Heidelberg: Mann fährt Fußgänger an – Polizei schießt bewaffneten Fahrer nieder

Symbolfoto: © burntimes

In der Heidelberger Innenstadt ist am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr ein Mann aus noch ungeklärter Ursache mit seinem Auto in eine Menschenmenge am Bismarckplatz gefahren. Dabei wurden drei Personen verletzt, eine Person davon schwer, teilte die Polizei mit. Die schwer verletzte 73-jährige Frau erlag am Samstagabend ihren schweren Verletzungen. Der Täter floh anschließend zu Fuß mit einem Messer bewaffnet in Richtung Bergheimer Straße. Dort traf er auf Polizisten. Die Beamten forderten den Mann auf sofort das Messer fallen zu lassen. Weil der Mann die Waffe nicht fallen ließ, setzte einer der Polizisten seine Dienstwaffe ein und gab Schüsse auf den Mann ab.

Der mutmaßliche Täter wurde dabei schwer verletzt und befindet sich zur Zeit im Krankenhaus. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

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Frankfurt (Oder): Flüchtlinge wurden von Rechten angegriffen – Passanten jubelten

Symbolfoto: © burntimes

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In Frankfurt an der Oder sind insgesamt vier Schutzsuchende auf der Straße beleidigt und geschlagen worden. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend an einer Straßenbahnhaltestelle. Die Flüchtlinge aus Syrien, Somalia und Ägypten blieben nahezu unverletzt. Einer der Täter wurde vorübergehend verhaftet. Einem 17-jährigen Flüchtling wurde noch an der Straßenbahnhaltestelle mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Schutzsuchenden versuchten anschließend zu Fuß zu fliehen. Sie wurden jedoch von den Angreifern verfolgt. Umstehende Passanten hatten die Angreifer regelrecht angefeuert und ausländerfeindliche Parolen gerufen, teilte die Polizei mit. Ein Augenzeuge rief die Polizei, weswegen die Täter gefasst werden konnten.

Bei dem 24-jährigen Täter, der sich in Polizeigewahrsam befindet, wurde ein Alkoholwert von 3,7 Promille ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organsiationen sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Der 24-jährige Täter soll gemeinsam mit einer 18-jährigen Frau das Gymnasium in Freyung sowie die dortige Kirche mit NS-Symbolen beschmiert haben.

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München: Autofahrer rast in Menschenmenge vor der Oper –– eine Tote und vier schwer Verletzte

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Vor der bayerischen Staatsoper ist am Montagnachmittag in München ein Auto in eine Gruppe von Passanten gerast. Eine etwa 50-jährige Fußgängerin wurde getötet und vier Menschen verletzt – zwei von ihnen schwer. Das Auto stieß zuvor mit einem anderen zusammen und wurde durch die Wucht des Aufpralls auf den Gehweg geschleudert. Eine Fußgängerin auf dem Gehweg wurde frontal erfasst und überrollt. Bei dem Unfallverursacher handelt es sich um einen 23 Jahre alten Mann aus Rosenheim. Am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr wollte der 23-Jährige vom Max-Joseph-Platz kommend die Maximilianstraße einbiegen. Dabei kam es zur Kollision mit einem 3er BMW, der die Maximilianstraße befuhr. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge gab der junge Autofahrer mit seinem getunten Audi 4 plötzlich stark Gas und verlor im Anschluss die Kontrolle über sein Fahrzeug. Ein Mitarbeiter eines nahegelegenen Restaurants berichtete, dass ein Quietschen zu hören war und danach ein ohrenbetäubender Knall und dann flogen Teile durch die Gegend. Der silbergraue Audi krachte in das Heck eines 19-jährigen Münchners. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Audi auf den Gehweg vor dem Palais an der Oper geschleudert wurde, dort zwei Passanten erfasste und eine Fußgängerin überrollte. Passanten stemmten das Auto hoch und befreiten die Fußgängerin. Ärzte versuchten sie im Krankenhaus wiederzubeleben, doch sie erlag am späten Montagnachmittag ihren schweren Verletzungen. Der Audi-Fahrer selbst erlitt schwere Verletzungen. Der 19-jährige Fahrer des anderen Fahrzeugs und dessen 20-jähriger Beifahrer wurden hingegen nur leicht verletzt. Die Straße wurde stundenlang von der Polizei abgesperrt. Dutzende Schaulustige drängten sich hinter den Absperrungen zusammen.

Anrufer hatten zunächst offenbar von deutlich mehr Verletzten gesprochen. Die Rettungsleitstelle schickte zunächst 50 Einsatzkräfte zur Oper und richtete dort kurzzeitig eine Einsatzzentrale ein. Die Polizei sperrte die Straße mit über 30 Beamten ab. Vor dem Nationaltheater landete auch ein Rettungshubschrauber. Die Polizei ist dabei den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Ermittlungen gegen den schwer verletzten 23-jährigen Fahrer des Audi 4 wurden eingeleitet.

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Lingen: 36-Jähriger zündet sich wegen drohender Abschiebung auf offener Straße an

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Im niedersäsischen Lingen hat sich am Samstagabend ein 36-jähriger Marokkaner kurz vor seiner bevorstehenden Abschiebung auf offener Straße angezündet. Gegen 21.20 Uhr übergoss der 36-Jährige seine Kleidung mit Benzin und zündete sich anschließend vor den Augen von Passanten mit einem Feuerzeug an. Der Suizidversuch ereignete sich an der Meppener Straße im Kreuzungsbereich zur Waldstraße. Augenzeugen eilten zu Hilfe und rissen den Asylbewerber zu Boden, um die Flammen zu löschen. Das gelang jedoch erst vollständig als die Polizei mit einem Feuerlöscher eintraf.

Der Marokkaner hatte zuvor bei der Polizei einen Selbstmord angekündet. Am Montag sollte er abgeschoben werden. Der 36-Jährige wurde am Samstagabend mit schwersten Brandverletzungen in ein Lingener Krankenhaus eingeliefert. Am späten Samstagabend um 23.30 Uhr wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Gelsenkirchen verlegt. Die Polizei teilte mit, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden kann.

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