Schwerer Verkehrsunfall im Gotthard-Tunel: Zwei Tote und mehrere Verletzte

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Im Gotthard-Tunnel in der Schweiz hat sich am Mittwochmorgen um 9.20 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Lastwagen ist im Tunnel mit einem PKW kollidiert, teilte die Polizei mit. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben und vier weitere wurden verletzt – zwei von ihnen schwer. Polizeiangaben zufolge war das Auto mit deutschem Kennzeichen aus noch unklaren Gründen plötzlich auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem LKW zusammengestoßen. Der Gotthard-Tunnel bleibt bis circa 14.30 Uhr gesperrt und wurde bei dem Unfall beschädigt. An der Unfallstelle sind zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz.

Die Polizei empfiehlt Reisenden auf die A13 zu fahren und über den San-Bernardino-Tunnel auszuweichen.

Bochum: Polizei findet erst abgetrennten Fuß und dann Leiche am Hauptbahnhof

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An den Gleisen der Bahnstrecke zwischen Bochum und Dortmund wurde am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr ein abgetrennter Fuß entdeckt. Anschließend wurde die Bahnstrecke des RE1, RE6 und RE11 gesperrt. Die Beamten gingen zunächst davon aus, dass die Person möglicherweise noch am Leben ist. Bei einer anschließenden Absuche fanden die Beamten die Leiche an der Harpener Straße in Bochum. Die Polizei teilte mit, dass die Person offensichtlich von einem Zug erfasst wurde. Die weiteren Ermittlungen hat die Polizei Bochum übernommen. Zur Stunde ist noch unklar, ob es sich bei der aufgefundenen Person um einen Mann oder eine Frau handelt.

Die Regionalzüge werden während der Sperrung über die S-Bahn-Gleise, zwischen Essen und Dortmund, umgeleitet. Die Halte in Wattenscheid und Bochum entfielen während der Streckensperrung.

Wismar: Zwei 20-Jährige starben nach Stromschlag auf Bahnhof

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In der Nacht zu Sonntag sind auf dem Bahnhof von Wismar zwei 20-jährige Männer ums Leben gekommen. Die Bundespolizei teilte mit, dass sie einen Stromschlag von der 15.000-Volt-Oberleitung erlitten haben. Die beiden Männer waren am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr auf eine abgestellte Lok geklettert und sind zu dicht an die Oberleitung geraten. Dabei kam es zu einem sogenannten Stromüberschlag. Anwohner bemerkten den Lichtblitz und alarmierten die Polizei. Einsatzkräfte mussten zunächst den Strom abschalten und die Oberleitung erden. Warum die zwei polnischen Gastarbeiter auf die Lok geklettert sind ist unklar.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet und geht von Leichtsinn aus. Möglicherweise kletterte zunächst einer der Männer auf die Lok und erlitt einen Stromschlag. Anschließend wollte der andere ihm helfen und erlitt ebenfalls einen tödlichen Stromschlag.

Die Deutsche Bahn registrierte zum Zeitpunkt des Vorfalls Schwankungen im Stromnetz. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass es bereits tödlich sein kann, wenn ein Mensch näher als eineinhalb Meter an die Oberleitung gerät. Die Gefahr wird oft unterschätzt.

Bochum: Odachloser wurde fast zu Tode geprügelt und unter Steinen begraben

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Ein 55-jähriger Obdachloser wurde in Bochum-Langendreer auf einem Parkplatz, gegenüber der Alten Bahnhofstraße in der Nacht zum 9. November um 1.30 Uhr niedergeschlagen und anschließend unter Steinen, Säcken und einer Palette begraben. Der unbekannte Täter bewarf den 55-jährigen Mann außerdem mit Pflastersteinen, die dort gelagert waren. Der schwer verletzte Mann versuchte mehrere stunden lang vergebens sich zu befreien. Nach mehr als zwei Stunden wurde er schließlich gegen 3.50 Uhr entdeckt und befreit. Der 55-Jährige erlitt mehrere Rippenbrüche und wurde stark unterkühlt in die Intensivstation eingeliefert.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. November, wie die Polizei erst jetzt mitteilte. Der Mann konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, teilte die Polizei mit. Die Polizei fahndet nun mit einem Foto nach dem Täter, der bei seiner Flucht von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurde.

Der Tatverdächtige ist zwischen 20 und 30 Jahren, schlank, trägt möglicherweise einen Vollbart und war mit einer auffälligen hellen Jacke bekleidet, deren Schulterbereich und deren Seiten- und Brusttaschen dunkel abgesetzt sind.

Fahndungsfoto: © Polizei Bochum

Kurz vor der Tat ist dem Täter auf dem Gehweg der Ümminger Straße ein Paar entgegengekommen, das ihn gesehen haben muss.

Dieses Pärchen, aber auch weitere Personen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat 11 (Tel.: 0234 / 909-4106) oder der Kriminalwache (Tel.: 0234 / 909-4441) in Verbindung zu setzen.

Entwarnung nach Amok-Alarm an Duisburger Schule

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Die Polizei hatte am Mittwochnachmittag das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Duisburg geräumt, nachdem eine Schülerin gegen 14.50 Uhr einen bewaffneten Mann auf dem Schulgelände gesehen hat. Sie wählte den Notruf und alarmierte die Polizei. Spezialkräfte eilten zu der Schule und sicherten diese ab. Die Schüler mussten während des laufenden Polizeieinsatzes in den verschlossenen Klassenräumen bleiben. Die Polizei gab schließlich um 18.20 Uhr Entwarnung und teilte mit, dass alle Schüler und Lehrer das Gebäude unverletzt verlassen haben. Die Schüler wurden anschließend psychologisch betreut. Einen möglichen Täter hat die Polizei nicht finden können. Die Sperrmaßnahmen rund um die Schule werden seit 20 Uhr nach und nach aufgehoben. An der betroffenen Schule sind mehr als 2.000 Schüler und 150 Lehrkräfte.

Anti-Terror-Razzien: IS-Terrorverdächtige sollen Anschlag auf Weihnachtsmärkte geplant haben

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Am Dienstag wurden während eines länderübergreifenden Einsatzes der Polizei sechs Syrer festgenommen. Bei ihnen soll es sich um Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ handeln. Die verdächtigen Männer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden in Hannover, Kassel, Essen und Leipzig verhaftet. In den genannten vier Städten wurden die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht. Die Hinweise auf die festgenommenen Syrer erhielten die Ermittler von Schutzsuchenden, die verdächtige Beobachtungen gemacht hatten. Die Terrorverdächtigen sollen sich unter falschem Namen nach Deutschland eingeschleust haben. Am Dienstag waren bei den Razzien 500 Beamte im Einsatz. Die Festnahmen sind Polizeiangaben zufolge in einem frühen Stadium durchgeführt worden. Die Anschlags-vorbereitungen waren noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei mit. Die Verdächtigen sollen Terroranschlag auf Weihnachtsmärkte und das Essener Einkaufszentrum am Limbecker Platz geplant haben. Innenminister Reul lobte den Polizeieinsatz als hochprofessionell.

Die Ermittler nahmen bei den Wohnungsdurchsuchungen Mobiltelefone, Speichermedien, schriftliche Unterlagen und Computer mit, die nun umfangreich ausgewertet werden sollen. Über einen Haftbefehl soll am Mittwoch entschieden werden.

Leiche in die Fulda geworfen: 17-Jährige und ihr Freund gestehen Mord wegen eines Autos

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Eine 17-Jährige soll gemeinsam mit ihrem 20-jährigen Freund einen 45-jährigen Mann in Thüringen wegen eines Autos getötet und die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda geworfen haben. Die beiden jungen Tatverdächtigen aus dem sächsischen Zwickau wurden inzwischen verhaftet und sitzen in Untersuchungshaft. Beide gaben an, dass sie den Mann getötet hatten, um an das Auto des Mannes zu gelangen. Am frühen Morgen des 11. Novembers haben die beiden den 45-Jährigen mit mehreren Messerstichen in den Hals in Gera getötet. Mit der Leiche im Kofferraum fuhren die beiden jungen Erwachsenen nach Hessen und warfen die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda. Das Opfer wurde trotz aufwendiger Suchmaßnahmen bisher noch nicht von der Polizei gefunden. Festgenommen wurde das Pärchen in Frankfurt am Main. Dort hatte ein Sicherheitsmitarbeiter verdächtige Beobachtungen gemacht und die Polizei alarmiert. Eine erste Überprüfung hatte anschließend ergeben, dass die 17-Jährige seit dem 2. November als vermisst gemeldet war und seit dem mit ihrem Freund unterwegs gewesen ist.

Nürburgring: Rock-am-Ring-Festival nach Terrorwarnung unterbrochen

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Nach einer Terrorwarnung wurde das Festivalgelände von Rock am Ring am Freitag geräumt. Die Polizei teilte mit, dass eine terroristische Gefährdungslage besteht und Ermittlungen eingeleitet wurden. Die Unterbrechung erfolgte beim Auftritt der Band „Broilers“. Rund 87.000 werden bei dem Festival am Nürburgring, das noch bis Sonntag andauert erwartet. Der Veranstalter Marek Lieberberg sagte, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als die Zuschauer zu den Ausgängen zu bitten. Die Fans sangen beim Verlassen des Geländes „Terror ist Scheiße“ und „You’ll never walk alone“. Lieberberg hofft, dass der Freitag-Headliner Rammstein am Samstag den Auftritt nachholt, wenn das Festival fortgesetzt wird. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat die Terrorwarnung inzwischen bestätigt.

Köln: Polizei stürmt Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels

Symbolfoto: © burntimes

Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochabend um 21 Uhr das Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels in Köln gestürmt. Mit einem gepanzerten Spezialfahrzeug durchbrachen sie das Eisentor zum Grundstück und durchsuchten das Gebäude. Es wurden Waffen und Bargeld sichergestellt. Vor Ort wurden außerdem zwölf Personen angetroffen und festgehalten, bestätigte die Polizei. 100 Polizisten waren bis in die nacht hinein im Einsatz. Der Hintergrund der Durchsuchung war ein Vorfall vor zwei Wochen in der Kölner Innenstadt.

Dort hatten 40 Mitglieder der Hells Angels die Geburtstagsfeier des Präsidenten des rivalisierenden Rockerclubs Bandidos angegriffen. Die Hells Angels versuchten gewaltsam in den Nachtclub zu gelangen, in dem die Feier stattfand. Sie wurden von Beamten mit Pfefferspray und Schlagstöcken zurückgedrängt. Die Hells Angels beanspruchen das Gebiet, in dem sich der Nachtclub befindet, für sich. Zu der Feier waren mehr als 100 Personen eingeladen. Es sollte offenbar eine Provokation sein. Mehrere Hells-Angels-Mitglieder wurden nach dem Vorfall in Gewahrsam genommen. Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Der richterliche Durchsuchungsbefehl wurde am Mittwochabend vollstreckt.

Familiendrama in Bonn: Mann tötete Frau, Kind und wurde von Polizisten erschossen

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Nach einem lauten Streit riefen Nachbarn am frühen Montagmorgen gegen 5.20 Uhr die Polizei. Die Einsatzkräfte eilten zu der Wohnung im Bonner Stadtteil Plittersdorf und kamen zunächst nicht hinein, weil die Tür geschlossen war und nicht geöffnet wurde. Die Beamten gelangten schließlich über den Balkon in das Innere der Wohnung zum Familienvater, der zuvor seine Familie getötet hat. Der 40-Jährige töte sein dreijähriges Kind und seine 39-jährige Frau. Er selbst starb nach Schüssen, die ein Polizist auf ihn abgab. Der Familienvater hatte sich in einem Zimmer verbarrikadiert. Die Polizei teilte mit, dass es in der Wohnung zu einer Konfrontationssituation gekommen sei. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.