig. Und an den Fußfesseln durch die Wache geschliffen. Das war so schön. Gequikt wie ein Schwein. Das war ein Geschenk von Allah.“ Außerdem hat ein Flüchtling aus Marokko am 25. September 2014 verdorbenes Schweinemett vom Boden essen müssen. Der Beamte brüstete sich im Internet immer wieder mit den Taten. Ein Polizeibeamter in Hannover sagte aus, dass es häufiger lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen gab.

Bei dem Verdächtigem wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Ermittlungen gegen den Polizisten eingeleitet wurden. Der Tatvorwurf lautet Verdacht der Körperverletzung im Amt. In der Dienststelle und in seinem Privathaus suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Taten. Eine illegale Waffe wurde sichergestellt. Aufgrund der schwere der Vorwürfe ist Eile geboten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich um einen bundesweit einzigartigen Fall. Die Bundespolizeidirektion in Hannover wollte sich auch auf Nachfrage nicht zu konkreten Vorwürfen äußern. Der dringend tatverdächtige Bundespolizist ist derzeit nicht im Dienst. Ein mögliches Disziplinarverfahren ruht, im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.