Selbstmordanschlag auf Schrein in Pakistan: Mindestens 72 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mindestens 72 Menschen sind am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag auf einen Sufi-Schrein in Baluchistan ums Leben gekommen. Die Menschen tanzten vergnügt und verehrten Gott, als der Selbstmordattentäter seine Sprengstoffweste zündete. Rund 250 Menschen sind zum Teil schwer verletzt worden. Der Polizeichef bestätigte am Abend, dass es sich um einen Anschlag handelte. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) übernahm die Verantwortung für den Anschlag. Den betroffenen Lal Shahbaz Qalandar-Schrein in Baluchistan besuchen jede Woche mehrere tausend Gläubige.

Der Anschlag gehört zu einer neuen Gewaltwelle in Pakistan. Zwei Jahre war es relativ ruhig in Pakistan. Die meisten Anschläge in der letzten Zeit gingen auf das Konto der Gruppierung Jamaat ul-Ahrar. Diese Gruppe kündigte weitere schwere Anschläge an. Die Jamaat ul-Ahrar pflegt Kontakte zum IS. Die Anhänger kämpfen gegen Minderheiten und den Staat Pakistan. Sie verüben beispielsweise Anschläge gegen den Staat aber auch gegen Nicht-Muslime – wie Christen.

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Pakistan: Passagierflugzeug mit 48 Insassen abgestürzt – keine Überlebenden

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Am Mittwoch ist ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines, mit 48 Insassen, darunter fünf Crewmitglieder und ein Bodentechniker, auf einem Inlandsflug kurz vor der Landung im Norden Pakistans an einem Berghang zerschellt. An Bord des betroffenen Fluges PK-661 befanden sich auch zwei Österreicher. Das Flugzeug war in Chitral gestartet und in der Nähe der afghanischen Grenze, auf dem Weg nach Islamabad abgestürzt. Ein paar Minuten vor der geplanten Landung ging der Funkkontakt zu der Maschine verloren. Das Flugzeug zerschellte 75 Kilometer vor Islamabad und ging in Flammen auf. Bei dem betroffenen Flugzeug handelte es sich um ein Propellerflugzeug vom Typ ATR 42. Ein Sprecher der Fluggesellschaft sagte, dass die Maschine zehn Jahre alt gewesen sei und sich in einem guten Zustand befand. Die Absturzursache ist noch unklar.

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Pakistan: Anschlag der IS-Terroristen fordert mindestens 43 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Bei einem Angriff der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) wurden in der südpakistanischen Provinz Baluchistan mindestens 43 Menschen getötet. Das Innenministerium teilte mit, dass die Anzahl der Opfer noch weiter steigen könnte, da zahlreiche Menschen schwer verletzt wurden. Insgesamt erlitten mehr als 100 Menschen Verletzungen. Der Sprengsatz explodierte am Samstag am Shah-Norani-Schrein – rund 150 Kilometer von der Stadt Hub entfernt. Rettungskräfte hatten zunächst Schwierigkeiten den Ort zu erreichen. Die Behörden baten Anwohner um Hilfe und entsandten 100 Soldaten der Armee.

Zum Zeitpunkt des Terroranschlags nahmen mehrere hundert Menschen an einer sogenannten Sufi-Zeremonie teil, als plötzlich eine Bombe explodierte. Die Schreine der Sufis werden regelmäßig von pakistanischen Taliban-Kämpfern angegriffen, die der Meinung sind, dass Musik und Tanz beim Gebet unislamisch sind. Für den Anschlag am Samstag übernahm die Terrormiliz IS in einer Stellungnahme die Verantwortung.

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Terroranschlag auf Krankenhaus in Pakistan: Über 50 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In der pakistanischen Stadt Quetta hat sich ein Bombenanschlag vor dem Krankenhaus ereignet. Der Sprengsatz explodierte vor der Klinik. Dabei wurde eine Gruppe von Anwälten, Polizisten und Journalisten getroffen, die sich zu einer spontanen Trauerfeier versammelt hatten. Sie versammelten sich vor der Klinik, nachdem die Leiche des prominenten Anwalts Bilal Anwar Kais (der Chef der Rechtsanwälte-Vereinigung) zu der Klinik gebracht wurde. Bilal Anwar Kais wurde vor dem Bombenanschlag erschossen, als er gerade sein Haus verließ, um zur Arbeit zu gehen. Der Anschlag auf das Krankenhaus wurde ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge von einem Selbstmordattentäter verübt. Mindestens 57 Menschen kamen dabei ums Leben, viele weitere Passanten wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für den folgenschweren Anschlag. Die Provinzregierung kündigte nach dem Anschlag eine dreitägige Trauerzeit an.

In der betroffenen Provinz Balutschistan, die an den Iran und Afghanistan angrenzt, sind radikale Islamistengruppen aktiv, die Anschläge auf die schiitische Minderheit verüben. Dort kämpfen außerdem bewaffnete Separatisten gegen die Sicherheitskräfte. Diese kämpfen für die Abspaltung der armen Provinz Balutschistan von Pakistan.

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Nach Terroranachlag in Pakistan mit 80 Toten: Taliban bekennen sich zu der Tat

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am Ostersonntag hat sich in der pakistanischen Stadt Lahore ein Teroranschlag ereignet. Ein Selbstmordattentäter zündete in der Nähe eines Kinderspielplatzes eine Bombe. Dabei kamen 80 Menschen ums Leben, darunter 35 Kinder und 350 weitere wurden verletzt. Seit Montag steht fest, dass der 28-jährige Mohammed Yousaf Farid seine mit Sprengstoff, Kugellagern und Nägeln gespickte Selbstmordweste nahe dem Haupteingang des beliebten Parks in Lahore gezündet hat und damit möglichst viele Christen töten wollte. Die Terroristen einer Taliban-Splittergruppe bekannten sich zu dem blutigen Anschlag. Die Explosion war so stark, dass ein Neunjähriger, der sich zu dem Zeitpunkt auf einer Schaukel aufhielt, beide Beine verlor. Bei dem Attentäter soll es sich um einen islamischen Religionslehrer gehandelt haben. Der pakistanische Ministerpräsident hat angekündigt nach dem Terroranschlag mit Härte gegen Terroristen vorzugehen. Bei mehreren Razzien wurden am Sonntag bereits mehrere Verdächtige verhaftet. Der pakistanische Ministerpräsident Sharif sagte bereits am Sonntag, die für Montag vorgesehene Reise nach Großbritannien ab.

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Lahore/Pakistan: Über 60 Menschen starben bei Terroranschlag in der Nähe eines Spielplatzes

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Im Gulshan-i-Iqbal Park in der pakistanischen Stadt Lahore hat am Sonntag ein Selbstmordatentäter eine Bombe gezündet. Es kamen mehr als 60 Menschen ums Leben – darunter zahlreiche Frauen und Kinder – und 280 weitere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Selbstmordattentäter sprengte sich am Rande des Parks, ganz in der Nähe eines Spielplatzes, in die Luft. Der Park wurde zu der Zeit von Christen – die dort unter anderem picknickten – gut besucht. Die christlichen Familien feierten Ostern. Augenzeugenberichten zufolge war die Explosion so stark, dass Menschen regelrecht zerfetzt worden sind. Der Anschlag hat sich gegen Christen gerichtet. Die radikal-islamischen Taliban-Kämpfer bekannten sich zu dem blutigen Anschlag am Ostersonntag.

Es ist der schwerste Anschlag seit Monaten in Pakistan. Die Opferzahl könnte noch einmal ansteigen, weil es viele Schwerverletzte zu beklagen gab, teilten die örtlichen Behörden mit. Lahore befindet sich in der Provinz Punjab und ist mit sieben Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Pakistans. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von der indischen Grenze entfernt.

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Pakistan: Anschlag auf Polio-Impfzentrum – 15 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Pakistan sollten in dieser Woche 2,4 Millionen Kinder gegen die gefährliche Kinderlähmung geimpft werden. Nach einem Terroranschlag auf ein Impfzentrum in Quetta wurde die Kampagne am Mittwochmorgen landesweit gestoppt. Das bestätigte das pakistanische Gesundheitsministerium. Am Mittwochmorgen ereignete sich innerhalb eines Zentrums für Impfungen in Quetta eine schwere Explosion. Es explodierte Polizeiangaben zufolge eine mindestens sieben Kilogramm schwere Bombe. Insgesamt starben 15 Menschen, Kinder befinden sich nicht unter den Todesopfern. Unter den Toten befinden sich 13 Polizisten und zwei Zivilisten. 25 weitere Menschen wurden durch Bombensplitter verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Impfkampagnen werden in Pakistan aus Angst vor Anschlägen stark überwacht, weil in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Krankenschwestern und Ärzte bei Anschlägen ums Leben kamen. Manche Menschen in Pakistan sind der Meinung, dass die Impfungen eine Verschwörung zur Sterilisierung von Muslimen sei.

In Pakistan begann erst vor zwei Tagen eine große Initiative zur Polio-Impfung von 2,4 Millionen Kindern, die unter fünf Jahre alt sind. Pakistan und Afghanistan sind die weltweit einzigen Länder, in denen Kinder immer noch an der gefährlichen Kinderlähmung erkranken.

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Mordprozess: Eltern töten 19-jährige Tochter, weil sie Sex vor der Ehe hatte –– Lebenslange Haftstrafen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Das Landgericht in Darmstadt hat ein streng religiöses Ehepaar zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 52-jährige Vater und die 41-jährige Mutter haben den Mord ihrer 19-jährigen Tochter geplant und umgesetzt, hieß es in der Urteilsverkündung. Als Grund für die Ermordung ihrer Tochter gaben die Eltern, die in Darmstadt-Kranichstein lebten, an, dass ihre Tochter Sex mit ihrem Freund gehabt haben soll, ohne mit ihm verlobt gewesen zu sein. Für die Eltern lag damit ein ausreichender Grund vor ihre Tochter zu töten. Die Eltern stammen aus Pakistan und sagten vor Gericht aus, dass das Verhalten ihrer Tochter dem Weltbild widersprochen hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte außerdem die absolute schwere der Schuld feststellen lassen. Das schließt eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren aus. Die Angeklagten zeigten keinerlei Reue. Der muslimische Glaube betrachtet Sex vor der Ehe als schwerstes Vergehen. Der Vater hatte die Ermordung seiner 19-jährigen Tochter bereits am ersten Verhandlungstag gestanden. Er erwürgte seine Tochter im Schlaf. Seine Frau hatte zugesehen und sei auch vollkommen einverstanden gewesen. Nach dem Mord haben die beiden ihre Tochter weggebracht und in der Nähe ihrer Wohnung eine Böschung hinabgestoßen. Die Mutter sagte vor Gericht aus, dass sie überrascht über die Ermordung ihrer Tochter gewesen sei und gezwungen wurde beim „Beseitigen“ der Leiche zu helfen. Die Leiche der 19-Jährigen wurde im Januar an einem Parkplatz in der Nähe des Oberwaldhauses aufgefunden. Mit Hilfe des Rollstuhls der Großmutter soll die Leiche bewegt worden sein. Der ehemalige Freund der 19-Jährihgen soll einen westlichen Lebensstil pflegen.

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Erdbeben in Afghanistan und Pakistan: Mehr als 215 Tote

Symbolfoto: © burntimes.com

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Afghanistan und Pakistan wurden am Montag von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben der Stärke 7,5 hat die Hindukusch-Region schwer getroffen. Mindestens 215 Menschen kamen in Afghanistan und Pakistan ums Leben. In weiten Teilen Pakistans brachen die Telefonleitungen, Mobilfunknetze und Stromnetze zusammen. Außerdem stürzten Häuser ein. Straßen und Zufahrtsstraßen sind blockiert, sodass die Rettungskräfte Schwierigkeiten haben zu den Opfern vorzudringen. Das Epizentrum des Bebens lag in Badachschan, im Nordosten von Afghanistan, in 205 Kilometer Tiefe. Das Beben löste dort in einer Schule in der Stadt Talukan eine Massenpanik aus. Die Mädchen versuchten panisch das Gebäude zu verlassen. Dabei kamen mindestens zwölf Schülerinnen ums Leben und 35 Schülerinnen wurden verletzt. Viele Menschen wurden von herabfallenden Trümmerteilen erschlagen. Das schwere Erdbeben dauerte etwas länger als eine Minute und richtete sehr schwere Schäden an. Die afghanische Regierung rief die Bevölkerung auf zunächst im Freien zu bleiben, da es noch weitere Nachbeben geben könnte. In Pakistan wurden alle verfügbaren Kräfte aufgerufen sich zu mobilisieren und den Erdbebenopfern zu helfen. Mehrere Erdrutsche, in Folge des Bebens, blockieren derzeit die Hauptverbindungsstraße zwischen Pakistan und China. Die Erschütterungen waren bis nach Neu Delhi hin zu spüren.

Mitarbeiter der Welthungerhilfe planen Hilfseinsätze in der Erdbebenregion. Nachts gehen die Temperaturen in Afghanistan zur Zeit bis auf minus zehn Grad runter. Das stellt die vom Erdbeben betroffenen Menschen vor große Schwierigkeiten, teilte die Hilfsorganisation mit.

Das letzte schwere Erdbeben ereignete sich am 25. April diesen Jahres. Das Himalaya-Erdbeben hatte eine Stärke von 7,8. Damals kamen über 9.000 Menschen ums Leben.

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Pakistan: USA töten mit Drohne versehentlich westliche Al-Kaida-Geiseln

Symbolfoto: © burntimes

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Die USA haben im Anti-Terror-Einsatz gegen das Terroristen-netzwerk Al-Kaida im afghanisch-pakistanishen Grenzgebiet versehentlich zwei westliche Geiseln getötet. Bei den Opfern handelt es sich um einen Amerikaner und einen Italiener, der für die deutsche Welthungerhilfe gearbeitet hat. Er wurde seit Januar 2012 vermisst. Der Welthungerhilfe ging es bei dem damaligen Einsatz um Hilfe für die Überlebenden der schweren Überschwemmungen in Pakistan. Vor allem die Versorgung mit sauberem Trinkwasser war ein wichtiges Thema nach den Überschwemmungen.

Der Vorfall mit der US-Drohne ereignete sich bereits im Januar, doch erst am Donnerstag gestand US-Präsident Barack Obama den Fehler ein. Die beiden westlichen Geiseln kamen bei einem Raketenangriff mit einer Drohne versehentlich ums Leben. Die USA bestätigten, dass die beiden Männer sich in der Gewalt von Al-Kaida-Terroristen befanden. Präsident Obama entschuldigte sich bei den Familien der getöteten Geiseln. In einer Stellungnahme teilte Obama mit, dass er die volle Verantwortung für den Zwischenfall trage. „Es wurde ein Fehler gemacht“, stellte er klar. Die US-Geheimdienste wussten trotz sehr intensiver Aufklärung nicht, dass sich in dem angegriffenen Gebäude der Al-Kaida-Terroristen westliche Geiseln befanden. Bei dem Angriff kam außerdem noch ein zweiter Mann aus den USA ums Leben, der für das Terrornetzwerk tätig war.

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