Dramatische Szenen an griechischer Grenze: Polizei fährt Schutzsuchende von Grenze weg

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

An der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien stranden zahlreiche Schutzsuchende auf dem Weg in den Norden. Sie hatten eine Bahntrasse an der griechisch-mazedonischen Grenze besetzt gehalten. Am Dienstagmorgen hat die Polizei die Strecke geräumt und begonnen die rund 4.000 Schutzsuchenden zurück nach Athen zu bringen. Der Rücktransport hat bereits begonnen, sagte ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Am Montag irrten mehr als 5.000 Menschen an der Grenze herum und suchten einen Durchlass. Seit einigen Tagen erlaubt Mazedonien nur noch Syrern und Irakern die Durchreise. Afghanen die bisher automatisch als Flüchtlinge galten werden seit zwei Tagen nach Griechenland zurückgeschickt. Hunderte Menschen versuchten gemeinsam den Grenzübergang der Eisenbahn bei Idomeni-Gevgelija zu stürmen. Darauf Reagierte Mazedonien sofort und riegelte die Grenze ab. Das griechische Fernsehen zeigte weinende Kinder und verzweifelte Menschen, die einen mazedonischen Grenzpolizisten erfolglos anflehten, die Grenze zu öffnen. Hilfsorganisationen sind dabei die Menschen notdürftig zu unterstützen. Bis vergangenen Freitag konnten täglich über 2.000 Menschen den Grenzübergang zwischen Griechenland und Mazedonien passieren.

Die Situation in der Hafenstadt Piräus ist ebenfalls angespannt. Dort kamen am Dienstagmorgen 4.000 Schutzsuchende an, die bereits Tickets für 50 Euro pro Person für eine Busfahrt nach Mazedonien bezahlt hatten. Trotzdem wurden sie an der Weiterreise gehindert.

Griechenland kritisierte den Kurs von Mazedonien. Dieser sei nicht im Einklang mit dem EU-Gipfel, sagte der für Migration zuständige Vizeminister.