Flughafen BER: Rohre zu dünn – Bau verzögert sich noch einmal

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens BER verzögert sich ein weiteres Mal. Der Grund dafür ist, dass zwei Kilometer Wasserrohre in einem Terminal ersetzt werden müssen, weil die Rohre zu dünn sind. In diesem Zusammenhang müssen hunderte elektronische Türen neu angeschlossen werden, weil diese sich nicht ordnungsgemäß öffnen. Die neuen technischen Schwierigkeiten verzögern die Eröffnung des Flughafens BER um weitere vier bis sechs Monate. Das teilte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller als Aufsichtsratschef am Mittwoch mit. Ein neuer Eröffnungstermin wurde am Mittwoch nicht bekanntgegeben. Die Finanzierung der Baustelle ist bis 2018 gesichert. Der Flughafenchef konnte am Mittwoch noch nicht sagen, wie viel Arbeit der Austausch der Rohre mit sich bringt. Bei den Türen muss die Elektronik nicht ausgetauscht werden, sondern die bestehenden Anschlüsse in den Schaltschränken neu gesteckt werden. Anschließend muss jede einzelne Tür kontrolliert werden – das dauert Monate, hieß es am Mittwoch.

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Belgien: Festnahmen nach Terrorverdacht in Brüssel

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der belgischen Hauptstadt Brüssel sind am Dienstag zwei Männer festgenommen worden, die Anschläge in Brüssel geplant hatten. Belgiens Innenminister Jambon hatte angekündigt hart gegen den Terrorismus und Radikale vorzugehen. Nach zahlreichen Hausdurchsuchungen und Anti-Terror-Ermittlungen befinden sich nun zwei Verdächtige in Haft. Die beiden Verdächtigen wollten in der Silvesternacht mehrere Terroranschläge in Brüssel verüben. Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um einen Anführer und Drahtzieher einer Terroristengruppe in Belgien. Er soll mehrere Menschen für seine Terrorgruppe angeworben haben. Die Polizei teilte mit, dass es zwischen den Festgenommenen und den Anschlägen in Paris keine Zusammenhänge gibt. Bei den Hausdurchsuchungen wurde IS-Propagandamaterial und Militärkleidung sichergestellt und keine Waffen oder Sprengstoff.

Expertenangaben zufolge befinden sich 500 Belgier im Bürgerkrieg in Syrien. Ein Großteil dieser Belgier kämpft dort für die Terroristen des Islamischen Staats (IS). Am Sonntag teilte der belgische Innenminister mit, dass die Polizeipräsenz im Stadtteil Molenbeek merklich erhöht werden soll. In diesem Stadtteil gibt es neben Waffen- und Drogenhandel auch eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Damit möchte Jambon sein Versprechen einlösen in dem Stadtteil aufzuräumen. Der belgische Innenminister setzt auf eine Null-Toleranz-Strategie. Diese gab es auch schon in New York. Die Kriminalität hatte sich von New York jedoch lediglich verlagert.

Außerdem wurden bei einem Angriff der Anti-IS-Koalition in Syrien und dem Irak zehn Anführer der Terroristenorganisation getötet. Bei einem der Toten handelt es sich um Charaffe al-Muadan, der in Verbindung zu den Terroranschlägen in Paris vom 13. November mit 120 Toten stand.

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