Kreis Bayreuth: 43-Jähriger war dreißig Jahre lang im Elternhaus isoliert

Symbolfoto: © burntimes

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Im Landkreis Bayreuth wurde ein 43-jähriger Mann aus jahrzehntelanger Isolation befreit. Der Mann wurde kurz nach der Grundschule nie wieder gesehen. Er besuchte die Grundschule und anschließend eine Zeit lang die Gesamtschule. Dort gab es eine Untersuchung, bei der angeblich herauskam, dass er nicht schulfähig gewesen sei. Zu dem Zeitpunkt war er etwa 13 Jahre alt. Die Polizei hatte einen Hinweis erhalten und den Mann bereits am 21. September aus der Isolation des Elternhauses befreit. Er war verwahrlost, jedoch nicht unterernährt. Zur Zeit wird in einer Klinik geprüft, ob der 43-Jährige psychisch krank oder geistig behindert ist. Der Polizeisprecher teilte mit, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, seit wann der Mann keinen Kontakt mehr zur Außenwelt hatte. Außerdem wird überprüft, ob der Mann die Möglichkeit hatte das Anwesen seiner Eltern zu verlassen. Ein behandelnder Chefarzt teilte bereits mit, dass bei dem 43-Jährigen die natürliche Sozialisierung fehlt.

Unklar ist auch, wie der Mann durch das System rutschen konnte. In Deutschland besteht Schulpflicht. Zu dem Zeitpunkt in dem ein Kind als nicht schulfähig eingestuft wird, muss es auf anderem Wege betreut werden. Parallel dazu wurden Ermittlungen gegen die Eltern eingeleitet. Sie könnten sich der Körperverletzung durch Unterlassung und der Freiheitsberaubung strafbar gemacht haben. Außerdem haben die Eltern offensichtlich die Sorgfaltspflicht verletzt. Die Mutter des 43-Jährigen meldete sich bereits öffentlich zu Wort und teilte mit, dass ihr Sohn nicht festgehalten wurde, sondern er sich freiwillig bei ihnen aufhielt.

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Acht Babyleichen gefunden: Mutter zu 14 Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Bei einem Notartzeinsatz wurden im oberfränkischen Wallenfels im November letzten Jahres die Leichen von acht Babys entdeckt. Eine Anwohnerin alarmierte die Rettungskräfte, nachdem sie die sterblichen Überreste eines Säuglings gefunden hatte. Vier der Babys wären lebensfähig gewesen (wir berichteten). Vor Gericht wurde die 45-jährige Mutter am Mittwoch zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft forderte die besondere Schwere der Schuld. Ihr Mann war wegen Beihilfe zum Mord angeklagt und wurde freigesprochen. Bei vier Babys war nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht mehr festzustellen, ob sie lebensfähig gewesen wären. Die 45-Jährige hatte bereits zu Prozessbeginn eingeräumt mehrere ihrer Neugeborenen getötet zu haben. Sie gab an, dass sie sich an keine genaue Anzahl erinnern könnte. Der Prozess lief nur über vier Prozesstage. Ein psychiatrischer Gutachter hatte die 45-Jährige für voll schuldfähig erklärt. Der Ehemann der 45-Jährigen erklärte, dass er nichts von den Schwangerschaften und Tötungen gewusst und mitbekommen hatte.

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Nach Knochenfund in einem Wald in Thüringen: Leiche von Peggy wurde höchstwahrscheinlich gefunden

Symbolfoto: © burntimes

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In einem Waldstück in Thüringen wurden Skelettteile entdeckt. Die Leichenteile stammen vermutlich von der seit mehr als 15 Jahren vermissten Peggy aus Oberfranken. In dem Wald wurden außerdem Gegenstände entdeckt, die auf Peggy hindeuten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass erste rechtsmedizinische Untersuchungen und Erkenntnisse am Fundort für den Fund der Leiche von Peggy sprechen. Die Leiche war offenbar vergraben. Die Ermittlungsgruppe „Peggy“ wurde angesichts der neuen Erkenntnisse auf 30 Ermittler aufgestockt. Am 7. Mai 2001 verschwand die damals neunjährige Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg auf dem Heimweg von der Schule spurlos. Wochenlang suchten Hundertschaften nach der Neunjährigen. Auch Tornados der Bundeswehr waren im Einsatz. Im Jahr 2004 wurde Ulvi K. als Täter verurteilt. Nach der Wiederaufnahme des Falls wurde der geistig behinderte Mann freigesprochen und 2015 aus der Psychiatrie entlassen. Jetzt hat ein Pilzsammler im thüringischen Landkreis Saale-Orla-Kreis offenbar die Knochen gefunden, die von dem Mädchen stammen. Die Fundstelle liegt etwa 15 Kilometer vom Elternhaus entfernt. Ob das betroffene Waldstück, in dem die Leichenteile gefunden worden sind, mit in die Suche nach der damals Neunjährigen eingebunden wurde, wird zur Zeit ermittelt.

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